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Noro 26-12-2010 18:09 - E-Mail an User
Rauhnächte
hi,

bei uns hier in bayern werden die ställe in den rauhnächten zwischen heiligabend und drei könig immer wieder "ausgeräuchert", einige machen das täglich andere insgesamt nur 3 mal. Wie oft räuchert ihr den Stall und welchen sinn hat das konkret?

Gruß
th



farmerJT antwortet um 26-12-2010 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
wir räuchern am heilig abend, am Altjahrstag und am 5 Jänner aus, um die bösen Geister zu vertreiben! =)


Icebreaker antwortet um 26-12-2010 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Hallo Noro,

Das räuchern hat eine sehhhhr lange Tradition.
Am besten fütterst du Dr. Google mit der Frage nach "räuchern rauhnächte und du wirst alles erfahren, was du wissen willst.

Wir räuchern nicht nur in den Rauhnächten und im Stall, sondern auch je nachdem aus verschiedenen Anlässen. (Mehr gerne auf Anfrage von dir per PN)

Wie gesagt: So du gar keine Ahnung um das Räuchern hast, google am besten mal zur Einführung.
Andernfalls kannst du mit - über das Grundwissen hinaus kundigen Antworten/Tipps - vermutlich eher wenig anfangen; und etwas nur tun, weils halt grad so Brauch ist - ohne zu wissen, worum es geht, hat wohl eher wenig Sinn.

mfg Ice



RichardGier antwortet um 26-12-2010 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Bei uns in Kärnten wird auch dreimal geräuchert: am Weihnachtsabend,zu Sylvester,am Dreikönigstag.Womit bewiesen wäre,daß dieser Brauch von den bajuwarischen Wurzeln des Kärntnerstammes herkommt und nicht von den slawischen.
Warum das Ganze? Keine Ahnung,hat wohl mit "bösen Geistern" und "guten Geistern" zu tun;Auffällig ist ,daß alle Tiere,auch die sonst ganz nervösen, sich ruhig verhalten,wenn geräuchert wird, und nur groooße Augen machen. Über manche Dinge wissen die Viecher eben viel besser bescheid als wir.


0815 antwortet um 26-12-2010 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Die bösen Geister sind jetzt die AMA Kontrolleure! Darum wird auch in der Jetztzeit noch geräuchert!


helmar antwortet um 26-12-2010 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Wenn es dem seelischen Wohlbefinden dient, warum denn nicht? Aber die Feuergefahr, besondes in alten, meistens aus Holz gebauten Häusern und noch mehr in den Wirtschaftsgebäuden sollte man nicht unterschätzen.
Mfg, Helga


Icebreaker antwortet um 26-12-2010 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Ja, helmar, da hast du völlig recht - die Feuergefahr
Aber beim Räucher(n)Ritual gehts auch nicht nur darum, dass man irgendwo, irgndwie, irgendwas räuchert und dazu noch unbeaufsichtigt in leicht entbrennbarer Umgebung "abstellt" (wie Räucherstäbchen) und dahinglosen lässt ;-)

Wer beim Räuchern Feuer fängt .... tja ....

Es geht beim Räuchern um mehr, als nur Rauch machen und von einer Ecke in die andre zu gehen. (...)


mfg Ice



teilchen antwortet um 26-12-2010 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte

Ich habe den Wert und die Wirkung des Räucherns einmal sehr unmittelbar erlebt.
In meiner Wohnung wurde vor ein paar Jahren eingebrochen. Die Eingangstür war aufgebrochen, alles war durcheinander, die Kästen durchsucht, Laden ausgeräumt, Wäsche durchwühlt.
Mir hats so gegraust, dass da fremde Menschen in meiner Wohnung waren, in meinen persönlichen Sachen herumgewühlt mir auch noch was weggenommen hatten.

