Katar kauft 4000 Kühe

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Heimdall 23-07-2017 11:20 - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Auch interessant, aber wenn Geld keine Rolex spielt... ;)


http://www.msn.com/de-at/finanzen/top-stories/k%C3%BChe-f%C3%BCr-katar-w%C3%BCstenemirat-fliegt-4000-rinder-ein/ar-BBEh72J


Schönen Sonntag



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mittermuehl antwortet um 23-07-2017 14:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Prestige. Bzw. geht es denen ums Prinzip. Sonst nichts. Ich war in den Emiraten in vergleichbarten Anlagen für Pferde. Da wurde Grünfutter aus dem Oman eingeflogen. ABER sie könnten billiges Futter aus dem Iran bekommen.

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mfj antwortet um 23-07-2017 15:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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mittermuehl - solltest deine Wollhandel dorthin ausdehnen. Dann mußt nicht mit irgendwelchen Gruppen deinen Tag daheim totschlagen.

Vegetarierwolle mußt ja nicht erwähnen...

...sonst nehmen sie dich sowieso nicht ernst.

Übrigens, Pferde haben dort sowieso ein anderes Equipment.





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Klammeraffe antwortet um 23-07-2017 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Aber was bringts dem "reichen Geschäftsmann" wenn am Ende des Tages die Milch und Milchprodukte teurer sind als die importierten? Sollte ja dann auch irgendwer kaufen, oder?


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cowkeeper antwortet um 24-07-2017 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Habt ihr nichts mitbekommen? Katar wurde von diversen anderen Nachbarstaaten sanktioniert, boykottiert, oder so.
Jetzt bekommen sie keine frischen Lebensmittel mehr. Also kannst du für frische Milch dort jetzt JEDEN Preis verlangen.
Soviel zum Thema "Geld kann man nicht essen"

lg cowkeeper

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mittermuehl antwortet um 24-07-2017 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Riiitsch Kuhmilch ist eigentlich immer halal. Fleisch Bedarf dazu einer gewissen Schlachtung. Deshalb werden Schlachtrinder unter ekelhaften Beiningungen oft in diese Länder verfrachtet. Aber die Milchkühe reisen "first class". Denke das Frischmilch ein Delikatesse dort ist. Sie haben meist nur Dosenmilch, H-Milch oder Milchpulfer. Ob das ganze Sinn mach weiß ich nicht.

@ mfj Unsere "Vegetarierwolle" zeigt einfach wie Vermarktung gehen kann. Wie man seine Kunden in der Direktvermarktung finden sollte. Erst lachen immer alle. Und dann rechnen sie. Und dann gratulieren sie. Es ist nur ein kleiner Teil unserer Aktivität. Aber eine Teil der Gewinn bringt.

Da du anscheinen nicht jemandem zum Erfolg gratulieren kannst sondern alles negativ sehen willst, vermute ich das du eine "Troll" bist. Und deshalb ist es auch die letzte Antwort auf deine Frage. Nach dem Motto: "Don' feed the troll"

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mfj antwortet um 24-07-2017 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mittermühl – ich bin dir bei Gott nicht neidig, um das Gnadenhofdasein.

Diese „pervertierte Form“ der Landwirtschaft ist einzig und alleine als Wirtschaftsfaktor noch irgendwie akzeptabel, seelisch krank macht sie allemal.

Wer als Landwirt „Schlachtverbots-Erklärungen“ unterschreiben muss – ist wirklich ein armer Tropf…

…der kann abends nicht mehr gerade in den Spiegel schauen.




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grasi1 antwortet um 25-07-2017 07:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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mfj, du scheinst ja die Gescheitheit mit dem Löffel gefressen zu haben!
Du hast immer recht egal was es betrifft, es gibt keine andere Meinung für dich!

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mfj antwortet um 25-07-2017 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Seid ihr bei dem Thema überfordert ?

Schreibt doch einfach eure Meinung - was die Vorzüge einer Vegetarier-Landwirtschaft sind.
Zum "kuscheln" ist ein Forum nicht gedacht...da gibt es andere Varianten.



