erhalt von familienbetrieben

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mosti 22-08-2010 23:22 - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
vertretung rühmt sich der erhaltung der familienbetriebe und vergiebt 80% der agrargelder an konzerne und gutsbetriebe


joholt antwortet um 23-08-2010 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Mit den verbleibenden wenigen prozenten werden die familienbetriebe bei laune gehalten so das sie gerade dahinvegitieren können und vollkommen zufrieden sind.
Weil wenn es diese viele kleinen betriebe nich gäbe hätte der Bauenbund ja keine berechtigung mehr und müßte aufgelöst werden und die versorgungsposten weren dahin.
mfg


Bauernprofi antwortet um 23-08-2010 10:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Was sind eigentlich Gutsbetriebe? Es steht nirgends etwas über den Begriff Gutsbetriebe - ob steuerlich, betriebswirtschaftlich oder rechtlich!

Wer verrichtet eigentlich die Arbeit auf den Gutsbetrieben? Gibt es da keine Mitarbeiter, deren Familien auch vom sog. Gutsbetrieb leben?

Dazu noch aus den Salzburger Nachrichten:

Fördersystem zwingt Bauern an den Tropf

http://search.salzburg.com/articles/12409652?highlight=F%C3%B6rdersystem+zwingt+Bauern+an+den+Tropf+



Tyrolens antwortet um 23-08-2010 10:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Gutsbetrieb? Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gutshof

Ist halt oft so dass Begriffe mißbraucht werden um damit eine bestimmte Stimmung zu erzeugen.


Christoph38 antwortet um 23-08-2010 11:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Der Begriff Gut wird regelmässig so verwendet, wie man ihn gerade braucht.

Wenn es um die Beherbergung von Gästen geht, bezeichnen sich auch schon landwirtschaftliche Betriebe mit ein paar ha gerne als Gut, um damit den Gästen eine gewisse Gehobenheit zu suggerieren.

Auch hat aufgrund fortschreitender Mechanisierung sich die Betriebsgrösse in der Landwirtschaft ständig erweitert, verbunden mit geringerem Arbeitskraftbedarf, sodass inzwischen auch frühere "echte" Gutshöfe mit grosser Flächenausstattung als reine Familienbetriebe agieren.


Moarpeda antwortet um 23-08-2010 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
na Gut - um im kontext zu bleiben.

zum thema familienbetrieb möchte ich etwas aus "franks welt", der wöchentlichen kolumne von frank stronach aus der kronen zeitung wiedergeben.

".....wir müssen sehr aufpassen, dass wir unsere fabriken und bauernhöfe nicht derart zerstören, dass wir irgendwann soweit kommen, alles von weit her importieren zu müssen....."

warum können wir nicht so erfolgreiche manager wie den stronach in der regierung sitzen haben anstatt der rechtsverdreher, lügenprofis und ellbogentechniker.



cyber antwortet um 23-08-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
.......... is´ da Stronach nit der, der was als erstes politisches was er in Österreich tat, auf die österreichische Instituton Betriebsrat gschissn hat, und als zweites si an Verein gekauft hat und alle Kicker wie seine Stricherlbuam behandlt - und ebenfalls beschissn - hat ????????

Na, danke, der macht sein Erfolg auf andere Art, auf den möcht i liebend gern verzichtn dürfn.

lg


soamist2 antwortet um 23-08-2010 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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moarli ,

+++warum können wir nicht so erfolgreiche manager wie den stronach in der regierung sitzen haben+++

ich habe jede nur erdenkliche achtung vor dem was der strohsack geschaffen hat. nur bei aller liebe zum frankie: er ist alt, hat seinen geistigen zenit längst überschritten. ich reihe ihn in die gilde von unseren putzigen senilen oldies blecha-khol ein.

allesamt sollten sich bei themen wo es nicht gerade um pensions-höhen-themen geht ihren platz in der gesellschaft suchen - und der ist in bescheidener stille und zurückhaltung zu finden.

die zukunft unserer gesellschft sollten leute bestimmen die auch eine zukunft haben und nicht greise deren zustand sich unweigerlich in richtung altersdemenzdemenz oder altzheimer entwickelt.