Zuerst wollte ich gar nicht in der Wohnung übernachten, weil ich mich nicht wohlgefühlt habe. Dann hat mir ein Freund geraten, die Wohnung doch auszuräuchern, und das habe ich dann auch getan.
Danach wars mir gleich viel wohler, und ich hatte das Gefühl, die Wohnung gehört wieder mir. Ich habe dann wunderbar geschlafen, obwohl die Eingangstür wie ein Blättchen im Wind im Türstock hing.
Inzwischen ist alles wieder repariert, und ich hab sogar meine Sachen wiederbekommen.

Das Räuchern reinigt die Räume von unguter Energie.
@RichardGier, ich stimme Dir voll zu, die Tiere spüren das auch.
- Und wer nicht daran glaubt, soll sich einfach sagen: wenns nix hilft, dann schadts nix.



Felix05 antwortet um 26-12-2010 22:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Nein tria, natürlich nicht.
Du kannst ja allemal mit einer dicken Zigarre durch die Wohnung laufen und räuchern.
Die Hausfrauen mögen sowas, vor allem wenn man es plausibel erklären kann und so eine Geistervertreibung kommt immer gut und leuchtet ein.
Na bitte da haben wir´s ja, Teilchen als moderne Hausfrau weiß das auch...

Gruß, Lutz!


Fallkerbe antwortet um 26-12-2010 22:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Glaube ist das „Opium fürs Volk“


Restaurator antwortet um 26-12-2010 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
immerhin gibt's das ohne kirchensteuer ;)


teilchen antwortet um 26-12-2010 22:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte

Bei uns wird zwar traditionellerweise mit Weihrauch geräuchert, aber zum Reinigen ist weißer Salbei das Beste.
Weißer Salbei gilt als tonisierend, antiseptisch, fiebersenkend und kühlend.
Weihrauch ist ebenfalls antiseptisch und reinigend und ist zusätzlich entspannend und beruhigend.

Das hat gar nicht so viel mit Esoterik zu tun wie manche vielleicht glauben.
Das Räuchern ist übrigens eine heidnische Tradition und wurde vom Christentum übernommen.



soamist2 antwortet um 26-12-2010 23:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
teilchen,

die wirkung von weißen salbei mag ich, mangels persönlicher erfahrung, nicht zu beurteilen ,

wiewohl es wider der schlimmsten sitte wohlgetan sei in der rauhnacht die wäsche aufzuhängen


lg von einem von "ws" inspirierten und von glühwein benebelten ..





Noro antwortet um 27-12-2010 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
danke für die vielen beiträge, werd mich da im www noch n bisschen um sehen und durchlesen.


palme antwortet um 27-12-2010 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte

@ soamist2, du schreibst hier von "in der rauhnacht die wäsche aufzuhängen" , habe gestern zufällig etwas gehört das in der Christnacht keine Wäsche zum Trocknen irgenwo im Hause aufgehängt sein soll, mehr weis ich nicht, hab das zum ersten mal gehört.

Weist du vielleicht was dies bedeuten soll, bringt es Unglück oder sonst was ??

Würde mich wirklich interessieren.

mfg, palme



teilchen antwortet um 27-12-2010 16:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte

@soamist

Achtung - weißer Salbei ist nur zum Räuchern, nicht zum Selberrauchen ;-)

Das mit der Wäsche hab ich auch schon von einer meiner Tanten gehört. Sie meint, wenn man übers Jahr Wäsche hängen hat, dann brächte das Unglück. Und ein Hendlgericht darf es am Neujahrstag auch nicht geben.
Ich wage nicht daran zu denken, wie gut es mir ginge, wenn ich diese Ratschläge beherzigt hätte :-)



Restaurator antwortet um 27-12-2010 16:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
eine meiner grossmütter hat auch g'laubt, dass über neujahr aufg'hängte wäsch' unglück bringt. die andere war der meinung das der als nächster stirbt der barfuss auf an foto is - wie oft haben wir als kinder mitten im sommer nur für's foto die schuh anzieh'n müssen :)
aber wovor sich beide wirklich g'fürchtet haben war, dass sie am neujahrstag als ersten menschen a altes weib treffen - das bringt dann das ultimate unglück.


