Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung

Antworten: 36
theres 10-12-2011 09:47 - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Manchmal verfolge ich die Diskussionen um Landwirtschaft, um Landschaft und um Ernährung-
eher schaut es mich nach einem Schlagabtausch als nach Diskussion aus-
gesetzt dem Fall, eine Fee käme und gäbe euch einen Wunschring und
ihr hättet 3 Wünsche frei, einen für die Landwirtschaft, einen für die Landschaft und einen für die Ernährung.
Was würdet ihr für euch, für eure Kinder usw. wünschen?
Oder umgekehrt gefragt, wenn am Ende des Lebens eine Bilanz abzuliefern wäre, was wäre euch wichtig, was hättet ihr gerne getan oder nicht getan, um mit gutem Gewissen diese Bilanz erstellen zu können.
Was mir an euren Diskussionen auffällt, immer sinds die anderen, die verkehrt wirtschaften, handeln, argumentieren.



Hoellerhansl antwortet um 10-12-2011 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Ich bin ja noch nicht so lange hier. Meine Anmeldung in diesem Forum ist passiert, weil es einfach Dinge in der " Landwirtschaft" gibt , die mich interessieren. Landwirtschaft aber nicht in dem Sinne um Gewinne zu machen sondern eigenes Land zu bewirtschaften.
Ich bin eher eine Mischung aus Nebenerwerbler und Selbstversorger. Als gelernter KOch sind mir Lebensmittel natürlich sehr wichtig und ich habe vor Jahren den Entschluß gefaßt, mich und meine Familie gesund zu ernähren und meinen Kindern etwas darüber beizubringen, sie sollen über die Natur, das Land, die (Nutz)-tiere Bescheid wissen und gut damit umgehen.
Meine Generation ist im wachsenden Überfluß aufgewachsen, meine Kinder und Enkel werden mit Sicherheit Probleme bekommen.
Meine Großmutter hat früher jedes Jahr 2 Schweine gemästet und ich weiß genau wie das damals war, ich habe sogar den Geruch noch in der Nase, wenn am Tischherd das " Saufutter" abgekocht wurde, das Fleisch war so perfekt, das der Tierarzt ihr immer alles abkaufen wollte.
Ich selber kann behaupten, bei mir ist alles " Natur". Kein Kunstdünger,meine Samen kommen von der Arche NOah und sonst ziehe ich sie mir selber. Ich finde es verantwortungslos, das Landwirte von den KOnzernen alles kaufen müssen ( sollen) . Erst die Samen dann die Spritzmittel.
Was zb. Monsanto in Amerika macht, wird über kurz oder lang auch bei uns in Europe passieren, die machen in der EU ihre Lobbyarbeit entsprechend gut.
Und ich hoffe das dann genug Menschen sind, die wirklich dagegen aufstehen.
Sonst haben die nächsten Generationen nur mehr genmanipulierten Mist am Teller


mfj antwortet um 10-12-2011 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung


Nun Theres – ich habe immer schon vermutet, dass Du eigentlich eine mystische Meerjungfrau bist...;-)



Meine Wünsche an meine Kinder wären:

1. Eine ideologie- und Mythenfreie Landwirtschaft – die auf wissensbasierten Erkenntnisstand – frei und unabhängig produzieren kann.
2. Eine „förderungsfreie EU-Landwirtschaft“ – die ausschließlich über Innovationen und Wettbewerb ihr Einkommen erzielt.
3. Eine gesellschaftlich vertretbare Betriebsform für intensive und spezialisierte Betriebsstätten (...im Inland) zu finden, die den heutigen Ansprüchen gerecht wird.



P.S.
Höllerhansl: Man sollte über andere Länder nur urteilen - wenn man die Verhältnisse auch vor Ort kennt.
Landwirtschaft in Übersee - hat nichts mit den Berichten von den Aktivistenvereinen der No-GVO-Szene zu tun.
Die Farmer wundern sich nur noch, über die Einstellung und Fehlberichte ihrer Kollegen in Europa...weil - sie ja garkeine Erfahrung damit haben !!
Wie denn?






Hoellerhansl antwortet um 10-12-2011 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@ mfj:

..ist schon klar, ich erlaube mir aber etwas zu schreiben, da ich ich über 20 Jahre nicht in Ö gelebt habe , sonder in Afrika, Asien und den Staaten....


