Mit einem Stockmaß von typischerweise 130 bis 145 cm ist der Isländer streng genommen ein Kleinpferd; in Island und in FEIF-Ländern besteht man jedoch traditionell auf der Bezeichnung „Pferd". Das Erscheinungsbild ist unverkennbar: kräftiger, kompakter Körperbau mit kurzem Rücken und tiefer Brust, dichtes Winterfell mit Unterwolle, eine markant volle Mähne und ein langer Schweif, kräftiger Hals und ein ausdrucksvoller Kopf. Beim Farbspektrum gehört die Rasse zu den buntesten der Welt: Füchse, Braune, Rappen, Schimmel, Falben, Isabellen, Schecken (Tobiano), Wind- und Eisfarben kommen vor – mit Ausnahme der Tigerscheckung. Im Charakter gilt der Isländer als selbstständig, lernbereit, mutig und sozial. Wegen der späten körperlichen Reife – das Skelett ist erst mit etwa sieben Jahren vollständig ausgewachsen – beginnt seriöse Beritt-Arbeit traditionell mit fünf oder sechs Jahren; früheres schweres Anreiten gilt in der Szene als heikel.