JD6230 antwortet um 21-06-2012 17:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweine-Zukunft
muss es denn schweinemast sein?

wennst du dir alternativen suchst - egal welche sparte - wirst du von deinem Betrieb möglicherweise mehr rausholen können, als mit schweinemast und nebenerwerb.

du schreibst von dorfgebiet - wie groß ist es, und würde sich dort ev direktvermarktung anbieten (es sei denn, du schließt DV von vornherein aus)

übrigens: im durchschnitt 15 EUR gewinn pro verkauftem Mastschwein erwirtschaften ist schon eine spitzenleistung


280563 antwortet um 21-06-2012 19:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweine-Zukunft
Hallo stromi123!
Den obenstehenden Tipp von JD6230 mit der Direktvermarktung statt deiner Schweinehaltung kann ich nur als Nonsens abtun. Nach mittlerweile 24 Jahren im Fleischdirektvermarktungsjob kann ich dir davon dringend abraten dies nur als einfachen Nebenjob zu betrachten. Mache nur nicht den Fehler und investiere in diesen Zweig, wenn du von dieser Materie keine oder nur wenig Ahnung hast. Ohne Bauernmarkt wirst du sicher auf keinen grünen Zweig kommen, außer du lebst an einer tollen Hauptverkehrsader. Den Arbeitszeitbedarf kannst du dann getrost mit einem Fulltimejob vergleichen.

Ich denke JD6230 hat von Direktvermarktung keine Ahnung, wenn er dir zu so etwas rät. Ich an deiner Stelle würde mir einen Pächter suchen, und zu Höchstpreisen verpachten. In unserer Gegend wird von 1.ooo,-- Euro pro Hektar ausgegangen. Wenn dir dein jetziger Nebenerwerbsjob Spaß macht und einigermaßen sicher ist, würde ich nicht mit diesem Einkommen deine Landwirtschaft querfinanzieren und arbeiten bis zum Umfallen.

Ich hoffe, ich konnte dir einen Denkanstoß geben - durchplanen und durchführen mußt du es aber selbst. Viel Glück für deine Zukunft. Hoffentlich kannst du in einigen Jahren rückblickend sagen, die richtige Weggabelung an deinem Lebensweg gegangen zu sein.
Alles Gute
Silvia


Vierkanter antwortet um 21-06-2012 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweine-Zukunft
hallo stromi!

auch ich würde dir dringend von der direktvermarktung von fleisch abraten! willst du auch noch deine freizeit genießen und trotzdem landwirtschaft betreiben , so würde ich an deiner stelle ackerbau betreiben: moderner ackerbau mit umfangreichen kulturen hat sicher mehr qualität (lebensqualität) für dich, als futtergetreide anzubauen und deine ms+zs zu füttern.....

Bsp.:
-energiewälder
-obstbau (falls obstbaumbestände vorhanden - schnaps/most)
-ackerbau mit speisesoja, mohn, qualitätsweizen, sonnenblumen (ev. diese absacken und mit partner als vogelfutter vermarkten) - kommt aber auch auf deine lage an!
-bei grünlandbeständen (ev. durch streuobstbestand) pferdeheu erzeugen, ......
-falls du mit tieren gerne arbeitest: mangalitza/turpolje wollschwein (?!? - interessant für dich?)

man sieht, auch ohne tierhaltung wärst du genug ausgelastet, wenn dir die landwirtschaft spaß macht ;)
und natürlich lässt sich dann dein betrieb leichter umstrukturieren, als womöglich in der jetzigen situation als ferkelproduzent.

hoffe, du kannst mit diesem input etwas "anfangen" ;)))
lg richard.



179781 antwortet um 21-06-2012 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweine-Zukunft
Wenn du nur vom Geldverdienen ausgehst, wird eine Pferde und Eselwirtschaft das Beste sein.
Ein oder mehrere Pferde einstellen, die die Wiesen um das Haus abgrasen und einen Esel, der möglichst viel Pacht je ha für die Ackerflächen bezahlt. Mehr Gewinn kannst du bei eigener Bewirtschaftung kaum herausholen.
Wenn du gerne in deiner Landwirtschaft arbeitest, dann mach mit Verstand Ackerbau auf deinen Flächen. Das geht mit wenige Arbeit auch im Nebenerwerb und so viel Geld, wie mit dem Verpachten wirst du auch herausbringen. Tierhaltung, Sonderkulturen, Ab Hof Verkauf usw. sind neben einem ausserlandwirtschafflichen Hauptberuf nicht zu vereinbaren.
Und falls dir später wirklich einmal danach sein sollte z. B. Schweine einzustellen, geht das ganz kurzfristig.