theres antwortet um 10-12-2011 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo Hoellerhansl,
ich schreib meinen Wunsch für die Ernährung rein, die Wünsche für Landwirtschaft und Landschaft die schreib ich an das Christkind.
Ich wünsche mir auch in Zukunft satt werden zu dürfen, für einen Teil der Menschheit wird das immer schwieriger. Satt werden auch in Form von Essen, dass Körper, Geist und Seele beisammen hält.
Satt werden in einer Kulturnation, die gutes Essen aus einer langen Tradition heraus kennt und die dieses Wissen an die nächste Generation immer weitergegeben hat.
Satt werden: an dem guten Geruch von selbstgekochten Essen, von Essen in einer Gemeinschaft, von gemeinsamen Feiern und von wirklichen Lebensmitteln.
Satt werden aber auch in einer Achtung vor der Arbeit und der Mühe, die damit verbunden ist, in dem Wissen, dass ohne den Segen von oben das Ganze ziemlich wacklig ist.
Und ich wünsche mir das die Nase, der Gaumen satt werden darf, an guten Gerüchen, an Geschmack, dass wir auch in Zukunft die Vielfalt geniessen dürfen und nicht mit einem Einheitsbrei aus genormten Rezepturen, Geschmacksverstärkern, gentechnikveränderten Pflanzen und naturidentischen und künstlichen Aromen abgefüttert werden.






naturbauer antwortet um 10-12-2011 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@theres
Zitat:
Was mir an euren Diskussionen auffällt, immer sinds die anderen, die verkehrt wirtschaften, handeln, argumentieren.

Du meine Liebe machst das auch!

Seit du hier bist gehst du von dir bzw. von deiner Ausgangslage her aus. Ich hab keinen Acker bin im Berggebiet, folglich kann ich die Vorteile die bei dir selbstverständlich sind nicht in Anspruch nehmen. Während du vom Humus schwärmst, muß ich froh sein welchen zwischen den Steinen zu finden. Die Liste ist lang, zu lang als dass ich mehr dazu schreiben will.



179781 antwortet um 10-12-2011 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hier kann ichmich fasst ganz an mfj anschließen

Meine Wünsche an meine Kinder wären:

1. Eine ideologie- und Mythenfreie Landwirtschaft – die auf wissensbasierten Erkenntnisstand – frei und unabhängig produzieren kann.
2. Eine „förderungsfreie EU-Landwirtschaft“ – die ausschließlich über Innovationen und Wettbewerb ihr Einkommen erzielt.
3. Eine gesellschaftlich vertretbare Betriebsform für intensive und spezialisierte Betriebsstätten (...im Inland) zu finden, die den heutigen Ansprüchen gerecht wird.

Ergänzen möchte ich nur
in Punkt 1, dass der wissenschaftsbasierte Erkenntnissstand nicht alte Lehrmeinungen fortschreiben soll, sondern ständig dazulernen und frei und unabhängig von Geschäftemacherei zustandekommen.
in Punkt 3 die Betriebsformen sollen nicht nur heutigen Ansprüchen gerecht werden, sondern auch den Weg in die Zukunft freihalten.

Gottfried


DJ111 antwortet um 10-12-2011 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Zu Punkt 1: Eine ideologie- und Mythenfreie Landwirtschaft – die auf wissensbasierten Erkenntnisstand – frei und unabhängig produzieren kann

Das ist ja schon mal der erste nicht erfüllbare Wunsch oder einer, mit einem Widerspruch oder Mythos in sich!
Frei und unabhängig wird ja heute eh produziert: Unabhängig von dem, was der Markt verlangt - vor allem an Menge und unabhängig was der Betrieb abwirft wird vor allem im Nov. und Dez. gerne in unnnotwendiges oder überdimensioniertes lackiertes Blech "investiert" wobei das oftmals ja keine Investitionen sind, aber da sieht man dann wenigstens die Ideologie dahinter ;-)

Gruß DJ, der sich ohne Feen auch ganz gut durchs Leben zaubert ;-)




theres antwortet um 10-12-2011 14:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo Naturbauer,
von den Schwarzerdeböden sind wir leider auch weit entfernt, es gibt immer einen Hof, der besser oder schlechter ist.
Ich ahne um die Herausforderungen in den Berggebieten, hat aber sicher auch nicht nur Nachteile.

Hab mir unser aufgeschüttetes, schlechtestes Stückchen Boden vorgenommen, da war kein Humus vorhanden.
Jetzt ist dieses Stück Erde sehr fruchtbar geworden, ich kann mit meinen eigenen Augen sehen, was Humus bewirkt, wie es wachsen kann. Zugefallen ist mir das nicht, da hab ich mich dafür ganz schön geplagt.

Wenn du das als Angriff auf dich siehst, dann tut es mir leid, das war in keinster Weise beabsichtigt.
Wenn ich mir was wünschen dürfte, auf solchen Böden mit tiefen Humusprofilen, da würde ich gerne Landwirtschaft betreiben.








