Erfahrungen Melkroboter

Antworten: 42
kamperle 14-09-2019 08:10 - E-Mail an User
Erfahrungen Melkroboter
Hallo zusammen

Wir sind gerade dabei auf AMS umzusteigen.
Wir melken 50 Fleckviehkühe mit täglich ca 35l Produktionsschnitt.
Welche Melkroboter könnt ihr mir empfehlen und welche abraten. Gibt es Unterschiede in Hinsicht auf Milchleistung oder kann die jede Marke halten.
Wie sieht es Speziell mit Erfahrungen mit Boumatic Robotics aus da dieser ja rein vom Preis her um knapp 45tsd günstiger ist als die Top Marken.
Würde mich über jede Antwort freuen

mfg


JD 6120 antwortet um 14-09-2019 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erfahrungen Melkroboter
Bei diesen milchpreisen einen melkroboter? Da ist aufhören wohl die bessere Lösung.


cowkeeper antwortet um 14-09-2019 18:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn du Hochleistungskühe melken willst, bitte nicht am Roboter sparen, da hat schon ein bekannter OÖ Betrieb die Erfahrung dazu gemacht.
Bei einer solchen Ausgangslage würde ich den Roboter auch nur in einem Neubau verwenden. Bei einem Umbau mit Kompromissen hast du zu viele Punkte, die sich nur verschlechtern können.



2472660 antwortet um 14-09-2019 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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die größten nachteile vom robi sind mm. schwer umsetzbare leistungsgruppenaufteilung (wenig kf in tmr, viel über lockfutter und kf-automat), kombination mit weidegang schwierig (wird in zukunft sicher mehr thema, auch bei konv.)


Denker05 antwortet um 14-09-2019 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Abend
Von Leistungsniveau würde ich mir keine Gedanken machen! Deine Kühe werden dankbar sein ihre Milch öfters loszuwerden! Könnte eventuell noch der eine oder andere Liter drinnen sein. Habe aktuell 34,7 Liter Schnitt.
Ansonsten scheint mir du bist noch sehr unsicher, bitte schaue dir alle Marken und Betriebe genau an. Ich hoffe du hast ein gutes Gespür für diejenigen Berufskollegen die alles gut heissen und wo es keine Probleme gibt, dies ist natürlich niergends der Fall!! Musst dir ein genaues Bild machen.
Ich hatte in den letzten Jahren vorallem mit grösser werdender Familie nicht wirklich das Gefühl eine Arbeitserleichterung trotz Melkroboter zu verspüren. Muss ehrlich sagen war aber ,,mein,, Problem und nicht das vom Roboter. Ein paar Beratungen und Umstrukturierungen später muss ich sagen ich fühle mich sehr, sehr wohl und bin wieder ,,zufrieden,, Es läuft super zurzeit. Und ich war auch im Urlaub mit der Familie. Soviel dazu :-)
Ansonsten weiss ich nicht genau was du noch wissen willst, melde dich einfach!
Mfg


JD 6120 antwortet um 14-09-2019 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der größte Nachteil vom Roboter sind die hohen Betriebs u Wartungskosten.


Denker05 antwortet um 14-09-2019 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@JD6120
Mit welchem Roboter melkst du und wie hoch sind deine Kosten ?
Mfg


JD 6120 antwortet um 14-09-2019 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich melke im melkstand u ohne besondere technik Ich will ja Geld verdienen mit meiner Milch. Es gibt aber genug Berechnungen bzw unterlagen zu den kosten eines Roboters.


sonnig antwortet um 14-09-2019 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo laut diverser Aufstellung eines deutschen Fachmagazin sind die Betriebs und Wartungskosten generell um das Doppelte höher als bei einem
normalen Melkstand mit hoher technischer Ausstattung!!
Lg


