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biomax 06-02-2019 15:59 - E-Mail an User
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Kahlschlag bei Bio Austria... bei den kleinen Milchbetrieben im Vollerwerb.... ca 30 Kühe..... Leistungsobergrenzen und KF Reduktion soll eingeführt werden
Wenn man sich gute ,gesunde und leistungsfähige Kühe gezüchtet hat damit man auch mit 30 Kühen ein annehmbares Einkommen erzielt, ist man am Abstellgleis.... besser 50 aufwärts, heißt die Devise, da kann man besser mit 8000 l Stalldurchschnitt leben und ein Melkrobi geht auch schon,,,,, der Grundtenor bei den Bauerntagen in Wels... und wenn du noch einen Fütterungsrobi hast kannst noch nebenbei Lw Lehrer werden ...tolle Aussichten... vielleicht kommt dann mal ein Roboter aufs Biomilchpackerl.....verkauft sich sicher topp
Lg Martin





peter.z(cgu8) antwortet um 06-02-2019 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bio muss sich ja Irgendwie abgrenzen, zudem wird so verhindert das die Milchmenge steigt weil Dadurch eine Umstellung nicht mehr so attraktiv wirkt.
In der Schweiz wurde im 2018 beschlossen Futterimporte zu verbiten und KF auf 5 % der gesamten Ration beschränken. Ich persönlich Begrüsse dies. Ob jemanden wo 8000 kg Melkt mehr bleibt als bei 6000 kg? In manchen fällen bezweifel ich das Stark.


Richard0808 antwortet um 06-02-2019 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wie hoch liegt die KF grenze bei Bio Austria, gibt es dazu schon Zahlen?

Ich bin Bio und beim BA Verband, aber werde jetzt schon auf meinen KF Einsatz hin Kontrolliert, weiß aber jetzt nicht mehr ob das von ZZU ausgeht oder wegen der Heumilch.

Ich habe zur Zeit eine Obergrenze von ca. 1700kg/Kuh/Jahr bei knapp über 8000l LKV Herdenleistung. (die Obergrenze hängt von der Leistung ab)
Find ich persönlich recht hoch, wenn ich jetzt 1700kg pro Kuh BioKF zukaufen würde wäre der Biomilch Zuschlag sowieso schon weg nur für das KF.

Aber fragwürdig ist das beim KF nicht unterschieden wird.
Meine eigene Gerste gequetscht wird gleich gerechnet wie z.B. 30% Eiweis Fertigfutter oder Mineralstoffmischungen.


2472660 antwortet um 06-02-2019 17:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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warum wird immer der stalldurchschnitt bei den (bio)milchkühen so emotional diskutiert? den einzig wirklichen grund sehe ich darin, dass diese zahl in irgendeinem katalog steht und mehr oder weniger neid hervorruft...
in keinem anderen produktionszweig gibt es begehrlichkeiten, solch idiotischen "leistungsgrenzen" einzuführen - nirgends steht, dass eine biosau nur 15 ferkel/jahr haben darf, oder biomais nur 7 to ertrag bringen darf oder ein biomastschwein nur 500g tagenzunahmen haben oder ein bioapfelbaum nur 5 äpfel...... und es war zumindest bisher so, dass tiere oder pflanzen gute pflege mit entsprechender leistung "belohnten". fast jeder biobetrieb hat heute genetik für >10.000kg milchleistung im stall, diese dann mit 6.000kg zu füttern, ist stress pur für die kühe!
es ist fakt, dass in österreich viel biogetreide angebaut wird und was ist schlecht daran, dieses, wenn die verfügbarkeit und die wirtschaftlichkeit gegeben ist, zu verfüttern. jeder betrieb hat nicht die voraussetzungen, genügend arrondierte weidefläche um den hof zu haben, um seinen schwerpunkt auf die weidewirtschaft zu legen. soviel vielfalt sollte die bio-landwirtschaft schon vertragen!


xaver75 antwortet um 06-02-2019 17:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Endlich wird mal die Sickstoffaufwertung der Gülle durch die hohen Eiweißausscheidungen eingebremst.

Bio soll eine Kreislaufwirtschaft sein!

mfg


Richard0808 antwortet um 06-02-2019 17:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Für mich ist diese Regulierung sowieso für die Katz. Wenn du von BioKF einer Kuh 12kg zu 55-60cent gibtst kannst da ausrechnen wieviel dir bleibt von Biozuschlag.

Aber brauchn halt wieder was für die Werbung.....


Vollmilch antwortet um 06-02-2019 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich glaube nicht, dass es für die "genetische" 10.000er Kuh Stress bedeutet wenig/kein Kraftfutter zu bekommen, die gibt einfach weniger Milch.

Ansonsten Zustimmung.

LG Vollmilch




peter.z(cgu8) antwortet um 06-02-2019 17:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Für die Genetik im Stall ist jeder Betriebsleiter selbst verantwortlich. Eigenes KF ja wieso nicht aber im Grünland gebiet ist dies nich Standort gerechte Tierhaltung, das glaiche bei den Hühner


2472660 antwortet um 06-02-2019 18:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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dann muss das aber im umkehrschluss auch bedeuten, dass es keine vieh(tier)losen ackerbaubetriebe in bio mehr geben darf (mindesttierbesatz 0,8gv/ha)
bin neugierig, was die bio-ackerbauern zu dem thema sagen...


peter.z(cgu8) antwortet um 06-02-2019 18:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wie hoch der Mindestens Tierbesatz lässt sich streiten, aber Grundsätzlich schon. Irgendwie muss der Bio Ackerbauer auch Düngen.
In der Schweiz darfst mit Bio gülle nicht weiter als 20 Km und Mist 50 km.
Mein Hofdünger käme nicht mal in die Nähe von Ackerbaugebieten


Richard0808 antwortet um 06-02-2019 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@peter Sachen gibt's..... Hab jetzt lachen müssen als ich deinen Beitrag gelesen habe.
Was wäre wenn du auf einem Pachtgrund Getreide anbaust und der Acker ist 20,1km entfernt?
Darf deine Gülle dann dorthin?


peter.z(cgu8) antwortet um 06-02-2019 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Tut mir Leid, habe nicht erwähnt das es sich dabei um den Hofdünger Transport zwischen 2 Betriebe geht. Solange die fläch zum gleichen Betrieb gehört könnte man das machen aber nicht wenn ich einen Ackerbauer Dünger abgebe. Das ein Betrieb weiter als 20 Km fährt ist sowieso nicht gerade der Fall.


Vollmilch antwortet um 06-02-2019 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"so weit muss Bio gehen! " - und "soweit darf Bio nicht fahren!"
;-)

LG Vollmilch


Wolfchen antwortet um 06-02-2019 19:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es gab auch einen Fachvortrag über Grünlandbewässerung bei den Bauerntagen!!!!
Referent war ein Italiener.
Kopfschüttel


2472660 antwortet um 06-02-2019 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ vollmilch: Ich glaube nicht, dass es für die "genetische" 10.000er Kuh Stress bedeutet wenig/kein Kraftfutter zu bekommen, die gibt einfach weniger Milch.

das sehe ich nicht so, ansonsten wär der anteil der biokühe bei den 100.000lt lebensleistungskühe höher


Richard0808 antwortet um 06-02-2019 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn diese Kuh weniger Milch gibt wärs ja noch egal nur wirst bei einer Unterversorgten 10.000 Kuh Probleme mit Fruchtbarkeit, Klauen usw. bekommen.

Wie viele BioAustria Milchlieferanten mit 10.000 Herdenschnitt gibt es leicht die eine Kraftfutter Obergrenze so dramatisch treffen würde?


biomax antwortet um 06-02-2019 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zum Beispiel mich... Zur info ich bekomme das Getreide um ca 35Cent aus dem Burgenland und hab auch selber welches.
Als Solidarität würde ich vorschlagen das alle Bio Austria Mitarbeiter ihren Lohn auch um 10 bis 20 % kürzen lassen,,,, wäre auch toll oder??? Uns nimmt man einfach Einkommen und Gewinn weg weils gut für die Werbung ist....
Für alle die die Schweiz soooo lieben würde ich empfehlen mal über die Grenzen zu schauen.
Am besten gleich auswandern ins BioParadies.....

2472660 ich bin bei dir!!!!!
Solange Acker- und Ziegenbauern Biogasgülle aus konv. Anlagen düngen dürfen das die Felder schwarz sind ,werden wir wohl noch Biogetreide füttern dürfen.


Richard0808 antwortet um 06-02-2019 20:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Und wo liegt die neue Obergrenze und dein KF Einsatz?