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mfj antwortet um 25-07-2017 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Ritsch - die Wahrheit hört niemand gerne. Schon garnicht wenn damit Geld verdient wird.

Vegetarische Landwirtschaft ist in meinen Augen eine Perversion.
Das sage ich offen und frei, ob es dir passt oder nicht.



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Vollmilch antwortet um 25-07-2017 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Hallo!

Ich weiß zwar nicht genau, um was es hier geht ("Vegetarier Wolle"?) aber ich würde auch meinen, dass "vegetarische Landwirtschaft" nicht ganz normal ist. Ob es deswegen gleich pervers ist, ist Ansichtssache. Vegetarische Wolle kommt mir diesbezüglich aber auch sehr verdächtig vor.

LG Vollmilch



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grasi1 antwortet um 25-07-2017 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Hallo Vollmilch, was macht ein Kräuter oder Gemüse Bauer die nur mit Kompost arbeiten!
Der Kompost auch nicht aus tierischer Produktion kommt!
Das ist für mich Vegetarische Landwirtschaft, ob es mit wolle auch funktioniert kann ich nicht beurteilen und willich auch nicht.

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Vollmilch antwortet um 25-07-2017 09:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo grasi1!

Das meine ich mit "Ansichtssache". Natürlich gibt es Bereiche der Landwirtschaft, die weitgehend ohne höhere tierische Organismen auskommen. Aber auch im Gemüsebau gibt es Abfälle, bei denen die Verwertung über den tierischen Magen in meinen Augen sinnvoller erscheint, als der Komposthaufen.
Vegetarische Wolle geht natürlich auch, Baumwolle ist hier aber vermutlich nicht gemeint.

LG Vollmilch

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 25-07-2017 10:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
bei vegetarischer Landwirtschaft denk ich eher daran, dass zb Rinder kein Tiermehl fressen sondern Pflanzen (Gras,Mais) bekommen. Zumindest ist das bei mir am Hof der Fall. Und auch dass die Regenwürmer angeschimmeltes, sehr schmackhaftes Gras bekommen...ja, auch meine kleinen Nützlinge sind mir wichtig.
Also...Dietmars vegetarische Landwirtschaft i am loving it.


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mfj antwortet um 25-07-2017 14:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe

Jungs, es geht darum - dass sogenannte Veggie Tiere nicht geschlachtet werden dürfen, und das Fleisch nicht verwertet, die Milch nicht getrunken bzw. gemolken werden darf, und natürlich bio sein müssen...warum bio weiß natürlich niemand, hängt wohl mit der moralischen Erbsünde zusammen...

...unter diesen Aspekten tolerieren Veggie mitunter eine Nutztierhaltung.
Die Frage ist, was hat dies mit einer landw. Nutztierhaltung zu tun ?


Auszug aus www.veggiewolle.de
Vegetarierwolle. Gibt es Schafwolle für Vegetarier und Veganer? In Ausnahmefällen ja: Dagmar Bruns ist selbst Veganerin, will aber – wie sie schreibt – nicht unreflektiert alles ablehnen, was vom Tier kommt. In ihrem Webshop bietet sie Strickgarne von Tieren an (derzeit sind es nur Schafe), die unter besten Bedingungen leben und niemals geschlachtet werden. Man kann sogar die Wollknäuel der einzelnen Tiere bestellen. Die Tiere leben auf kleinen Höfen, die Tierhalter müssen eine Vereinbarung zum Schutz der Tiere unterzeichnen.


...und hier kann man Veggie-Wolle kaufen.

http://www.fairlana.net/infos/hoefe-und-betriebe/


Für mich ist es vollkommen grenzwertig - wenn ein Gnaden(Land)wirt dieses Geschäftsmodell - beklatscht haben will.
Landwirtschaft und Gnadenhof - sind zweipaar Schuhe !



 

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grasi1 antwortet um 25-07-2017 15:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Ja von Landwirtschaft kann man leben, wenn man es richtig macht und nicht übermütig wird!

