Antworten: 14
antach 23-04-2008 06:15 - E-Mail an User
Biodiesel
Hallo
Sind die Abgase von Biodiesel wirklich so schädlich wie diese Woche in Fernsehen ein Tehma wahr oder ist das wieder so eine meldung von den Ölmultis.



ALADIN antwortet um 23-04-2008 06:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
Die Abgase vielleicht nicht, allerdings die Produktion, insbesondere die landwirtschaftliche mit Kunstdünger und Spritzmittel. Bilanz - negativ.


biokartoffel antwortet um 23-04-2008 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
Genau so ist es! Die Produktion ist eine Katastrophe, massiver Kunstdünger- und Spritzmitteleinsatz, Monokulturen, Abholzung von Regenwäldern usw.

Daraus folgen Bodenzerstörung und in weiterer Folge Verwüstung.

Die Produktion von Kunstdünger usw. erzeugt soviel CO² , dass dieser Sprit schon längst nicht mehr umweltverträglich sein kann.


biolix antwortet um 23-04-2008 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
Halllo !

hab mir nun die Rapsdurchschnittserträge von Ö raus gesucht...
im 10 jahresdurchschnitt unter 3000 kg pro ha... bei hohen Einsatz von leichtlöslichen Handelsdünger und PSM... das kann nicht gut gehen...

lg biolix


wene85 antwortet um 23-04-2008 09:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
Wenn ich nur mehr irgendwas vom biodiesel im fernsehen sehen kann kann ich narisch werden. Es ist ganz üblich sobald der Bauer mit irgendwas mal verdienen kann oder einen nutzen daraus ziehen kann ist alles furchtbar. Ich glaube es würde keiner einen Biodiesel anbauen wenn der Bauer für seine Tiere genug bekommen würde dass er so auch leben kann. Nur er muss halt auch schauen dass das Geld irgendwo reinkommt.
lg angerweber


lihp antwortet um 23-04-2008 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
Ich war auf einem Vortrag den ein Prof. Hülsbergen(ein Öko-Prof.!!!!!!!!!!) aus Weihenstephan unseren Biobauern gehalten hat(spionier da gerne).
Thema Raps.
1 energieeinheit reinstecken->4 Energieeinheiten gewinnen!!!!
Sind also 3 gewonnen.

Das der Rapskuchen auch noch anfällt vergeßt ihr halt immer.


biolix antwortet um 23-04-2008 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
hallo !

komisch, ich war erst mit Prof. Hülsbergen einen anerkannten Humuswissenschaftler im Herbst bei einer Tagung in der Sterimark zusammmen.. da ist ganz was anderes raus gekommen... eher Negativ, aber die Lachgasgeschichte war da noch gar nciht eingerechnet..

ja und zu den Futtermitteln, ich weiß auch schon was die neuen Studien von der Agroethanolerzeugung da einsetzen, nähmlich den Ersatz von Soja aus Brasilien inkl. Transport und sonstigen Umweltauswirkungen.. Na da kann man leicht gut abschneiden bzw. zeigt was jahrelang Schwachsinn betrieben wurde.. nur bei den Beimischungsziele ( zahl komtm aus der BRD und Seehofer hats bestätigt ) brächte die BRD die halbe Ackerfläche zur Agrospritherstellung...

Und wie erkläsrst du dir das Ö 90% seiner Olpflanzen jetzt schon Importieren muß für die Agrodieselherstellung ?
Und du hättest jetzt das Perpetumobile erfunden.. 1 energieeinheit auf 3 toll !
und noch ein frage: Warum ist dann die Landwirtschaft im Allgemeinen noch nicht vom "fossilen Tropf" Erdöl weggekommen ?

lg biolix


diewahrheitist antwortet um 23-04-2008 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
Hallo!

Wird bei diesen Umweltschädlichkeits-Untersuchungen auch seriöserweise die Aufspürung, Förderung, Bringung, "Erzeugung" Reinigung und Verteilung der fossilen Treibstoffe gegenübergestellt?

Auch zu zB Erdgas hab ich jetzt schockierende Zahlen gehört, was Energieeinsatz und Umweltverschmutzung betrifft, bevor überhaupt Energie daraus gewonnen wurde!