Hirschfarm antwortet um 23-08-2010 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@moar
Das habe ich mir auch gedacht. Der Stronach denkt logisch und einfach. Deshalb ist er Unternehmer und nicht Politiker. Aber in den meisten Punkten seiner Ausführungen hat er absolut recht. Auch mit der Abschaffung von Betriebsräten.


Moarpeda antwortet um 23-08-2010 22:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@soamist

wo der stronach schon hingeschi..en hat kann die gesamte regierung nachgehen und schnuppern.

mit seinem überblick schupft der das unternehmen österreich auch noch mit hundert jahren.

würde mich mit meinem geistigen zenit den geistigen zenit vom frankie nicht negativ zu beurteilen trauen, aber bei dir scheinen ja andere voraussetzungen zu bestehen ;-P






helmar antwortet um 24-08-2010 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Familienbetrieb..........also ich habe bei der Verwendung dieses Begriffes Bedenken. Muss man, um ein "echter" Familienbetrieb zu sein, die Familie dem Betrieb unterordnen? Oder wie es früher, als an Lebenmitteln meistens Knappheit herrschte, eine ganze Familie samt jenen armen Teufeln, welche für ein paat Netsch und Kost dort arbeiteten, oft gewesen ist, dem "Betriebsführer", sprich Bauern, auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sein?
Aus meiner ganz persönlichen Sicht sollte( nicht nur ein Bauernhof) ein Familienbetrieb etwas sein, das wirtschaftlich funktioniert und auf dem sich eine Familie, egal was und wie sie das meistert wohl fühlen kann.
Mfg, Helga


BTrappl antwortet um 24-08-2010 09:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
An soamist
Dein Pseudoname deckt sich voll mit dem Inhalt Deines Beitrages .
Bin auch dafür, dass die aktive Generation auch die Zukunft gestalten soll, aber die ältere
Bevölkerung mit ihrer Lebenserfahrung als senil abzustempeln, zeigt von der Dummheit und Aroganz von Leuten die sich hier unter anonymen Gscheitdepperln tumeln.
keine f.g. Waldbauer


Fallkerbe antwortet um 24-08-2010 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Hallo,

ein erfolgreicher Unternehmer, wie z.b. stronach, müsste schön blöd sein, in die Politik zu gehen. Zum einen verdient ein erfolgrreicher unternehmer in der wirtschaft weit mehr, als in der politik. zum anderen muss er sich nicht von jedem versager blöd anschwatzen lassen.

Warum besteht denn die Politik zum grossteil aus Lehrern, Bahnbediensteten und Bauern?
Weil die nirgendwo soviel abkassieren können wie in der Politik. Die beanten werden noch schön karenziert, die haben dabei noch null risiko.

So selten ich mit Morpeda übereinstimme- aber in dem punkt gebe ich ihm Recht.
Wirklich erfolgreicher Unternehmer haben wir zu wenig in der Politik- bzw politik ist zu wenig reizvoll, um erfolgreiche Unternehmer anzuziehen.
Jedes Volk hat die regierung die es verdient.

mfg





Hausruckviertler antwortet um 24-08-2010 13:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Meine Definition von Familienbetrieb ist, dass der Betrieb ohne Fremdarbeitskräfte auskommt, zumindest was die Landwirtschaft angeht. Bei Gewerbe und Industrie definiere ich Familienbetrieb dahingehend, dass die gesamte Entscheidungsgewalt in den Händen von einem Besitzter als Chef ist und nicht von Aktionären und Managern mitbestimmt wird. Dass die Politk mit Familienbetrieben sowohl in der Landwirtschaft oder auch im gesamten Bereich keine rechte Freude hat, darf angenommen werden, trotz aller Sonntagsreden, in denen sie für den Erhalt der Kleinen und der Familienbetriebe eintreten. Familienbetreiben kann man , wen sie fest zusammenhalten halt doch nicht so leicht dreinreden und beeinflussen.
Der gesamte Arbeitsmarkt würde heute besser dastehen wenn die heutigen Jungen, ach so gescheiten Unternehmer, sich an ihren Vorgängern ein Beispiel nemen würden. die haben nach dem Krieg Firmen aus dem Nichts aufgebaut, waren stolz auch ihre Arbeiter und haben ihne auch den entsprechenden Respekt gezollt. (Ausnahmen bestätigen dir Regel) Diese heutigen Managertypen, die nur drauf aus sind kurzfristig möglichst viel Kohle zu machen und das meistens zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung, sind sich ihrer sozialen Verpflichtung nicht mehr beswusst und werden von der Politik auch noch darin unterstützt.
Die Erfahrung der Alten, ein soziales Gewissen und innovative Ideen wären die richtige Mischung um die Zukunft gut zu bewältigen, aber sicher nicht die Ideen von "soamist", der den Pionieren, denen wir unseren Wohlstand zu verdanken haben, die geistige Fähigkeit abspricht, die er selber gerne hätte und doch nicht hat, sonst könnte er nicht "so an Mist" schreiben.