Und beim gnadenhof ist man auf spenden oder "Erbschaften" angewiesen.

Alles andere ist ohne ein sicheres Zusatzeinkommen bzw. nebenerwerbstätigkeit unfug, zum Sterben Zuviel zum Leben zu wenig.

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Century antwortet um 25-07-2017 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Nunja, ich behaupte mal, dass nicht der blöd ist, der sowas anbietet... vielmehr der, sowas braucht... Moralvorstellungen können eigenartige Auswüchse haben^^

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thomas.t3 antwortet um 25-07-2017 18:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Riiitsch, so eine Argumentation zeigt eh nur von eigener Schwäche. Komplexe und nie was im Leben selbst geschafft, da ist es doch klar, dass man alles andere durch den Dreck zieht und somit niedermachen muss...

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Vollmilch antwortet um 25-07-2017 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Ich entschuldige mich für meine Unbedarftheit. Der Zusammenhang zwischen Kühen und vegetarischer Wolle war und ist mir nach wie vor nicht klar. Und nur, weil jemand etwas "perverses", vom normalen (was auch immer das ist) abweichendes, macht, ist es ja nicht zwangsläufig verwerflich!
Kühe in Katar, Kälber mit Milchaustauscher mästen, Sojaschrot zigtausende km zu transportieren um Tiere zu füttern, Kühe mit Kraftfutter zu füttern,... In der modernen Landwirtschaft gibt es viele Perversitäten!

LG Vollmilch

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mfj antwortet um 25-07-2017 23:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe

Im Grunde sind hier alle froh, wenn es wieder ein richtiges Bubengezanke gibt.

Die Akteure haben sich auch nicht geändert.
Jene wo mit weinerlicher Miene gerne zur Lehrerin laufen und petzen möchten, jene die unsicher daneben stehen und nur lange Nasen machen, und jene die mit hochgezogenen Ringelsocken sich nicht trauen mit zu raufen, sondern verlegen am Pausenbrot nagen.

Seit doch froh, dass wir so schöne neue Themen haben.

Wo erfährt ihr sonst was über "Vegetarier Wolle" ?

Dass zu dem Thema etliche nichts beitragen können, ist ebenso wenig verwunderlich - wie die gespielte Empörung, dass man diese Sache nicht bewerten darf.

Jungs, wer mich herausfordert - muss die Antwort verkraften...so ist das Leben !






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mittermuehl antwortet um 26-07-2017 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
@Vollmilch

"Vegetarierwollen". Wir verkaufen Woll nach Schafrassen. Die Kunden finden es gut die Unterschiede von sortenreiner Wolle erkennne zu können. Dadurch können wir auch teurer sein als die Billigimporte aus Australien. Die Wolle kaufen wir auch aus der Umgebung zu. Gleichzeitig hat es sich ergeben das durch den Pferdeeinstellbetrieb auch Leute andere Rauffutterverzehrer los werden wollten. Schafe, Ziegen. Da wir uns keine Arbeit schenken lassen sind diese Tiere Einstelltiere. Teilweise Versuchsttiere von der Vet. Med. . Oder ein Landwirt hört auf, bringt es aber nicht übers Herz ein "Flaschllampl" in die Wurst zu stopfen (der Rest der Herde landet im Kühlschrank). Wir waren sehr überrascht wieviel Leute ihr Streichenlschaf einstellen wollen. Diese Tiere sind alle aus der Fleisch und Zuchtproduktion genommen und haben nur ihr "ableben". Die Wolle paßte uns aber nicht ins Konzept weil es meisten Gebrauchskreuzungen waren. Wir haben die Wolle dann "Vegetarierwolle" genannt, weil diese Tiere eben nicht in der Fleischproduktion sind. Wir hatte den ersten Posten gerade einen Tag im Internet und alles war Ausverkauft. Jetzt sammeln wir von anderen Gnadenhöfen die Wolle ein und vermarkten sie.

