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Isländer kaufen, das Islandpferd mit fünf Gangarten

Isländer-Mix

Kleinanzeige

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2.650 €MwSt nicht ausweisbar

Der hübsche Kerl heißt Mogli, ist 3 Jahre alt. Er hat ein Stm. von ca. 130 cm. Mogli wird gerade angeritten, weitere Infos. Pferdemarkt Verkaufspferde

FH
Franz Haslinger

AT 5166 Perwang

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4.600 €MwSt nicht ausweisbar

Farbe: Dunkelbraun, Geschlecht: Stute, Stockmaß: 161cm Mala ist eine 4-jährige Stute zum Verkaufen. Sie ist 1- und 2-spännig gefahren, ein bisschen Holzrücken gemacht

AY
Alex Y.

AT 4973 Bruck

Geschichte und Herkunft des Isländers

Der Isländer, korrekt das Islandpferd, gehört zu den ältesten reinrassig gezüchteten Pferderassen der Welt. Mit den Wikingern kam die Rasse um 870 bis 930 nach Christus nach Island, wo sie sich über mehr als tausend Jahre isoliert entwickelte. Im Jahr 982 untersagte das isländische Parlament den Import fremder Pferde – ein Beschluss, der bis heute gilt. Verschärfend kommt hinzu: Ein einmal exportiertes Islandpferd darf nicht wieder nach Island zurückkehren. Diese strikte Politik hat über Jahrhunderte einen einzigartig homogenen Genpool bewahrt. Heute existiert die Rasse in über 30 Ländern weltweit; die internationale Dachorganisation ist die FEIF (Föderation Europäischer Islandpferdezüchter und -reiter), in Österreich vertreten durch den IPZV Österreich. Die Zuchtdaten werden im internationalen Online-Stutbuch WorldFengur geführt. Inserate finden Sie auf Landwirt.com aus österreichischen Zuchtbetrieben, Reithöfen und Privathand. Eine breitere Auswahl bietet die Übersicht Verkaufspferde, verwandte Rassen für den Freizeit- und Wanderreitbereich unter Haflinger.

Die fünf Gangarten – das Markenzeichen der Rasse

Was den Isländer von praktisch allen anderen Pferderassen abhebt, sind seine fünf Gangarten: Neben Schritt, Trab und Galopp beherrscht ein gut veranlagter Isländer den Tölt – einen reinen Viertakt-Gang mit klarer Vorderhand-Aktion und ohne Sprungphase – und im Idealfall auch den Pass, einen seitengleichen Zweitakt-Gang. Wer einen Isländer kauft, sollte sich klar machen, dass nicht jedes Pferd alle fünf Gänge gleich gut zeigt: Drei- und Viergänger sind keineswegs weniger wertvoll, oft sogar bequemer im Alltag. Der Tölt macht den Isländer zu einem einzigartig komfortablen Reitpferd über lange Strecken, weil das Pferd den Reiter ohne Hochgehen befördert – ein Grund, warum Isländer auch von Reitern mit Rückenproblemen geschätzt werden. Im Sport wird auf Tölt-, Vier- und Fünfgang-Prüfungen, Pass- und Rennpass-Strecken sowie auf Töltcup-Veranstaltungen geritten; die Weltmeisterschaft findet alle zwei Jahre statt, abwechselnd in europäischen FEIF-Ländern.

Größe, Erscheinungsbild und Charakter

Mit einem Stockmaß von typischerweise 130 bis 145 cm ist der Isländer streng genommen ein Kleinpferd; in Island und in FEIF-Ländern besteht man jedoch traditionell auf der Bezeichnung „Pferd". Das Erscheinungsbild ist unverkennbar: kräftiger, kompakter Körperbau mit kurzem Rücken und tiefer Brust, dichtes Winterfell mit Unterwolle, eine markant volle Mähne und ein langer Schweif, kräftiger Hals und ein ausdrucksvoller Kopf. Beim Farbspektrum gehört die Rasse zu den buntesten der Welt: Füchse, Braune, Rappen, Schimmel, Falben, Isabellen, Schecken (Tobiano), Wind- und Eisfarben kommen vor – mit Ausnahme der Tigerscheckung. Im Charakter gilt der Isländer als selbstständig, lernbereit, mutig und sozial. Wegen der späten körperlichen Reife – das Skelett ist erst mit etwa sieben Jahren vollständig ausgewachsen – beginnt seriöse Beritt-Arbeit traditionell mit fünf oder sechs Jahren; früheres schweres Anreiten gilt in der Szene als heikel.

