Direktvermarktung Schlachtraum

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ZG 07-07-2020 16:14 - E-Mail an User
Direktvermarktung Schlachtraum
Würde gern einen Schlachtraum/Kühlraum für die Direktvermarktung von Rindern bauen!
Gibt es welche Tipps von euch wegen Grösse, Einrichtung, Auflagen usw.
Danke


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eklips antwortet um 07-07-2020 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gehst zu Deiner Kammer und planst mit denen einmal grob und dann lässt Du Dir das vom Beschautierarzt und dem Amtstierarzt absegnen.
Tips kann man Dir geben, wenn du selber Details preisgibst.

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polo001 antwortet um 07-07-2020 17:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Direktvermarktung Schlachtraum
Nein, mach es anders! Ruf den Amtstierarzt an und sag ihm was du vor hast.
Er soll dir sagen was er alles sehen will und was du brauchst.
Abnehmen muss ihn auch er und nicht die Kammer die keine Ahnung hat!
Mfg polo

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eklips antwortet um 07-07-2020 19:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gilt das für alle 9 Kammern?


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ZG antwortet um 08-07-2020 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der Schlachtraum wird neu gebaut! Würde so zwischen 10 und 12 Jungstiere selbst vermarkten!

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muku8 antwortet um 08-07-2020 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Geil, da läßt sich einer Rindfleisch richtig was kosten ;-))

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macgy antwortet um 08-07-2020 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Direktvermarktung Schlachtraum
Würde dir raten eine Zerlegeraum mit Kühlraum zu bauen
1: Musst du vor und nach dem schlagen den Tierarzt holen...Extrakosten
2.Brauchst du für Blut ect eine eigene Sammelgrube...teilweise darf man Güllegrube verwenden, aber nicht immer...wieder Kosten
3. Musst du für die Entsorgung der Innerein aufkommen..Saria...wieder Kosten

Am besten lässt du bei deinem Fleischhauer abstechen und zerteilst sie nur, das ist viel günstiger

Das ganze scheint mir wenig bis gar nicht durchgedacht, was da an Bürokratie auf dich zukommt.
Z.B mit penibler Aufzeichung der Kühltemperaturen / Jede Reinigung ist zu vermerken..womit und welches Mittel nach HCCP Verordnung ect
Könnte dir noch seitenweise Auflagen aufzählen, an denen du sprichwörtlich erstickst, oder es dir die Freude nimmt

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eklips antwortet um 08-07-2020 22:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schwierigkeiten kommen eh früh genug. Ich halte es nicht für notwendig, ihm gleich vorweg die Freude zu nehmen.
Wir haben vor 23 Jahren in einer schwierigen Phase gemeinschaftlich gebaut und möglicherweise kommt jetzt (nicht zuletzt wegen Corona und den prekären Arbeitsverhältnissen in der Schlachtindustrie) eine für die DV günstige Phase.
Frage: Wer macht die Arbeit? Selber Sachkundenachweis vorhanden? Soll auch für andere fallweise geschlachtet werden?

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richard.w(7n417) antwortet um 09-07-2020 06:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn jemand schon das Aufzeichnen der Kühltemperaturen als Problem ansieht....aber jammern das man zuwenig verdient, und das bei null Leistungsbereitschaft.

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eklips antwortet um 09-07-2020 06:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn man heute eine Kühlung neu baut, wird die Temperaturaufzeichnung nicht der Kugelschreiber übernehmen, sondern ein kleiner Elektronikbauteil.

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richard.w(7n417) antwortet um 09-07-2020 06:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das nehme ich auch an. Trotzdem von nix kommt nix.

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macgy antwortet um 09-07-2020 07:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jaaaa...vor 20/30 Jahren war das alles noch easy..sehr locker

Ein heutiger Neubau / Einstieg ist komplett etwas anderes
Mir erscheint der TE hat keine Ahnung was auf ihn zukommt

Wusste aber nicht, dass die Temperaturaufzeichnungsmodule auch gleich den ganzen HCCP Kram "aufschreiben ", da es ja keinen Kugelschreiber hat...bzw nicht selbst an die PC Tastatur kann ;-)

Eklips wird aber sicher sagen können, was das gekostet hat..damals
Jetzt 20/30 Jahre später, rechne mit dem 3 - 5 fachen, dank dem Teuro

Bei mir war das vor 30 J etwa 150 000 Schilling mit massig Eigenleistung
Das wird es jetzt in Teuro sein..locker

Ich vergönne ihm die Direktvermarktung, keine Frage
Bei uns haben die meisten kleinen Fleischhauer mit Geschäft aus diesem Grund aufgehört
Warum wohl ?



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eklips antwortet um 09-07-2020 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Direktvermarktung Schlachtraum
HACCP. Es geht um die Dokumentation der Eigenkontrolle. Hakerl und Sanctus auf einer Liste, so wie man es heute auf vielen Klos sieht. Ja, kann lästig sein.
Zahlen nenne ich nicht, weil ich mangels Info überhaupt nicht einschätzen kann, ob die Investitionen vergleichbar sind und was sein Amts- oder Beschautierarzt heute einfordert.