179781 antwortet um 06-02-2019 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich hab mich mit dem Thema Obergrenzen noch nicht so genau befasst und weiß deshalb auch nicht, wo die genau liegen. Für so ganz verkehrt halte ich es aber nicht, wenn man den Kf Einsatz auf vernünftige Mengen beschränkt.
Es kommt halt drauf an, wie einer wirtschaftet. Wer wirklich Biologische LW betreibt, der hat damit sowieso kein Problem. Wo welche aus kaufmännischen Gründen ihre Milchproduktion nach den Regeln der EU Bioverordnung ausgerichtet haben, kann es schon sein, dass die nicht damit zufrieden sind. Man kann es sich so organisieren und entsprechend ausrechnen, dass es auch im hintersten Alpental noch Geld bringt, wenn man Getreide dort hinfährt und in Milch und Kuhmist verwandelt. Nennt man "Veredelungswirtschaft". Warum Milch "edler" sein soll, als Getreide muss mir erst jemand erklären und ökonomisch ist es eher eine Degradierung, wenn man vorne ein mehrfaches an Nährstoffen hineinsteckt, als hinten herauskommt.

Gottfried


Matthäus F. antwortet um 06-02-2019 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die neue Obergrenze liegt bei 1750kg pro Kuh pro Jahr, was auf 300 Laktationstage umgerechnet 5,8kg pro Tag pro Kuh entspricht. Für Bio meiner Meinung nach ganz leicht ausreichend, bedenkt man das bei Bio eigentlich ein großer Fokus auf Tierwohl liegen sollte. Zumindest wird einem das in der Werbung eingetrichtert. Ein 10000l Stallschnitt hat mit Tierwohl nicht mehr viel zu tun. Zum Vergleich: die Schweizer haben eine Obergrenze von 400kg pro Kuh pro Jahr.


peter.z(cgu8) antwortet um 06-02-2019 21:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das mit den 400 kg Stimmt nich als Obergrenze. Ab 2022 ist ein Maximaler Einsatz von 5% in der Gesamten Ration des ganzen Viehbestand gestattet. Das Jungvieh gehört da auch dazu, das heisst das was man Theoretisch dem Jungvieh geben darf, kann man auch den Milchkühen zuteilen. Desto mehr Jungvieh desto mehr KF kann den Kühen gegeben werden, der Einsatz beim Jungvieh ist nämlich selten bei uns.


Richard0808 antwortet um 06-02-2019 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eventuell will BA damit dem BioGetreide mangel entgegenwirken.
Erst anfang Woche bei der Molkereiversammlung gesagt worden das Biogetreide knapp wird und die Preise durch die Decke gehn werden.

Und so wie Gottfried es schon angesprochen hat, ein Produkt im Übermaß einzusetzen, das Mangelware ist, um Milch zu Produzieren und das in Zeiten wo der Milchmarkt gesättigt ist wirft schon fragen über die Sinnhaftigkeit auf.

Die Frage über den Sinn stellt sich aber über die gesamte Milchproduktion nicht nur Bio.
Aber ein alter Hut....


Joe_D antwortet um 06-02-2019 21:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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war 1997 in Neuseeland. Dort gibt es keine "Offizialberatung" mehr, diese haben freie Consultingfirmen übernommen bzw kann sich der LW selbst aussuchen ober eine Beratung braucht und dann auch noch bei welcher....!
Damals durfte ich bei einer solchen Fa. 2 Wochen lang mitfahren bei den Beratungstouren.
Damals kamen die Amerikaner zu ihnen weil selbst sie die Milch nicht so günstig produzieren konnten wie sie selbst.
Grundtenor war damals: eine Kuh die mehr als 4500l bringt kostet Kraftfutter, Tierarzt und Lebensleistung...….aber vielleicht sind sie in der Zwischenzeit da unten auch schon andere Wege gegangen ;-)


bali antwortet um 06-02-2019 22:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der Fachvortrag von Grünlandbewässerung durch Dr. Pera...er war eh die Zeit nicht wert.


2472660 antwortet um 07-02-2019 07:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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mir gehts nicht um die frage, ob jetzt getreidefütterung grundsätzlich gut oder schlecht ist, sondern mich stört, dass man dinge willkürlich an zahlen festmacht, die mal passen können und mal nicht.
heuer ist zb in vielen regionen viel zu wenig grundfutter vorhanden (dürre) und im getreidebereich ist durch die vielen umsteller überversorgung. wieso also kann man da nicht einfach den bauern die möglichkeit lassen, darauf zu reagieren und vl. mal mehr an (österr,) getreide zu verfüttern als sie mehr oder weniger zu zwingen, italienische oder nord/ostdeutsche luzernepellets zu importieren.
dann muss man wieder regelungen erfinden, wie man GPS oder silomais handhabt (kornanteil)... brrr...

ich bin einfach der meinung, die eu-bioverordnung ist die basis für bio-landwirtschaft und die ist auch für alle grundsätzlich gültig und schafft wettbewerbsgleichheit. der verzicht auf chem. synthetische düngemittel und pflanzenschutz, der verzicht auf gentechnik und eine gute tierhaltung sind die hauptpfeiler des biolandbaues und diese werden auch bei den konsumenten so wahrgenommen - alles andere ist kasperltheater und macht vielleicht 5% des gesamten bio-mehrwerts aus und ist spielball der verbände und handelsketten, um die bauern zu knebeln...


Vollmilch antwortet um 07-02-2019 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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... wenn bio so einfach wäre, wäre ich auch dabei!

Gab es nicht schon immer Kraftfutterobergrenzen?

LG Vollmilch


siw5 antwortet um 07-02-2019 08:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Vollmilch - was ist an bio so schwierig?


Riiitsch antwortet um 07-02-2019 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist doch bei BA schon seit Jahren in der Diskussion. Die jetzt verbreiteten Zahlen sind eh sehr großzügig hoch angesetzt. Natürlich ists für Betriebe die auf sehr hohe Leistung setzten blöd, nur wars absehbar in diese Richtung wird was kommen.

"Feed no Food" hats vorgezeigt. Bei den BA Versammlungen war das seit Jahren ein ganz heißes Eisen. Trotzdem sollte man einen Unterschied machen was zugekauft und was selber produziert ist. Das wäre natürlich für Betrieb wie mich am Berg und Grünland ein enormer Nachteil. Gut für die Werbung sind sowieso nur unsere Betriebe. BA & Co wollen halt, dass du statt Futtergetreide ihnen Biobrotgetreide oder Biogemüse bringst.

Die Genetik ist sehr wohl ein Thema, und so von jetzt auf gleich weniger KF wird die Kuh eher krank. Dann gibt sie auch weniger Milch..., keine Lösung. Dafür hat man den Ökologischer Gesamtzuchtwert erfunden. Seit Jahren wird daran gearbeitet und da wurde auch sehr viel Geld investiert. Auch da konnte man vor mindestens 5 Jahren schon sehen wo die Sache hin läuft.

Bitte bedenkt einfach es gibt mehrere Möglichkeiten. Viel hilft Viel. Viel Milch hilft, weniger Milch aber viel Geld pro Einheit hilft auch Viel. Mehr Biomilch ist jetzt schon keine Lösung mehr. BA muss einsehen, dass der Absatz nicht wie immer gerne behauptet ständig steigt.


mostkeks antwortet um 07-02-2019 10:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die 100.000l Kuh als Maß aller Dinge..... 7 Laktationen a 15.000kg sind nicht unbedingt Bio und eine Kuh auf der Weide mit 6.000kg schafft das erst mit dem 17. Kalb.

In überwiegenden Grünlandgebieten ist es halt einfacher etwas Getreide für KF und Stroh anzubauen als groß in Silomais und Futterrüben einzusteigen.
Wie lange ist der Silomais ein Grundfutter? Wenn jede 2. Reihe nur gepflückt wird? Lischkolbensilage? CCM …. Beim einsilieren die Maissilage mit 50% Maiskornsilage aufgewertet...
Luzernepellets?
In meinen Augen nur Arbeitsbeschaffung für die Kontrollore, Ein BioKF mit 18%RP und 7Nel. kostet 60Cent die Milch 50Cent. Kann sich jeder ausrechnen ob die Kuh da 10kg davon fressen darf!
So als Faustzahl hab ich noch im Kopf dass eine Steigerung des KF-Anteils auf das pansenphysiologische max. sinnvoll ist solange das KF die hälft der Milch Kostet.





Vollmilch antwortet um 07-02-2019 11:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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... die Berechnung würde ich gerne sehen.

... Kommt natürlich auf die Grundfutterkosten an.

Solange Milch nicht billiger ist als Kraftfutter, brauche ich da bei meinen Bedingungen nicht nachrechnen!


*Bio bedeutet auch verpflichtende Weide, oder? Da würde ich aber sogar in die Ausnahmeregelung fallen.

*Verdoppelte Wartezeiten! - ist das nicht eine Verschwendung wertvoller Lebensmittel?

*Momentan fehlt mir auch der Abnehmer für Biomilch.

*Pflanzenschutz wäre eine Herausforderung, aber vermutlich machbar.

*Rapsextraktionsschrot müsste ich noch ersetzen können.

Ein paar Hürden gibt es also noch zu überwinden!