Laudabau antwortet um 14-09-2019 22:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus
Bin auch gerade bei der Entscheidung, welches Produkt in dem geplanten Neubau die Melkarbeit verrichten soll.
Wichtigster Tip: rede über das AMS nur mit Berufskollegen, die auch damit arbeiten bzw. eines besitzen!
Ewig gestrige, Suderer, Technikverweigerer und vor allem Neider bringen dich nicht weiter.
Ansonsten einfach Betriebe anschauen, die die unterschiedlichen Produkte in Verwendung haben. Nach möglichkeit ohne Vertreter, dann sind die Antworten meist ehrlicher.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Projekt!
Freundliche Grüße
Laudabau


Denker05 antwortet um 14-09-2019 22:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Oh spannend. Papier ist geduldig. Und wirtschaftlich Leben wir gut. Zudem ist man flexibler, wobei das Management am Tier nicht zu unterschätzen ist.
Aber diese Art Berufskollegen wirds immer geben. Muss immer schmunzeln wie Leute alles wissen ohne damit zu arbeiten oder praktische Erfahrungen zu haben .....


jakob.r1 antwortet um 14-09-2019 23:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüße Dich Kamperle, die Entscheidungsfindung ist ganz einfach. Der Milchpreis war vor 30 Jahren schon höher als heute bei wesentlich geringeren Lebenshaltungskosten und Ausgaben für Betriebsmittel. Auch damals haben die Bauern schon geklagt über die schlechte Situation in der Landwirtschaft.
In den letzten Jahren sind besonders im Osten riesige Milchviehanlagen entstanden, die mit billigsten Arbeitskräften und fast ohne Umwelt- und Tierschutzauflagen
riesige Mengen an Milch auf den Markt werfen können und diese Entwicklung wird nicht nur so weitergehen, -- diese Entwicklung wird sich beschleunigen.
Wer also in Deutschland, Österreich, Schweiz usw künftig weiter Milch produzieren möchte, der muss noch wesentlich billiger produzieren können als heute, --- oder sich die Milchviehhaltung als teures Hobby leisten können/wollen die gestützt von ausserlandwirtschaftlichen Einnahmen weiter gemacht wird.
Die praktische Umsetzung beim Umstieg auf AMS haben ja schon Kollegen beschrieben, -- da kann ich als Nicht Milchviehbetrieb keine Angaben machen.
Von der Logik her, wird ein AMS System welches 45 Tausend billiger angeboten wird, auch nur billige Komponenten enthalten können, -- also Finger weg.
Wenn Du Geld reinvestieren musst und dabei bei der Milchviehhaltung bleibst, dann entscheide Dich für ein System eines Marktführers um Dich so wenig wie möglich ärgern zu müssen.
Wenn Du aber auf AMS umstellen möchtest, weil die Milchviehhaltung ausgeweitet werden soll, oder Du den Kindern zeigen möchtest das Melken auch mit viel Freizeit möglich ist, oder Du die gewonnene Zeit dazu benutzen musst um ausserlandwirtschaftlich arbeiten zu gehen, -- dann entscheide Dich auch für ein System eines Marktführers um Dich so wenig wie möglich ärgern zu müssen. Die Zeit in der Du die Kredite zurückzahlen wirst, wird länger dauern als geplant wenn die Kreditzinsen
dann wieder steigen und Deine jetzige Zinsbindung ausläuft.
Ich wünsche Dir eine Entscheidung, die Dich nicht in ein Hamsterrad verfrachtet und so den Kindern die Betriebsübernahme uninteressant werden lässt.
Beste Grüße
Jakob



JD 6120 antwortet um 15-09-2019 07:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ landabau
Mit dem Neid schließt du wohl von dir auf andere. Ansonsten hast du zum teil recht ich halte mich zwar nicht für einen technikverweigerer aber ein konservatives investitionsverhalten war in der Landwirtschaft noch immer der Grundstein fürs überleben des Betriebes. Am meisten verschuldet sind jene Betriebe die ständig in die neueste Technik investieren.
Ich persönlich sehe für kamperle 2 Möglichkeiten: entweder Auslagerung der Außenwirtschaft oder ein abstocken des milchkuhbestandes u vor allem würde ich das Produktionsniveau zurückfahren. Ich würde sagen er hat zumindest 11 000 kg stalldurchschnitt. Dieses Niveau zu halten ist nicht nur teuer sondern vor allem sehr arbeitsintensiv.
@ Denker
Wenn ich mich daran erinnere wie du vor einiger Zeit hier im forum über zu viel Arbeit geklagt hast u das trotz melkroboter hab ich das Gefühl du " denkst " zuwenig.


