Bodenverbesserung Lehmboden

Antworten: 40
Steyrdiesel 05-11-2018 10:16 - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Grüß euch,

ich habe bei einem Acker ein kleines Stück wo durch eine Aufschüttung ein extrem schwerer Lehmboden ist. Die betroffene Fläche hat ca. 1500m².

Ich würde diesen nun gerne verbessern, da das Bearbeiten und auch das Pflanzenwachstum gelinde gesagt eher bescheiden ist. (trocknet nicht ab, Saatbeet nicht fein zu bekommen)

Meine Überlegung ist nun über mehrere Jahre Sand und Kompost aufzubringen und wenn möglich eingrubbern. Können diese Maßnahmen etwas bewirken oder ist die Mühe umsonst?

mfg
steyrdiesel
dietmar.s(2cz6) antwortet um 05-11-2018 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
ich glaub schon dass es Wirkung haben wird. . Wichtig wär halt das Bodenleben darin zu fördern damit du eine Lebendverbauung hast. Bei Dauergrünland bzw. Wechselwiese wird's schneller gehen als bei reiner Ackernutzung vermutlich, Grüße.

xaver75 antwortet um 05-11-2018 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo, ich würde jedenfalls ganz seicht arbeiten, die Pflugtiefe wirst Du wahrscheinlich in Deinem Berufsleben nicht mehr in einen top Zustand versetzen können.
Begrünungen, wo viel Wurzelmasse abstirbt, Tiefwurzler wie Luzerne, ….. oder 2 bis 3000 m3 Humus kaufen.

mfg

Ferdi 197 antwortet um 05-11-2018 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Evtl. Hartholz - Hackschnitzel mit Kompost / Mist alles relativ dick drauf ausbringen, dann eben Klee / Grünland, dann sollte sich der Boden doch wesentlich deinen Wünschen entsprechen.

qwert antwortet um 05-11-2018 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
ich würde raten ein Gesteinsmehl zu nehmen pH neutral Bodenhilfsstoff rein Mineralisch
stark Wasserspeichernd Bodendurchlüftend Drainagierend
zum Mischen von und mit Substraten oder pur
wenn ihr mehr wissen wollt dann schreibt mir per E-Mail.
lg qwert

mittermuehl antwortet um 05-11-2018 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Grubbern - viel Kompost mit einem höheren Kohlenstoffanteil (mehr Einstreu) einbringen - Kalk - Mineralien - Luzerne/Gras anbauen ... 2-3 Jahre Ruhe geben und nur etwas Kompost geben..

Ist ja eine kleine Fläche wo man es nicht ganz so eilig haben muß.

FeSt antwortet um 05-11-2018 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo Steyrdiesel,
Nach Deiner Beschreibung handelt es sich exakt um hohe, eher sehr hohe Mg-ak 20-30%(Magesiumaustauschkapazität).
Ideal 12%, je nach Bodenschwere
Leichter Boden ist geringfügig höherer Wert anzustreben, also bis 12-14%
Richtig schwerer Boden geringfügig niedriger Wert, zwischen 10-12%.

Bei sehr hoher Mg-ak ist der Boden wie Kleber, will nicht abtrocknen, und wenn dann sind es Klumpen wie Beton und nicht mehr klein zu bekommen.

Weiters ist durch zu hohe Mg-ak die Stickstoffeffizienz schlecht bis sehr schlecht, wodurch der nicht umsetzbare Stickstoff auswaschungsgefährdet ist.

Steyrdiesel antwortet um 05-11-2018 13:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Mist bzw. Kompost in üblichen Mengen nützt nichts, der verschwindet darin wie nichts.

Deshalb der Gedanke mit Sand und dann in rauen Mengen Kompost. Begrünen mit Kleegras ist sicher eine gute Idee. Werde ich mir überlegen.
Kalken natürlich auch.

@FeSt: Danke für die Erklärung, was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung um die MG Austauschkapazität zu senken?

mfg
steyrdiesel


schellniesel antwortet um 05-11-2018 13:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Wie fest schreibt.

Richtiger Weise müsstest du vorher Kak Proben ziehen.

Wenn ph wert ausreichend ist Gips das Mittel zum Zweck.

S der das MG vom tonkolid löst und ca nachliefert.