LG Vollmilch


kraftwerk81 antwortet um 07-02-2019 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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.. es werden halt wieder benachteiligte Regionen geschwächt die kein Feldfutter anbauen können..

.. und zur Ansage "gibt die Kuh halt weniger Milch"... so einen Blödsinn sagt auch nur wer der noch nie mit Milchrassen zu tun hatte... die hören deswegen nicht auf weniger Milch zu geben sondern gehen einfach drauf.. > Kalbung > Energiemangel > Ketose >Acetonämie > TKV.

Am Ende läuft es auf eine Bevormundung raus, Bio ist dann gleichzustellen mit Du musst eine unproduktivere Rasse nehmen die die rationierte Fütterung aushält, was halt wieder ein massiver Nachteil für den Bauern ist.


Riiitsch antwortet um 07-02-2019 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Obs ein Nachteil ist? Ists ein Vorteil in wenigen Jahren dieselbe Debatte bei 12000 kg zu haben?
Am Ende läufts immer aufs selbe raus. Es gibt zuviel Milch, egal ob Konvi oder Bio, und dem entgegnet man mit allerlei phantasievollen Abwrackprämien während innovative Milchproduzenten schon längst wo anders liefern.


2472660 antwortet um 07-02-2019 11:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wer sich den ÖGZW mal genauer angeschaut hat, wird feststellen, dass da die konv. spitzenstiere immer auch in den vorderen rängen zu finden sind und das ist nicht grundsätzlich schlecht. es zeigt aber, dass sich gute leistungsvererbung und gute fitness nicht ausschließt, sondern sich gegenseitig bedingen.
keine kuh, die schlechte klauen hat, gibt gut milch, schon gar nicht 7 lakt. mit 15.000kg (wie oben angeführt)
warum schafft dann nicht ein höherer anteil der 6.000lt kühe die 16 laktationen, wenn bei denen alles so rund läuft?

darum soll man endlich aufhören, gute leistung als schlecht abzutun.
wie wärs zur abwechslung mal mit dem gedankengang, dass die bio-fütterung in wahrheit zu höheren leistungen (zumindest jedenfalls lebensleistung) führen muss ?! die tiere erhalten durch die 100% bio-fütterung rückstandsfreieres futter, hochwertiges futter im sinne von weniger behandlungsmittel wie extraktionsrückstände, formalinbehandlung, usw und höhere vitalstoffgehalte durch niedrigere pflanzenbauliche erträge. sie haben bessere haltungsbedingungen.....


xaver75 antwortet um 07-02-2019 12:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bio will reine Milchrassen, wo für das Kalb die Milch zu wertvoll ist, und darum das Kalb nach 2 Wochen konventionell "veredelt" wird?

mfg


falkandreas antwortet um 07-02-2019 12:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bio heftet sich immer eine natürliche Viehhaltung auf die Fahnen . Wenn man bedenkt das eine Kuh von Natur her Milch gibt um sein Kalb ernähren zu können frage ich mich welches Kalb 40 l Milch saufen kann. Es stellt sich auch die Frage ob es den Biogedanken entspricht wenn die Milchrassekälber mit 2 Wochen die Reise nach Spanien antreten weil sie kein heimischer Bauer brauchen kann


Vollmilch antwortet um 07-02-2019 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hab ich ein Glück, dass ich noch nie mit Milchrassen zu tun hatte! ;-)

Also wenn eine Kuh(Rasse) ohne Kraftfutter nicht mehr über lebensfähig ist, dann ist sie für die biologische Wirtschaftsweise in meinen Augen wirklich ungeeignet.

LG Vollmilch


kraftwerk81 antwortet um 07-02-2019 13:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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erklär das mal einem HF Züchter dass er sein Lebenswerk wegschmeißen soll weil er die Kuh nicht mehr bedarfsgerecht füttern darf.

... und nein, es kann sich nicht jeder leisten auf BIO zu verzichten..


kraftwerk81 antwortet um 07-02-2019 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@falkandreas,

..is halt die Frage ob man mit den ursprünglichen Auerochsen die die ideale Milchmenge für ihr Kalb gaben auch wirtschaftlich Milch machen kann..


179781 antwortet um 07-02-2019 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei der "Leistungs" Diskussion bei Milchkühen muss man als erstes definieren, was Leistung ist. Wenn es einer schafft mit sehr geringem Einsatz von Zusatzfutter 6000 l Milch und ein ordentliches Kalb je Kuh und Jahr um gutes Geld zu verkaufen, dann ist das schon einmal eine Leistung. Und davon kann ein Biobetrieb bei passender Kuhzahl ganz gut leben.
Vollmilch hat dazu mit seiner letzte Antwort auch ein sehr treffendes Argument gebracht.
Immer nur absoluten Zahlen hinterherzulaufen, die möglichst hoch sein müssen, ohne auf der anderen Seite den Aufwand zu betrachten, ist nicht immer zielführend. In der Landwirtschaft ist das meist so, wie bei der Geschichte vom Hasen und vom Igel. Man kann noch so schnell rennen, am anderen Ende steht immer einer und sagt "ich bin schon da"

Gottfried


Riiitsch antwortet um 07-02-2019 13:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hehe das triffts.
Zb ist einer im Tiroler Öztal mit Kiwi HF dort wo andere sagen man kann nicht hin.
Man mag zur Leistungsdebatte stehen wie man will, darum gehts gar nicht so sehr. Im Grunde haben sich Markt und einige Produzenten von einander weg entwickelt. Das ist nicht zwangsläufig gut so, aber Realität.


falkandreas antwortet um 07-02-2019 13:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kraftwerk Mit Auerochsen wahrscheinlich nicht aber mit zweinutzungsrassen wo das Kalb kein Abfall wie in der Legehennenproduktion ist sollte es auch dir möglich sein


mittermuehl antwortet um 07-02-2019 15:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ist es nicht so, das wir zuviel Produzieren, dabei zu viel Aufwand treiben und dann zu billig verkaufen müssen. Ist das nicht bei fast allen landwirtschaftlichen Sparten so?

Macht es nicht Sinn wenn es Aufwandsbeschränkungen gibt und dafür ein besserer Preis erzielt werden kann? Ich denke nicht nur an Milch. Bei der kenne ich mich ja nicht aus.

Solange wir Überschüsse haben können Handels und Vermarktungsketten an der Auflagenschraube drehen und damit ihr Image stärken. Wenn die Auflagen das Tierwohl, die Ökologie oder das Landschaftsbild verbessern (oder das der Käufer zuminest glaubt) kann ein Bauer der sich dagegen wehrt nur verlieren. In dem Fall ist es schlauer mit den Wölfen zu heulen.

Natürlich ist es bitter wenn man eine Laufstallkonzept hat und plötzlich die Leute auf die Idee kommen das eine Kuh auf der Wiese steht. Aber ist das so absurd? Oder wenn man seine Kühe in Kraftfutterumwandler verbessert hat und jetzt sollen sie plötzlich nur mehr Grundfutter bekommen (überspitz). Aber macht das im Hinblick auf Überschüsse nicht auch Sinn? Oder wenn jemand auf die Idee kommt das Milch für Kälber da ist und die nicht für Ausstauscher gebaut wurden. Ist es nicht Abstoßend das Kälber auch als lästiger Abfall betrachtet werden?

Wenn man gegen Veränderungen in diesen Bereichen ist, braucht man in Zukunft bessere Argumente als: "Das war immer so. Das Muß so sein. Anders geht es nicht. Das ist Stand der Technik. "




Woodster antwortet um 07-02-2019 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hat wer Unterlagen, was die Qualität der Milch bei Turbo-Kühen und bei "normalen" Kühen betrifft?



Vollmilch antwortet um 07-02-2019 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@woodster: definiere Qualität, Turbokühe, normale Kühe!

LG Vollmilch


kraftwerk81 antwortet um 07-02-2019 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@falkandreas,

du meinst zB Pinzgauer... da sind die Stierkälber kaum mehr wert als HF..


kraftwerk81 antwortet um 07-02-2019 15:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ mittermuehl,

ja, aber wenn man immer Vorreiter für irgendwelche einengende Maßnahmen ist hat man eben immer Nachteile gegenüber denen die die Regeln so nicht einhalten müssen.


falkandreas antwortet um 07-02-2019 15:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nein ich meine die Hauptnutzungsrasse in Österreich Fleckvieh heist die hast von dieser Rasse noch nichts gehört


peter.z(cgu8) antwortet um 07-02-2019 15:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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An einem Info Anlass erzählte mal ein Kiwicross Züchter mit Vollweidesystem, die Milchmenge pro Kuh intressiert in schon lange nicht mehr, das eizige wo zählt ist die Milchmenge pro Hektar.
Dieser legte auch gleich die Rechnung Vor von seinem Betrieb, zuvor hatte dieser Hochleistungskühe mit ca. 800 kg, Nach der Umstellung Kiwicross mit ca. 450 Kg. Schlussendlich war das Ergebniss das der Gleiche Betrieb mit gleichviel Ha mehr milch produziert hat auch gleicher Fläche.
KF wurde gesenkt und Weide erhöht, dies war nur möglich weil die Tiere Leichter waren und weniger für den Selbsterhalt brauchen.