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2472660 antwortet um 09-07-2020 07:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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empfehle dir, eine schlachttechnikfirma zu kontaktieren (zb. ALCE aus thalheim), die haben da viel erfahrung (mehr als die kammer ;-)...), die sollen dir einen plan machen und mit dem gehst du dann zu deinem beschautierarzt und zum amtstierarzt. auf basis eines planes kann man dann viel konkreter sagen, was passt und was nicht.
dann hast auch gleich mal einen kostenrichtwert.
mit 1 schlachtung/monat geht sich das kostenmäßig sicher sehr schlecht aus, obwohl ich gundsätzlich sehr überzeugt bin, dass die hofschlachtung eine gute zukunft hat (viele konsumenten suchen sowas sehr gezielt und es ist ein alleinstellungsmerkmal, welches nur wir bauern anbieten können!)
50.000€ hast für dein vorhaben schnell beisammen, also mehr schlachten wird notwendig sein (ausser du hast freie kohle und es ist dir ein gewisses hobby.....)

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edswiss antwortet um 09-07-2020 07:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Direktvermarktung Schlachtraum
also ich würde mich wie schon beschrieben mit dem amtstierarzt zusammensetzen, bzw mit dem beschautierarzt
das mit den kosten, da kommt es drauf an was du vor hast:
nur schlachtraum/zelegeraum mit kühlraum.....ca 50-80t euro (bei einem neubau)
wennst wursten, selchen etc. machen willst kann sich das auch verzweifachen oder schlimmer
meines erachtens solltest vorerst die kostengünstige variante mit schlagen lassen und daheim zerlegen
machen und somit mal erfahrungen sammeln mit kundenstockaufbau etc
wenn das mal gut läuft, kannst du immer noch bauen
ansonsten hast du eine bau, den du nicht gebrauchen kannst...

@macgy
ja mag vielleicht stimmen das viele fleischhacker wegen der bestimmungen aufgehört haben,
jedoch hat da der supermarkt sein schauferl beigetragen
man hätte fleisch einfach nicht im supermarkt anbieten dürfen
das hätte den tieren, den bauern und auch den konsumenten genützt

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macgy antwortet um 09-07-2020 07:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Direktvermarktung Schlachtraum
Amtstierarzt ist ok, kann ihm aber nicht wirklich helfen
Es sollte aber auch der Lebensmittelinspektor dazugezogen werden, den er ist die 1. Instanz der zukünftigen periodischen Kontrolle bei lebensmittelverarbeitenden Betrieben
Der kommt von der jeweiligen Landesregierung
Für NÖ ist Herr Ing Hermanek zuständig
Erreichbar unter post.LF5-PL@noel.gv.at

Wenn es extra als Gewerbe geführt wird, hat der Gewerbeinspektor auch noch das sagen

Ich habe das alles vor 30 Jahren durchgemacht, heute würde ich das nichtmehr machen

Hier kann er sich vorab über HACCP informieren, oder er lässt es eklips machen, der alles locker nebenbei macht
https://www.haccp-konzept.at/?utm_term=haccp%20hygiene&utm_campaign=HACCP+LEAD&utm_source=adwords&utm_medium=ppc&hsa_acc=1959673978&hsa_cam=266560348&hsa_grp=17770394068&hsa_ad=61898242348&hsa_src=g&hsa_tgt=kwd-349590762394&hsa_kw=haccp%20hygiene&hsa_mt=p&hsa_net=adwords&hsa_ver=3&gclid=EAIaIQobChMI5uSx57-_6gIVjrd3Ch1jNgKoEAAYAiAAEgL_KPD_BwE

Da schmeiße ich lieber den Pass weg und kassiere Mindestsicherung und suche um Asyl in Österreich an, den da lebe ich wie die Made im Speck mit reichlich Geld fürs nichtstun ;-)

Eine befreundete Fleischermeisterin mit Geschäft hat ihr Geschäft geschlossen, das eigentlich gut lief und arbeitet jetzt für die Kontrollgegenseite, bei der AGES

Seit damals hat sie ein ruhig locker Leben, mit fettem Fixgehalt ;-)



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eklips antwortet um 09-07-2020 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Direktvermarktung Schlachtraum
ein bisserl tust mir eh leid.
Man kann sich alles schön- oder schlechtreden oder rechnen.
Weder habe ich Lust noch sehe ich es als meine Aufgabe, dem Fragesteller sein Vorhaben schlechtzubeten. Der soll sich das durchplanen, durchrechnen und dann entscheiden.
Ich mache HACCP nicht locker nebenbei, aber man muss Teile davon einrichten, dass es nebenbei läuft. Über Schwierigkeiten könnte ich auch schon locker ein Buch schreiben, aber wo hat man die nicht?