Ich versteh auch nicht was da pervers sein soll. Kundenwünsche ändern sich. Und wenn mich jemand bezahlt das ich Tiere bei mir Einstelle so soll es mir recht sein. Wir haben nur noch Einstelltiere die von ihren Besitzern besucht werden, die die TA-kosten zaheln usw. Ich finde das fein. So lustig ist schlachten wirklich nicht. Wir sind bei gut 1,5 GVE / ha und können den Mist gut für unsere Gemüseproduktion brauchen. Futter für meine GVE produziere ich selber. Ist hat ein Form der Direktvermarktung. Ein Nischenprodukt. Und ich würde es auch keinem Einreden versuchen.

Ich führe den Hof sei 15 Jahren so. Er war absolut Abgewirtschaftet und hatte einen Stand von 1965. Ich hätte alles neu bauen und finanzieren müssen. Es wurde erst Schafzucht (Herdenbuchzüchter). Das ging mir wenig Aufwand an Umbauten. Dann kamen Einstellpferde. Und jetzt habe ich nur noch Einstelltiere und züchte nichts mehr. Es war eine ökonomische Entscheidung. Mich hätten auch Wildgehege oder Freilandschweine gereizt. Milch kam wegen der Investitionskosten leider sehr schnell nicht mehr in Frage.

Aber Rinder in einer Kühlhalle in Katar halten finde ich etwas Pervers. Und Nischenlandwirte runter machen finde ich auch pervers. Kommt aber immer öfte vor. Seits froh das nicht alle Flächen das selbe machen. Nimmt etwas den Preisdruck.

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thomas.t3 antwortet um 26-07-2017 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mittermuehl, es ist eh nur der Neid...
Andere sind geistig nicht so kreativ. Aber bled redn könnens.

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mittermuehl antwortet um 26-07-2017 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Ich weiß eh. Aber wir hatten wirklich nichts und haben halt mit dem nichts was gemacht bzw. kommen halt über die Runden. Ich hätte auch lieber einen gefüllten Rinderstall + Ausrüstung geerbt. Aber wenn du mit nichts beginnst und vom ersten Tag an schwarze Zahlen schreiben muß muß man auch mal andere Wege gehen.

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Vollmilch antwortet um 26-07-2017 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Hallo mittermuehl!

Ich finde deine Produktionsrichtung und die Vermarktung vollkommen in Ordnung und der Erfolg gibt dir ja auch recht. Nur sehe ich eben auch Unterschiede zur "normalen" Landwirtschaft. Da ist es in der Regel üblich Tiere zu schlachten um das tierische Eiweiß zu nutzen und nicht verenden zu lassen. Heutzutage können wir es uns leisten Gnadenhöfe zu betreiben, als Landwirtschaft im ursprünglichen Sinn würde ich es nicht verstehen.
Aber wie gesagt, wir haben uns in vielen Bereichen von der ursprünglichen " Idee" entfernt und es ist vollkommen in Ordnung auch damit sein Geld zu verdienen. "Neid ist besser als Mitleid!"

LG Vollmilch

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mittermuehl antwortet um 26-07-2017 12:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
@ Vollmich ..... Ich gebe dir in allem rechtg. Nur aber im Moment ist der Markt so das sich die Leute gerne den "Luxus" leisten ein Tier so zu erhalten . Ein Spargelbauer ist doch auch ein echter Landwirt. Auch er macht ein Nischenprodukt in der Luxusklasse (zumindest was den Ertrag / ha in Kg betrifft). Ich produziere dieses Jahr auch etwas Hafer (so wir bald dreschen können), Sonnenblumen, Kürbise, Apfelsaft und das fast das gesammte Futter für meine 15 GVE. Und ich könnte den Betrieb sehr schnell auf Fleischproduktion umstellen so der Markt oder die Versorgungslage es verlangt. Die Flächen sind ja da. Die Ausrüstung auch. Kulurzustande paßt auch. Einstellpferde gelten übrigens bis 25 Stücj (max. 2/ha) jetzt auch als Urproduktion.

