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Kramer Traktoren kaufen

Kramer Oldtimer-Traktoren und historische Schlepper aus Baden-Württemberg auf Landwirt.com
Kramer Export 350S

Kleinanzeige

Kramer Export 350S

2.728.193 FtMwSt nicht ausweisbar

  • 32 PS/24 kW
  • Bj. 1963
  • 9500 h

Antrieb: Hinterrad, Frontlader, Kriechgang, Getriebeart Landmaschine: Schaltgetriebe, Frontladerkonsole, Zapfwellendrehzahl: 540, Höchstgeschwindigkeit in km/h: 30 km/h, Pl

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DE 33039 Nieheim

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Kramer Traktoren — badische Tradition von 1925 bis 1978

Die Kramer-Werke GmbH aus Gutmadingen bzw. später Überlingen am Bodensee gehörte von 1925 bis zur Einstellung der Traktorenproduktion 1978 zu den angesehensten deutschen Schlepperherstellern in Süddeutschland. Kramer war bekannt für robuste Mittelklassetraktoren mit luft- und wassergekühlten Deutz- und MWM-Motoren, solider Rahmenkonstruktion und einer bewusst ländlich-bodenständigen Gestaltung ohne Experimente. Nach 1978 konzentrierte sich Kramer auf Kompaktradlader — der heute noch bekannte Bereich der Marke. Die klassischen Ackerschlepper sind seit Jahren ein Oldtimer-Markt.

Wichtige Baureihen: die frühen KL-Typen der 50er und 60er Jahre (KL 150, KL 250, KL 400, KL 600, KL 800, KL 1100) mit Deutz- und MWM-Motoren, die mittleren Export-Modelle und die großen 800er und 900er Kramer (KL 800 SB und Nachfolger) für den größeren Betrieb. Viele Kramer-Schlepper waren in den 60er und 70er Jahren auf süddeutschen und österreichischen Bauernhöfen zu finden — als verlässliche Arbeitsschlepper vor dem großen Siegeszug von Fendt, John Deere und den italienischen Marken.

In den Landwirt.com Inseraten findest du Kramer-Traktoren sowohl als restaurierte Sammlerstücke als auch als günstige Restaurationsprojekte. Dazu: Kramer Traktoren Kleinanzeigen, Traktoren Übersicht und Traktoren Kleinanzeigen.

Welche Kramer-Modelle sind heute gefragt?

Im Sammlermarkt besonders gesucht sind die KL 150 und KL 250 der späten 50er und frühen 60er Jahre — kompakte, schmucke Maschinen mit luftgekühlten Deutz-Motoren und dem klassischen Kramer-Kühlergrill. Auch der Kramer KL 450 und KL 600 mit 2-Zylinder-MWM-Motoren haben eine stabile Sammlergemeinde. Die größeren Modelle KL 800 und KL 1100 werden teils noch als Arbeitstraktoren eingesetzt — robust, teils mit schon damals gehobenen Komfort-Features wie Mehrgang-Wechselgetriebe und hydraulischer Lenkung. Sondermodelle wie der Kramer Allrad (eher selten in der Serie) und Export-Varianten sind Raritäten mit entsprechendem Liebhaberwert. Für Einsteiger in die Kramer-Sammlerwelt sind die mittleren Einzylinder- und Zweizylinder-Typen die wirtschaftlichste Wahl.

Worauf achten beim Kauf eines gebrauchten Kramer-Traktors?

Die meisten Kramer-Traktoren sind 50+ Jahre alt — entsprechend kritisch die Prüfung:

  • Motor: Meist Deutz F1L- oder F2L-Einzylinder/Zweizylinder luftgekühlt oder MWM-Motoren. Kompression und Ölverbrauch messen. Überholung ca. 2.500-6.000 Euro; Deutz- und MWM-Ersatzteile sind vergleichsweise gut verfügbar.
  • Getriebe: ZF- oder Kramer-Eigenkonstruktionen. Läuft es ohne Heulen und springen die Gänge sauber? Getriebe-Überholung 2.000-5.000 Euro.
  • Blech und Lack: Originallackierung in klassischem Kramer-Rot mit schwarzen Felgen erhöht den Wert deutlich. Rostschäden an Kotflügeln und Tank sind häufig; Blecharbeiten teuer.
  • Elektrik: 6V oder 12V, oft ausgetauscht. Originale 6V-Elektrik ist sammlerwertvoll, aber unpraktisch im täglichen Einsatz.
  • Hydraulik und Hubwerk: Zugkraftregelung testen, auf Leckagen prüfen. Pumpen-Überholung 400-1.200 Euro.
  • Rahmen und Hinterachse: Auf Risse und Nachschweißungen prüfen, besonders bei Schleppern mit intensiver Frontladernutzung.
  • Papiere und Historie: Originale Fahrzeugpapiere, Typenschild und möglichst Kaufbelege erhöhen Wert deutlich.
  • Ersatzteile: Über den Kramer-Freundeskreis und einschlägige Oldtimer-Händler meist noch zu beschaffen. Spezielle Karosserie- und Getriebeteile werden seltener und teurer.

Was kostet ein gebrauchter Kramer-Traktor?

Preise für Kramer-Traktoren sind stark von Modell, Zustand und Originalität abhängig:

  • Kleine Einzylinder (KL 150, KL 250), Restaurierungsobjekt: 1.800 bis 4.500 Euro; fahrbereit 4.500 bis 8.000 Euro; top restauriert 8.000 bis 14.000 Euro
  • Mittlere Zweizylinder (KL 450, KL 600): fahrbereit 5.000 bis 9.000 Euro; top restauriert 10.000 bis 16.000 Euro
  • Große Kramer (KL 800, KL 1100): fahrbereit 7.000 bis 14.000 Euro; top restauriert 14.000 bis 22.000 Euro
  • Kramer Allrad oder Sondermodelle: 12.000 bis 25.000 Euro je nach Seltenheit

Originalzustand ohne Restaurierung, aber in fahrbereitem Zustand mit Patina, erzielt heute oft bessere Preise als überrestaurierte Maschinen mit Nachfertigungs-Teilen. Für reine Restaurationsprojekte sind 1.500-3.500 Euro Standard — wer die Restaurierungsarbeit selbst übernehmen kann und einen Werkstattzugang hat, kann einen Kramer-Oldtimer wirtschaftlich aufarbeiten.

Kramer oder Allgaier / Porsche-Diesel — welcher klassische süddeutsche Oldtimer?

In der süddeutschen Oldtimer-Szene treten Kramer, Allgaier und Porsche-Diesel oft gemeinsam auf Traktor-Treffen in Erscheinung. Alle drei sind heute reine Sammlerfahrzeuge mit unterschiedlichem Charakter: Kramer ist der bodenständige Arbeitstraktor — ästhetisch solide, technisch robust, preislich meist zugänglich. Ideal für den Einsteiger in die Oldtimer-Szene. Allgaier und später Porsche-Diesel sind mit den luftgekühlten Porsche-Motoren die spektakuläreren, sammlerwertmäßig höher gehandelten Maschinen — mit entsprechend höherem Unterhaltsaufwand. Wer Kramer-Technik einmal kennengelernt hat, schätzt die Verfügbarkeit von Deutz- und MWM-Ersatzteilen und die vergleichsweise einfache Reparaturfähigkeit. Für den praktischen Einsatz auf dem Hof oder am Oldtimer-Treffen sind Kramer-Traktoren oft die wirtschaftlichere und unkompliziertere Wahl; wer das Besondere sucht und bereit ist, mehr zu investieren, findet bei Porsche-Diesel die markantere Ikone.