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macgy antwortet um 09-07-2020 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das was ich schreibe ist die Realität

So wie der TE schreibt, weiss er absolut nicht, was auf ihn zukommt

Ich mache es keinem madig, dass er Geld verdienen will

Aber einfach, ist das in der Branche schon lange nicht mehr, aufgrund der extremen Auflagen

Am Anfang sollte er nur verkaufen, alles andere an Arbeit vom Fleischer machen lassen
Dazu reicht ein Kühlraum und ein Verkaufsraum, je nachdem

Klappt das gut, kann er immer noch Kohle investieren nach seinem Geschmack

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ZG antwortet um 10-07-2020 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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So zu sagen ist es sinnvoller den Schlachtraum nicht zu bauen!!??
Wobei wir jetzt ca. 6 Tiere pro Jahr schlachten, und immer zu wenig Fleisch hatten!
Der Schriftverkehr bzw. die Aufzeichnungen für das Kühlhaus können nicht das Problem sein!
Fleischbeschau vom TA ca. € 45,--, der Schlachtraum könne auch von andere LW benützt werden!

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macgy antwortet um 10-07-2020 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Für 6 Tiere / Jahr ist ein Schlachtraum Luxux, der wird sich lange nicht rechnen

Plane ihn aber trozdem baulich mit ein und triff gewisse Vorkehrungen, wie z.B dass die Tür rohrbahnfähig ist, alle Halterungen innen vorsehen usw

Wenn die Möglichkeit ist, adaptier ein Gebäude, kleide die Räume mit Paneeelen aus an Wand / Decke und den Boden mit Epoxidharzbeschichtung dazu Schlitzrinnenentwässerung ect

Ist die sauberste und günstigste Lösunge gegenüber Fliesen ect

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eklips antwortet um 10-07-2020 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wo/wie wurde denn bisher geschlachtet?

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179781 antwortet um 10-07-2020 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eine Sudererpartie ist das hier. Natürlich ist das mit Anstrengung verbunden, wenn man etwas neues aufbauen will. Aber wenn einer von 25 auf 70 Kühe aufstockt und nicht eine Minute drüber nachdenkt, wer die Milch kaufen wird, regt sich keiner auf drüber und dass einer wegen 30 ha Ackerland einen Traktor mit 150 PS braucht, ist auch nicht aussergewöhnlich. Und da werden ordentliche Summen investiert.
Der soll seinen Schlachtraum machen, wenn er das will und kann. Wenn er geschickt ist, hält sich die Investition im Rahmen. Und Vorteile bringt das allemal. Es sagt sich so leicht "lass das einen Schlachter machen" und mache nur den Verkauf. Das Tier muss aufgeladen und dort hin transportiert werden = Transportstress = schlecht für die Fleischqualität. Der Schlachter hat fast sicher keinen eigenen Kühlraum, wo der Schlachtkörper in Ruhe reifen kann, sondern hängt den wo dazu und will ihn so schnell wie möglich wieder weg haben = schlecht für die Fleischqualität. Ob der jemand hat, der die Teile so zubereitet, wie es die Kundschaften haben wollen ist auch fraglich. In der Regel wird das in Akkordtempo zerlegt und verpackt = nicht förderlich für Kundenzufriedenheit. Für den Tranport vom Schlachtbetrieb/Zerlegebetrieb zum Ort der Vermarktung wird ein Kühlfahrzeug notwendig. = auch keine kleine Investition. Also eine Reihe von Argumenten, die dafür sprechen auch die Schlachtung am Hof zu machen.
Betriebe besichtigen, die so was machen, mit dem Amtstierarzt zusammensetzen und ausdiskutieren, was alles notwendig ist, wie man das ganze sinnvoll und richtig gestalten kann. Dann kommt ja schnell heraus ob das wirtschaftlich hinzubekommen ist.

Gottfried


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jakob.r1 antwortet um 10-07-2020 22:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Direktvermarktung Schlachtraum
Grüße Euch, der ZG hat doch nirgends erwähnt, das er mit dem Vorhaben Geld verdienen möchte. Er will nur wissen unter welchen Voraussetzungen er sein Vorhaben durchführen kann. In den vorigen Beiträgen ist technisch schon alles geschrieben worden. Vielleicht noch als kleine Ergänzung welche Auswirkungen so ein Vorhaben hat, könnte ZG sich mal ausrechnen welche Summe als Stundenlohn er erwarten kann. Bei Minusstundenlöhnen kann er ein kleines Vermögen machen,-- wenn er vorher ein großes gehabt hat. Je mehr er mit seinem Stundenlohn ins Plus kommt, umso weniger Geld (egal ob eigenes oder geliehenes) muss er auf Dauer einsetzen.
Beste Grüße
Jakob

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ZG antwortet um 16-07-2020 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Laut LK sollte der Schlachtraum ( Zerlegeraum), Kühlraum und Umkleide eine Größe von 9x5m und eine Höhe von 4 m haben! Wie Groß sollte der Kühlraum sein wenn zwei Rinder ca. 650kg LG geschlachtet werden?

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