Mfg

qwert antwortet um 05-11-2018 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
das ist zum teil richtig was da beschrieben wurde nur wer weiss schon von der weiten wie hoch hingeschüttete wurde, Steyrdiesel würde ich Raten das was wir angeführt haben zu nehmen wenn es schon so viele Landwirte nehmen das die Lehmigen Schichten zerfallen sollen, und das Wasser wenn es schüttet weck zubringen ist sonst hat er das gleiche wieder was er jetzt hat und weiterhin noch mehr Probleme. Wir kennen das Problem da ist er nicht alleine.
lg qwert

schellniesel antwortet um 05-11-2018 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Bodenchemie ist natürlich nur ein Teil...

Bodenbiologie ein weiterer.

Stimmt die Chemie nicht tut sich die Biologie auch schwer.

Schonenden Umgang bei Bearbeitung. Wenn nicht optimal Bedingungen dann gar nicht bearbeiten...

Begrünung vielfältig...

Usw.

Bei Gelegenheit stell ich ein paar vorher jz Bilder rein...

Ich hätte auch immer den typischen steirischen „Loambogal“ und ärgerte mich wegen der schwierigen Bearbeitung.

Man muss einiges umstellen und eben die Chemie im Auge behalten dann schaut’s gleich ganz anders aus.

Mfg


179781 antwortet um 05-11-2018 18:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Es wurden schon eine ganze Reihe interessanter und wahrscheinlich auch zielführender Vorschläge gemacht. Grundsätzlich wichtig ist auf jeden Fall Geduld. Was in der Natur Jahrhunderte braucht um sich zu entwickeln, kann man auch mit noch so viel Einsatz innerhalb kürzester Zeit zurechtrücken.

Gottfried

ANDERSgesehn antwortet um 05-11-2018 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo steyrdiesel

Da wurde schon vieles gesagt.
Ich kann dir bei der aiuwertung
Samt düngerberechnung helfen,
Wenn du bei cewe nach meinen
Vorgegeben parametern analysieren
Lässt.

Alles andere ist tappen im bilden.

Falls du auch interesse hast wie man
Bodenfruchtbarkeit steigert, meine
Community macht dazu am 9.12.
Den PFF-Day in der nähe von wels
und erklärt einiges, das uns über
steigerung der bodenfruchtbarkeit
Herausgefunden und bewegt hat.

Lg
A.

Harpo antwortet um 05-11-2018 21:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
@styeyrdiesel
Vielleicht wäre die einfachste Lösung die Beste. 30 cm Boden wegführen und gegen gute Erde Austauschen wäre eine Überlegung wert.
Einfach zum Nachdenken.

mittermuehl antwortet um 05-11-2018 21:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
500 m³ wegbringen geht sicher. Aber wo bekommt man 500m³ gute Erde zur einem guten Preis her? Und wozu Material weg führen? Da wäre es noch einfacher das Material mit den umliegenden Flächen zu mischen. Entstanden ist das Problem auch durch eine falsche Aufschüttung. Was kostet bei euch die Baggerstunde? Ob sich das rechnet?

Ich würde bei der Bodenverbesserung bleiben.



179781 antwortet um 05-11-2018 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Bei so aufgeschütteten Flächen das alleinige Heil in den Ergebnissen einer Bodenuntersuchung zu suchen, sehe ich als recht zweifelhafte Massnahme.
Da wurde höchstwahrscheinlich mit LKWs Aushubmaterial hingekarrt. Und da ist es durchaus möglich, dass völlig unterschiedliche Bodenschichten abgeladen wurden. Also können alle 20 m Abstand ganz unterschiedliche Ergebnisse herauskommen, bzw. sagt eine Mischprobe nichts über die tatsächlichen Verhältnisse an den einzelnen Entnahmestellen aus.
Trotzdem ist es ein Anhaltspunkt von dem man ausgehen kann, nur eben unter den vorgebrachten Zweifeln.
Wir haben selber so ein Feld, wo im Zuge des Autobahnbaues ein Hohlweg mit Aushub verfüllt wurde, ein Kuppe abgetragen und eine Mulde ausgefüllt. Da geht es beim Grubbern oder Pflügen 50 m locker dahin, dann macht es plötzlich rums und man wird abgebremst und nach wieder 50 m geht es wieder halbwegs normal. Die Erträge sind auch fragwürdig und je nach Jahreswitterung steht einmal dort und einmal da ein schönerer Bestand.