Wir setzen seit gut 10 Jahren nur noch Zweinutzungsgenetic ein. Die Menge hat sich bei 6000 kg eingepändelt, mit 0 KF und ein Wenig Mais, Kälber können zu einem viel besseren Preis verkauft werden. Die Älteste Kuh momentan 13 Jährig, erstlaktation 4500 kg mittlerweile über 6000kg. Wir konnten durchaus eine Verbesserung der Tiergesundheit feststellen, damals wurden wir Belächelt, heutzutage bald wider Standart.


Riiitsch antwortet um 07-02-2019 15:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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So ists wie Peter schreibt, halt auch meine Meinung. Wenn man Milchmenge pro Hektar rechnet wird einiges klarer was man als Fortschrittlicher Landwirt oder Elite Leser schnell übersieht.


mostkeks antwortet um 07-02-2019 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Vollmilch, keine genauen Zahlen, eben nur Richtwert und so individuell wie jeder Betrieb, Natürlich abhängig von Grundfutterversorgung
Zumindest ich hab die Erfahrung gemacht, dass die ersten 3-4kg Kraftfutter gefressen werden ohne das GF-Aufnahme zurückgeht. Bei weiteren 3-4 kg merkt man schon dass weniger gefressen wird. Und irgendwann ist man in einem Bereich wo man mit einem kg zusätzliches Kraftfutter nur mehr 1l zusätzliche Milch rausbringt und bei KF Preisen nahe oder über dem Milchpreis kann man das irgendwann nicht mehr schönrechnen.
Bei mir kommt dann noch die Weide ins Spiel. Im Frühling kommen dann ca. 0,25 ha je Kuh Weidefläche ins Spiel. Futteraufnahme im Stall steigt eher als das sie sinkt, Milchmenge steigt um 4-5kg je Kuh, Inhaltsstoffe gehen zurück.
Und die Kühe die im Hochleitungsstall im oberen Bereich liegen liefern interessanterweise auch bei Vollweide um 2-5 kg mehr als ihre Kolleginnen (Erfahrung Fleckvieh)



kraftwerk81 antwortet um 07-02-2019 16:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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.. Kiwicross hab ich auch schon hinter mir, Kälber die keiner haben will und F1 Kreuzungen die extrem streuen.. da hast dann schonmal eine "normal"große Kuh mit dem Temperament von einer Jersey ;o).. ausserdem waren die nur teilweise gut weidetauglich.. sobald es länger nasskalt war haben die schwächeln angefangen..


Richard0808 antwortet um 07-02-2019 16:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wie sieht es mit Normande Rinder aus?
Sollen ja auch für Bio geeignet sein?


peter.z(cgu8) antwortet um 07-02-2019 16:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gratuliere BIO AUSTRIA
Kaum zu glauben bei einer Rasse die sonst in Gebieten ist wo sie gerade mal für Kälber und Melkstand ein Gebäude haben.
Das F1 zur weiterzucht nichts Taugen ist eigentlich schon lange Bekannt, dieses Problem Lösen einige mit dem 3 Rassen Kreuzen, HF mal JE dan mal BV, Andere haben Zuchtkühe und Produzieren damit immer neue F1, wichtig desto weniger Verwandt desto besser

Aber wieso in die Ferne Schweifen wenn man Fleckvieh und Original Braunvieh hat


Richard0808 antwortet um 07-02-2019 17:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gratuliere BIO AUSTRIA
In meinem Stall stehen 25 Kühe die sich in 5 verschiedene Rassen aufteilen.
BV, FV, HF, RF, PI

Sind alle Biotauglich, zumindest bei mir.

Bio steht doch für Artenvielfalt oder nicht:-)



Vollmilch antwortet um 07-02-2019 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mostkeks: bei mir ist es so, dass ich das Kraftfutter günstiger in der Hand habe, als das Grundfutter. Da wirkt sich "Grundfutterverdrängung" monetär positiv aus.

LG Vollmilch


Denker05 antwortet um 07-02-2019 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Richard0808 was hast du bei den Rassen für ZKZ wenn ich fragen darf


Posaidon antwortet um 07-02-2019 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wieso steigt ihr denn nicht einfach aus dem LKV und dem Zuchtverband aus dann lösen sich viele Probleme von selbst, wer kann denn dann sagen welche Einzeltierleistung du hast?


Richard0808 antwortet um 07-02-2019 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@denker05
Stallschnitt LKV 17/18 405T, ich weiß leider viel zu hoch :-(
Als ich noch Konvi war stand ich bei 380T, da hatte ich über den Winter 36% Eiweißfutter um den Mangel im Heu auszugleichen.
Jetzt als Bio wäre das natürlich Unbezahlbar.

Oder meinst du ZKZ von jeder Rasse?


xaver75 antwortet um 07-02-2019 20:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Posaidon
Verstehe nicht ganz, was Du meinst.
Welchen Sinn haben hohe Leistungen, wenn man nicht beim Zuchtverband ist, wirtschaftliche Gründe werden es wohl nicht sein, oder?

mfg


Denker05 antwortet um 07-02-2019 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Richard0808 danke. Interessant wäre es über alle Rassen verteilt. Mich wundert es das du bei HF und RF keine Probleme hast. Die brauchen ja doch KF. Oder welche ist die ,,beste,, Rasse für Bio deiner Meinung?


2472660 antwortet um 07-02-2019 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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höhere ZKZ ist auch eine möglichkeit, dem kälberüberschuss entgegenzuwirken - es ist nicht in stein gemeisselt, dass jede kuh ein kalb kriegen muss pro jahr.



Denker05 antwortet um 07-02-2019 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Und sehr wirtschaftlich..... Aber kann zum Glück jeder selbst entscheiden.


2472660 antwortet um 07-02-2019 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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..wer weiss, wie lange noch?? das wird dann die nächste richtlinie, genauso wie der verzicht auf gülle, stattdessen mist und kompost, sowie der verzicht auf diesel (weil der ist für die größten sozialen verwerfungen in der welt schuld und die umwelt verpestet er auch). verzicht auf silofutter gehört sowieso, weil das mögen die konsumenten auch nicht und wir müssen uns ja wieder mehr abheben von der masse...


Richard0808 antwortet um 07-02-2019 22:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@denker05 das müsste ich mir für jede Rasse herraus suchen, oder sieht man das beim LKV irgendwo? Rassen getrennt seh ich nur die Milchleistung...

Ich muß mich bei der Grundfutterqualität (Heubelüften) verbessern dann bin ich mir sicher das ich bei der ZKZ besser werde aber es braucht noch Zeit, und im Nebenerwerb Heuernten ist auch nicht immer einfach.

Zu den Rassen:
Von den F/E Kilo sind BV und FV bei mir gleich auf, FV hat mehr Milch dafür die BV bessere Inhaltsstoffe.
Zu den HF/RF kann ich sagen besser bei der Leistung um etwar 70kgF/E aber empfindlich, wenn beim Futter was nicht passt sind es die ersten mit Euterproblemen und leider sehr nervöse Viecha.

Zu meiner PI, Null Leistung.... stur wie die Nacht finster aber dafür komplett Problemlos.

Mein Fazit: Auf kurz oder lang werden bei mir großteils FV Kühe heimisch werden.
Passen zu meiner Wirtschaftsweise am besten, gute Grundfutterverwerter, Umgängliche Tiere, meiste Stierauswahl und vorallem die Vermarktung der Tiere.
Nicht nur Stierkälber, auch Trächtige Kalbinnen im Biobereich sind die FV am besten zu verkaufen.
BV und HF Kalbinnen in Bio sind bei uns nur schwer an den Bauer zu bringen.
Meist geht es garnicht und man muß sie unterm Wert in den Export schicken:(

Aber wenn man jetzt Top Gras und Maissilage zur Verfügung hat könnte ich mir durchaus Vorstellen das mit HF/RF im Biobereich gutes Geld zu verdienen ist.

Zum Abschluss.
Meine Beste Kuh ist ein BV/FV Mischling
In der 7. Lak 9700l. Name Flecki, meine erste Kreuzung als damals BV Züchter
Es ist die erste Kuh am Futtertisch, und die letzte die in die Liegebox geht. Frisst quasi immer:)


Vollmilch antwortet um 07-02-2019 22:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei hoher Einzeltierleistung sind höhere Zwischenkalbezeiten nicht nachteilig.

Man muß nicht jeder Zahl hinterherlaufen!

