Rebler, auch Abbeermaschinen oder Entrapper genannt, sind zentrale Geräte in der Weinbereitung. Sie trennen die Beeren von den Kämmen (Rappen) und bereiten das Lesegut für die weitere Verarbeitung vor. Eine schonende Entrappung ist entscheidend für die Qualität des späteren Weins, da zerdrückte Stiele unerwünschte Gerbstoffe freisetzen können.
Es gibt verschiedene Bauarten: Horizontalrebler, Vertikalrebler und kombinierte Rebler-Maische-Anlagen. Horizontalrebler arbeiten mit einer rotierenden Welle, die die Beeren durch ein Lochsieb drückt. Vertikalrebler nutzen die Schwerkraft und gelten als besonders schonend. Moderne Kombigeräte vereinen Rebler und Maischepumpe in einer kompakten Einheit.
Beim Kauf eines gebrauchten Reblers sollten Sie auf die Durchsatzleistung, den Zustand des Siebs und die Qualität der Entrappung achten. Die Leistung sollte zu Ihrer Erntemenge passen – kleine Betriebe benötigen Geräte mit 2 bis 5 Tonnen pro Stunde, während größere Kellereien Modelle mit 10 Tonnen und mehr einsetzen.
Häufig gestellte Fragen zu Reblern
Was macht ein Rebler genau?
Ein Rebler trennt die einzelnen Beeren von den Stielen (Kämmen oder Rappen). Dieser Vorgang wird auch als Abbeeren oder Entrappen bezeichnet und ist ein wichtiger Schritt vor dem Einmaischen oder Pressen der Trauben.
Muss man Trauben immer rebeln?
Nicht zwingend. Bei der Ganztraubenpressung werden die Trauben mitsamt Kämmen gepresst, was bei Weißwein üblich sein kann. Bei der Rotweinbereitung wird jedoch meist gerebelt, um unerwünschte Gerbstoffe aus den Stielen zu vermeiden.
Worauf sollte man bei einem gebrauchten Rebler achten?
Prüfen Sie den Zustand des Lochsiebs auf Verschleiß und Verformung, die Funktionsfähigkeit der Welle und die Sauberkeit der Entrappung. Achten Sie auch auf die Kompatibilität mit Ihrer bestehenden Kellereitechnik.