Vollmilch antwortet um 15-09-2019 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen!

Die Verfügbarkeit von Service- und WartungstechnikerIn wären für mich Kaufentscheidend und die hängt stark mit dem regional Marktanteil und der Roboter"dichte" zusammen.
Bei uns kämen da nur Delaval oder Lely in Frage.

Da kann man sich dann auch mit anderen "Roboterbauern" austauschen und weiterentwickeln.

Ich glaube die geänderte Kostenstruktur ist jedem, der auf Melkroboter umsteigen will, bewusst. Zurufe von außen sind diesbezüglich unnötig.

LG Vollmilch


meki4 antwortet um 15-09-2019 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Soviel ich aus unserer Region mitbekommen habe, funktionieren die Lely am besten - da können die Familien mal eine Woche auf Urlaub fahren, weil die anderen Kollegen die Anlage mitbetreuen.
Alles andere bringt nix, da kommen dauernd die Fehlermeldungen aufs Handy nach - da stehst du jahrein jahraus unter Anspannung - und kannst nie Ruhe haben.


Denker05 antwortet um 15-09-2019 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@JD 6120
Wer lesen kann ist klar im Vorteil......
Arbeiten wirst im Leben überall müssen....


xaver75 antwortet um 15-09-2019 09:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@JD 6120
ZURZEIT läuft es super, also kein Grund, nervös zu werden.,-)

Der Urlaub wird bei rundumdieUhr Robi-Informationen auch in gewissem Ausmaß notwendig sein.

mfg


Heimdall antwortet um 15-09-2019 09:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ganze kommt viel auf den Betriebsführer an. Der eine könnte nicht ohne Roboter der andere nicht mit.
Ein Kollege hat vor 3 Jahren gebaut und hat mit Melkstand gebaut, jammert seit dem ersten Tag er hätte sich doch den Roboter kaufen sollen.
Der nächste jammert seit der umstellung von Melkstand auf Roboter über die kosten....
Schau dir genügend Betriebe an, im Endeffekt muss es für dich passen, auch finanziell.
Man muss hald damit rechnen dass der Milchpreis eher fallen als steigen wird...
Das aufhören sollte man sich jederzeit leisten können!
Heimdall


Denker05 antwortet um 15-09-2019 09:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@xaver75

Der Neid ist ein Laster. Ojojojojoj ;-)


xaver75 antwortet um 15-09-2019 11:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Denker05
Neid muss man sich erarbeiten, …..
Von mir gibt's was geschenkt.,-)

mfg


kamperle antwortet um 15-09-2019 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ JD 6120 danke für deine meinung
leider erfahrung ist das keine denn es beruht nur auf hörensagen denn die fakten über zahlen der kosten des roboters sehen anders aus und perönliche erfahrungen der betriebe die wir bist jetzt besichtigt haben sehen auch anders aus.

und über deine einstellung das jene betriebe die in technik am meisten investieren am verschuldensten sind kann ich leider nicht unterstreichen denn ich kann jetzt nur von mir reden aber ich habe in den letzten jahren sehr viel in technik und maschinen investiert (alles ohne finanzierungen) und das war alles nur durch meine hohen leistungen der milch bzw des zuchtviehverkaufes möglich. also vl zwingt dich deine wirtschaftsweise ja konservativ zu investieren auf andere die etwas schneller sind aber dann gleich zu schließen das sie verschuldet sind ist nicht richtig.
und der milchpreis ist jetzt zwar nicht rosig aber aktien kauft man auch wenn sie im keller sind und nicht anders rum ;)

und meine hohe leistung habe ich mir erarbeitet und ist nicht teuer gekauft. sie ist zwar arbeitsaufwändig und intensiv aber es macht mir spaß und es ist ja auch mein beruf.