Joe_D antwortet um 10-12-2011 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
1. Eine ideologie- und Mythenfreie Landwirtschaft – die auf wissensbasierten Erkenntnisstand – frei und unabhängig produzieren kann.

und wenn ich mich nicht recht irre, war es auch ein mal ein Mythos, dass die Erde ein Kugel sei....zumindest nach damaliger Obrichkeit....;-)

(gut... der Querschnitt ist eine Ellipse die sich auch verändert...)


theres antwortet um 10-12-2011 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo Hammy,
vermutlich sind wir 2 die einzigen, die sich dafür interessieren.
Hab heuer als das Gemüse tonnenweise vernichtet worden ist, beschlossen, dass ich keine Nachrichten mehr höre, die sich um Lebensmittelskandale drehen, deshalb bin ich wegen dem Skandal in Italien uninformiert.
Mir hängts bis zur Zehenspitze raus, dass Lebensmittel scheinbar nur noch über Skandale wahrgenommen werden.
Also gleich für den Anfang, es gab heute selbstgemacht Nudeln, die sind dank schnellem Rezept in der Zeit, bis das Wasser kocht, hergestellt, die Paradeiser vom eigenen Garten reichen bis mindestens Weihnachten, also daraus eine Sosse gemacht, Salat wächst noch im Garten, die Nachspeise aus Äpfeln, Birnen und den letzten Kiwis auch aus dem Garten,
am Abend bekommen wir Besuch, es gibt einen selbstgemachten Zwiebelkuchen, das Getränk dazu ist aus den eigenen Äpfeln.
Ich koche gerne und wir laden gerne Gäste ein, ich kann nur nicht mehr haben, wenn beim Essen das Thema Lebensmittelskandale sind-
Kochen und Essen ist etwas vergnügliches und meine Arbeit als Bäuerin soll auch anderen Menschen was "gscheides" auf den Teller liefern.
Mit Buch- oh das musst noch warten, ich staune mit welcher Schnelligkeit die Selbstversorgerbücher wie die Schwammerl daherwachsen- beim Durchblättern bekomme ich immer so gute Laune, weil ich sehe, dass ich wohl wirklich eine Ausseridische bin-
denn wenn ich meine Lebensmittelherstellung, meine Gartenbewirtschaftung und Bevorrattung teilweise so umständlich machen würde, da könnt ich meine Arbeit als Bäuerin und was sonst noch von mir erwartet wird, samt meinem Hobby Kochen und Garten in den Kamin schreiben.
Jedesmal wenn ein Skandal durch die Medien rauscht, wird sich furchtbar empört und dann wieder zur Tagesordnung übergegangen.
Wir 2 können uns austauschen über die Freude am Selbstgemachten, über das schöne Gefühl, nicht nur von den vielen Fernsehsendungen berieselt zu werden, sondern selbst handwerklich tätig zu sein.
Da ich von dir so gut wie nichts weiß, möchte ich auch nicht belehren, mir hängt auch dieses ewige Herumzanken wegen der verschiedenen Bewirtschaftung zum Hals heraus-
die Humusversorgung ist für uns alle überlebenswichtig und ob der eine seine paar Pflanzerl am Balkon mit Freude versorgt, der andere einen Garten oder die Landwirtschaft.
Ein ganz normales Essen, ohne die vielen Zutaten, die in den fertigen Packerln enthalten sein müssen, weil es gar nicht anders geht, das war früher auch nicht immer selbstverständlich, weil zu oft Missernten und andere schlimmen Ereignisse den Menschen zu schaffen machten.
Und heute, alles in Fülle vorhanden und die Lebensmittel werden gepanscht wie in den schlimmsten Hungerzeiten. Dafür wird auch noch weggeworfen, dass einem schlecht werden kann.

Ich denke mir manchmal, auch ein Bauer, eine Bäuerin, die sich mit viel Mühe um die Tiere, um die Pflanzen kümmern, wären für ein klitzekleines Lob für die Mühe, die sie sich machen, gar nicht so abgeneigt.
Aber wie gesagt, vielleicht bin ich die Einzige, die so denkt.
Morgen hab ich ein wenig Zeit, mein Mann schneidet mir die Äpfel und ich mach einen Strudel.
Heute noch selbst zu kochen, vielleicht sind das einmal die Relikte, die ins Bauernmuseum kommen,
dafür wächst die Flut der Kochbücher ins Unermessliche.
Mit dem, was da ist und mit der vorhandenen Zeit- daraus etwas zu zaubern, sich mit Freude an den Tisch zu setzen, eben die Relikte aus dem Bauernmuseum.






traktorensteff antwortet um 10-12-2011 17:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@ 179781
Naja, der mfj ist ja auch ein Wolf im Schafspelz! Ich bin so frei und "übersetze" mal seine Forderungen:

1. Eine ideologie- und Mythenfreie Landwirtschaft – die auf wissensbasierten Erkenntnisstand – frei und unabhängig produzieren kann.
> Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zählen, auch wenn die Geschichte zeigt, dass sich Wissenschaft irren kann. Alles, was nicht wissenschaftlich/technisch begründet werden kann, wie eine (vermeintlich) nachhaltige Landwirtschaft, die den Boden schont, die die soziale Komponente der Produzenten und deren Wirtschaftsbeziehungen beachtet, hat kein Existenzrecht. Man redet von "frei und unabhängig", meint aber nicht die Landwirte, sondern die Unternehmen, die ohne Kontrolle und Einschränkung ihre Saatgutkreationen verkaufen dürfen! Die Landwirte sind genau das Gegenteil, unfrei und abhängig.