LG Vollmilch


birgmann antwortet um 08-02-2019 08:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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http://www.denkanstoss-agrar.de/denkanstoesse/udo-langenbacher/?utm_source=facebook&utm_medium=post&utm_campaign=ppa&utm_term=denkanstoss&utm_content=190129_UdoLangenbacher


dietmar.s(2cz6) antwortet um 08-02-2019 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bleibt trotzdem ein Verdrängungsmarkt das Ganze. Ob jetzt 2Mascherl 3 Gütesiegel 4 Medaillen oder sonst was draufpackst.
Was sich ändern könnte ist eher die graduelle Dynamik der Verdrängung.mfg


Riiitsch antwortet um 08-02-2019 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wohl war. Letztens schaute ich nicht schlecht am Zurück zum Ursprung Milchpackerl. Irgendwo am unteren Rand quetschen sich 7-8 Siegel nebeneinander hin so nach dem Motto "unter ferner liefen". Oben prangt ein "365 Tage". Oft stehen ja Milchpackerl im Kühlregal eher unten und etwas nach vorne zum Kunden. Man sieht also oben sehr gut hin. An der Front ist ganz groß ein halber Kuhschädel. Man erkennt kaum die Fotze oder die Augen, aber das Horn sieht man sehr gut.
Wer weis wie lange die Erkenntnis ausreicht, dass für Tiere das Jahr gleich lang ist wie für uns Menschen. Mit jemanden wie BA im Gnack kannst dir schon ein neues Siegel überlegen.


Richard0808 antwortet um 08-02-2019 14:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der Biokontrolleur hatts auch nicht einfach.
Bei uns muß er immer nachschlagen was alles zu Kontrollieren ist.
Da packt er seine Mappen aus über die Vorgaben von BA, der Heumilch und ZZU.

Auch beim Kontrolleur kopfschütteln über die vielen verschiedenen Auflagen.


Lupo2012 antwortet um 11-02-2019 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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An alle die sich hier schwer den Kopf zerbrechen:
Auch ein BIO Austria Bauer lebt nicht auf einem eigenen Planeten.

Er muss sich auf dem FREIEN kapitalistischen Marktumfeld behaupten, wenn er von Landwirtschaftlicher Urproduktion (= Milch an eine Molkerei liefern) leben will oder muss.

Alles andere sind Hobby und Träumer Ansichten. Jeder seinen eigenen BIO Betrieb mal durchrechnen wovon er die letzten 20 Jahre gelebt hat.


jakob.r1 antwortet um 12-02-2019 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich Lupo, da hast Du recht -- und für die Biobetriebe wird es immer schwieriger. Bei uns in der Gegend ( Oberbayern) haben alle Biomolkereien Aufnahmestopp weil es im letzten Jahr einen regelrechten Zsunami an neuen Biobetrieben gegeben hat. Man braucht kein großer Prophet zu sein um zu sehen, das sich künftig die Preise für Bioprodukten den konventionellen angleichen werden. Ich bin seit in Deutschland 2001 die grüne Landwirtschaftsministerin Renate Künast die Staatsknete für Biobetriebe eingeführt hat Biobetrieb. Ich habe von Anfang an nicht den Fehler gemacht, Bioprodukte extra zu produzieren und damit die Staatsknete in den erhöhten Aufwand für die Produktion zu stecken. In Deutschland sind 0,3GV/Hektar vorgeschrieben, und auf Almen 0,1GV/Hektar und mehr halte ich auch nicht. Da ich meinen Stundenlohn ausrechne wenn ich was mache, komme ich am Weitesten wenn ich ganz wenig Arbeitsstunden verbrauche um möglichst viel Staatsknete zu generieren.
Beste Grüße
Jakob


falkandreas antwortet um 13-02-2019 07:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Solche Optimierer gibt es überall.Bei uns nennt man die Bezieher einer Mindestsicherung,die erreichen auch Schwindeleregende Stundenlöhne! Man kann auch einen Betrieb melken,es müssen ja nicht immer Kühe sein,und sich darüber freuen das unsere Eltern fleißig waren einen Betrieb aufgebaut haben,den ich zu Tode melke weil ich zu faul bin


2472660 antwortet um 13-02-2019 07:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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es gehört einfach geändert, dass die fläche das einzige kriterium ist für die ausgleichszahlungen und für viele weitere relevante faktoren (gv-besatz,...)
ein mix aus fläche, arbeitskräftebesatz bzw -bedarf und produktion würde da viel fairer sein und dann wär auch schluss mit den "sofamelkern"


jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 08:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich falkandreas, -- eben weil bei den Bauern diese Denkweise vorherrscht gibt es ja die Probleme mit den Überschüssen. Einen Betrieb melken macht nur derjenige, der Substanzverluste produziert, z.B. Grundstücksverkauf weil sonst der neue Stall nicht abbezahlt werden kann. Ich habe mir im Gegenteil durch meine Faulheit wie Du es nennst eine hohe Startsumme "erfaulen" können, so das ich in den Startlöchern sitze falls sich Bergbauernlandwirtschaft mit Produktion von Produkten wieder mal rentieren sollte. Meine Angewohnheit, nicht unter einem gewissen Stundensatz zu arbeiten kommt daher, das der rentabelste Betrieb der ist,
bei dem das Verhältnis Umsatz zu Gewinn nahe 1:1 liegt. Überlege wer das bessere Betriebsergebnis hat: Ein aufgeblähter Milchviehbetrieb mit viel Pachtfläche in weitem Umkreis und neu gebautem Stall der auf die kostenlose Mithilfe der Altenteiler, Kinder usw angewiesen ist weil die viele Arbeit als Paar gar nicht zu schaffen ist,
welcher im Jahr 2 Millionen Umsatz macht bei 50 Tausend Gewinn oder ein fauler Bauer der die 50 Tausend Gewinn bei nur 70Tausend Umsatz generiert und vieeel Freizeit für Familie und andere wirklich wichtige Dinge im Leben hat?
Beste Grüße
Jakob



jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 08:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@2472660.... Grüß Dich, da hast Du als Bauer der in eh übervolle Märkte den Preisverfall durch noch mehr Produktion ausgleichen wird natürlich recht. Aber überlege mal, wenn Betriebe wie bei mir der auf eigener Fläche 50 Kühe und Nachzucht halten kann auch tatsächlich Milch produzieren würden, dann wären die Milchpreise noch niedriger als jetzt....
Es steht Dir übrigens frei, ins Lager der Sofamelker zu wechseln solange Du nicht im Hamsterrad sitzt einen neuen Stall abbezahlen zu müssen.
Aber die Realität der Zukunft für Ausgleichszahlungen geht in die andere Richtung. Dem Steuerzahler ist es immer schwerer vermittelbar, wenn Landwirte für die Produktion von Produkten die eh im Überfluss vorhanden sind, -- subventioniert werden. Der Steuerzahler möchte am Liebsten nur noch blühende Wiesen überall haben, siehe das Erreichen des Quorums für das Volksbegehren "Rettet die Bienen" hier bei uns in Bayern. Die Ausgleichszahlungen werden künftig immer mehr Richtung faule Bauern mit kleinen Flächen fließen, die auf diesen Flächen die Vorgaben der Bevölkerung nach niedrigem Viehbesatz, Verzicht auf Düngung oder zumindest Verzicht auf Gülle einhalten und nach Vorgaben naturschutzfachlicher Richtlinien das Datum des ersten Schnittes wählen.
Dies ist zwar in Deinen Augen unfair, weil Du doch 365 Tage im Jahr mit den Milchkühen "malochen" musst, (falls Du Milchbetrieb bist) und eine Stundenentlohnung hast, bei der Du gleich Sozialhilfe beantragen könntest, wenn da nicht der Immobilienbesitz wäre....
Beste Grüße
Jakob



thomas.t3 antwortet um 13-02-2019 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zum Großteil Jakob bin ich hier deiner Meinung. -Aber, auch du musst dich mit deinen Mutterkühen täglich abgeben (wenn dir etwas an den Tieren liegt). Ich geb halt 2 Stunden dazu und habe die Milch als zusätzlichen Gewinn!
Lg




jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich Thomas,..... der war gut ! Im Klartext lese ich daraus, das alle Grünlandbauern die nicht mehr melken zu doof sind um die Milchgeldeinnahmen als zusätzlichen Gewinn mitzunehmen, weil ja nur 2 Stunden Mehraufwand pro Tag. Also ein Apell an alle Grünlandbauern doch wieder in die Milchwirtschaft einzusteigen, weil man ja durch den rechtzeitigen Milchkontigentverkauf gutes Startkapital auf der hohen Kante hat, und sich in der Nichtmilchbauernzeit in anderen Bereichen mit guter Stundenlohnbasis auch ordentlich Geld erarbeiten konnte. Stell Dir mal vor, ein Großteil der aktuellen Nichtmelker würde Deine Ausführungen für bare Münze nehmen und wieder mit dem Melken beginnen. Das wäre bei mir die zusätzliche Milchmenge von 50 Kühen, beim Nachbarn 60 Kühe usw...
Beste Grüße
Jakob


2472660 antwortet um 13-02-2019 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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jakob.r1 du wärst ein schlechter profiler ;-)

hab natürlich nichts gegen mutterkuhbetriebe udgl. und auch nichts gegen die sofamelker persönlich - wenn das system so gestaltet wird, dass das gut geht, warum nicht!
nur dann (wie in ö passiert) auf die milchbauern-nachbarn schimpfen, weil die die gleichen einheitswerte haben und das so ungerecht ist, das passt da nicht dazu.
wenn die eh so blöd sind, und durch 365 tage bereitschaft und 70h woche doch ein bisschen mehr verdienen auf der gleichen fläche, dann soll man ihnen das wenigstens auch gönnen - bauernsolitarität eben!