Gottfried



FeSt antwortet um 06-11-2018 04:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Nach der xten KAK-Bodenprobe bekommt man ja ein Gspür für seine Flächen, wenn man mehr als nur einen homogenen Bodentyp im Portfolio hat, und erkennt schon alleine am Lastwechsel des Motors, samt der verändernden Parametern und eines optischen Scans, wo's grob fehlt und was zu tun ist.
Klar ist das ohne KAK-Bodenprobe noch immer ein Blindflug für die Ermittlung der genauen Bedarfswerte, doch gut zu wissen in welche Richtung es zu gehen hat,
Wenn man's aber wirklich genau wissen will, lässt man sich zur KAK-Paket-Auswertung für ~58€ eine weitere Bodenprobe die 20m+ weiter nicht erbarmen für rund 20€, wo es nur mehr die Bestimmung der 4 Kationen ein zweites mal braucht zum Abgleich, um die Fehlerquote wirklich einzugrenzen.

zweigelt antwortet um 06-11-2018 06:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo
Bei zu hohem Tongehalt gibt's nur eine Möglichkeit . Das währe Sand (am besten roten)
aufzuschütten. eventuell Tiefpflügen wenn der Unterboden sandig ist. Alle anderen
Maßnahmen sind zum weiteren Aufbau und Stabilisierung der Bodenfruchtbarkeit.

schellniesel antwortet um 06-11-2018 06:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
@gottfried

Das ist hier eigentlich ganz normal das der Boden sich alle paar Meter ändert.

Da sind 50m homogener Bode eh schon nicht mehr ganz schlimm ;-)

Ich hab aus insgesamt 4äckern und 2wiesenecken (30 u 5a) und etlichen an so Grünen Verbindungswegen, ein feldstück gemacht.
Hat jz 1,6ha.

Die 4äcker variierten vom Boden her auch extrem weil eben ehemalige hangrutschungen etc da stattgefunden hatten.

Unten extremer „Lehm“, oben von bis Ackerboden und die Wiesen Abschnitte Liesen sich um einiges leichter bearbeiten.

Ich hab 2 mal das volle Paket genommen weil die Wiese extensiv geführt wurde gegenüber dem acker.
und von der schwere Stelle des Ackers eben nur die kak.

Nach der ersten gezielten Korrektur ist das Feld schon einiges homogener geworden.

Da sind wir bei 2t Gips bis nur 750kg ha Unterschied.

Weiter Proben werden wieder gezogen um zu sehen was sich bewegt hat.

Aber man merkt es auch so schon.

Mfg


Steyrdiesel antwortet um 06-11-2018 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Die Aufschüttung ist von einem Kelleraushub, also wirklich alle Bodenschichten bis 2,5m an der Oberfläche verteilt.
An wegführen und austauschen habe ich am Anfang auch gedacht, allerdings ist das auch viel Aufwand und wohin mit dem Zeug? Kann man ja schlecht auf einem andern Feldstück verwenden...
Lasse meine Bodenproben normal bei der LWKammer untersuchen. Macht die Kammer auch eine kak Analyse?
@schellniesel: Auf welchen Flächen wirtschaftest du bitte wenn da Hangrutschungen stattfinden? Die müssen ja nur mit Zwillingsreifen befahrbar sein :-)
Ein von Natur aus schwerer Boden ist aber noch was anderes als dieses geschüttete Zeug.
Wo bekommst du den Gips her? Ist dieser fein wie Kalk oder granuliert?

lg
steyrdiesel



schellniesel antwortet um 06-11-2018 15:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Ja gut! Ich frag mal nicht warum du das gemacht hast, hinterher is man immer gscheit.
Shit happens!!

Ich hab in von der fa bodenkalk. Gibt ihn mehlfein und granuliert. In 25kg Sägen als big bag und lose ab einer gewissen Menge. Nicht schrecken ist nicht ganz billig.
In Zukunft werd ich direkt bei der Tiroler fa Nachfragen die am Lieferschein angeführt war. Namen weiß ich grad nimmer.

Es gibt auch ein Abfallprodukt aus der Industrie der sehr viel günstiger ist. Allerdings gehen da die Meinungen auseinander was diesen Wirksamkeit betrifft.

Aber nochmals blind hier Gips auszubringen ist nicht richtig!!!!!
Du musst andere Parameter erst auf ein Level bringen um mit Gips den gewünschten Effekt zu erreichen!