2. Eine „förderungsfreie EU-Landwirtschaft“ – die ausschließlich über Innovationen und Wettbewerb ihr Einkommen erzielt.
> Der Landwirtschaft sollen Zuschüsse gestrichen werden, damit Landwirte in finanzielle Schwierigkeiten gebracht werden und entweder auf "Vollgas" umstellen MÜSSEN, damit sie überleben, oder aufgeben, damit nur jeder 4. Landwirt übrig bleibt, der mit den neuesten GVO-Pflanzen so viel wie möglich auf möglichst großen Flächen produziert. Wettbewerb ist natürlich auch wichtig, es müssen genug Landwirte übrigbleiben, damit sie keine Marktmacht gegen die Konzerne und Verarbeiter bekommen. Zusätzlich verdrängt der Wettbewerb die paar Stursinnigen, die nicht vollgas produzieren wollen.

3. Eine gesellschaftlich vertretbare Betriebsform für intensive und spezialisierte Betriebsstätten (...im Inland) zu finden, die den heutigen Ansprüchen gerecht wird.
> Die Spezialisierung soll weitergehen, damit Abhängigkeiten weiter ausgebaut werden können. Die Gesellschaft werden wir schon rumkrigen, denn sonst sagen wir: "Na dann gibt es eben kein Fleisch aus Österreich, das könnt ihr doch auch nicht wollen." Und so kann man zukünftige oder bereits existierende Bedingungen womöglich kippen und weitermachen wie bisher. Denn der "Anspruch" muss ein billiger Produktionspreis sein.


biolix antwortet um 10-12-2011 17:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo !

meine Wünsche:

zu 1. Alle verstehen das es ohne synth. chemische Mittel auf Dauer am besten geht in der LW. Das die Kreislaufwirtschaft gelebt wird, und Mann/Frau freude hat mit dem was sie mit Mutter Erde zusammen bringt. Das wir alles es schaffen Bodenaufbau zu betreiben, das wir es selbst sehen spüren so wie es theres auf ihrem Stück Boden schon gespürt hat...

zu 2. Schätzen wir die Natur die wir haben, stoppen wir die Verbauung, wir haben genug versiegelt die letzten Jahrzehnte, viele Bauten werden die Ruinen von morgen sein, schätzen wir die Region, wir kennen sie oft nicht mal, weil es uns immer in die Ferne zieht..

zu 3. Schätzen wir das natürliche in der Ernährung, erkennen wir wieder den eErt einen Lebensmittels, schauen wir auf jedermanns/fraus Stärle in der Umgebung, wer macht einen guten Käse, Gemüse etc., bringen wir es den kindern jeden Tag "rüber", sie werden es schätzen und mit ihrer guten Gesundheit zurück geben...

also viele dieser Wünsche hat uns das Christkind schon "zurück gegeben".. ;-)))

lg biolix

p.s. ja deine lettzen Zeilen mit den Äpfeln, also so an die 10 Steigen Streuobstäpfel stehen noch bei uns im Wirtschaftskeller, daher noch ein Wunsch, lass unsere Omi noch lange Leben und sie jede woche mindesten 2 Apfelstrudeln und Liter an Kompott machen, und wenn das einmal nicht mehr ist gib mir die Kraft das ich das mache..;-)


Und danke Steff, gut analysiert !!!



Johannfranz antwortet um 10-12-2011 18:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@ theres

............" Aber wie gesagt, vielleicht bin ich die Einzige, die so denkt."........

und wennst die einzige bist , heisst das noch lange nicht dass Du falsch liegst !!!


Fallkerbe antwortet um 10-12-2011 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Zitat:
für die Landwirtschaft, einen für die Landschaft und einen für die Ernährung.
Zitat ende

1. eine Landwirtschaft der Unternehmer, wirtschaftlich rentabel und Förderungsunabhängig.
(dabei ist es wurscht, ob man dadruch rentabel ist das man effektiv grosse mengen produziert oder ob man wirtschaftlich erfolgreich irgendwelche esoterische Märchen über seine produkte verkauft. der wirtschaftliche erfolg bzw. das wirtschaftliche überleben ist entscheidend)

2. Eine abwechsungsreiche Landschaft, eine Standortgerechte wirtschaftlich sinnvolle nutzung.

3. eine bedarfsorientierte Nahrunsmittelversorgung,



naturbauer antwortet um 10-12-2011 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@Fallkerbe,
Punkt 1 schließt 2 und 3 aus!