die anschaffung des roboters dient mir nur zur erleichterung der zeiteinteilung, da ich meinen betrieb zu 90% alleine bewirtschafte.

danke und lg


JD 6120 antwortet um 15-09-2019 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ kamperle
Es gibt sehr wohl seriöse Berechnungen zu den kosten eines melkroboter.
Das jene Betriebe ständig die neueste Technik haben am meisten verschuldet sind, ist eine Tatsache.
Im übrigen hab ich ja kein Problem damit wenn du in einen melkroboter investierst es war ja nur ein gut gemeinter Ratschlag. Dass du mit zuchvieh gutes Geld Verdienst glaubst auch nur du selbst dazu müsstest du trächtige Kalbinnen im schnitt mit über 2000 Euro verkaufen damit überhaupt ein Gewinn übrig bleibt. Weil aber diese hochleistu gsbetriebe die besten Tiere sowieso behalten um den zuchtfortschritt zu nutzen bleiben nur wenige Tiere übrig die tatsächlich zu spitzenpreisen verkauft werden können.
Im übrigen bin ich mir ziemlich sicher dass ich deinen betrieb kenne u du sagst nicht ganz die Wahrheit.


jakob.r1 antwortet um 15-09-2019 17:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich kamperle, wenn Deine Angaben zutreffen, dann schließen sich jährlich die Hoftore von sehr vielen Milchbauern wegen Reichtum. Du hast aber recht, das man Aktien kauft wenn die Preise im Keller sind. Dann muss das AMS System aber noch warten, weil die Milchpreise noch lange nicht im Keller sind. Ich sehe die Talsohle
bei 15 Cent, aber das dauert noch etwas bis alle Riesenmilchviehanlagen in den Oststaaten realisiert sind, die bereits in Planung sind.
Die Betriebsausgaben und privaten Lebenshaltungskosten werden aber weiter in die entgegengesetzte Richtung laufen und dabei an Geschwindigkeit zulegen.
Eine Änderung wäre erst durch eine Verknappung von Lebensmitteln möglich, --- weil aber europaweit (sonst keine Wirkung) freiwillig bei den Bauern keine Mengenbegrenzungen durchzusetzen sind, wäre nur eine riesige Naturkatastrophe, Asterioriteneinschlag, oder kriegerische Ereignisse oder wenn ein Atomkraftwerk hops geht,-- denkbar.
Beste Grüße
Jakob


Vollmilch antwortet um 15-09-2019 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist bei uns auch so, dass andere (Nachbarn) die "Wahrheit" besser kennen als man selbst! :-)


LG Vollmilch


rm1981 antwortet um 15-09-2019 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo wenn du für deine Herde mit deinen Leistungen wirklich einen Roboter haben willst würde ich nur einen der zwei Premium Hersteller empfehlen... Wer billig kauft kauft oft teuer


Haf antwortet um 15-09-2019 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo; laut arbeitskreisauswertungen haben ams Betriebe zwar um ca. 100€/Kuh/Jahr höhere Betriebskosten (Wartung, Reinigung, energie...); diese Mehrkosten werden aber durch öfteres melken (mehr Milch pro kg eingesetztes Futter bzw kraftfutter) wettgemacht sodass sich im DB keine Unterschiede ergeben!



kamperle antwortet um 16-09-2019 08:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@JD 6120
Da du anscheinend nicht an einer normalen disskusion interessiert bist und sowieso in deiner eigenen welt lebst kann ich dich nur bitten aus diesem forum rauszuhalten denn da geht es um erfahrungen mit ams und nicht darum was du glaubst über mich und meinen betrieb zu wissen. deine wortwahl und deine denkensweise deutet sehr stark auf eine verbittertheit hin. ich gebe dir nur einen rat und zwar nur weil du anscheinend kein geld oder zu wenig mit der milch verdienst deute nicht gleich auf andere auch denn es gibt immer jemanden der besser ist als man selbst ;)


Richard0808 antwortet um 16-09-2019 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@heimdall, wie du geschrieben hast.... "Das aufhören sollte man sich immer Leisten können"

Ein sehr wichtiger Aspekt wenn man in einen Betriebszweig investiert der mehr als Überliefert ist.