Du hast hier toten Boden wo erst wieder ein Gefüge entstehen muss.

Das dauert eben.

Hier ist es vl auch nicht verkehrt gewisse Pionierpflanzen wie Hirse und der gleichen ihre Arbeit machen zu lassen.
Nicht gleich Mulchen bzw chmische keule schwingen.
Nach einer Getreideernte z.b wenn eben solche Pflanzen das Zepter übernehmen auch mal lassen. Und erst fürn samen etwas unternehmen.

Was meine Flächen anbelangt. Die erdpress ist schon in der Zeit passiert wo noch mit der Sense gemäht wurde. Seither gabs da keine Bewegung mehr.

Es ist zwar nicht eben und Erosionsschutz ist schon Pflicht.

Mfg


BreiHu antwortet um 06-11-2018 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo.
Wie viele bereits erwähnt haben Bodenprobe ziehen und KAK Packet bei CEWE untersuchen lassen.
Würde die Fläche dann als "Greening Fläche" anlegen. Such dir Pflanzen welche eine Strukturfördernde Wirkung haben. Luzerne wenn sie dort wächst, Blaue Lupine, Hafer, Hirsesorten.
Nach ein paar Jahren mit dementsprechender Düngung (N Dünger bei Brache verboten) müsste sich in den nächsten Jahren eine starke Verbesserung zeigen.
MfG BreiHu

Steyrdiesel antwortet um 07-11-2018 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo,

die Aufschüttung passierte schon 2 Generationen vor mir.

dann werde ich im Frühjahr mal Bodenproben nehmen. Im Sommer Sand und Kompost aufbringen und dann eine Begrünung mit Kleegras o.ä. anlegen. (derzeit steht noch Winterweizen drauf.)

Danke nochmal für die Antworten.

mfg

xaver75 antwortet um 07-11-2018 08:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo Steyrdiesel,
ich kenn die Problematik umgekehrt, da wurde vor ein paar Jahrzehnten eine Grube im Grünland herausgefüllt, das sitzt immer noch nach, da wurde schon soviel Mutterboden nachgeschüttet, das ich am überlegen bin, die dunkle Erde mal wegzuziehen und mit etwas Aushub herauszufüllen, und dann den Humus wieder drauf.
Da müsste schon ein Meter tief "Schwarzerde" sein. ,-)

mfg

179781 antwortet um 07-11-2018 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Nach einer Analyse des Bodens und wenn möglich passenden Düngungsmassnahmen bringt es sicher etwas, dort einen richtigen Pflanzenbestand zu etablieren. Luzerne (am besten 2 Sorten) mit Rotschwingel oder Wiesenschwingel (Tiefwurzler) kombiniert säen und über mehrere Jahre stehen lassen. Zum richtigen Zeitpunkt mähen und den Aufwuchs verfüttern (bringt Mist zum düngen der Fläche). Aufpassen: Luzerne ist die Königin der Futterpflanzen. Junge Königinnen nennt man Prinzessin. Die sind bekanntlich sehr empfindlich. Also bei der Anlage ordentlich arbeiten, ph Wert und P Versorgung unbedingt beachten. Nicht zu jung und auf keinen Fall tief mähen. Und die Luzerne ist zwar ein Tiefwurzler, aber auf verdichteten Böden braucht sie lange bis die Wurzeln hinunterkommen.

Gottfried

schellniesel antwortet um 07-11-2018 09:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Wie gesagt ich würde da jz nicht auf Biegen und Brechen einen „schönen“ Begrünungsbestand hinstellen wollen.

Der Boden bringt meist das hervor das er braucht.

Hier werden es Pionierpflanzen sein.

Die wir zwar als lästiges Unkraut sehen aber sie haben ihren Sinn.

Ich weiß das dich da zog Kollegen sagen werden das du da was unternehmen sollst.

Hirse melde und co sind oft verrufen bringen aber im Boden oft mehr als man denkt.

Ich würde da nur drauf achten kein weiteres samenpotential zu erzeugen.

Wenn sich Nutzpflanzen mit absehbaren Aufwand etablieren lassen dann ja.
Gräser würzeln zwar meist nur flach aber dafür sehr dicht.