280563 antwortet um 10-12-2011 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Liebe Theres! Du und Hammy seid nicht die einzigen, die sich für selbstgemachtes Essen , Vorratshaltung und Gartenarbeit interessieren. Deine Einträge, die du in dieses Forum stellst, kann ich 100%ig unterschreiben. Ich denke aber auch, daß wir zu einer aussterbenden Spezies gehören, wenn wir uns in unseren Dörfern umsehen. Wie du schon früher einmal geschrieben hast, werden die altbekannten Hausgärten in rasanter Eile weniger, die meisten Bäuerinnen sind schon nicht mehr fähig die einfachsten Dinge in der Küche selber herzustellen, da ja alles im Supermarkt viel billiger zu erstehen ist. Du glaubst nicht, wie ich belächelt werde, wenn ich in der Hitze im Schweiße meines Angesichts in meinem Gemüsegarten arbeite, damit fast das ganze Jahr über wie bei dir gesunde Dinge auf den Tisch kommen. Wie du schreibst, mit ein bißchen Know-how und einigen guten Büchern, die jeder für sich selber finden sollte, kann man die schon ausgestorbene Vorratshaltung aufleben lassen und die Familie mit eigenen Konservengläsern, Marmelade, Säfte .......usw. verwöhnen. Den Einheitsgeschmack aus dem Supermarkt mit zig E-Nummern möchte ich meiner Familie und mir nicht zumuten.
Nehmen wir nur das Thema Brot: In meiner Kindheit wurde in vielen Höfen selber gebacken. Heute wird um gutes Geld der ärgste Ramsch an Brot verkauft. Bei jedem x-beliebigen Bäcker und in den Supermärkten schmeckt das Brot gleich, weil alle die gleiche Backmischung aufmachen, mit Wasser mischen und backen. Die Zeit, die früher ein Bäcker brauchte für eine Sauerteigführung gibt es heute angeblich nicht mehr - die Konsumenten essen sowieso diesen Einheitsbrei mit Zuckercouleur auf Vollkornbrot getrimmt und fragen nicht nach etwas gutem. Ich habe daher schon lange auch wieder die Tradition des Brotbackens aufleben lassen. Es geht ganz schnell für eine Familie Brot für einige Wochen in einem normalen Backofen zu backen und in der Tiefkühltruhe zu bevorraten. Es benötigt keine großen Investitionen um dies tun zu können und man weiß, daß wirklich Vollkorn und gute Zutaten drin sind und nicht Backhilfsmittel ohne Ende.
Weiters werden das ganze Jahr in jeder Bäckerei und Markt Krapfen angeboten: Bei unserem Konditor werden diese sogar im Winter in einer Friteuse am Gehsteig gebacken!!!!!! Was muß in so einem Krapfen drinnen sein, daß dieser solche kalte Temperaturen aushält und nicht sofort zusammenfällt. Wie schon beim Brot greifen die Bäcker auf fertige Mehlmischungen zurück, sodaß diese ebenfalls sich gleichen, wie ein Ei dem anderen. Dabei ist es leicht möglich, neben dem Kochen des Mittagessens leckere Krapfen selber herzustellen, die noch dazu nicht einmal ein Zehntel solch eines künstlichen Bäckerkrapfens kosten.
Die Liste von solchen Geschmackssünden kann man endlos lang fortsetzen - es ist immer das gleiche Ergebnis: Wenn man nicht bereit ist Hirn und ein wenig Zeit in eine gesunde und preiswerte Ernährung zu stecken, werden die Zivilisationskrankheiten und viele Krebserkrankungen immer mehr im Vormarsch sein. Die Zeit, die man sich vorher beim Kochen und Bevorraten erspart hat, sitzt man später beim Arzt und im Krankenhaus nach.
Ich hoffe, daß es noch nicht zu spät ist, um das Wissen unserer Mütter und Großmütter wiederzubeleben, als ständig durch irgendwelche bunte Flugblätter von Supermärkten zu Konsumsklaven zu verkommen.
In diesem Sinne, liebe Theres freue ich mich schon auf deine nächsten Einträge, damit ich sehe, daß ich nicht ganz alleine mit dieser Meinung bin. Ich wünsche dir eine schöne Zeit im Advent beim Keksebacken - und melde dich wieder einmal.
Schönes Wochenende wünscht dir
Silvia



Fallkerbe antwortet um 10-12-2011 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@naturbauer,
sehe ich anders

punkt1 erzwingt schon fast 2+3




rattle03 antwortet um 10-12-2011 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo zusammen,

ich hoffe, ich darf mich hier auch als Mann einklinken... :)

Unabhängig von diesem Thread habe ich heute zusammen mit meiner Schwiegermutter und meiner Frau das gleiche Thema diskutiert und wir haben beschlossen, gemeinsam im Frühjahr einen ehemaligen, gerodeten Weingarten im Familienbesitz zu bestellen und mit verschiedenen, noch zu bestimmenden Gemüse und Fruchtsorten zu bestellen.

Beim surfen bin ich auf verschiedene Seiten gestossen, die Samen anbieten, allerdings möchte ich keine Hybriden, sondern samenechte, alte Sorten haben. Die Auswahl wird also noch getroffen.