Ps. Ich würde nur Lely kaufen.


Vollmilch antwortet um 16-09-2019 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was bedeutet "mehr als überliefert"?

Kamperle kommt mit den gegebenen Marktbedingungen anscheinend gut zurecht und will nur einen Melkroboter kaufen! Er steigt ja nicht neu und unerfahren in die Milchproduktion ein.

LG Vollmilch


jakob.r1 antwortet um 16-09-2019 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich kamperle, wenn Du Kollegen John Deere "bittest" sich doch aus dem Forum rauszuhalten, dann ist das so als wenn ich in einem Gespräch den anderen anschreie weil mir die Argumente langsam ausgehen. Ein Forum ist aber halt nur interessant zu lesen wenn verschiedene Meinungen auch zugelassen werden.
Deine Aussage weiter oben, das Du sehr viel Geld in neue Technik usw. investiert hast --nur mit Deiner Leistung in Milch und Zuchtviehverkäufen-- lässt Dich halt bei einigen von uns als Zauberer dastehen. Vielleicht täusche ich mich aber und alle Milchviehbetriebe die jährlich aufhören, machen das nur weil das Konto überläuft....
Beste Grüße
Jakob


Vollmilch antwortet um 16-09-2019 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erfahrungen Melkroboter
Also bei 50 Kühen mit der Leistung und ausreichend Motivation des Betriebsführers sollte schon genügend übrig bleiben, um in Technik zu investieren (sofern der Lohnansatz nicht bei 70 €/ h liegt).

Bei so einem Betrieb ist man in Österreich gut ausgelastet und der Privatverbrauch ist dadurch moderat.

LG Vollmilch


JD 6120 antwortet um 16-09-2019 10:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist wirklich sehr treffend formuliert :-)
Zumindest der letzte Absatz.


kamperle antwortet um 16-09-2019 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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an jakobr1
also das trifft es überhaupt nicht denn wenn ich ihn bitte hier nicht mehr zu schreiben dann nur dann weil er das thema verfehtl denn ich frage um erfahrungen mit ams und nichts anderes wenn er meint er müsste mir mich und die welt neu erklären dann ist er gerne zu mir auf meinen betrieb eingeladen und kann es mir ins gesicht sagen denn er hat ja erwähnt er kennt mich aber ich will nicht in irgendeinem medium etwas disskutieren das hier nicht hergehört

und zum thema ich wäre ein zauberer kann ich nur sagen das ich mich dafür nicht entschuldige wenn am ende des monats ein cent mehr übrig bleibt als bei andere und wenn wenn betriebe aufhören weil es nicht mehr geht kann ich auch nichts dafür es hat eben jeder andere voraussetzungen und andere ansichten und jeder arbeitet anders du kannst also nicht alle unter einen kamm scheeren.

an vollmilch
danke bin deiner meinung
aber ich teile auch die meinung das man sich einen ausstieg immer leisten sollte können egal in welcher branche

und ich denke das das bestreben nach reichtum wie ich schon ein par mal hier gelesen habe zu unserer branche sowieso nicht gehört