Ob der Weg über den tiermagen gegangen werden kann hängt eher von der Betriebsform ab.
Wenn’s geht prima. Sonst eben so viel Material da liegen lassen wie geht und rotten lassen.
Sprich nicht eingraben! Nur seicht mischen oder eben gezielt die Rotte lenken.

Mfg


FeSt antwortet um 07-11-2018 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Heißen ja nicht umsonst Zeigerpflanzen!
http://www.bio-gaertner.de/Verschiedenes/Zeigerpflanzen-Indikatorpflanzen

Ein jedes (Un-)Kraut hat eine Aufgabe - sollte jeder Bauer wissen!

Von Bodenbedeckung, Nährstoffaufschließung/-VERFÜGBARKEIT erhöhen, Wasserhaushalt, Nährstoffüberschuß/-mangel, Humusgehalt, usw.

Sind alle Aufgaben erledigt, sprich alle
Faktoren im/nahe dem
Ideal
-> kein Unkraut (mehr) da, Boden in Ordnung.

Nicht so einfach bei den vielen Variablen der Gleichung - aber wir arbeiten daran!

Steyrdiesel antwortet um 07-11-2018 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo,

Luzerne braucht aber eher einen luftigen Boden mit hohen pH Wert und keine Staunässe. Also genau das Gegenteil von dem was vorliegt. Tiermägen sind bei uns rar, vor allem solche wo man wieder Mist dafür bekommt. Grundsätzlich wäre es das Beste die Grünmasse abfahren, kompostieren und dann wieder aufbringen.

Es gibt Humusspezialisten die sagen auch bei Stroh, welches von den jeweiligen Früchten bleibt wäre es das Beste dieses Zusammen zu räumen, kompostieren und wieder aufbringen.

mfg
steyerdiesel

xaver75 antwortet um 07-11-2018 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
@steyerdiesel

Zur nachdenken bezüglich der Mengen aus Pflanzenresten

Ich hab letzten Winter mal die ganzen Reste und staubiges, schimmeliges Heu heruntergeräumt und am Acker auf einer Miete "halb" kompostiert (bin nicht ganz fertiggeworden bis zur Weizenaussaat).
Aus geschätzten 8 to Heu sind es bis jetzt ca. 30m3 halbfertiger Kompost geworden, und es wird noch weniger ,-).
Das ganze auf 1500m2 verteilen, würde schon etwas bringen, aber direkt einen Lehmboden in gute Erde umwandeln??? eher nicht.

mfg

179781 antwortet um 07-11-2018 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Nach deiner Beschreibung passt ein Luzernebestand eher (noch) nicht. Der Vorschlag mit einfach wachsen lassen was kommt ist gar nicht so schlecht. Pionierpflanzen wie Ampfer usw. wachsen von Natur aus auf solchen Flächen besonders gut. Weil es eben ihre Funktion ist in gestörtem Bodengefüge tiefe Wurzeln zu schlagen und Nährstoffe aus unteren Schichten zu holen. Wenn man so einen "Saustall" einfach wachsen lässt und gar nichts tut, dann stellt sich mit den Jahren eine andere Flora ein, die kann dann von Gestrüpp und Bäumen bis zum einer Grasmatte reichen. Der Boden wird dabei sicher verbessert. Nur sollte man bedenken die Faustzahl 1 mm Humus zusätzlich je Jahr. Das bedeutet 100 Jahre für 10 cm.
Landwirtschaft betreibt man aber nicht allein um der Natur zuzusehen, sondern um etwas zu erreichen. Andere Länder haben für die eigentlich unzureichende Berufsbezeichnung Landwirt etwa den Namen "agricoltore". Also der der das Land kultiviert.
Also mach was sinnvolles aus deiner Fläche.

Gottfried

schellniesel antwortet um 07-11-2018 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
@gottfried

Hab mich da nicht ganz deutlich ausgedrückt.

Ich wollte damit nicht sagen das überhaupt keine Kulturpflanzen stehen sollten.

Sondern eben zwischen der hauptkulturen den Boden ergrünen lassen mit dem was kommt.

Das auch nur in den ersten Jahren.

Jz z.b steht Weizen.
Da bietet sich an zu sehen was danach von alleine kommt.

Mit zeigerpflanzen lässt sich der bidenzustand vl etwas besser beurteilen.

Man merkt eh gleich wenn sich was getan hat im Boden.

Dann gehen auch gleich mal deine erwähnten Maßnahmen.