palme antwortet um 27-12-2010 16:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte

Habe jetzt etwas "gegoogelt" was das Wäsche aufhängen betrifft :

Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Beten begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die Wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-) Wäsche würde die Wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht. (aus Wiki)

@ soamist2, Währe trotztem neugierig ob du auch so etwas zu dem "Wäsche aufhängen" meinst





Felix05 antwortet um 27-12-2010 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Tja Restaurator,

dass mit den alten Weibern ist eine Sache des Blickwinkels.
Als Knirps waren für mich Dreißigjährige auch schon alt.
Heute würde ich das nicht unbedingt als Unglück ansehen, wenn mir "so ein altes Weib" über den Weg läuft, egal ob zu Neujahr oder wann auch immer.

Gruß, Lutz!


Restaurator antwortet um 27-12-2010 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
@lutz:
"altes weib" is bei uns in der südsteiermark nix schlechtes, heisst bloss, sie is das, was man landläufig als sehr bis uralt bezeichnet.
wie ich das von meinen omas mit 5 - 6 jahren genau so formuliert zum hören gekriegt hab waren die selber mitte 50 - und wie die fotos im nachhinein beweisen noch recht "resch" wie wie sagen :)
im übrigen jahreslauf waren die "alten weiber" immer voll integriert und aktiv soweit ich mich erinnere - hat ja noch keine altenheime zum wegsperren gegeben - in diesem fall gute, alte zeit


Hausruckviertler antwortet um 27-12-2010 19:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Ich achte solche Brauchtümer, obwohl bei uns nie geräuchert wurde. Ich sehe den Sinn in Ritualen ganz allgemein, sie sind wie ein unsichtbarer Stab an den man sich anhalten kann. Gilt ganz besonders für Kinder. An was erinnert man sich als älterer Mensch am meisten, wenn man an die Kindheit denkt? An die Rituale! Sie bleiben im Gedächtnis haften. Bei mir ist es zumindest so.
Ob es sich ums Räuchern handelt, um die Palmbuschen, die Birkenzweige zu Fronleichnam, die Ostereier usw. usw. ist letztendlich egal.Viele Bräuche entstammen von heidnischen Brauchtümern, andere sind aus der christlichen Anschauung entstanden. Den Ursprung haben alle im Aberglauen. Entstanden durch mehrmaliges zufälliges Zusamentreffen bestimmter Ereignisse. Die Leute hatten ja keine wissenschaftliche Beweise, ob das alles einen Sinn ergibt, sie haben es eben geglaubt. Die Sinnhaftigkeit solcher Bräuche kann man heute die meisten widerlegen. Das Wetter kommt für alle gleich, ob wer Palmbuschen steckt oder nicht, um nur ein Beispiel zu nennen. Das mit dem Räuchern hat vielleicht eine desinfizierende Wirkung. Weihrauch hat eine gesundheitliche Wirkung. Da das früher vielen unbekannt war, aber Wirkung gezeigt hat, hat man dem Ritual mehr Bedeutung zugemessen als der Heilwirkung des Weihrauches.
Um beim Räuchern zu bleiben. Besser wäre es den Stall luftig zu halten und einmal jährlich mit Kalk zu weißeln, dann kann man die Krankheiten fernhalten, gegen die das Räuchern vielleicht Sinn macht.


179781 antwortet um 27-12-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Eine interessante Diskussion. Da stehen schon 22 Beiträge zu einem Thema, das eher mit übersinnlichem, esotherischem zu Tun hat. Und noch keiner von den absolut Fortschrittsgläubigen die hier oft schreiben hat sich aufgeregt. Wo doch das wissenschaftlich nicht zu beweisen ist und sowieso nur für Träumer und Spinner usw. usw.

Ich kenne solche Bräuche auch noch aus meiner Kindheit. Eine ganz merkwürdige Sache z. B.:
Wenn uns als Kindern die Haare geschnitten wurden, dann ist gleich die Oma angerückt und hat die abgeschnittenen Haare fein säuberlich zusammengekehrt und im Ofen verbrannt.