jakob.r1 antwortet um 17-09-2019 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich Vollmilch, da Du mich mit dem Lohnansatz von 70 Euro/Stunde meinst, --hier ein paar Gedanken dazu und kamperle wird mir die "Themenverfehlung" nachsehen können. Der Milchpreis war vor 30 Jahren schon bei umgerechnet 43 Cent/kg und die Lebenshaltungskosten, sowie Betriebsmittelkosten waren ein vielfaches niedriger. Auch damals haben die Bauern schon wegen unauskömmlicher Einkommenssituation protestiert. Wenn man also die Inflation seither berücksichtigt müsste der Milchpreis heute bei gefühlten 5 Euro/kg liegen. Die vorigen Generationen würden sich im Grabe umdrehen wenn sie mitbekommen würden wie blöd die Jungen sind
und zu solchen Milchpreisen produzieren wie eben aktuell üblich. Und noch dazu Auflagen bezüglich Milchhygiene, Tierwohl, Umweltstandarts beachten und sich laufend von Mitbürgern in die Suppe spucken zu lassen welche Vorschriften über Tierhaltung machen können und selbst vielleicht Erfahrung mit einem Goldhamster haben...…
Da ich als Landwirt selbstständig bin, richte ich mich eben auch so ein, das ich das Einkommen eines Selbstständigen erwirtschaften kann, und da sind 70 Euro/Std. nicht zu üppig angesetzt. Klar bedeutet dies in jungen Jahren auch 100 Stundenwochen, durch den Nebenerwerb, aber man organisiert sich ganz anders als einer der nur Produkte abliefert und am Ende des Monats, Quartals, oder Jahres sich überraschen lassen muss was der Abnehmer geneigt ist zu bezahlen.
Ausserdem sollte man seinen Betrieb nicht dahingehend ausrichten wie gesund und leistungsfähig man mit 30 ist, --und sich deshalb in ein Hamsterrad quetschen.
Weiter soll der Betrieb attraktiv für ein Kind gehalten werden, damit die Hofnachfolge nicht auf wackeligen Beinen steht. Da der Beitragseröffner ja davon spricht, das man Aktien kaufen sollte wann die Talsohle erreicht ist, möchte ich ergänzen das man genauso Aktien verkaufen soll wenn der Höhepunkt erreicht ist. Nehmen wir hier also die Milchbauern: 1984 hat jeder ein Aktienpaket geschenkt bekommen vom Staat, namens Milchquote. Anfangs nicht handelbar, dann nur gebietsweise handelbar und anschließend im ganzen Land offen kostete ein kg Milchquote bis zu 2Euro. Zum Neubau eines Milchviehstalles, der größer werden musste als bestehend ( Vorschrift damals in Bayern) musste der Bauer vorher das Zielkontigent vorweisen, --- also Quote kaufen bevor die Förderungen für den Bau fließen konnten.
Jeder Milchviehbetrieb sollte nur 1 Euro/kg Quote ansetzen, welches er zum 1.April 2015 wertlos hat auslaufen lassen, und dann ehrlich ausrechnen welch tolles Geschäft doch die Milchviehhaltung war und weiter sein wird. Verglichen mit der Situation der Milchviehbetriebe von vor 30 Jahren, haben zumindest in den letzten 20 Jahren nur die Milchbauern verdient, welche Ihre Quote rechtzeitig verkauft haben, also das ehemals geschenkte Aktienpaket in klingende Münze umgewandelt haben.
Beste Grüße
Jakob


Vollmilch antwortet um 17-09-2019 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen!

@jakob: deine Sichtweise ist mir bekannt. Für mich ist Geld nicht der einzige Faktor für Lebensqualität - da wäre ich sicher nicht Milchbauer geworden!

Ich habe kein großes "Aktienpaket" bekommen und auch versucht so wenig wie möglich von diesen "toxischen Papieren" zu kaufen, trotzdem habe ich 20 Jahre lang recht gut von und mit der Milch gelebt. Da brauch ich nicht jammern.
Bei uns jammern jene, die vor 30 Jahren auch schon gejammert haben, die sind aber nach wie vor in der Landwirtschaft tätig. Anscheinend liegt die Ursache des "Jammers" eher in der Person als in den Umständen.

Steigende spezifische Produktionskosten (Kosten / kg Milch) kann ich in unserem Betrieb in den letzten 20 (und schon gar nicht 30) Jahren nicht erkennen (Stückkostendegression, Effizienzsteigerung)

Die "Hofnachfolge": mit der arbeitsintensiven (Milch-) produktion ist unser Hof erst wirtschaftlich "lebensfähig", durchschnittlich 70€ / h werden da nicht (niemals) zu verdienen sein.