Der Boden muss Leben eingehaucht werden.

Es braucht Luft (mechanisch zu Belüften nicht unbedingt zielführend) Bakterien und Pilze und erst dann kommen andere Prozesse in Gang.

Mfg


Vollmilch antwortet um 07-11-2018 13:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo!

Also, ich kenne mich ja nicht so gut aus, aber wenn die Aufschüttung schon 2 Generationen her ist, dann sollte der Boden doch schon lange biologisch "erschlossen" sein. Da ist man doch von Pionierpflanzen schon weit entfernt.

Bodenchemie in Ordnung bringen.

Luzerne tut jedem Boden gut.

LG Vollmilch

Steyrdiesel antwortet um 07-11-2018 14:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
@Xaver: Das mag schon stimmen, aber wenn man es liegen lässt kommt im Endeffekt auch nicht mehr Humus zusammen, es dauert nur länger da die Rotte nicht so gezielt gesteuert werden kann wie bei einer Kompostmiete.
Mir ist schon bewusst das sowas nicht von einem Jahr aufs andere geht, aber irgendwie muss ich einmal anfangen, da jetzt 20 Jahre dahingehend nichts passiert ist und die Situation dadurch eigentlich immer schlechter geworden ist.

Luzerne tut sicher jedem Boden gut, aber nur wenn sie wächst...

mfg
steyrdiesel

xaver75 antwortet um 07-11-2018 16:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
@Steyrdiesel
Oder Du nimmst ca. 5000,- in die Hand, und tauschst 20cm Boden aus, wenn Humus draufschütten alleine nicht so passt, und erfreust Dich die nächsten Jahre daran.

Mich persönlich würde auch eher die Herausforderung Lehm-Umwandlung reizen.

mfg

ANDERSgesehn antwortet um 08-11-2018 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
steyrdiesel

wenn du ca. 0,30ha auf fordermann bringen
willst, kostet das dir keine 5000€. ich wiederhole
mich jetzt bewußt!

der anfang von dem projekt (und so muss man
das angehen) ist, weil es sonst ein absolutes tappen
im doppeldunklen ist, eine detailierte Bodenprobe!
mir ist es persönlich egal bei welchen Labor es jemand
macht. es gibt gute und weniger gute.

ich arbeite mit Labor cewe System albrecht, weil sie auf
meine wünsche eingehen und dadurch erweiterte und
bessere Ergebnisse erziele. berechnen tue ich das ganze
selbe, weil ich das System vom original seid zig jahren
gelernt habe und versteh das ganze (glaube ich) ganz gut.

für meine freunde mache ich das ja auch und dessen
"ERFOLGE" zeigt das es funktioniert. - jeder acker ist
anders, aber die wege zum ziel kenne ich. deswegen
werde ich auf eine Blackbox keine Empfehlung abgeben.
das macht keiner, auch die öffi-seite nicht.

mit ca. 20 laborzahlen kann ich mangel und überschüsse
berechnen. mit dem wissen zu Synergisten/antonagisten
der einzelnen Nährstoffe weiss man den weg den man
gehen soll/muss. die dadurch ermittelten düngemengen
weiss ich auch, versteht sich von selbst,

die Minimumtonne von Liebig kennt ihr ja alle, wenn die
fasstaufen zu niedrig sind, muss man sie auf füllen. dazu
genüngt halt nicht NPK zu düngen, wenn in einen gesunden
boden meistens zwischen 10 und 30 t kalk sind, das der
boden die frucht hervorbringt.

… bitte jetzt nicht blind kalken, der schuss geht oftmals
nach hinten los!!!

es ist ein projekt und beginnt mit einer guten detailierten
Bodenprobe!



NPK ist kein weg, wenn die fasstaufen von liebig zu kurz sind
 

Steyrdiesel antwortet um 08-11-2018 15:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Hallo,

ja, habe ich oben eh schon geschrieben das ich im Frühjahr eine Bodenprobe ziehen werde.

mfg

schellniesel antwortet um 08-11-2018 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bodenverbesserung Lehmboden
Du kannst sie auch jz noch ziehen.

Dann kannst im Frühjahr noch Maßnahmen setzten.

Im Frühjahr ist meist die längste Wartezeit weil auch der größte Andrang herrscht.

Jz hast in der Regel 4-6 Wochen Wartezeit.

Mfg

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