Was war die Ursprüngliche Idee? Bei wieviel ha ist es noch diese Idee. Was ist zu viel - was ist zuwenig? Ein Freund und Nachbar hat 16ha am Berg und dazu die passenden Rinder. Ohne Förderung könnte er nicht überleben. Ist er noch echter Landwirt. Oder muß man duazu 50-100 ha haben.

Ich denke es ist wichtig die Landwirtschaftlichen Flächen für Notzeiten zu erhalten. Jeder der das auch mit Nischenprodukten schafft ist deshalb nicht weniger Bauer als derjenige der den althergebrachten Weg (+ Förderung) geht.

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mfj antwortet um 26-07-2017 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich denke diese Diskussion zeigt wieder deutlich – Auffassungsunterschiede über die Definition Landwirtschaft:

Was ist Landwirtschaft ?

Wer ist denn nun Landwirt ?

Rechtlich gibt es keine Definition dazu, weil „Landwirtschaft“ nach unterschiedlichsten Regeln bewertet und eingeteilt wird. Anders wie im Gewerbe, wo ein Gewerbeschein gelöst werden muss, sind in der Landwirtschaft 7 völlig verschiedene Stellen da, wo einen landw. Betrieb definieren oder einteilen, nämlich:

Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht, Gewerberecht,
Mitgliedschaft zur Landwirtschaftskammer, Agrarstatistik und agrarische Förderungen, Grundverkehrsrecht, Bau- und Raumordnungsrecht

Für mich ist und bleibt ein „Gnadenhof“ kein landw. Betrieb, sondern ist ein Auswuchs einer gesellschaftlichen Entwicklung – welche die Urproduktion in Frage stellt.
Es ist aber jedem unbenommen, sich als Bauer zu fühlen.

Auswüchse wo sich Leute Landwirte oder Bauern nennen, haben wir bei uns auch. Da besitzt einer 3 Hotels und 4 Mietshäuser, dazu 5 Schafe als Dekoration im Hotelgarten – und wollen Landwirte genannt werden.
Ich sage zu ihm nur Hoteltierhalter mit Betriebsnummer…

...und er springt dann wie Rumpelstilzchen und will Bauer genannt werden.
Schließlich hätte er auch einen Stall, Maschinen und Tiere...




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Vollmilch antwortet um 26-07-2017 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Hallo!

Jeder muss seinen Weg finden! Je mehr man sich in Nischen begibt, desto eher muss man sich (den "Vorwurf") gefallen lassen, kein Landwirt mehr zu sein. Die Abgrenzung zu anderen Gewerben, Dienstleistungen,... ist ja sehr subjektiv.

Für mich, ist eine der ursprünglichen Ideen der Landwirtschaft, die Produktion von Lebensmitteln. Pensionspferdehaltung leistet dazu zum Beispiel keinen Beitrag, ( aber sie verhindert wenigstens die Verwaldung).

LG Vollmilch

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Peter06 antwortet um 27-07-2017 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
mfj´s Definition von Landwirtschaft:

Landwirt ist vor allem der, "der wo" grosse Maschinen hat. Fendt`s mit allem möglichem (elektronischen) Schnick-Schnack, modernste Brielmeier´s, deren Anschaffungswert in 200 Jahren nicht dem Futterwert entspricht, den er damit von seinen Gstätt´n kratzt.

Dann vor allem müssen alle den gleichen Weltmarktstandart produzieren. Den einzig und allein die Industrie gibt uns den richtigen Standart voraus, wie wir zu produzieren haben.
Findige Bauern, die sich darüber Gedanken machen, wie man ein Produkt in einer Nische etablieren kann und damit auch Geld verdienen, etwa durch direkten Kontakt zum Konsumenten, sind meist esoterische Spinner, Gnadenhofbetreiber, und sowieso von vorn herein Auslaufmodelle.

