mittermuehl-diversity

Antworten: 13
FeSt 08-09-2019 20:37 - E-Mail an User
mittermuehl-diversity
Unser Kollege mittermuehl hat da ein tolles
Vorzeigeprojekt "mittermuehl-diversity- flora and fauna of the Mittermühl farm - an organic farm in eastern Austria" am Start!

Hier der Link dazu:
https://www.inaturalist.org/projects/mittermuehl-diversity




meki4 antwortet um 08-09-2019 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist was sehr interessantes - schade, das er abgewürgt wird.
Dafür muß man momentan so an Schas lesen - wie "Umgehung des freien Wahlrechtes der Kinder".
BG M.


FeSt antwortet um 08-09-2019 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zitat mittermuehl vom 08-09-2019 um 18:42
"Ich wollte nur zeigen das auf intesiv bewirtschaftetet Flächen (bei 1,8 GVE/ha) + etwas Acker und Gemüsebau eine hohe Biodiversität vorhanden sein kann. Ich lebe ja von 10 ha - und das geht sicher nicht mit nur extensiven Ansätzen. Die Flächen werden ordenlich gefordert. Es hat sich bei mit ergeben das eine Hobbyforscher bei mir Insektensichtungen dokumentiert (Foto + GPS + Datum + Bestsimmung). Da kann man schön erkennen was die Hecken und Böschungen bewirken. Weil die Landwirtsc da nicht den besten Ruf hat, dachte ich das etwas Werbung nicht schadet."

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Auch wenn ich noch nicht alle Funktionen der Seite kenne, Respekt - gefällt,
wie auch sicher Kollegen im
Passion-For-Farming Forum
(https://kakforum.iphpbb3.com), wo der Link auch eingestellt wird, wie auch demnächst mal auf unser pff fb Seite.



mittermuehl antwortet um 09-09-2019 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Landwirt.com hat mich heute in der Früh angerufen. Die Sperre hat sich als etwas übereilte Aktion des Wochenendes herausgestelllt. War ein höfliches und vernünftiges Gespräch zu dem warscheinlich auch die Verbreitung dieses Beitrages geholfen hat. - Danke


Zum Thema.

Selber hätte ich nicht die Zeit und das Wissen gehabt die Insekten zu erkennen und zu finden. Da muß ich dem Freiwilligen danken der das mal erfaßt hat. Alle Orte mit einer hohen Insektendichte waren Böschungen (die erst im Spätherbst und nicht jedes Jahr gemulcht werden), Streuobswiesen (mit Beweidung und Reinigunsschnitt) bzw. Dauergrünland das nur 1-2 Schnitte hat. Der Großteil der Flächen war mehr eine ökologische Wüste (Wechselwiesen die übernutzt sind). Aber von den Randstreifen kamen immer wieder Insekten nach.

Gleichzeitg gibt es bei mir wieder Feldhasen. Sehr selten bei uns. Ein Hermelin und ein Biber sind auch sehr nahe am Haus (das muß man nicht wirklich wollen). Diese Jahr leider auch viel zu viele Mäuse und Ratten. Auch die lieben diese Böschungen und Randstreifen. Raubvögel haben Sitzstangen die auch angeflogen werden was meine Hühner wiederum nicht so freut. Da ich keine Wildenten auf meinen Wasserflächen habe, vermute ich auch das ein Fischotter zugegen ist. Der hat mir vor Jahren meine Hausenten vom Wasser geholt. Da die Hausenten seit einem Monat das Wasser meiden, kann man da wohl von einem Raubtier ausgehen. In Summe also nicht nur Gutes aus der Sicht des Landwirtes. Aber es ist erträglich. Biber fressen übrigens sehr gerne Mais. Die wüten fast wie eine Wildsau.

Ich habe noch ein paar Hutweiden und Waldwiesen. Die wurden nicht erfaßt weil es da keine Kunst ist Insekten zu haben. Ich will nur zeigen das auch eine intensiver Landwirtschaft (bewußt oder unbewußt) einen Beitrag zur ökologie leistet. Und das dier Ruf oft schlechter ist als die Tatsachen es dann zeigen.