Christoph38 antwortet um 24-08-2010 14:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ hausruckviertler
Ich stimme dir zu, dass die freiwillige soziale Verantwortung abgenommen hat.

Dies hängt meiner Meinung nach aber auch sehr stark mit dem fortschreitenden Ausbau des Sozialstaates zusammen. Die verschiedenen sozialen Ansprüche aller möglichen Bevölkerungsgruppen werden aus Sozialtöpfen gespeist, in die die im Erwerbsleben stehende Bevölkerung Zwangsbeiträge einzubezahlen hat.
Je stärker der staatliche Zwang ist Beiträge für soziale Zwecke einzubezahlen, umso mehr schrauben die Zahler ihre freiwilligen Beiträge zurück.

Im Prinzip wie bei einer Hofübergabe: Wo die Übergeber wenig fordern, wird die Bereitschaft zu Respekt und Anerkennung und freiwilligen Hilfen grösser sein, als gegenüber Übergebern die sich alle möglichen Leistungen als Rechtsanspruch zusichern lassen.

Die Schaffung sozialer Einrichtungen führt immer zu einer Tendenz die Risiken auch dorthin auszulagern. Letztendlich geht es immer darum eine gesunde Balance zu finden.


walterst antwortet um 24-08-2010 14:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
ich hab von diesem Thema nicht alle Beiträge gelesen - nur zum Thema Stronach und Politik 2 Aspekte:

1. Stronach arbeitet bekanntlich nach der Goldenen Regel - Wer das Gold hat, macht die Regel.
2. Dass der Frankie mit Politik gar nichts am Hut hätte, ist wahrscheinlich auch nicht ganz richtig. Dass Tochter Belinda zu einem intensiven Praktikum bei Bill Clinton angetreten ist, kann noch nicht als Beweis des politischen Interesses gelten, aber vielleicht die Kandidatur in Kanada.


Hausruckviertler antwortet um 24-08-2010 16:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Christof, du hast schon recht, nur habe ich da weniger an das Geld gedacht, sondern dass die Betriebe nur noch auf Gewinnmaximierung aus sind und deshalb die Arbeitsplätze nicht mehr gesichert sind. Ein kurzfristiges "Durchfüttern" der Arbeiter, wie es so mancher Bertriebsinhaber gemacht hat der eine kurze Durststrecke durchmachen musste, gibt es heute nicht mehr. Heute werden Arbeiter gekündigt, die schon 30 Jahre und mehr in den Firmen gearbeitet haben und gerade mal 50 plus sind, sozusagen als Abschreckung, dass sich niemand mehr seines Arbeitsplatzes sicher sein kann, auch wenn dadurch viele Erfahrenswerte verlorengehen, die für die Firma wichtig wären.
So geschehen in der Firma in der ich gearbeitet habe. Bin Gott sei Dank schon in Pension, dass mir das nicht mehr passieren kann.
Der Gründer dieser Firma hat 1974 während der Ölkrise alle Arbeiter regelrecht durchgefüttert und das länger als ein halbes Jahr lang bis sich die Auiftragsklage wieder erholt hat. Zu diesem Zeitpunkt waren so ca. 150 Arbeiter in dieser Firma beschäftigt. Heute in 4. Genaration sind keine Nachfolger da und die Firma wird von eiskalten Managern geführt. Auch mein Chef in einer Tischlerei in der ich damals gearbeitet habe, hätte sich in Grund und Boden geschämt, wenn er Arbeiter wegen geringer Auftragslage kündigen hätte müssen.
Das sind zwar Extrembeispiele und heute ginge so eine Vorgangsweise nicht mehr, aber ein wenig von der Mentalität dieser Firmengründer täte den heutigen jungen Machern nicht schaden.