Sollte der/die NachfolgerIn dieses Einkommensniveau erwarten, würde ich von einer Nachfolge abraten, da sollte man sich um einen anderen Job bemühen!

LG Vollmilch

Ps: übrigens solltest du deinen Lohnansatz auch valorisieren.


mittermuehl antwortet um 17-09-2019 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Einkommen ist in meinen Augen der noch nicht versteuerte Gewinn (nach Abzug aller Abschreibungen und Btriebskosten) Da hat ein Milchbauer 70€/Stunde? Respekt. Warum geht man dann noch im Nebenerwerb anderswo arbeiten?


Obersteyrer antwortet um 17-09-2019 16:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Vollmilch Hallo Man sieht ja an der Hofnachfolge das sich keiner mehr 730 Fixtermine im Jahr aufhalsen will ,mit einem Einkommen das ähnlich dem eines Mindestsicherungsbezieher kommt . Mit dem Unterschied das der Mindestsicherungsbezieher nichts dafür tut,der Landwirt jedoch mit riesen Aufwand für das bischen arbeitet!! Ich kann jeden Jungen verstehen , der sich anderwärtig umsieht , wenn ich schau bekommst heute für einen Job 1800-2000 Euro ohne großen Aufwand ,mit geregelten Urlaub . Traurig das sich die Landwirtschaft derartig runterdrücken ließ , ohne sich auch nur ein bisschen zu wehren . Gruss Obersteirer


Richard0808 antwortet um 17-09-2019 16:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Obersteyrer da stimme ich dir zu.
Hab noch keinen getroffen der wegen des Geldes Landwirt wurde, das geht e nur wenn man es richtig gerne macht und nicht jede Arbeitsstunde auf die Waagschale legt.

Man muß auch nicht Studiern oder braucht Matura um gut Leben zu können, gut Ausgebildete Facharbeiter sind mangelwahre und werden bei entsprechender Leistung auch gut Bezahlt und der hat Samstag und Sonntag frei.


Vollmilch antwortet um 17-09-2019 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die flexiblen Arbeitszeiten in der Landwirtschaft haben aber auch Vorteile.

Für Geld in Höhe der Mindestsicherung würde ich aber auch nicht in den Stall gehen.

LG Vollmilch


ewald.w(88y8) antwortet um 17-09-2019 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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tendenziell wurde in der vergangenheit dieses dahinsiechen der erzeugerpreise durch mehrproduktion abgefangen, was aber doch eine höhere arbeitsbelastung und jedenfalls eine viel höhere mentale belastung bedeutet.

ich denke, es gibt bei gut geführten betrieben nicht so sehr eine einkommensschere, sondern bestimmt eine belastungsschere, die immer weiter aufgeht.

ausgestiegen wird aber fast ausschliesslich bei generationswechseln.

(was mein beitrag mit der eingangsfrage zu tun hat weiss ich leider auch nicht)


Vollmilch antwortet um 17-09-2019 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ewald: da stimme ich dir zu! Der "Druck" ist generell gestiegen, nicht nur bei den Bauern, auch in anderen Berufen und sogar im privaten Bereich (-man muss mittlerweile in Urlaub fahren (eigentlich fliegen),... Schiurlaub, Städtereise, Strandurlaub, Therme sind Standardprogramm geworden - von dem man sich abheben sollte.)

LG Vollmilch


Aequitas antwortet um 17-09-2019 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zurück zum Thema.

Zahlen AK Milch letzte Auswertung Daten Österreich:

Direktkostenfreie Leistung pro Kuh AMS: 2465€
Direktkostenfreie Leistung pro Kuh: Melkstand: 2442€

Also relativ gleich € (Roboterbetriebe haben zwar eine durchschnittliche größere Kuhzahl) , interessant wäre wer die Daten bei der Vollkostenrechnung hat, hier wird sich vermutlich die Direktkostenfreie Leistung pro Kuh eher possitiver für Melkstand aussehen.

