Eiermangel wegen Käfigverbot

Antworten: 10
Christoph38 19-03-2012 17:08 - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
Habe kürzlich gelesen, dass es wegen dem Käfighaltungsverbot in der EU ab 1.1.2012 zu massiven Preiserhöhungen gekommen ist bzw. Eiermangel herrscht.

Vom Handel hat einer auf seine "günstigen langfristigen" Verträge mit den Erzeugern verwiesen.

Man darf wohl annehmen, dass diese Verträge für die Erzeuger weniger günstig sind ?
 


walterst antwortet um 19-03-2012 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
so ist ja auch wieder nicht. Der Lieferant hat eine gesicherte Abnahme, stabile preise und ein Schulterklopfen beim nächsten Listungsgespräch ist wahrscheinlich auch noch drin.....


Fallkerbe antwortet um 19-03-2012 18:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot

Und die Erzeuger werden die Abnahmeverträge ja wohl auch selbst unterschrieben haben.
Irgendwas werden sich die Erzeuger auch dabei gedacht haben.



walterst antwortet um 19-03-2012 18:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
@fallkerbe
Du hast vollkommen recht. UNterschrieben hat der Erzeuger selber.
Es geht nur immer wieder um die selbe Frage: Ist die Verhandlungsposition des Erzeugers auf der selben Ebene wie die des Abnehmers und wie kann man im seltenen Fall des Ungleichgewichtes dieses herstellen?


baerbauer antwortet um 19-03-2012 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
Wenn der Erzeuger über Jahre hinweg zu Fixpreisen unterschrieben hat, dann ist er selber schuld.
Wenn der Handel die Erzeuger wieder drücken möchte, dann soll Spar, Rewe, etc. doch die Bio und Freilandeier aus dem Regal nehmen und Käfigeier im Sonderangebot anbieten.
und zu/vor Ostern gibts/gabs immer schon "Eiermangel" und im Sommer Überschüsse!!!
lg


Leier antwortet um 19-03-2012 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
Hallo,

bei mir in der gegend (Säsischen Schweiz) kaufen die Tscheschen wie de Bekloppten die Eier. Bei denen in der Tscheschei kostet ein Ei 0.60€.

Deswegen verkauft Kaufland Lidl und co nur max zwei Packungen pro Preson.

Is schon irre wa?!

Gruß Sven


sturmi antwortet um 20-03-2012 07:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
@leier
Das hat nix mit irre zu tun sondern mit Angebot und Nachfrage! Viele tschechische Eierproduzenten sind gerade in der Umbauphase von der Käfighaltung auf Boden- u.Freilandhaltung.
Die tschechische Agrarkammer versucht inzwischen von ihren Versäumnisen abzulenken. Die Schuld liegt bei den Lebensmittelhändlern: Sie nützten die Angst vor einem möglichen Eiermangel, um die Preise in die Höhe zu treiben.
MfG Sturmi
 


Christoph38 antwortet um 20-03-2012 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
Nachdem es ein in Stein gemeisselter Grundsatz der bäuerlichen Preisbildung ist, dass soviel bezahlt wird wie der Marktpreis hergibt, kommt man ins Staunen.

Gerade der Eiermarkt würde höhere Preise hergeben.
Gilt der Grundsatz "was am Markt erwirtschaftet wurde" nur im Fall schlechter Preise, an denen die Bauern "mitpartizipieren" dürfen ?
Bei guter Marktlage gelten dann andere Preisbildungsprinzipien ?


__joe007 antwortet um 21-03-2012 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
vielleicht kommt das bei deb Ferkel auch, wenn die Tierschutzbestimmungen ab Jänner greifen,............


Christoph38 antwortet um 22-03-2012 14:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
Heute im Sbg Bauer:

Teure Eier zukaufen, damit man den Handel günstig beliefern kann.

Einkaufspreis 50% über Verbraucherpreis im Discounter


BSE1 antwortet um 22-03-2012 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eiermangel wegen Käfigverbot
da sieht man mal wenigstens, wer sich für die Produktpreise für uns Bauern einsetzt:
Arbeiterkammer und NGO´s fordern besseren Tierschutz, was dann auch zu besseren Preisen führt, weil einige nicht mehr weiterproduzieren wollen, und für die anderen die Produktion teurer wird, was sich dann unweigerlich auch auf die roduktpreise für die Bauern auswirkt 8mit etqwas Verzögerung)
Genauso gefäällt mir die Forderung, dass endlich die Agrarförderungen abgeschafft werden sollen - könnte sich nur zum Vorteil der Preise für Bauern auswirken! Aber die Konzerne, die recht große Summen der "Agrarförderung" für sich beanspruchen, werden dies leider wieder zu verhindern wissen - mit Hilfe der ÖVP, die ja nur für die Wirtschaf da ist - aber könnte durchaus passieren, dass von der ÖVP (ÖKP) nach den nächsten Wahlen nicht mehr viel übrigbleibt.
In diesem Sinne ist ja die AK und die Tierschutzvereine die viel bessere "Bauernpartei", weil diese Organisationen muten den Bürgern gleich mal eine Steigerung der Lebensmittel zu, die sich "gewaschen" hat - nur sie sagen es dem Konsumenten jetzt noch nicht - die Steigerung kommt dann schon, wenn die Produkte zum "Mangel" werden, und das geht schneller, als so mancher glaubt!



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