Traubenvollernter sind Hochleistungsmaschinen für die maschinelle Traubenernte und ermöglichen es, große Rebflächen in kurzer Zeit abzuernten. Sie arbeiten nach dem Schüttelprinzip: Schlagstäbe bringen die Reben zum Schwingen, wobei die reifen Beeren abfallen und aufgefangen werden. Dies ermöglicht eine schnelle und wirtschaftliche Ernte, besonders bei großen Betrieben.
Es gibt zwei Haupttypen: selbstfahrende Traubenvollernter und angebaute bzw. gezogene Modelle. Selbstfahrer wie die Modelle von New Holland, Gregoire oder Pellenc bieten höchste Leistung und Komfort mit Kabine, Klimaanlage und modernster Sortiereinheit. Gezogene Vollernter werden am Schlepper angebaut und sind eine kostengünstigere Alternative für kleinere und mittlere Betriebe.
Beim Kauf eines gebrauchten Traubenvollernters sollten Sie auf die Betriebsstunden, den Zustand der Schlagstäbe und der Sortiereinheit achten. Moderne Geräte verfügen über optische Sortierung, die Blätter, Stielteile und unreife Beeren automatisch aussortiert. Auch der Zustand von Motor, Hydraulik und Fahrwerk ist bei diesen komplexen Maschinen entscheidend.
Häufig gestellte Fragen zu Traubenvollerntern
Ab welcher Rebfläche lohnt sich ein Traubenvollernter?
In der Regel rechnet sich der Einsatz eines eigenen Traubenvollernters ab etwa 30 bis 50 Hektar Rebfläche. Für kleinere Betriebe kann die Beauftragung eines Lohnunternehmers oder der Kauf eines gebrauchten Geräts wirtschaftlicher sein.
Wie schonend ist die maschinelle Traubenlese?
Moderne Traubenvollernter arbeiten sehr schonend. Die Schlagfrequenz und -intensität lässt sich exakt einstellen. Mit integrierten Sortiereinheiten werden Blätter und Stielteile entfernt, sodass nur sauberes Lesegut im Bunker landet.
Worauf sollte man bei einem gebrauchten Traubenvollernter achten?
Prüfen Sie die Betriebsstunden, den Zustand der Ernte- und Sortiereinheit, Motor und Hydraulik sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Lassen Sie sich die Wartungshistorie zeigen und testen Sie die Maschine möglichst im Einsatz.