Riiitsch antwortet um 13-02-2019 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gönnt ihnen ja jeder. Jeder darf machen! Ja irgendwer könnte mal schimpfen..... sucht eure Eier und macht, irgendwer wird immer schimpfen. Nur hier haben wir ein paar wenige Spezialisten die sich über die einbezahlte SVB und verbrachte Stunden am Traktor definieren, statt was sie für ihr Unternehmen und nicht zuletzt ihre Familie erwirtschaften.


Vollmilch antwortet um 13-02-2019 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich denke, einem Großteil der Bevölkerung (und der Politik) liegt auch "etwas" an günstigen Lebensmitteln. Deshalb würde ich vermuten, dass zukünftig auch weiterhin die Produktion gefördert wird.

LG Vollmilch


dietmar.s(2cz6) antwortet um 13-02-2019 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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eine geförderte Produktion und eine minimale Anzahl geförderte Betriebe ist ja nicht im Widerspruch.

Entweder man setzt sich dann ein für eine Nebenbedingung, oder man steht einfach zum wegrationalisieren.


thomas.t3 antwortet um 13-02-2019 11:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jakob, du hast 60 Mutterkühe? - ich 53 Milchkühe. Mein Milchgeld schaffe ich rein aus Grundfutter (welches auch du benötigst), Stall und Melktechnik hat sich längst von selbst abbezahlt (habe dafür kein Startkapital aus einer anderen Sparte gebraucht).
Fürs Milchvieh würde ich sagen, soll man von mir aus 5 Stunden zusätzlich am Tag brauchen (du putzt halt zeitgleich die schmutzigen WC in den Zimmern). Damit hat man das zusätzliche Geld von der Milch. Wenn ich Reinigunsmittel, Instandhaltungskosten und Stromkosten für Melken abziehe, bin ich bei einen Stundenlohn von ca 78 Euro für die zusätzlichen Stunden. Von den her sehe ich das Kontingent ganz gut investiert und habe keine fremden Personen ständig durch Haus und Hof laufen.
Lg

Ps: 13% will natürlich das Finanzamt noch...



dietmar.s(2cz6) antwortet um 13-02-2019 12:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@thomas
Respekt , also als Einzelperson 53 Milchkühe zu machen find ich verdammt stark. Vorausgesetzt das war ned Holla die Waldfee...lg


mittermuehl antwortet um 13-02-2019 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Vollmilch: "Ich denke, einem Großteil der Bevölkerung (und der Politik) liegt auch "etwas" an günstigen Lebensmitteln. Deshalb würde ich vermuten, dass zukünftig auch weiterhin die Produktion gefördert wird."

Dem gegenüber stehen schon einige Kräfte die gegen eine Förderung der industriellen Landwirtschaft sind. Nur was ist industrielle Landwirtschaft? 30 Schweine im Stall? 300 Schweine im Stall? 3000 Schweine im Stall? Gleichzeitig haben wir eine Umweltministerin die sagt das Landwirtschaft "ökologischer" werden muß.

Ich gehe davon aus das es weiter Förderungen geben wird. Ich gehe davon aus, daß sie bis 2020 gänzlich anderes verteilt werden. Oder es werden viele nette neue Auflagen kommen. So es zu keiner Lebensmittelverknappung kommt wird die Bevölkerung nicht verstehen warum wir die "bösen Großbetriebe" fördern, damit dann die EU die Überschüsse gefördfert verschleudern muß.

Aber das Essen wird billig bis leistbar bleiben.


thomas.t3 antwortet um 13-02-2019 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dietmar, nicht vergessen, ich meinte rein nur die Differenz zwischen Milchkuh und Mutterkuh - nicht das Gesamte!

Wie viele Stunden pro Tag gibt es deiner Meinung nach Unterschied?


dietmar.s(2cz6) antwortet um 13-02-2019 12:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Thomas, beides ist ein weibliches Rind das schon mind. einmal geworfen hat. NIcht mehr und nicht weniger.
Was du zu machen probierst ist aber was finanzielles davon abzuleiten. Und nichtmal die Arbeitskräftesituation transparent Darzustellen. Thomas nice Joke.

Den ganzen Tag lang ist es je eine Kuh die geworfen hat 24 h lang.



thomas.t3 antwortet um 13-02-2019 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dietmar, Jakob macht keinen großen Aufwand aus seiner Mutterkuhhaltung und ich auch nicht aus meiner Milchviehhaltung. Von der Arbeitsweise oder Handhabung der Tiere sind wir also sehr ähnlich, den größten Unterschied bei unseren Rindern macht das melken - was ein schönes Milchgeld zur Folge hat.

Thats it! So easy...

Meine Kühe Produzieren 24 Stunden Milch, wenn sie nicht trocken stehen!




dietmar.s(2cz6) antwortet um 13-02-2019 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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herrlich Thomas :-) wie da nachträglich dein Beitrag von dir wieder umgestellt wird … wenn ma dich zerlegt hat.


thomas.t3 antwortet um 13-02-2019 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dietmar, wo bitte habe ich was nachträglich umgestellt? Außerdem ist das gar nicht möglich und wo hättest du mich wegen was zerlegt?

Schön langsam glaube ich, du bist ein Psycherl.


dietmar.s(2cz6) antwortet um 13-02-2019 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Thomas, Schwamm drüber ;-)
bist sicher ein toller Betrieb, wieviele Personen auch immer da jetzt genau werkln. Es sind vermutlich mehrere ichs...


thomas.t3 antwortet um 13-02-2019 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich glaube du hast eine Schnellschußaktion gestartet, und etwas beim ersten mal lesen anderes verstanden als wie beim 2 mal lesen. Oder du redest dich raus..

Um es auf deine Art zu sagen, es ging mir nicht um die "ichs".

Sondern um den Stundenlohn bei der Differenz zwischen der höchst effizienten Mutterkuhhaltung und der höchst ineffizienten Milchviehhaltung. (Laut Jakob - der ja auch nur gegen Stundenlöhne über 70 Euro arbeitet und sein Kontigent in was viel besseres investiert hat)


dietmar.s(2cz6) antwortet um 13-02-2019 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wenn du die Anzahl der ichs ausblendest , blendest du die komplette Praxis aus. 2 oder mehr ichs können/müssen zb parallel arbeiten beim Melkstand ,Tiere umsperren, Verladen usw. ein Thema nur mal so als Praxisbeispiel. Wärend Jakob zb weniger ichs braucht od mehr. Generell glaub ich dass ihr beide bissi was schön bilanziert weil man kann garned alles so runterbrechen was is jetzt genau eine Arbeitsstunde und was nicht .


thomas.t3 antwortet um 13-02-2019 15:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich blende die Praxis nicht aus, mit den 5 Stunden pro Tag habe ich für die Gewinnung des Milchgeldes 1 Person (fast)- Vollzeit zusätzlich miteinbezogen. - Die einen Stundenlohn von 78 Euro generiert (Berechnungsmethode nach Jakob). Meine Tiere muss ich auch nicht auf der Weide verladen und in den Stall fahren (oder umgekehrt). Die gehen von alleine wenn ich sie rufe - wirklich ;-) und im Winter dauert das absperren 2 min.
Der Rest ist ziemlich ähnlich Dietmar, auch eine Mutterkuh braucht Fressen (Sommer wie auch Winter - wirklich) gacki machts auch, manchmal habens auch weh-weh, und so weiter und so fort...
Man wirds nicht auf Komma und Beistrich ausrechnen können - habe ich aber auch nicht behauptet.