Ich bin aber der festen überzeugung, das altes Wissen über die Konservierung und Haltbarmachung gelebt und am Leben gehalten werden muss. Sollte es zu einer Krise kommen (und davon bin ich fest überzeugt) kann sich ein Großteil der Packungsöffnerfraktion nicht selbst ernähren; ich für meinen Teil hätte allerdings schon gerne etwas zwischen den Zähnen, daher diese Überlegungen.

Ich bin heuer auch dabei, unseren Holzvorrat auf 150 rm aufzustocken, was in etwa einem Vorrat von 6-8 Jahren entspricht, denn was tun wenn auf einmal kein Diesel mehr verfügbar ist??? Ausserdem haben wir einen zentralen Dauerbrandofen installiert, der keinen Strom braucht, denn, gleiche Frage: Was tun, wenn auf einmal kein Strom mehr verfügbar ist???

Ich bin daher auf der Suche nach Tipps, Tricks und Input sowie Austausch von Erfahrungen. Foren gibt es ja schon genug, aber ehrlicherweise sind mir die alle zu Grün-Alternativ angehaucht. Vielleicht etabliert sich ja hier etwas sinnvolles???

Mit besten Grüssen aus dem Weinviertel

Georg


AnimalFarmHipples antwortet um 11-12-2011 01:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wären das Äcker, die nicht mehr einfach nur steril wirken, wenn sie gepflügt, gegrubbert und geeggt sind.
Mir ist dieser Tage beim Ausreiten aufgefallen, daß auf den Äckern entweder überhaupt nichts, nämlich nichteinmal das allerkleinste Kräutel, zu sehen ist, oder aber ausschließlich das was dort angebaut wird, mit absolut nix anderem dabei.
Nachdem ich weiß, mit welchem Arbeitsaufwand es verbunden ist, eine Anbaufläche unter möglichstem Verzicht auf Herbizide einigermaßen unkrautfrei zu halten, kann ich das sterile Erscheinungsbild unserer Äcker nur auf den allzu exzessiven Einsatz von Roundup & Co zurückführen - was zwar sicherlich unmittelbar viel Arbeit erspart und mittelbar auch den Ertrag steigert, aber langfristig wohl auf Kosten der Boden-, Wasser- und Nahrungsmittelqualität sowie auch der Biodiversität geht.

Zweitens würde ich mir wünschen, daß Treibstoff und Fleisch zu Luxusgütern werden, mit der Folge, daß davon allgemein weniger, dafür aber bewußter verbraucht wird.
(Und die Tiere, die für das Fleisch ihr Leben lassen mußten, gehören in jedem Tischgebet erwähnt.)


theres antwortet um 11-12-2011 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo silvia,
ich kann meine Berufskolleginnen schon verstehen, ein Gemüsegarten zählt viel weniger als andere Dinge, wenn Garten, dann zählt eher noch Rasen und Rosen.
Ausserdem ist die Arbeit oft einfach zu viel.
Wenn man Gartenbücher ansieht, dann sind die verklärten Bauerngärten ein Traum, mit Buchs umrandet, in einer Fülle und Vielfalt, ich habe so einen Garten mit grösster leidenschaft gepflegt, aber irgendwann war mit kleinen Kindern, Haushalt, Betrieb und was sonst noch so anfällt, der Garten mehr Last als Freude.
Und so ergeht es vermutlich vielen Gartenbegeisterten.
Ich denke, dass viele auch aus diesem Grund zu den Fertigpackerln greifen, man braucht schon ein gestandenes Selbstwertgefühl, sich bewusst für andere Dinge zu entscheiden, Urlaub, Wellness, Freizeit und was sonst noch in ist-
die Bewirtschaftung eines Gemüse- und Obstgartens, selbst kochen, Vorratswirtschaft- Kekse selbst zu backen oder wie du von den Krapfen und vom Brot schreibst.
Hier muss jeder wohl für sich seinen Weg finden.
Der angenehme Nebeneffekt von der Beschäftigung mit nicht so populären Dingen, man spart sich ausserdem noch eine Menge Geld, hat ein sinnvolles Hobby und die Beschäftigung damit bietet Erfahrungen, die Schritt für Schritt einem immer weiter bringen.
Wir machen ja eigentlich nichts Neues, für unsere Vorfahren war das zwingende Notwendigkeit.