Neuer antwortet um 24-08-2010 18:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Die Definition Familienbetrieb ist heute meist folgende:

Der Betriebsinhaber oder seine Frau (oder beide) gehen einer außerlandwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit nach (man kann ja nie genug Standbeine haben), die Arbeit am Hof verrichten die Arbeitsgreise, Wochenarbeitsstunden jenseits der 60 sind die Regel, 3 bis 5 Urlaubstage pro Jahr sind eine Sensation, die Pension der Alten wird in die Landwirtschaft gesteckt, weil mangels Freizeit ja gar keine andere Verwendungsmöglichkeit für das viele Geld besteht.

Im OÖ Bauer (Kammerzeitung) wird jede Woche ein "erfolgreicher" Vorzeigebetrieb vorgestellt. Fast alle arbeiten nach obigem Muster.

Anstatt es zum Ideal zu erheben, dass min. 4 Leute für das Einkommen von 2 Leuten arbeiten müssen, sollte sich unsere Vertretung dafür schämen, dass solches notwendig ist!


edde antwortet um 24-08-2010 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@sthuber

sehr guter beitrag !

ich seh heut in meiner gegend die ausserlandwirtschaftliche generation 60 plus mit dem rad vorbeifahren, mit walkingstöcken spazieren, mit urlaubsplänen bei jedem gespräch.....
und die landwirtschaftliche generation 60 plus meisst schon körperlich eingeschränkt schuften wie eh und je.

von mir aus soll jeder-jede ihren lebensabend verbringen wie sie wollen, ich für meinen teil hab jedenfalls andere interessen als die mir hoffentlich noch geschenkten pensionsjahre auf dem traktor zu verbringen, es sei denn ich fahr mal mit dem traktor samt wohnanhänger nach sankt petersburg.

mfg



mosti antwortet um 28-08-2010 00:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
genau so: die betriebsführer sollen mit einkommen aus landwirtschaft leben können, dies mit vernünftiger arbeitszeit und ohne daß elterngeneration bis zum umfallen mithackeln muß.


helmar antwortet um 28-08-2010 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Müssen?????....Lieber Mosti, die meisten tun das weil sie erstens gebraucht und damit etwas wert sein wollen, weil sie sie Arbeit sehen und diese auch tun, weil sie ja auch noch "mitreden wollen", und das halt besser ausschaut, wenn sie auch was mitarbeiten.
Mein Vater z.B. hat manches getan was er besser hätte bleiben lassen sollen, allein desahlb weil er ein paar Komplexe pflegte. So hat er unter anderem deshalb für die Zerstörung des 188er gesorgt, weil er beim Starten oft auf das Öffnen des Handgashebels vergessen hat. Und damit oft für Entladung der Batterie gesorgt. Als er wieder einmal an einem Samstag Nachmittag mit dem Traktor die Sense in Strassennähe gefahren hat( damit jeder sieht dass er mit der Sense am Waldrand mäht) brachte er den Traktor mal wieder nicht zum Laufen, eben weil.....kurz, anstatt die 300 m nach Hause zu gehen und meinen Mann mit dem anderen Traktor zum Anschleppen zu holen( da war er sich wieder zu gut um den Schwiegersohn um was zu bitten, ich war auswärts mit dem Motormäher), hebelte er mit einem Prügel den Traktor solange weiter, bis dieser ins Rollen kam.....zum Glück hat er es nimmer geschafft, aufzuspringen. Der Traktor ist so ewta 100 m auf der Gemeindestrasse gerollt, dann zum Glück auf die Wiese gelaufen, und hat sich schliesslich über eine Böschung überschlagen......dann aber ist er sehr schnell heimgegangen, den Schwiegersohn holen, damit niemand das Desaster zu sehen bekommt Was aber an einem Samstag bei Schönwetter in unserer Gegend fast unmöglich ist. Denn gerade als sich die 2 zur Bergung aufmachten, kamen schon Bekannte samt Hund "Der Traktor von eurem Opa liegt auf der Wiese, aber der Opa ist nicht zu sehen"...Mein Mann trocken" Naa...der Pilot ist zum Glück net draufgesessen". Da war mein Vater um 84. igsten. Und ab diesem Tag waren die Schlüssl abgezogen.
Mfg, Helga


