Kamerunschafe sind vielseitig einsetzbar, wobei ihr Hauptvorteil in der Pflegeleichtigkeit liegt. Für die Landschaftspflege eignen sie sich hervorragend auf kleineren Flächen, in Gärten, auf Streuobstwiesen und in kommunalen Grünanlagen. Ihr geringes Gewicht verursacht wenig Trittschäden, und das selektive Fressverhalten hält Flächen gepflegt, ohne sie zu überweiden. Im Vergleich zu größeren Rassen wie Merinoschafe oder Bergschafe benötigen Kamerunschafe deutlich weniger Fläche und Futter.
Als Hobbytier sind Kamerunschafe kaum zu übertreffen: Sie sind zutraulich, gutmütig und eignen sich hervorragend für Familien mit Kindern. In Streichelzoos und bei tiergestützter Therapie sind sie ebenso beliebt wie als Weidetiere auf dem eigenen Grundstück. Die Fleischproduktion spielt bei Kamerunschafen eine untergeordnete Rolle – das magere, wildbretähnliche Fleisch wird zwar geschätzt, aber die Ausbeute ist aufgrund der geringen Körpergröße begrenzt. Wer höhere Fleischleistung sucht, ist mit Suffolk-Schafen oder Shropshire-Schafen besser beraten.