Fazit: ich bleibe in der ineffiziente Milchbranche und verzichte auf die hocheffiziente Mutterkuhbranche wo Jakob unterwegs ist.
Lg


jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 15:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüße Euch, -- ich habe nur geschrieben das ich Eigengrund für 50 Milchkühe hätte, aber nirgends das ich 50 Mutterkühe habe, ich schaue nur das ich die vorgeschriebenen 0,3 GV halte und nicht mehr. Auch putze ich keine Gästetoiletten weil ich keine Zimmer habe sondern nur Ferienwohnungen bei denen nur bei Abreise der letzten Gäste frisch geputzt wird für die nächsten Gäste. Also auch wenig arbeitsintensiv...
Damals vor 30 Jahren, als der Milchpreis genauso hoch war wie heute und noch fast keine Vorschriften wegen Milchhygiene, Düngung... waren und die Betriebsmittel einen Klacks gekostet haben gegenüber heute, hatte ich schon im Hinterkopf in der Stunde mindestens 150 DM Gewinn pro Person und Stunde zu machen.
Weil das nach Beitritt der DDR utopisch war, habe ich eben nach 10 Jahren (Förderungsmindesthaltedauer) die Milchwirtschaft bleiben lassen und das Kontigent samt Härtefallanteil verkauft.
Ich ziehe meinen Hut vor Thomas, wenn er mit seinen 53 Milchkühen einen Gewinn pro Stunde und Person von 70 Euro schafft.
Ich würde das nicht zusammenbringen mit Milchkühen.... … ausserdem müsste der Liter Milch heute 5Euro bringen um Gleichstand von vor 30 Jahren zu haben.
Beste Grüße
Jakob



dietmar.s(2cz6) antwortet um 13-02-2019 16:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ähm Thomas, ich hab mal beim roten kreuz gearbeitet. Da kanns zb sein dass man nachts 2 Einsätze hat und viel auf Bereitschaft ist. Gerechnet wird trotzdem die Volle Zeit. Also wieviel Stunden dann am Betrieb verbracht wird und was du dann tatsächlich rechnest , das kannst du dir herrlich schön rechnen alles von mir aus gerne. Du hast defakto sehr viel Anwesenheitspflicht auch wenn du dir das dann fiktiv runterrechnest . Gacki hin Tricksi her .


thomas.t3 antwortet um 13-02-2019 16:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dietmar, das gibt es bei der Berechnung nach Jakobsmethode nicht!

Ich weiß schon garnicht mehr wohin mit dem ganzen Geld...
Ich hör lieber auf so zu rechnen - bevor ich im Geld ersticke!
Am besten ich ruf mal Dagobert Duck an!


xaver75 antwortet um 13-02-2019 18:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Welcher Unternehmer gibt sich heute noch mit dem Stundensatz von vor 30 Jahren zufrieden?
150 DM sollten eigentlich inflationsbereinigt 150 Euro sein.
Aber es gibt eben immer wieder welche, welche sich unter Wert verkaufen und so die Preise ruinieren. ,-)

mfg


falkandreas antwortet um 13-02-2019 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@jakob Was unterscheidet dich von einen Sozialschmarotzer ,auch ein Hartz 4 Empfänger bzw Mindestsicherungsempfänger wie er bei uns heißt hat einen hohen Stundenlohn weil er die Staatsknete wie du es nennst ,einstreift und dafür nichts arbeitet Auch diese Leute wollen einen Stundenlohn von 70€ und wollen nicht um 10 € arbeiten .Der einzige Unterschied ist ,das du fleißige Eltern gehabt hast,oder noch immer hast ,die dir einen Betrieb übergeben haben den du jetzt zu Tode wirtschaftest .Wie sieht bei dir eigentlich die Hofnachfolge aus,mit deiner Einstellung sind die nächsten Sozialschmarotzer schon in Sicht


peter.z(cgu8) antwortet um 13-02-2019 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nun Jakob ist in der glücklichen lage soviel Land zu besitzen das er von den Staatsgelder Leben kann.
Ich kann mit 20 Hektar in keiner weise den Betrieb so umstellen damit ich ohne Milchvieh davon leben kann, natürlich würde der Stundenlohn Steigen weill weniger Zeit aufgewendet Wird aber die übrig gebliebenen Zeit müste ich als Angestellter verbringen. Durch vernachlässigung des Betriebes müsste dann vom Nebenerwerb die einbussen ausgeglichen werden. Zusätzlich entstehen doppelbelastungen für den Betriebsleiter.
Meine Anfangsjahre in der Selbständigkeit wahren mit hohen Investitionen gebunden, denoch wahr der Stundenlohn nicht im minus.
Der Stundenlohn meiner Vergleichsbetriebe liegt bei 12 Franken, meiner Halb so hoch. Aber ich weiß wo das Problem liegt und dieses wahr eindeutig bei den Maschinellen notwendigen Investitionen.



peter.z(cgu8) antwortet um 13-02-2019 19:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Würde mich mal interessieren wie viel Stunden Jakobs Betrieb aufweist.


falkandreas antwortet um 13-02-2019 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@peter ich bin mir sicher dieser Jakop kann vielleicht mit 3 Milchziegen und einen neuen 30 Jahre alten MB trac Durchstarten alles andere ist Schaumschlägerei. Ich bin mir sicher das der noch nie Einkommensteuer bezahlt hat und fantasiert von 70 € Stundenlon


jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich Xaver, da hast Du natürlich recht. Wenn Du nun zur Inflationsbereinigung noch die gesteigerten Lebenshaltungskosten, Betriebsmittelpreise, Versicherungen, Steuern und die ganzen Auflagen dazurechnest würde Deine Rechnung bei 300 Euro Stundenlohn liegen als Betriebsgewinn pro Person.
Aber ich bin eben im Alter zufriedener geworden und gebe mich mit nur 70 Euro zufrieden.
Beste Grüße
Jakob


Richard0808 antwortet um 13-02-2019 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@jakob, wenn du jetzt schon 70€ in der Stunde hast wieso willst du dann von Silo auf belüftetes Heu umsteigen? Die mehr Arbeit und der Mehraufwand bringt dir keine 75€ pro Stunde oder?
Vorallem nicht bei 0,3Gve pro ha

Versteh mich jetzt nicht falsch, ich mag dich weil du etwas Schwung in dieses Forum bringst, aber gewisse Aussagen wiedersprechen sich...

Ich verdiene leider nur 14,3€/Stunde Netto bei meiner Tätigkeit als Arbeitnehmer, kann ich bei dir einen Kurs machen wie man 70€ verdient?


jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich Peter, Du hast recht das bei meiner extensiven Wirtschaftsweise bei der es nur darauf ankommt möglichst viel Staatsknete zu generieren, nur wenige Arbeitsstunden notwendig sind. Ich komme mit der Staatsknete auf ca. Tausend Euro/ Hektar Grünland. Pachtgrund bringt bei uns ca. 100 Euro/Hektar und Hanglagen mag eh keiner pachten. Wenn ich diese Tausend Euro/Hektar mit intensiver Wirtschaftsweise erreichen möchte, müsste ich zu viel Arbeitszeit reinstecken, die ich in meinen anderen beiden Betriebszweigen gewinnbringender einsetzen kann, und eben genügend Zeit für die wichtigen Dinge im Leben wie Familie und Freizeit.
Es kann durchaus sein, das ich im Betriebszweig Landwirtschaft in Summe auch nicht mehr Gewinn habe als Du trotz meiner mehr Fläche. Auch Du müsstest bei über 50 Hektar Wald zur Landwirtschaft und 60 Gästebetten irgendwo Prioritäten setzen wenn Du alles mit Deiner Frau alleine machen möchtest.
Beste Grüße
Jakob


jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 19:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich Richard, Du hast recht das ich manchmal zweigleisig fahren muss, auf der einen Seite als betriebswirtschaftlicher Knauserer und auf der anderen Seite muss ich aber Investitionen tätigen die sich eigentlich nicht rentieren,-- oder aber viel Einkommenssteuer abdrücken. Leider ist dies bei uns in Deutschland so. Deshalb die Investition letztes Jahr u.a. in die Heutrocknungsanlage. Die bringt für sich isoliert gesehen nur den Vorteil das die Pferdeleute mit Vorliebe warmluftbelüftetes Heu kaufen möchten, --ich habe durch meinen niedrigen GV Besatz von 0,3GV jedes Jahr zu viel Futter übrig, ---- und zudem macht sich der Geruch von Silage bei den Touris nicht so gut, wenn Sie nach der "Mithilfe" im Stall mit dem Silogeruch in den Kleidern wieder in die Wohnungen zurückgehen. Du hast natürlich auch recht, das man die 70 Euro Stundenlohn im Schnitt sehen muss, und ich selbstverständlich auch Stunden dabeihabe zum "in die Tonne treten".
Beste Grüße
Jakob


Richard0808 antwortet um 13-02-2019 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also geht deine Theorie von Fördergeldern Leben nur auf wenn man mit viel Eigengrund gesegnet ist weil tausend€/pro ha ist nicht die Welt.
Bei uns zahlen Kartoffel Bauern mehr als 1000 Euro pacht im Jahr
Ich als Bioheubauer mit Milchvieh bin irgentwo bei 800€/ha Förderung


jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich falkandreas, ich habe zwar keine Ahnung warum man im Forum so abwertend über einen Anderen schreiben muss, aber zwischen uns herrscht keine Waffengleichheit, weil ich mir nur Urteile über andere Menschen oder Betriebe erlaube, welche ich persönlich kennengelernt habe. Deshalb verzeih mir, das ich nicht in Deiner Art zurückschreibe.
Beste Grüße
Jakob


jakob.r1 antwortet um 13-02-2019 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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…@richard, bitte lies meine Antwort an Peter.z, dann brauche ich mich nicht zu wiederholen. Mir ist klar das Ackerflächen oder Flächen in Nähe Biogasanlagen, oder Golfplätze wesentlich mehr als Tausend Euro bringen, aber im Bergbauerngürtel in meiner Nachbarschaft sind diese Vorraussetzungen nicht gegeben.
Schönen Abend noch,
Jakob



Richard0808 antwortet um 13-02-2019 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zwecks Steuern.....Ich als Pauschalierter Betrieb Zahle zwischen 300 und 600 Euro Steuern im Jahr weil der Rest schon von meinem Lohn als Vollzeit Arbeitskraft abgezogen wurde.