Ein richtiger Bauer ist ein Vollerwerbsbauer, dessen Hof die "richtige" Grösse haben muss. Wie diese allerdings definiert wird, darüber ist er sich mit selbst noch uneins.
Nebenerwerbsbauern, die eine oder mehrere interessante Produktionsformen gewählt haben, und damit wirtschaftlich sehr wohl erfolgreich sind, haben in dieser "mfj-Welt" keinen Platz.

Am allerschlimmsten aber sind die Bio´s. Das sind alles Betrüger am Konsumenten, die irgend eine heile Welt vorgaukeln und nur von der öffentlichen Hand erhalten werden.

Fazit:
Fürchtet Euch nicht, die grossen Landmaschinenkonzerne und die Lebensmittelindustrie werden mit Hilfe der Agrarpolitik schon dafür sorgen, dass den begeisternden Anhängern ein paar Krümel vom grossen Kuchen übrigbleiben!


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fgh antwortet um 27-07-2017 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
@Peter06:
Deine Meinung von mfj widerspricht sich... nach dem Wünschen der Industrie zu produzieren und Brielmeier der sich nie rechnet zu kaufen passt nicht zusammen... die Industrie wünscht sich billig und Menge....da ist kein Platz für Brielmeier...

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Peter06 antwortet um 27-07-2017 11:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Wo ist da ein Widerspruch???
Dafür opfert man halt ein paar Festmeter, oder ein Bauplatz mehr oder weniger ist ja auch nicht das Thema.
Oder glaubst Du, die drucken ihre Hochglanzbroschüren nur für pubertierende Landwirtschaftsschüler?


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fgh antwortet um 27-07-2017 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Genau das ist der Widerspruch... mfj opfert sicher weder Festmeter, noch Bauplätze...

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mittermuehl antwortet um 27-07-2017 15:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
@Vollmilch Ich gebe die natürlich Recht das Landwirtschaft Lebensmittel erzeugen soll und muß. Das mache ich auch auch. Ich habe halt auch Einstellpferde.

Würden mehr Landwirte eine "Nebensparte" haben, könnten sie ihre Hauptproduktion etwas drosseln und der Markt würde etwas anziehen. Zur Zeit werden ja deutlich mehr Lebensmittel produziert als notwendig sind. Nach meinem Wissen sitzt die EU gerade am größten Milchpulferlager seit 20 Jahren. Es ist fraglich ob wir soviel Reserven brauchen und wir der Milchpulferberg abgetragen werden soll. Anzünden? Billig nach Afrika verschleudertn und dort den Markt zerstören? Billig an Kälber verfüttern?....

Vorrangig ist für mich Landwirtschaftliche Flächen und maschinelle Kapazitäten in einem guten Zustand zu erhalten und den Betrieb dabei nicht an die Wand zu fahren. Damit wir in einer Krise nicht mir den Fingern einen Parkplatz zum Erdäpfelanbau umwühlen müssen.



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Peter06 antwortet um 27-07-2017 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Genau das ist der Widerspruch... mfj opfert sicher weder Festmeter, noch Bauplätze...

Woher weisst Du das?

Viele von den so-genannten Vorzeigebetrieben mit bestausgestatteten Maschinenpark sind quersubventioniert.
Das kann man gut oder schlecht finden.
Eigenartig wird die ganze Geschichte dann, wenn sie kostenbewusste Kollegen als Deppen hinstellen...


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fgh antwortet um 27-07-2017 16:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Lies dir einfach mal seine Beiträge durch... würde überhaupt nicht zu ihm passen... - aber das ist meine Meinung von ihm, du darfst dir gern eine andere von ihm bilden.

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Vollmilch antwortet um 27-07-2017 16:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Katar kauft 4000 Kühe
Hallo!

Die Grenzen zwischen den "Nebensparten" und der Landwirtschaft (im engeren Sinn) sind ja sehr fließend. Jeder wird für sich selbst recht gut beurteilen können, wo der wirtschaftliche Schwerpunkt liegt.
Der Blick eines Aussenstehenden wird darüber vielleicht ein anderes Urteil fällen!

LG Vollmilch

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