Wildfütterung im Winter

Antworten: 14
rusticus 18-12-2010 16:00 - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
hallo!

habe mal eine frage, auf die man immer wieder gegensätzliche antworten bekommt.

wer weiß, ob wildfütterung nach dem jagdgesetz bei uns überhaupt erlaubt ist?
wenn ja, unter welchen voraussetzungen?

danke für eure antworten!





hkreimel antwortet um 18-12-2010 17:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
hallo rusticus

das hängt vom bundesland ab. möglicherweise findest du auf der homepage des landesjagdverbandes einen hinweis drauf. von der nö. hp hab ich mir das runtergeladen. war recht interessant.


Woodster antwortet um 18-12-2010 22:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
denke, dass die Wild(herden)tierfütterung grundsätzlich erlaubt ist.
Du kannst es aber auf deinem Grund und Boden verbieten.


regchr antwortet um 19-12-2010 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
ist normal überhaupt nicht notwendig,in der letzten ausgabe des landwirt ist es ausführlich erklärt, das wild geht dann die tribe an weil sich der magen übersäuert,also ist die jungbäume schädigung hausgemacht vom mensch,normal gehört dem fütterer ein auf den latz,die wollen nur fleischigeres getier damit mehr rausspringt beim fleischverkauf,die population des wildes wird durch füttern auf keinen fall gerettet,eher das gegenteil,das wild kommt allein besser zurecht......


rusticus antwortet um 19-12-2010 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
danke für die antworten!

@ woodster
alleine aufgrund deines namens gehe ich schon davon aus, dass du mit der materie gut vertraut bist :-)
dass ich die fütterung auf meinem grund verbieten kann, habe ich noch nie gehört - klingt aber sehr interessant!

@ regchr
genau so hat es mir (sogar) ein jäger auch schon mal beschrieben. für mich klingt das absolut logisch.
grund meiner frage war ja der, weil ich unseren fütterern "eine auf den latz" geben möchte. dazu muss ich aber die rechtlichen fakten kennen.
dabei geht es mir nicht nur um den wildschaden alleine, sondern auch um den "jägerschaden" - der fährt mir zb ohne zu fragen mit dem traktor über einen getreideacker, um zu seiner futterstelle zu gelangen. das reicht mir jetzt langsam...




regchr antwortet um 19-12-2010 14:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
wünsch dir viel glück und hoffentlich werden diese fütterer( LUDERN UND RINDVIEHER) vielleicht gscheider,eher nicht,vielen gehts auch darum das sie leichter das wild bekommen,die sollen nur genug strafe zahlen dann hört sichs vielleicht auf


ranger78 antwortet um 19-12-2010 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
Wenn man derartig inkompetente und bösartige Kommentare im Forum liest wie diese von regchr, muss man sich ehrlich Sorgen um den Geisteszustand des Verfassers machen. Viele Bauern sind auch Jäger und Heger und gerade im alpinen Bereich wäre ein Stop der Rotwildfütterung eine fatale Sache. Gerade in kalten oder schneereichen Wintern wäre ein abwandern in tiefere Lagen die Folge und die Schäden an Forstkulturen sowie Landwirtschaftlichen Flächen wären immens.Rotwildfütterungen müssen von der Behörde in Absprache mit den Grundbesitzern genehmigt werden,was in der Regel gewisse Auflagen wie Futtermittel, Fütterungszeiten usw. mit sich bringt. Ich führe selbst als Bauer eine Reh und Rotwildfütterung aus Überzeugung durch, und wundere mich über solche geistreiche und dumme Einträge.


84ZX antwortet um 19-12-2010 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
der wald ist kein stall, und die trophäe kein penis.
füttern tut man viecher im stall.
außer ein paar komplexler, die etwas schießen wollen mit einem ganz großen sekundären geschlechtsmerkmal. warum nur?


mr.x


84ZX antwortet um 19-12-2010 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
und "abwandern" wird ein wid dann, wenn eine überpopulation im verhältnis zum natürlichen nahrungsangebot besteht.
alles was die bestutzten tun müssen, ist ihre eigene gier zurückschrauben und nicht mehr versuchen, zehn leute in einem vw-golf zu verpflegen, damit sie drinbleiben, und der "lebensbock" irgendwann kommt, für den sie dreißig jahre herumtränzen.
dann wird auch der wildschaden weniger, und die verjüngung hätte eine reale chance.

mr. x


Jophi antwortet um 19-12-2010 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
@ 84ZX: !