Heimdall antwortet um 09-09-2019 14:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Tolle Arbeit!
Wie bist du zu deinem Freiwilligen Helfer gekommen?
Lg
Heimdall


mittermuehl antwortet um 09-09-2019 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Heimdall Ein Dipl. Ing. der Informatik der sich für Landwirtschaft interessiert und bei mir Untermieter wurde. Erst waren es die Pferde. Dann hat er als Hobby den Facharbeiter gemacht. Er fahrt zum Enspannen gerne Traktor. Und dann kam raus das er viel über Insekten weiß. Als ich ihn um ein paar Fotos bar, kam die Aufstellung raus. Der verbringt sehr viel Zeit vor dem Computer. Insekten suchen und mir von Zeit zu Zeit helfen ist eine Entspannung für ihn. Da hab ich einfach Glück mit dem Mieter gehabt. War Zufall... Für mich war das ganze Krabbelzeug Spinne, Fliege, Biene, Ameise, Käfer oder Wespe...

Zum Ergäbnis. Ich bin überzeugt daß das fast alle Erreichen können die ein paar Randstreifen und Böschungen einfach stehen lassen und nur im Spätherbst mulchen... Und es ist eine gute Werbung für die Landwirtschaft. Man hört ja immer nur vom Insektensterben.


schellniesel antwortet um 09-09-2019 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mittermuehl

Toll :-)))

Auf der PFF facebookseite kannst du unter insektenoase einen kleinen Ausschnitt von mir sehen.

Mulche allerdings nur alle 2 Jahre um verbuschung zu verhindern.

Bzw will ich das ganze nun noch etwas anders gestalten und streifenweise versetzt mulchen so das immer ein mehrjähriges Biotop steht.

Artenvielfalt ist enorm!

Mfg


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Leider habe ich dieses Jahr aber auch mehr Mäuse. Zum warmen Klima und dem wenigen Regen hat ihnen sicher auch die bessere Deckung gefallen. In Summe bin ich aber mit dem Ergäbnis sehr zufrieden.

die PFF-FB Seite hab ich nicht gefunden.


schellniesel antwortet um 10-09-2019 09:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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https://m.facebook.com/logged_out/watch/?video_id=2111217129204925&refsrc=http%3A%2F%2Fwww.google.at%2F&_rdr


Rund um das Video gibts noch mehr Beiträge.

Mit freundlichen Grüßen Andreas


Heimdall antwortet um 10-09-2019 17:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich habe auch ein paar ecken und kleinere Schläge die ich 1 mal jährlich mähe/mulche je nachdem. Ist nicht die Masse aber ein halbes ha wird auch zusammenkommen.
Interessant wäre der passende Schnittzeitpunkt für die Bodenbrüter etc. Ist es hier möglich Anfang Mitte Sept zu mähen oder ist das noch zu früh?
Heimdall


mittermuehl antwortet um 10-09-2019 17:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich denke das Mitte September alles gebrütet hat und weit weg ist.

Wir haben bis vor 10 Jahren noch alles "ordentlich" gemacht und im Juni und oft auch noch im September gemulcht. Schaut ja besser aus. Aber seit wir schlampig sind steigt anscheinend der Artenreichtum. Und es braucht weniger Diesel. Wobei ich viel Fläche sogar nur alle 2-3 Jahre mulche und auch ein paar Hecken zugelassen haben. Am Anfang war die Faulheit auch ein Faktor.

ABER Viele Insekten überwintern im hohen Gras. War mir nicht bewußt. Durch das teilweise nur alle 2-3 Jahre mulchen hat sich da auch was verändert. Zumindest wurde ich so von meinem "Hausforscher" informiert.


schellniesel antwortet um 11-09-2019 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja größte Problem mit noch längeren mulch Intervallen ist bei mir das Verwalden der Flächen. Da sie In waldnähe sind.

In Summe hab ich so ca 1/20 (5%) meiner Nutzfläche stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas


mittermuehl antwortet um 11-09-2019 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Da muß eh jeder selber seinen Weg gehen. Die Beobachtungen des Forschers am Grund waren einfach würdig verbreitet zu werden. Je seltener ich auf den Rändern gemuchlt habe, desto mehr Insekten waren da. Ich hab auch noch ein paar Schafe die ich da reintreiben kann. Beruhig etwas meine Gewissen zumal auf den starkt bewirtschafteten Flächen eher tote Hose ist. Das ich wieder Hasen haben stört mich nicht. Ich hoffe nur das sie die Mäuse wieder einpendeln.


schellniesel antwortet um 11-09-2019 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mäuse waren heuer auch hier Katastrophe.

Beim Grubbern nach Weizen entlang einer Straße hab ich sicher 50 Mäuse das Feld, in Richtung Wirtschaftsgebäude des Nachbarn, verlassen gesehen.

Mein DIrektsaat hardcore Versuch ist auch an den Mäusen gescheitert.

Und da muss man klar sagen gescheitert.

Mfg


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