Muuh antwortet um 28-08-2010 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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...vielleicht ein freiwilliges Müssen, weil sie gebraucht werden.


sturmi antwortet um 28-08-2010 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schön langsam beginnen auch die Bauernpesionisten die Aktivitäten des Seniorenbundes zu nützen...kegeln, radeln, walken, reisen....na da würde sich unser "Opa" aber schön schämen...denn was würden denn da die Leut sagen....;-))
MfG Sturmi




mfj antwortet um 28-08-2010 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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...immer wieder das gleiche.

Jeder andere ist schuld – dass es der Landwirtschaft so schlecht geht, nur wir armen Landwirte können nichts dafür.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als neue Ställe zu bauen, neueste Maschinen zu kaufen, Felder teuer zu pachten und „hundsnormale Produkte“ billig zu verkaufen.

Was sind wir doch für ein armer gebeutelter Berufstand.

Und obendrein haben wir auch noch die schlechtsten Standesvertreter und Interessensvertretungen.
Und die böse Marktwirtschaft nützt es auch noch aus, dass wir unsere Kindern und deren Kindeskinder wieder und immer wieder die schlechtgehende hundsmiserable Landwirtschaft stecken müssen.
Wir können einfach nichts anderes.

Von „marktwirtschaftlichen Spielregeln“ haben wir zwar keine Ahnung, aber wozu auch. Wir spielen unser Spiel, unsere Mannschaften sind motiviert – nur Regeln haben wir keine gelernt.
So schießen wir zwar Tore, aber weil wir im Abseits stehen – werden sie nicht anerkannt.
Schuld ist dann nicht die Regel, sondern der Schiedsrichter – und das Publikum das sich vor lachen auf die Schenkel klopft.

Unsere Spieltaktik werden wir trotzdem nicht ändern, erstens haben wir das immer so gemacht, zweitens stürmen wir nach vorne, schwitzen und bolzen, und überlaufen Recht und Unrecht – egal welche „Falle“ man uns stellt, irgendwann muss man doch mal das Abseitstor mal übersehen – und uns ein Tor anerkennen.
Müh und Plage müssen sich doch irgendwann mal lohnen.

Nein, Regeln lernen wollen wir nicht....dafür ist die Zeit zu knapp – und die Arbeit zuviel.
Unsere Kinder werden es einmal besser haben, dafür müssen wir weiterkämpfen, vorstürmen und vor allem „nicht zu lange nachdenken“...







helmar antwortet um 28-08-2010 09:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auf den Punkt gebracht, lieber Mfj..............aber mach das mal jemandem klar, der schon im "goldenen Ehrenbuch des Bauernbundes" steht........am Hofe seit Karl dem Grossen oder so....
Mfg, Helga


50plus antwortet um 28-08-2010 21:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Seht euch mal um, wieviele echte Familienbetriebe gibt es tatsächlich noch?
Wo beide Ehepartner am Betrieb vollerwerbstätig sind, ohne Fremdarbeitskräfte, ev. Mithilfe der Seniors.
Ich glaube, diese Betriebe sind bereits eine Rarität, und wenn, dann in der letzten Generation tätig.

Schade!

lg
50plus


Moarpeda antwortet um 29-08-2010 08:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
@mfj

dein zitat

"Nein, Regeln lernen wollen wir nicht..."

ich glaube du verwechselst etwas, wir sind der ball in diesem globalen spiel.

bälle können hart sein, weich sein oder es kann ihnen die luft ausgehen.....

....und sie werden nach den regeln der spieler getreten


Muuh antwortet um 29-08-2010 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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....richtig, wir sind der Spielball.