@Georg, das Thema ist für Frau und Mann. Denn Essen brauchen wir alle, jeden Tag, die uns umgebende Landschaft prägt uns- und wenn auch Landwirtschaft oft sehr kontrovers diskutiert wird,
so unwichtig und leicht zu ersetzen ist die Landwirtschaft keinesfall.
Mir kommt es manchmal so vor, als würde alles getan, Landwirte wie die Elefanten zu zähmen, damit sie nie auf die Idee kommen, was Freiheit bedeutet.
Bin auf deine Erfahrungen mit einer grösseren Gemüsefläche neugierig, ich hab auch damit angefangen. Was ich dabei erfahren, gelernt und gearbeitet habe, toppt jedes noch so interessant geschriebene Buch.
Ich möchte dich nicht mit meinen Erfahrungen langweilen, oft muss man auch selbst auf etwas draufkommen.
Ich kann nur feststellen, das Gefühl mit eigenen Händen etwas geschafft zu haben, ein Saatkorn anzubauen, als Pflanze zu begleiten und dann entweder essen zu können oder in einer guten Vorratshaltung für den Winter vorrätig zu haben, in einem ganz normalen Umfeld, mit den heutigen Möglichkeiten, das hat schon was für sich.
Es gibt 2 Lebensabschnitte für mich, Bäuerin und Bäuerin mit Selbstversorgung. Wobei ich all das, was ich nicht kann oder nicht machen kann, dazu kaufe.
Es geht mir nur darum, das Wissen und Erfahrung nicht vom Himmel fällt, sondern erlernt, eingeübt und immer wieder verbessert werden kann.
Oder z.B. welches Rezept ist einfach und praktisch, manche Kochbücher über Vorratshaltung sind schön bebildert, aber nicht umsetzbar.
Ich suche schon seit Jahren mit den eine Generation älteren auf dem Land lebenden Menschen ins Gespräch über dieses alte Wissen zu kommen. Wissen, das nicht gebraucht oder genutzt wird, verliert sich in realtiv kurzer Zeit.
Und ich stelle auch fest, dass in den älteren Menschen so ein Wissenschaft an Erfahrung brach liegt, sie oft ganz beschämt sind, wenn ich mich dafür bedanke, weil es die ganze Zeit niemanden interessierte.
Ohne Herkunft keine Zukunft und die hochmütige Sichtweise auf alles, was vor uns war, das können wir vergessen.





50plus antwortet um 11-12-2011 09:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@theres

Wie immer bin ich auch diesmal wieder ganz deiner Meinung!
Selber gehöre ich auch noch zu dieser aussterbenden Rasse, die einen großen Gemüsegarten betreuen und Vieles bevorraten und noch selber kochen und backen. Den Stundenlohn, den man dabei hat, muß man natürlich gleich vergessen. Man muß es einfach als Hobby ansehen.
Die geschmacklichen Unterschiede zum gekauften, industriell hergestellten Essen sind aber den Aufwand wert.




theres antwortet um 11-12-2011 10:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo 50plus,
ja, das mit dem Stundenlohn ist so eine Sache, bei der Aufzucht vom Nachwuchs :-)) ist der Stundenlohn auch nicht gerechnet.
Wegen Garten oder Vorratshaltung, Kochen usw.
Was mir hier auffällt:
die Gemüsegärten verschwinden, ---- macht Arbeit, rentiert sich nicht, aber in den Büchern und Zeitschriften ein Bild schöner wie das andere, Bauerngärten als kleine Paradiese.
Nur wer hat noch die Zeit, um diese Paradiese zu pflegen?
Obstgärten- die Motorsäge ist hier sehr aktiv gewesen, es lohnt sich nicht mehr, Obst das ganze Jahr und immer frisch, wer bückt sich noch um Äpfel oder holt sie von den Bäumen?
Kochen, man hat keine Zeit mehr, ausserdem ist es altbacken und provinzlerisch, dafür boomen die Kochsendungen, die Anzahl der Kochbücher wächst ins Uferlose.
Momentan scheinen Selbstversorgerbücher im Trend zu sein, manche schreiben nur voneinander ab, andere haben absolut keine Ahnung und verkaufen sich gut, weil so viele vom Leben auf dem Land träumen.
Vielleicht stellens uns ins Museum- ich hoffe auch, dass die Zeit immer so gut bleibt und es keine Notwendigkeit wird, noch selbst was zu können.
Bei mir läuft das Ganze auch unter Hobby- aber was ich für mich dabei herausgefunden habe- die Bewirtschaftung des Gartens, die Vorratshaltung, das Kochen und vieles andere-
es geht um vieles einfacher, wir haben heute einen Vorteil, wir können uns weltweit austauschen, Bücher in anderen Sprachen lesen, auch andere Kulturen haben hier noch ganz schön was drauf.
Ein neuer Traktor, darüber freut sich der Mann, die praktische Küche hat den gleichen Stellenwert,
ein Garten, der Gemüse, Kräuter, Obst und Erholung bietet- andere Formen der Gartenbewirtschaftung-
ich sehe darin grosse Chancen.
Den Spagat zwischen Arbeit und Freude zu schaffen, ein Bauernhof ist nicht nur Arbeitsfalle, sondern auch ein Lebensmodell.
Und wenn es auch in Zukunft noch ein paar Leute gibt, die das wertschätzen, dass das Essen vor der Haustüre heranwachsen kann, dass die Stadt mit dem Land auf gleicher Augenhöhe in Beziehung tritt und dass das bäuerliche Wissen nicht das Wissen aus der Mottenkiste von vorgestern, sondern uns auch in die Zukunft begleiten kann, dann wäre mein Wunsch von der guten Fee erfüllt.