Noch dazu, wo wir wissen, dass alle fossilen Kraftquellen endlich sind und irgendwann (ca in 40 Jahren wegen des zu stark steigenden Preises) einfach ein "ähnlicher" (vom Benutzungskonzept her) Ersatz vorhanden sein muss? Warum wird da nicht viel mehr in die Forschung gesteckt? In 5 Jahren müsste man doch fähig sein, nach weltweiter Forschung diesbezügliche Technologien ausgereift präsentieren zu können, wenn man nur will... Da gibt es noch viel kompliziertere Projekte!

mfg diewahrheitist


Hannes85 antwortet um 23-04-2008 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
Hallo!
Hauptsache wir habeb ein bioethanolwerk in Pischelsdorf stehen!
Aufeinmal kommen ein paar Grüne oda so und sagen wie schlecht das allse ist!
wird dieses werk DAS AUCH DIE BAUERN MITFINANZIEREN jetzt auch in betrieb gehen?
mfg


Murbodnerzuechter antwortet um 23-04-2008 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel
Ich kann nur sagen, wenn jeder Bauer sein Rapsöl selbst anbaut währe es für die Landwirtschaft eine enorme Erleichterung-bezüglich Treibstoffkosten
Bin selber am überleger ob ich nicht Traktor umrüste!!!
Mfg Murbodnerzuechter


biolix antwortet um 23-04-2008 19:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel - TV Tipp
hallo !

du hannes,wen aber wegen Pischelsdorf sogar Agrarvertreter meinen das mit dem Getreide-Preis das ganze nicht wirtschafltich ist, und sie eh wieder fallen werden, dann fragt man sich schon....

Murbodner, du hast recht, es geht aber nicht nur um die Kosten bzw. mir ist es um die Kreislaufwirtschaft gegangen.,.. aber muß es denn Raps sein der relativ Intensiv ist , wir im Biolandbau haben gute erfahrungen mit Leindotter oder Sonnenblume...

und das ihr nicht glaubt ich will für die fossile Öllobby sprechen unten heute im WEltjournal..

lg biolix

p.s. aber mal beim Verkehr einmal umdenken, eine verdoppelung in 20 jahren ist ein Wahnsinn inkl. mit den Vehikeln mit denen wir uns fortbewegen mit einem Wirkungsgrad von 20%..d as kann die LW nicht "übernehmen".. wir brauchen einen Systemwechsel...

Sand fürs Getriebe

Bereits heute geht ein Viertel des Süßwasserverbrauchs in Alberta auf das Konto der Öl- und Gasindustrie.

In der kanadischen Provinz Alberta mit ihren weitläufigen Wäldern befinden sich mit die größten Ölreserven der Welt. Es geht um die Ölsande von Alberta. Sie sind ein Gemisch aus Sand, Lehm und Bitumen. Mehr als 174 Milliarden Fass Öl stecken nach Meinung von Experten in diesen Erdschichten.

In dieser entlegenen Region arbeiten mittlerweile Zehntausende Leute auf der größten Baustelle der Welt: Viele Milliarden Dollar mehr sollen hier investiert werden. Die Frage ist: warum? Was ist so interessant an einer Ölgewinnung, die extrem aufwendig ist und doppelt so teuer wie die herkömmliche?

Bushs Energieallianz
US-Präsident George W. Bush und der kanadische Premier Steven Harper trafen einander im März 2006 zum ersten Mal in Cancun in Mexiko. Sie verfolgten gemeinsame Ziele in der Energiepolitik.

"Kanada und die USA sind durch einen gemeinsamen Markt verbunden - wir haben wichtige Projekte besprochen, die wir nun angehen wollen", sagte Harper damals. Für Bush standen bei dem Treffen gemeinsame nationale Sicherheitsinteressen im Bereich der Energie im Vordergrund.

Kanada hat für die USA viele Vorteile: Es ist ein Nachbar, politisch stabil und zuverlässiger als die Ölexporteure im Nahen Osten. Für Kanada ist es wiederum die Chance, sich als "Energie-Supermacht" zu etablieren. Es sagte den USA zu, die Erdölförderung in den nächsten Jahren auf das Fünffache zu steigern.

Teure Gewinnung
Der Preis für die Gewinnung von Öl aus Ölschiefer ist hoch - er liegt bei zwölf bis 15 Euro pro Fass. Doch durch den steigenden Ölpreis lohnt sich das aufwendige Verfahren immer mehr.