Bei den alten Germanen wurden den Toten die Haare abgeschnitten und verbrannt, weil aus denen hätten sonst die bösen Geister Stricke gedreht die sie zur Eroberung der Götterwelt (Himmel) verwendet hätten. Davon hat die Oma sicher nichts gewusst und trotzdem hat sie eine Sitte, die wohl wesentlich älter ist als 2000 Jahre praktiziert.

Gottfried
Gottfried


Restaurator antwortet um 27-12-2010 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
@179781:
die gebräuche haben sich tatsächlich über jahrtausende gehalten und deshalb wird man sie uns auch nicht mehr austreiben :)
in meiner gegend haben früher die marktbewohner immer über die naturdummen bauernkinder von den abgelegenen höfen gelacht weil die, wenn sie sich verletzt haben, immer "wehtam!" gerufen haben. in ihrer gebildeten überheblichkeit haben sie die unfähigkeit "weh getan" sagen zu können hineininterpretiert. pech nur für das bildungsbürgertum, dass gerade in der mundart bis in die 70er viele uralte ausdrücke weitergelebt haben. und "wetam" ist das alte germanische wort für "schmerz".
auch die alten juristen die zusätzlich zum römischen noch das germanische recht studieren mussten sind sich einer meinung, dass die landbevölkerung die urteile deshalb oft nicht nachvollziehen kann, weil sie nach römischem recht gefällt werden, das rechtsempfinden der menschen aber immer noch im germanischen recht verwurzelt ist.


RichardGier antwortet um 28-12-2010 07:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
@Hausruckviertler:
Zitat: "Den Ursprung haben alle(derartigen Bräuche)im Aberglauben".
Einspruch! Nur weil es derzeit noch keine wissenschaftliche Erklärung für manche Wirkungs-zusammenhänge gibt, kann man ihre Existenz nicht von vorheherein abstreiten.Ich denke, die Begründer dieser Bräuche in grauer Vorzeit wussten (oder besser :fühlten)noch ganz genau, was sie da taten,und warum .Zivilisationsferne Völker haben diesen besonderen Draht immer noch ,und Tiere sowieso. Manchmal lichtet sich der Nebel ein wenig und es findet sich eine -oft überraschende -Erklärung ;Ansonsten muß man wohl einfach zur Kenntnis nehmen,daß etwas funktioniert,obwohl wir es nicht verstehen.
Die Palmbuschen helfen nicht gegen Unwetter? Aha. Hat man vom Wetterläuten auch lange
behauptet. Heute ist man sich schon nicht mehr ganz so sicher.
@Alle: Danke für die äußerst interessanten Beiträge zu diesem Faden. Das hilft einem ,so manche welcher-Traktor-ist -der -beste-Durststrecken und ortographische Massaker zu überstehen.


Noro antwortet um 28-12-2010 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
nun bei mir sind leider nicht mehr so viele tiere wie früher, heute wär´s n offenstall mit zwei pferden, da die beiden trächtig sind und die haflingerstute nur flausen im kopf hat. daher dachte ich, es wäre gut, wenn ich vielleicht auch so was mal macht :) ob des jetzt was in der richtung bring bezweifle ich, aber ich mag solche bräuche und denke ich könnte mich dann besser füllen, so war ich auch dieses jahr mit beiden bei möglichst vielen umritten, um für gesunde fohlen und stuten zu bitten, dass gesellschaftliche ist natürlich auch ein bonus dabei.


mfj antwortet um 28-12-2010 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte


Ich habe kein Problem Gottfried - wenn jemand mit dem „Besen zur Walpurgisnacht“ seinen Aberglauben aus den wunderlichsten Ecken und Winkel hervorkehrt, solange er damit andere zufrieden lässt.

Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen und ist ständig auf der Flucht vor sich selber.
Ich lese solche „Abhandlungen“ auch gerne durch, weil sie im „täglichen Leben“ natürlich abfärben...