Auf dem Spielfeld, ausgelegt mit dem neuesten Rasen, tummeln sich überbezahlte Marktakteure herum, viele aus dem Milieu aus der Lebensmittelindustrie und den Banken. Dem Spielverlauf nach ortet man schon ein abgekartertes Spiel, das dem Eintrittsgeld nicht würdig ist. Auch mit den Schiedsrichterentscheidungen ist man nicht mehr einverstanden. Detail am Rande: In manchen Spielen sind sie nicht schwarz gekleidet. Die Konsumenten sitzen auf den Zuschauerrängen und müssen sich das miserable Spiel ansehen das Ihnen geboten wird, ohne selbst dabei eingreifen zu können. Außer sie würden keinen Eintritt mehr bezahlen oder gar das Spielfeld stürmen.
Wenn das Publikum denn laut schreiend neue Spieler fordert, kommen in den Schlussminuten auch noch einige ausrangierte Politiker zum Einsatz , um Ihren "Kampfgeist" zu zeigen. Zumindest gehen sie noch dreckig in die Kabine. Gute junge Talente lässt man aber meist auf der Ersatzbank verschmoren.
Ein guter Schiedsrichter zeichnet sich dadurch aus, dass er immer auf Höhe des Balles ist.
Von einigen Spielern werden die Stimmen immer lauter den Lederball durch einen Plastikball zu ersetzen, da er für sie anscheinend angenehmer zu spielen sei. Auch Regeländerungen werden diskutiert.


mfj antwortet um 29-08-2010 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben


Hallo Moarpeda,

ich weiß nicht genau – auf was Du hinaus willst ?
Wir verdanken unseren Zivilisationsstand nicht nur den technischen Innovationen, sondern auch einem erweiterten Weltwirtschaftsmarkt des 19. und auch des 20. Jahrhunderts der in seiner produktiven Phasen geschaffen worden ist.

Nicht die Globalisierung begrenzt den Markt/Fortschritt, sondern zunehmend deren mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz.
Wir können uns nicht das „Rechnen und schreiben“ abgewöhnen, um ein Leben auf den Bäumen auszuhalten.....

Ich das auch im Beitrag zum „bäuerlichen Familienbetrieb“ beschrieben.






Moarpeda antwortet um 29-08-2010 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mfj

aha, wir bauern sind also diejenigen, welche agieren können ?

....und verwechselt du da etwa zivilisation mit technischer innovation ?

das kommt mir vor, als würde jemand behaupten, dass die kid´s heutzutage zuvilisierter wären, weil sie psp, Nitendo DS, Wii, gameboy, Xbox playstation und TV voll im griff haben.

vor dem ersten weltkrieg gab es mit sicherheit mehr zivilisation als heute !


...und was noch nachzutragen wäre, du winkst vergeblich zum baumhaus hinauf, da oben wohne ich nicht ;-))






tv


Moarpeda antwortet um 29-08-2010 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Muuh

bin einverstanden mit deinem beitrag

....nur würde ich sagen, dass der solide lederball schon längst durch die für jedermann leistbare, jeweils nach der neuesten, schillernden mode in plastikausführung ersetzt wurde.


mfj antwortet um 29-08-2010 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber Peda,

Natürlich kann man über Zivilisationsfortschritte verschiedener Meinung sein.
Eines steht aber wohl außer Frage: ...neben den vielen Nachteilen hat und wird die Globalisierung, als einziges Mittel auf die neun Milliarden Köpfe wachsenden Weltbevölkerung- Antwort- geben können...

Auch hier ist die Brille des Betrachter´s oft beschlagen.

Was nützen uns all die apokalyptischen Propheten die in Ihrem umzäunten Gartenzaun zur Ökologiebewegung aufrufen, und außerhalb vor lauter Zukunftsangst deprimiert Erklärungs-Allergien bekommen ?

Emotionale Globalisierungs-Skepsis ist nicht nur weithin gesellschaftsfähig geworden, sie gilt geradezu als Tugend des verantwortungsvollen und zukunftsfähigen Bio-Baum-Bürgers.