Richard0808 antwortet um 13-02-2019 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mir gehts eigentlich nur darum, wenn du schreibst du hast 70€ in der Stunde und du Heuballen belüftetes, was eigentlich ein Minus geschäft ist gegenüber Siloballen, müsstest du ja bei anderen Arbeiten 140€ Euro in der Stunde haben um das Belüften auszugleichen oder?

Heu kann man nur in großen Boxen relativ Kostengünstig Belüften, mit Ballen für Mutterkühe komplett umöglich.

Das ist so als ob du einen neuen Fendt kaufst und kein gut bezahlten 1500bst im Jahr machst.


Riiitsch antwortet um 14-02-2019 07:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eins könnt ihr euch sicher sein, im Finanzamt kann man rechnen: zahlt der Jaggl einen Haufen Einkommensteuer, oder zahlen die Firmen, die für Bautätigkeit beim Jaggl bezahlt werden, dann ihre Mitarbeiter, und diese Mitarbeiter zahlen dann Einkommensteuer, ist völlig gleichwertig für den Staat.

Der Unterschied ist ein vitaler Betrieb der auch in der Lage ist jedes Jahr zu handeln. Hinzu kommen Zimmerer, Tischler, Maurer etc in der Gegend, die hoffentlich auch vital sind. Der Staat hat mehr von so einer Wirtschaft, und das ist ja der Normalzustand in fast allen Bereichen der Wirtschaft.

Wir können uns natürlich weiter vorhalten wenn einer "nur" 49 Wochen im Jahr 60 Stunden die Woche macht. Währenddessen gibts vor allem in Ö viel zu viele Betriebe die mit schwacher Flächenausstattung einen auf Großbauer machen, und sich selbst keine freie Minute gönnen. Beschimpfungen wie Schmarotzer sind ja bei einigen Landwirten an der Tagesordnung, das ist nicht ernst zu nehmen, für manche ist außerhalb der eigenen Stallmauern jeder ein Schmarotzer.


Vollmilch antwortet um 14-02-2019 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen!

Boden, Arbeit und Kapital sind drei Produktionsfaktoren.
Um von weniger Fläche "leben zu können", muss man mehr Arbeit und /oder Kapital einsetzen.

Der größere Betrieb verdient mehr pro Stunde, der flächenmäßig kleinere mehr pro Hektar.

Man muss schauen, dass man das beste aus der jeweiligen Situation macht.
Es hilft mir nichts, wenn ich mich (mit unseren 20 ha Eigengrund) mit Jakob vergleiche, der ein vielfaches davon hat. Von 70€/Stunde kann ich nicht "leben", wenn ich nur 200 Stunden Arbeit habe (z. B. im reinen Ackerbau).
So machen wir eben 3000 Stunden "Milch" und können uns mit 10€/Stunde begnügen ohne einem Nebenerwerb nachgehen zu müssen.

LG Vollmilch


agrobertl antwortet um 14-02-2019 08:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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jeder soll machen wie er will.
Eines muss uns aber auch klar sein:
um theoretisch eine volle AK auslasten zu können, müsste ein Ackerbaubetrieb 200-300ha haben. Und dies bei vollen Kapitaleinsatz von Maschinen.
Aber es ist einfacher die Produktion über "Ausgleichszahlungen" (oder wie man es immer nennen mag) uns zu steuern.
Wir Bauern halten viel aus, können aber auch gut jammern.
Fakt ist, wir sind über das Fördersystem leicht steuerbar. Es ist die billigste und einfachste Variante des Staates/der EU. Vorschriften machen 95% für die 5% der Bevölkerung.
Die Verwaltung und des Agrarbudgets verschling einen großteil des "Agrargeldes" und kommt somit nicht am Acker oder im Stall an. Die Agrarproduktion mit Angestellten (Überstunden Zuschläge, WE Arbeitszeit, in der Ernte mehr als 12h etc. ) treibt die Kosten noch höher in Westeuropa/Amerika. Man sieht ja wohin man kommt - Indusdrielandwirtschaft.
Alles nicht so einfach, aber der Staat/die EU wissen genau was sie tun.




Riiitsch antwortet um 14-02-2019 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jeder soll machen wie er will, da sind wir einer Meinung. Ob da am Ende 5, 10,30 oder 70 Birnen pro Hektar oder was auch immer raus kommt, darf ja jeder selber in seinem Betrieb regeln. Alle haben recht.

Der Einwurf "um theoretisch eine volle AK auslasten zu können, müsste ein Ackerbaubetrieb 200-300ha haben" ist toll. Eine AK kann man auf viele Arten auslasten. Auf einem Milchviehbetrieb sieht die Rechnung anders aus. Im Berggebiet sieht die Rechnung auch anders aus, weil da hast mit 1/10 der Fläche gut zu tun. Dem tragen ja die höheren Förderungen und niedrigen Einheitswerte Rechnung. Nichts davon ist perfekt, hat KEINER gesagt. Wir brauchen uns nicht befetzen oder Angst haben, der Staat oder die EU wüsste nicht wo sie direkt oder über Umwege an ihre Einnahmen kommen, und zugleich uns etwas fernsteuern können.

Provokant gesagt stopfts der eine halt in die nächste überteuerte Maschine und hat seine Freude dran, und der andere kauft ein überteuertes Eis im Schwimmbad für seine Kinder und hat daran seine Freude. Steuern zahlen beide. Nicht explodieren, die meisten von uns sind einmal das eine und dann wieder das andere ;-)


Riiitsch antwortet um 14-02-2019 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Unten im Link nochmal für die die es noch nie gelesen haben die Wirklichkeit, warum der eine oder andere Bayer nicht in die Milchwirtschaft einsteigt. Hat mehr mit rechnen als mit Faulheit zu tun. Nun brauch man sich nicht länger einreden 365 Tage Anwesenheit im Stall ist automatisch ein Mehrverdienst, sondern das hängt immer mit viel Arbeit und Risiko zusammen. Ich habe keine Ahnung was die Deutschen so als Lohnansatz verwenden, jedenfalls ist einer drin.






agrobertl antwortet um 14-02-2019 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Riiitsch
ich wollte damit nur sagen und aufzeigen, dass lt. ÖKL Sätze man eigentlich gar nicht lebensfähig ist - und dies als Ackerbauer im Flachland. Leider übersieht fast jede aussenstehende Person, dass man diese theoretischen Arbeitsstunden alleine nicht bewältigen kann bzw. nur mit kapitalintensiver Maschinenausstattung. Die Aussenstehenden sehen nur die Transparenten Ausgleichszahlungen. OHne der dahinter stehenden Arbeit. Würde es so lukrativ sein (einfache Arbeit, viel Freizeit, nicht angebunden etc...), würde es einen Zustrom bei den Landwirten von außerhalb der Landwirtschaft geben.
Und ich hatte auch mal genügend Tiere. Und kenne die Vorteile keine Tiere mehr zu haben. Die ich auch genieße.
Ich brauche auch keine Bäume mehr ausreißén. Weniger ist mehr.



Riiitsch antwortet um 14-02-2019 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@agrobertl: als ich eine Zeile deines Textes raus riss und mit "toll" betitelte, meinte ich das ehrlich so. Mit 300 Hektar Acker bekommt man sicher nichts geschenkt, oder schiebt eine ruhige Kugel. Das wollte ich damit nicht sagen. Geschenkt bekommt keiner von uns was.


agrobertl antwortet um 14-02-2019 12:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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passt eh Riiitsch.
wir Bauern sind uns da eh einig, denn wir wissen was dahintersteckt.
Manchmal schadet es auch nicht mal etwas langsamer es anzugehen.
Mitleid bekommt man geschenkt. Arbeit kauft man sich. hmm :-)


dietmar.s(2cz6) antwortet um 14-02-2019 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@agrobertl
wenn richterlich festgestellt wird ob der Betrieb lebensfähig ist wird folgendes gemacht. Der Gutachter geht her nimmt den Grünen Bericht. Nimmt den EHW her vom Betrieb dessen Lebensfähigkeit er beurteilt. Geht damit in die Tabelle vom Grünen Bericht aus der Tabelle und fertig . Resultat ist dann Einkommen laut Tabelle das dann für real genommen wird. Soweit mal zur Gesetzlich wasserdichten Herangehensweise von Fachexperten mit doppel und 3fachtitel gerichtlich beeidet.
Was du dann als Betriebsführer sagst ist nebensächlich.



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