Das man mit AMS teurer produziert kann schon sein, aber das ist doch alles relativ.
Wer sich einen 700er Fendt neu kauft kann auch gerne mal 150t rechnen, was ca der Roboter mit Umbaumassnahmen auch kosten wird.
Wer ein Service vom Fendt in der Werkstatt mit allen Ölen,Filtern etc machen lässt wird vermutlich auf die gleichen Servicekosten wie für den Roboter kommen.

Ob Roboter oder teurer Traktor, Maschine, wer will kann sich das leisten.

Jetzt ein paar zusammengefasste Fragmente von mir (Melkstand Besitzer) die du wahrscheinlich genauso schon kennst:

50 Kühe und Roboter passt gut da er nicht zu sehr ausgelasstet ist, bei 65 Melkenden ists um einiges stressiger als bei 50.
Zwischendesinfektion ist bei Roboter Pflicht
Mehr flexibel bei den Melkzeiten, (gut bei Erntearbeiten oder Familienfesten )jedoch kann es schonmal vorkommen das man Nachts oder zu unpassenden Melkzeiten raus muss.

Einen Nachteil würde ich bei E Coli Mastidien sehen. Bekannte sprachen das es ein Problem macht wenn z.B. die Kuh plötzlich erkrankt, und dann nicht melken geht, bis man die Kuh dann nachtreibt oder die Zellzahlerhöhung sieht und dann mal händisch die Milch runtermelkt und erkennt das die Milch wässrig ist vergeht viel Zeit die schonmal zum Exodus führen kann.
Zudem ist der Wasserverbrauch höher, schlägt sich nicht ins Geld ausser das es bei dir jetzt schon knapp ist, dan könnte eine neue Quelle oder Brunnen nötig werden.

Delaval, Lely sind die Marken die am meisten in meiner Gegend laufen, GEA kommt so langsam ins laufen, die haben AMS am Anfang eher verschlafen.

Wichtig ist welcher Servicepartner dich verlässlich betreut, und 1 grossen Vorteil würde ich sehen wenn du einen sehr guten Bekannten hast der z.B. ein AMS von Firma XYZ hat würde ich mir wen er zufrieden ist auch das gleiche zulegen. Wenn jemand von euch mal auf Urlaub ist kann der andere den anderen Betrieb mitbetreuen.

Erfahrungen im Melkstand hast du ja genug, da brauch ich nicht viel zu schreiben.
Vorteile gegenüber AMS: Trockenstellen der Kühe geht in der Melkgrube relativ einfach mit in der Melkzeit
Du siehst 2x am Tag ob und wie eine Kuh selber aus der Box aufsteht oder ob sie schlechte Klauen hat , Krank ist und genau beobachtet, behandelt gehört.

Wenn du jetzt z.B. mit Doppel 4er melkst und den Melkstand relativ leicht erweitern kannst wäre ein 2x7 oder 2x8er Melkstand auch ein sehr flottes melken möglich.

lg





















mex12 antwortet um 16-10-2019 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Erfahrungen Melkroboter
Hallo kamperle,melke jetzt seit einem Jahr mit oben genanntem Billigroboter meine 35 Fleckviehkühe 7000 Stalldurchschnitt. Einbau und Umstellung der Herde war problemlos,da wir auch vorher von hinten gemolken haben , was auch eine kaufentscheidung war. Die Kühe gingen und gehen gerne zum melken, die Zellzahl hat sich halbiert. allerdings sehr gewöhnungsbedürftig war für mich die Firma Graf, denn es dauerte 6 Monate bis alle Feinheiten erledigt waren. So wie er jetzt läuft, wären deine 50 Kühe sicher Problemlos zu melken. was die Technik betrifft, werden bei den Drucklufteinheiten wie bei den anderen Herstellern nur Festo Teile verwendet ,auch die 3d Kamera ist die gleiche wie zb bei de laval. ansonsten kann ich zur Langlebigkeit natürlich noch nicht viel sagen. Kannst ihn dir ja gerne mal anschauen, das ist sowieso das wichtigste .



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