Um ein Fass Öl herzustellen, müssen vier Tonnen Ölsand abgebaut werden. Der wertvolle Kies wird mit heißem Wasser vermischt, um Sand und Bitumen zu trennen. Dieses Produkt ist von schlechterer Qualität als konventionell gewonnenes Öl. Aber es ist begehrt.

Ehemalige Provinznester wie Fort McMurray haben sich zu boomenden Städten entwickelt, in denen Straßen und Häuser wie Pilze aus dem Boden schießen. Die Immobilienpreise haben schwindelerregende Höhen erreicht. Alle Welt investiert hier - Frankreich, die Niederlande, Japan, China und vor allem die USA.

Ölfieber hat alle gepackt
Mit dem Schild "Sie sind im Ölland" werden hier Neulinge stolz begrüßt. Das Ölfieber hat alle gepackt. Die reiche Provinz Alberta wird von vielen nur noch "Oil-berta" genannt. Eine der großen Ölfirmen hat sogar einen Flughafen unmittelbar neben seiner Ölsandmine errichten lassen.

Jeden Tag bringt eine Boing 737 Arbeiter aus ganz Kanada - aus Calgary, Montreal, Moncton und Terre-Neuve. Die Wohnungen der Arbeiter liegen unmittelbar neben ihrem Arbeitsplatz. Miete zahlt hier niemand. Das Essen in der Kantine ist gut und gratis. Arbeitskraft ist Mangelware, und die Belegschaft wird dementsprechend umsorgt. Die Gehälter für Facharbeiter sind die höchsten in ganz Kanada.

Doch jeder Boom wirft seine Schatten. Das gilt auch für den Ölrausch von Alberta. Da ist zuallererst die Zerstörung der Landschaft.

Riesige Krater
Umweltexperte David Schindler kritisierte gegenüber dem ORF, dass der aggressive Abbau des Ölsandes, der bisher mehr als 100 Milliarden Dollar verschlungen habe, riesige Krater erzeuge, die noch in 1.000 Jahre aus dem All zu erkennen sein würden.

"Ich glaube, wir müssen noch einmal darüber nachdenken, was das alles für Folgen hat. Bis jetzt haben uns die Gewinne aus dem Ölgeschäft fasziniert. Aber was mit der Umwelt passiert, das blieb der kanadischen Öffentlichkeit bisher verborgen", so Schindler.

Wasser für die Industrie
Für die Gewinnung des Bitumens werden enorme Mengen an Wasser gebraucht. Bereits heute geht ein Viertel des Süßwasserverbrauchs in Alberta auf das Konto der Öl- und Gasindustrie. Das Abwasser fließt in riesige Reinigungsbecken, die einen unangenehm-säuerlichen Geruch verbreiten.

Diese giftigen Teiche bedrohen auch die Tierwelt. Mit Schussgeräten versucht man, Vögel und andere Kleintiere davon abzuhalten, sich den Becken zu nähern. Für die Erhitzung des Wassers werden großen Mengen Gas verbraucht. Eine relativ saubere Energieform werde zur Gewinnung des schmutzigeren Erdöls eingesetzt, kritisieren Umweltschützer.

"Unrealistisches" Kyoto-Ziel
Die Ausweitung der Ölsandindustrie ist ein maßgeblicher Grund dafür, dass Kanada sein Kyoto-Ziel nicht erreicht und als "unrealistisch" aufgegeben hat. Viele befürchten, dass sich die Emissionen aus der Ölsandförderung bis 2012 verdoppeln könnten.

Die Gemeinden in der betroffenen Region sorgen sich um die Gesundheit ihrer Bewohner. Die Umwelt werde immer mehr verseucht. Das betrifft auch die Indianer im Reservat Fort McKay.

"Wir sind immer hierhergekommen, dort, wo jetzt die Firma Suncor ist, und haben bis zum Herbst genügend Fische gefangen, um Vorrat für den Winter zu haben. Aber jetzt gibt es kaum noch Fische, es ist alles so verschmutzt", beklagt die Indianerin Margareth McDonald.

Das kleine Reservat ist buchstäblich umzingelt von den Fabriken der Ölsandindustrie.

Zwang zur Kooperation
Der Leiter des Reservats hat resigniert. Nach jahrelangen Kämpfen gegen die Ölindustrie hat er schließlich begonnen, mit ihr zu kooperieren. Es gab keine andere Lebensgrundlage mehr.