Das Du nicht auf Bäumen wohnst, erkenne ich schon an Deinem konsumierenden Stoff an Schlagzeilen.... ;-))








Biohias antwortet um 29-08-2010 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mfj
oh ja wir predigen mit beschlagener brille am umzäunten gartenzaun die ökologiebewegung...
und ja es gibt verschiedene meinungen, auch wenn du manche als apokalyptische vertreter ansiehst und dich gerne von der gentechnikindustrie kaufen lässt heist das nicht das deine meinung über allem steht und andere deswegen erklärungsallergien bekommen, sie wollen dir nur zeigen das nicht jeder so blöd ist und sich von einer panikmache deinerseits überlaufen lässt und am ende vielleicht sogar noch so an schmarrn glaubt.
mfg


Moarpeda antwortet um 29-08-2010 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mfj

im umkehrschluss kann man sinnvollerweise behaupten, der (globalisierungs) fallschirm ist unnötig, wenn man nicht die absicht hat den (neun milliarden menschen) abgrund zu runterzuspringen.

es wäre also besser nicht auf die 9 milliarden weltbevölkerung zuzusteuern und dafür den globalisierungswahn einzudämmen.

wie auch immer, mit 9 milliarden ist der crash auf jeden fall vorprogramiert

aber, an 3 milliarden menschen plus ist halt mehr zu verdienen als mit 1 milliarde minus


soamist2 antwortet um 29-08-2010 19:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hy peda,

+++aber, an 3 milliarden menschen plus ist halt mehr zu verdienen als mit 1 milliarde minus+++

schön erkannt worums auf dieser welt geht - um den profit und damit ums geld.

such is live peda !

ich frage dich allerdings - hast du wirklich 60 jahre gebraucht um das zu erkennen?

mein tip: nimms das ganze a bisserl lockerer - erspart dir ein paar magengeschwüre bei gleichbleibenden resultat


mfj antwortet um 29-08-2010 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja ich weiss nicht Peda, wer entscheiden soll - wer zu leben hat und wer es nicht verdient hat .

Nicht mal China mit seiner rigorosen Familienpolitik bekommt das in den Griff.
Die neun Milliarden sind kein Zukunfts-Szenario sondern vielmehr realistische Vorschau.

Als Rohstoff produzierender Landwirt sehe ich dieser Entwicklung gelassen entgegen.

Alle politischen und wirtschaftlichen Steuerungen schlugen bisher fehl, die Überproduktion an Nahrungsmitteln zu steuern.

Die letzte Hoffnung ist der überbevölkerte Erdenstaat - mir kann´s gar nicht schnell genug gehen....darum ab in die Betten, Ihr potenten Erdenbürger !!! ;-)))













helmar antwortet um 29-08-2010 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
Tja, lieber Mfj, aber meinereiner kann da leider nicht mehr dazu beitragen...;)))
Mfg, Helga


50plus antwortet um 29-08-2010 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Helmar

Köstlich! ;-))))

Ich trag meinen Teil halt als Oma bei, und der Opa muß auch herhalten.....da kann dann die Arbeit warten....Enkerl gehen bevor!


lg
50plus


edde antwortet um 29-08-2010 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
neun milliarden menschen ???

ich hab mir schon längst abgewöhnt, spektakuläre zahlen als gegeben hinzunehmen.

bitte wo soll denn diese bevölkerungsexplosion stattfinden ?
bei uns nicht bzw in der restlichen sog. ersten welt haben wir geburtenraten von 1,3 bis 1,5 prozent pro ehepaar.
in china habens die einkindpolitik seit mehr als einer generation.
die afrikaner, südamerikaner und inder werden auch mit sicherheit die tatsache erkennen, dass viele kinder dem eigenen wohlstand nicht dienlich sind.

derzeit findet bevölkerungsexplusion vorallem durch bessere medizin und daraus resultierende höhere lebenserwartung statt und weniger durch hohe geburttenraten.
dieser effekt ist aber nicht endlos steigerbar.


mfg


Moarpeda antwortet um 29-08-2010 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
erhalt von familienbetrieben
@soamist2

wenn du das was ich schon laaaaange geschrieben habe liest, dann kannst du unschwer feststellen, dass mich der blitz der erkenntniss ebenfalls vor laaaanger zeit getroffen hat.

den meisten ist noch nicht einmal ein kerzenlichterl aufgegangen.

ist dir übrigens klar, dass die neun milliarden nicht nur die entsprechende zahl an fernsehern brauchen sondern auch kosmetika und vor allem waffen, vielleicht würden sie sogar etwas zum essen brauchen.

aber andererseits sind die neun milliarden ohnehin nur theorie, es gehen viele scheeren auf und keiner will es sehen.

...und magengeschwüre ? ich ?

ich schaue dem narrentreiben gelassen zu und wundere mich warum ich so fröhlich bin.




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