Man könnte aber auch meinen, daß das Wild das was es an einer richtigen Fütterung gefressen hat, nicht mehr an der Naturverjüngung herunterbeißen muß.

Oder, bist Du da anderer Meinung ?

Zahlenmäßig passende Wildbestände setze ich natürlich voraus.


schellniesel antwortet um 19-12-2010 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
@jophi

Ist du jeden Tag nur Schnitzel? Ein gemischter Salat dazu ist auch nicht schlecht oder?

Wildtiere sind Feinschmecker! Wenn sie nicht den ganzen tag beschäftigt sind mit ihrer Grundfutteraufmahme was sie wenns sie gefüttert werden ja nicht sind haben sie zeit sich um Feinschmeckerware umzusehen!!

So einfach ist eben nicht wenn sie gefüttert werden fressen sie eben das andere Nahrungsangebot aus dem Wald auch noch und nicht stattdessen!

Mfg schellniesel


Restaurator antwortet um 19-12-2010 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
in meiner verwandtschaft gibt's einige jäger, bzw. förster. die stimmen mit mir zumindest in dem punkt üebrein, dass die meisten waldränder viel zu ausgeputzt sind. statt eines überganges von der wiese über sträucher bis zu den bäumen grenzen die hohen bäume sofort an die wiese oder den acker. die meisten schinden sich da noch a paar furchen, bzw. 2 -3 packerl heu heraus als ob das tägliche überleben davon abhängen würde.
aus dem grund holt sich die jagdliche anverwandtschaft bei mir regelmäßig wilde zwetschken, wildrosen und schlehdorn zum auspflanzen als verbissholz. soweit ich das beurteilen kann funktioniert das recht gut.
das anlegen von wildäckern scheint auch eine recht brauchbare methode zu sein. mit den entsprechenden mischungen gibt's auch im winter was zum beissen ohne das man füttern muss. ich hab da 2 mischungen für meine ziegen probiert: wenn man den grundstücksteil vorher wegzäunt und die ziegen erst im winter dazulasst kann man zumindest eine zeit lang das heu auf mindestens die hälfte reduzieren. muss also auch beim rotwild funktionieren.
das meine ziegen (ganzjährig im freien mit offenem unterstand) zuwenig futter haben erkenn ich daran, dass sie sogar 20 - 30jährige eschen zum schälen beginnen. wenn sie's bei ausreichender fütterung tun dann haben's an mineralstoffmangel. auch das wird's beim rotwild nicht viel anders sein.


Hirschfarm antwortet um 19-12-2010 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
Bei den von uns bewirtschafteten Flächen stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Maisfeld , wir verstinken (nützt aber nur sehr eingeschränkt), Wildschaden 10000€. Die werte Jägerschaft unternimmt rein gar nichts um den Wildschaden zu reduzieren. Wildschaden begutachten. Dabei kommt vom Jäger die obligatorische Meldung das die Einnahmen aus Abschüssen wesentlich niedriger als der Wildschaden sind. Darauf meine Forderung , das Wild doch einfach auszurotten da es ohnehin mehr Schaden anrichtet als es Wert ist. Antwort:Betretenes Schweigen und Achselzucken. Es gibt Regionen wo die Wildbestände einfach viel zu hoch sind und die Jägerschaft sich aufführt als ob Ihnen das Land gehören würde!


rusticus antwortet um 20-12-2010 15:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
@ hirschfarm

du bringst es auf den punkt.
einige dieser bewaffneten zeitgenossen sind ja der meinung, dass mit ein paar euronen jagdpacht auch sämtliche schäden abgedeckt sind.
mein lieblingsargument ist überhaupt, dass die einhaltung der abschusspläne richtige "knochenarbeit" ist und wir dankbar sein sollten, dass es überhaupt noch jemand macht (kein scherz!).



84ZX antwortet um 20-12-2010 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wildfütterung im Winter
ein kult der auf den blahden göring zurückgeht.
unsere urgroßväter haben noch mit hirn gejagt.

mr.x


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