In den letzten Monaten haben immer mehr kanadische Energieexperten begonnen, die Politik der kanadischen Regierung öffentlich zu kritisieren.

Kritik an kanadischer Politik
Gordon Laxer vom Parkland Institute in Edmonton meint, Kanada solle sich zuerst um den eigenen Ölbedarf kümmern, anstatt die Interessen der USA zu bedienen. "Die Vereinigten Staaten betrachten ihre Energieversorgung als Teil ihrer nationalen Sicherheitspolitik, die da heißt: 'Sicherheit ist wichtiger als das Geschäft', und sie halten sich auch daran. Wir meinen, Kanada sollte an erster Stelle auf sich selbst aufpassen, denn das tut sonst niemand."

David Schindler von der Universität von Alberta stößt in ein ähnliches Horn: "Jetzt, wo sie ihre Vorräte aufgebraucht haben, wollen sie unsere. Wenn unsere verbraucht sind, was machen wir dann? Woher bekommen wir unsere Energie? In unserem Land ist es kälter und Kanada ist größer als die USA. Wir müssen an die nächsten Generationen denken."

Doch die Energie-Supermacht Kanada setzt weiterhin auf Expansion. Für viele kann der Abbau nicht schnell genug gehen. Doch immer mehr fragen sich, warum die kanadische Regierung bereit ist, die Interessen ihrer eigenen Bürger hintanzustellen und einen so hohen Preis zu bezahlen.

Strategisch wichtig
Der in Washington beheimatete Energieexperte Paul Michael Weaby hält die Ölsandfrage für eine strategische und geopolitische: "Wenn wir eines Tages zurückblicken, werden wir sehen, wie unglaublich sich die Wirtschaft der USA, die Außenpolitik, die Beziehung mit Kanada verändert haben - und das wegen einer einzigen Energieressource, des Ölsandes."

Auch wenn die mächtigen Ölkonzerne jede Debatte ignorieren, die Politiker der neuen Ölmacht Kanada werden sich in Zukunft wohl öfter mit kritischen Fragen zur Nutzung der Ressourcen auseinandersetzen müssen.

TV-Hinweis
Das ORF-"Weltjournal" zeigt am Mittwoch um 22.30 Uhr in ORF2 den Bericht "Das schmutzige Öl".

Anlässlich des Welttages der Erde am 22. April informiert der ORF noch bis 10. Mai in all seinen Medien über die Initiative "Unser Klima: Ein Planet. Ein Ziel." und unterschiedlichste Klimaschutzthemen - mehr dazu in klima.ORF.at .




Murbodnerzuechter antwortet um 23-04-2008 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel - TV Tipp
an biolix
Sind selbst Biobauern, habe Raps nur als Beispiel gemeint! Es gibt sicher etwas das in die Kreislaufwirtschaft passt. Mfg Murbodnerzuechter


asterix antwortet um 23-04-2008 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel - TV Tipp

Abend

@ biolix

Alles gut und schön----------------ändere es.
lg asterix


biolix antwortet um 23-04-2008 21:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel - TV Tipp
ich habs schon geändert------------------du auch ? lg biolix


donauprinz antwortet um 26-04-2008 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biodiesel

hallo

.....biotreibstoffe hin...biotreibstoffe her ....

wenn der vorhandene hausverstand nicht ausreicht ... einfach einen taschenrechner nehmen ... input-output anschaun.

..... und ein bissi umschaun in der großen weiten welt, hinter dem Stadl fangt sie schon an.... da gibts vieles zum sehen ...zum erleben und zum verstehen lernen ;-) ... bissi den Horizont erweitern...nicht sooooo engstirnig sein

...und sich nicht immer auf die ANDEREN verlassen ... nicht immer auf die von der Politik, nicht immer auf die von der Kammer, .... nicht immer auf die von der Genossenschaft...... SELBER denken - SELBER was unternehmen !

Shell und VW zB. tun was ... und viele andere auch .....da tut sich was auf der energiebühne und blöd sind die sicher nicht ... die wissen was input-output heißt ...und große taschenrechner haben die auch ;-)


Leutln, lassts euch nicht immer übern Tisch ziehen ... mehr will i dazu gar nimmer schreiben.


LG ausm Donautal

dp









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