Einsatzgebiete und sportliche Eignung

Der Isländer ist ein vielseitiges Reitpferd mit klarer Sport-Tradition. Im FEIF-Sport gibt es eigene Disziplinen: Vier- und Fünfgangsport (T1 bis T8), Tölt-Prüfungen in unterschiedlichen Tempi, Passrennen und Töltcup-Formate. Daneben sind Isländer hervorragende Wander- und Distanzreitpferde: Ausdauer, Trittsicherheit im unwegsamen Gelände, ein dichtes Fell für kalte Bedingungen und der bequeme Tölt machen sie zu erstklassigen Geländepartnern. Auch im therapeutischen Reiten sind sie aufgrund ihrer ruhigen Wesensart geschätzt. Wegen ihrer Tragkraft – ein gut bemuskelter Isländer trägt unbedenklich auch erwachsene Reiter über 90 Kilogramm – sind sie keine reinen Kinderponys. Die Lebenserwartung ist beeindruckend: 30 bis 35 Jahre sind keine Seltenheit, mit guter Haltung erreichen einzelne Tiere 40 Jahre. Wer alternative robuste Rassen vergleicht, findet auf Landwirt.com Inserate für Haflinger und unter sonstige Verkaufspferde.

Worauf Sie beim Isländer-Kauf achten sollten

Beim Kauf eines Isländers zählen einige rassetypische Punkte. Erstens die Papiere: Equidenpass mit Mikrochip, FEIF-ID-Eintrag und – idealerweise – Dokumentation im internationalen WorldFengur-Stutbuch geben Sicherheit über Identität und Abstammung. Bei in Island gezüchteten Tieren ist die Herkunft mit dem Buchstabencode des isländischen Bezirks und einer eindeutigen FEIF-ID verschlüsselt. Zweitens der Gangbefund: Lassen Sie das Pferd in allen Gangarten zeigen, die der Verkäufer als „gehend" angibt – am besten unter mehreren Reitern. Tölt-Klarheit, Tempobreite und Übergänge sind aussagekräftiger als jede Erfolgsliste. Drittens die Ankaufsuntersuchung: die kleine AKU genügt für Freizeitreiten, bei Sport- oder Zuchtperspektive empfiehlt sich die große AKU mit Röntgen (Sprunggelenke, Hufrolle). Viertens das Probereiten – idealerweise mehrmals, in unterschiedlichem Gelände. Fünftens das Alter: Isländer werden traditionell nicht vor sechs Jahren turniermäßig geritten, ein „fertig ausgebildeter" Vierjähriger ist eher ein Warnsignal als ein Pluspunkt.

Preise, Haltung und passendes Zubehör

Isländer-Preise streuen breit. Als grobe Orientierung: rohe Jungpferde aus solider Zucht starten häufig im niedrigen vierstelligen Bereich; angerittene Vier- bis Fünfjährige liegen meist zwischen 4.000 und 10.000 Euro; fertig ausgebildete Sport-Isländer mit nachweisbaren Tölt-Noten oder Vier-/Fünfgang-Erfolgen werden deutlich höher gehandelt, im Spitzenbereich auch fünfstellig. Wertbildend sind Abstammung (gefragte Hengstlinien), Gangveranlagung, Farbe, eigene Noten in FIZO-Zuchtbewertungen, Alter und Gesundheitsstatus. In der Haltung ist der Isländer betont robust: Offenstall mit Auslauf und Sozialgruppe ist Standard und entspricht der Rasse-Natur. Achten Sie auf Witterungsschutz mit Schatten – Isländer reagieren auf heiße Sommer empfindlicher als auf kalte Winter. Beim Futter gilt Maßhalten, viele Isländer neigen zur Verfettung; strukturreiches Heu, eine an die Region angepasste Mineralisierung und sparsame Kraftfuttergaben funktionieren am besten. Hufpflege alle sechs bis acht Wochen, ein durchgehender Impfschutz (Tetanus, Influenza, regional West-Nil) und regelmäßige Entwurmung nach Kotprobe sind Pflicht. Passendes Equipment – inklusive auf die Rasse abgestimmter Sättel – finden Sie unter Pferdezubehör und Pferdetransporter. Für Beritt und Unterricht in Tölt und Pass: Reitunterricht und Ausbildung; Einstellmöglichkeiten unter Einstellplätze.