Gottfried


JD6230 antwortet um 21-06-2012 23:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweine-Zukunft
@ silvia und richard:

auch ich betreibe Direktvermarktung - aber nicht von fleisch!
es gibt so viele verschiedene dinge/möglichkeiten.
ich wollte nur aufzeigen, dass es nicht nur mastschweine gibt.

eine Niesche, die für mich passt muss lange nicht für dich passen.
Auch etwas, das für dich das ideale "ding" ist, muss lange nicht für mich passen.

das wichtigste ist, dass du hinter dem stehst, was du tust!

(bin bei einem Bauernladen beteiligt, sowie 35 andere Direktvermarkter auch - deshalb sehe ich möglichkeiten, wo andere nur jammern. Gemeinsam haben wir ein tolles sortiment - da könnte ich dir viele beispiele nennen! - aber ob eines davon für dich passt, kann und will ich nicht sagen - dass musst du selber entscheiden!!!!!)




Neuer antwortet um 22-06-2012 06:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweine-Zukunft
Vergiss die Schweinemast im Nebenerwerb!
Auch wenn sich Schweinemast in einem modernen Stall nach nicht viel Arbeit anhört, bist trotzdem immer "anghängt". Für jeden Ausflug, jeden Urlaub, jede Dienstreise musst du dir jemanden suchen, der die Stallarbeit macht. Und deine Eltern, die dich jetzt vielleicht noch tatkräftig unterstützen, wollen/können das vielleicht auch nicht mehr ewig machen. Es reicht ja schon die Arbeit, die auf einem Bauernhof rundherum ohnehin anfällt, z.b. Rasen-/Grünraumpflege, Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten, Umbauten, etc.

Verpachte zum Höchstpreis, genieß deine (in einem anspruchsvollen Job ohnehin meist geringe) Freizeit, schau dir die Welt an und gründe eine Familie (auch sehr arbeitsintensiv!) . Aber vergiss die Mastschweineproduktion. Das können andere besser und billiger, z.B. unsere deutschen Nachbarn!


sturmi antwortet um 22-06-2012 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweine-Zukunft
@stromi
Nebenerwerb ist nur eine Zwischenlösung und hat keine Zukunft! Bei uns bekommst du locker 700,-/ha Pachtgeld! Man wird zwar schräg angeschaut von so manchen Kollegen, doch du brauchst kein schlechtes Gewissen haben, denn du gibst einem anderen Betrieb die Chance im Vollerwerb weiterzumachen!
@sthuber
Die Forstarbeit ist auch nicht zu unterschätzen! Ist bei mir schon zu einer Ganzjahresarbeit (z.b. Käferbäume, Sturmschäden) geworden, bin gerade beim ausmähen vom Jungwald.
MfG Sturmi





HBler antwortet um 22-06-2012 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweine-Zukunft
servus, stromi
du hast bereits Schweinehaltung, was ist vorhanden ?
Silo und Fräse, Getreidelager und Mühle, Gülleraum und Güllefass, Stallhülle und Fütterung/Lüftungsanlage
mache dir eine Aufstellung was da ist und nutzbar bei einem Umbau in einem modernen Stall
mit 20 Ha Acker und 250 Mastplätzen die Platz hätten in deinen vorhandenen Gebäuden müßten sogar 5 Ha für Raps ect. übrigbleiben bei Sojaschrotzukauf.
So kommen deine Nährstoffe zurück aufs Feld wie du schreibst.
Wenn du den Umbau mit Altanlagennutzung um 400 € schaffst je MP, ist dein Stall in der halben Abschreibungszeit zurückverdient, die weitere Nutzungshälte ist dann Cash.
Wenn dann noch eine Anlagenübernutzung in sagen wir 20 Jahren möglich ist, geht es Cash weiter.
Stalle deine 250 MP im rein raus ein und aus, dann bleibt auch zwischen den Durchgängen mal die eine oder andere Woche übrig für ein sorgenfreies urlauben.
mfg HB


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