Ein Politikerspruch lautet: ...Nichts regiert die Menge so wirksam wie der Aberglaube !°!


Esoteriker kramen auch immer die Schublade der "positiven Energie" hervor, die mit solchen Krimskrams erreicht werden. Die führen wahre Freudentänze um Ihren Hof auf, und streuen alles erdenkliche Zeug´s aus.
Da hat man halt ein gehöriges Suchtpotential an der "der Waffel" - wenn mich einer fragt....;-))








edde antwortet um 28-12-2010 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
wer sich intensiv mit diesen themen befassen will , dem kann ich nur publikationen von prof girtler empfehlen.
girtler ist im bereich volksglaube und bräuche in österreich wahrscheinlich der profundeste kenner der materie.
interessant sind auch die regionalen kleinräumigen verbreitungen von bräuchen, bedingt durch die fehlende mobilität bis in die neuzeit.
mfg


Gulla antwortet um 28-12-2010 14:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
ich mach mit meinen freundinnen immer so um den jahreswechsel, je nachdem wie wir zeit haben ,eine mystische wanderung. wir gehen da in den wald und auf einen bestimmten keltischen platz und machen rast,wärhend des gehens reden wir sehr wenig sondern konzentrieren uns eher auf uns, am ziel angekommen schreiben wir alles neg. vom vergangenen jahr auf einen zettel und verbrennen dies in einer mitgebrachten feuerfesten schale, die wünsche für das kommende jahr schreiben wir auch auf einen zettel und werfen sie in die luft und die fallen dann einen hang runter, am schluß stoßen wir noch mit einem glas sekt an ;-))
ob das alles hilft oder nicht mag dahingestellt sein
nur was mir schon auffällt es tut einem richtig gut, man fühlt sich im moment richtig gut und frei und ohne balast, und jedes jahr freuen wir uns darauf wenn wir das machen und es tut unserer freundschaft richtig gut

ein ritual was ich am 24dez. auch immer mache möchte ich auch noch erzählen.
am heiligen abend streu ich immer einen schutzkreis rund um meinem hof.
ich nehm dazu meersalz , geb das salz in eine tonschüssel und streu es aus, während des ausstreuens sage ich immer wieder: beschütze mein heim, meinen hof und meine familie und zwischendurch sag ich auch noch : so sei es.

heuer ist mein sohn das erste mal mit mir mitgegangen und ihm hat das sehr gut gefallen und für mich was das sehr bestärkend.

ich glaub so wie man seine selbstheilungskräfte aktivieren kann, so kann man auch positive energie in seine umgebung bringen und darum mach ich solche rituale

lg

Gulla


soamist2 antwortet um 29-12-2010 00:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
@ gulla

gott sei's gedankt du hast noch so ein keltisches platzerl wo du und gleichgesinnnte na.ch getanem okkultwerk mit einem glaserl anstoßen könnt.

andere wären dir neidig darum!




Interessierter antwortet um 29-12-2010 07:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Gulla, und wieder andere gehen beichten, was glaubst du wie man da den Ballast abschüttelt und man gestärkt an Leib und Seele den weiteren Lebensweg schreitet ...


helmar antwortet um 29-12-2010 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte
Lieber Interessierter....kommt drauf an wo man beichtet...;-))).
Mfg, Helga


Gulla antwortet um 29-12-2010 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rauhnächte

@Interessierter, obst du´s glaubst oder nicht, aber ich war in meinem leben noch nie beichten!!!!


@soamist ich bin keine schamanin noch sonst irgendwas, nur ich hab in meinem leben gelernt neg. erfahrungen aufzuarbeiten und abzuschließen und dadurch mach ich solche rituale, andere gehen in die kirche, auf den berg, nach mekka. was weiß ich;
jeder macht das was er füch sich selber richtig findet, was ist schlecht daran?

für dich persönlich soamist: dadurch gebe ich gehäßige, lächerliche bzw. blöde bemerkungen nicht an andere weiter ;-))))

eine lebensfrohe Gulla


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