50plus antwortet um 11-12-2011 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@theres

Du sprichst mir aus der Seele. Ich könnte ja seitenlange Beiträge dazu schreiben, leider fehlt mir im Moment die Zeit dazu.
Mein Mann (selber ein Antikoch) scheppert sich immer ab, wenn wieder irgendein Künstler ein neues Kochbuch vorstellt. Das ist bei uns schon seit langer Zeit ein Belustigungs-Thema.
Ja meinst, mit den sündhaft teuren Gelnägeln kannst viel manuell arbeiten? Im Garten vielleicht auch noch?
Später vielleicht mehr!


helmar antwortet um 11-12-2011 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
3 Wünsche frei? Nun, an Feen oder ähnliche Fabelwesen glaube ich nicht, aber an das Gute im Menschen, auch wenn dieses bei vielen durch viele Einflüsse diesen ausgetrieben wird.......

Landwirtschaft......nun, ich selber werde in einigen Monaten draussen aus dieser Szene sein, aber ich wünsche meinen "Nachfolgern" dass sie immer ihre Landwirtschaft so betreiben können, wie sie es für richtig halten und selber entscheiden können in welcher Form. Dass sich der Druck der Öffentlichkeit, oder besser aller jener welche da meinen, mitzureden zu können, dürfen oder müssen, in erträglichen Grenzen hält. Dass dabei die Wirtschaftlichkeit gegeben ist........und dass sie das was sie tun, mit Freude tun können.

Landschaft.......Landwirtschaft macht Landschaft, so einfach ist das. Und es liegt an den Bedingungen z.t. von aussen, wie in Zukunft das Landwirtschaften aussehen wird. Und wird irgendwo die Landwirtschaft eingeschränkt oder aufgeben, solange die Besiedelung aufrecht bleibt und die Infrastruktur aufrecht, dann haben wir halt mehr Wald......auch kein Nachteil für Boden, Wasser und Klima.

Ernährung.........mein Kuchlgartl wird in Zukunft wieder mehr Abwechslung bieten........und beim Einkaufen schau ich weiterhin auf Ware aus unserem Land. Das reicht für mich persönlich........aber mir reichen alle Prediger bis was weiss ich wohin, welche ihre Form der Ernährung als die einzig Wahre wie eine Religion über die Leut bringen wollen. Ich schreib keinem vor was und wie er isst, und das kann man für sich selber auch verlangen.
Was ich mir aber allgemein wünsche, ist der Respekt vor jenen Lebewesen welche unserer Ernährung dienen. Dazu gehört für mich neben der Fütterung, Versorgung und Umgang auch jene Art, wie getötet wird. Und eine Tierquälerei aus religösen oder sonstigen Anschauungen hat schlicht und einfach in einer Gesellschaft nichts verloren. Auch finde ich, dass Pelz und Leder, wenn schon gewünscht, von Tieren stammen, deren Fleisch gegessen wird. .....und was ich mir vor allem wünsche ist dass jeder in Zukunft an Lebensmitteln genausoviel einkauft wie er auch verbrauchen kann und weniger davon weggeworfen wird.
Mfg, Helga


soamist2 antwortet um 11-12-2011 11:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
offensichtlich mutiert dieser thread zu einem internen meinungsaustausch zwischen alten weibern zum thema heile rosa welt


Hoellerhansl antwortet um 11-12-2011 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@rattle03:

..ich gehöre auch zu den " selbstversorgern", backe mein eigenes brot, verarbeite mein gemüse, räuchere, trockne, schlachte meine hühner usw. und das schon recht lange...für mich war es als Koch schon in den 80igern wichtig, gute Lebensmittel zu haben...
hier in diesem Forum gibt es bis auf wenige Ausnahmen leider nur Landwirte, die sowas belächeln, vielleicht sogar als romantische Spinnerei abtun...ich bin jetzt ein paar Wochen hier...und habe viel Besserwisserei, Chemiehörigkeit und leider auch braunes Gedankengut gelesen...
...vielleicht kennst du dieses Forum auch, da sind eher gleichgesinnte ohne öko-trip..:-)

http://www.selbstvers.org/


helmar antwortet um 11-12-2011 11:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Wünschen kann man sich ja was.....
Mfg, Helga


soamist2 antwortet um 11-12-2011 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
.


280563 antwortet um 11-12-2011 19:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@soamist: Passend zu deinem obigen Eintrag dein Webname: so a Mist! Typisch für deinen begrenzten Horizont dein Sager von den "alten Weibern Silvia, Theres, 50plus". Wenn du nichts beitragen kannst zu diesem Thread bitte ich dich doch so lieb zu sein, dich mit solch dämlichen , pubertierenden Meldungen nicht in eine ernsthaft geführte Diskussion unter Erwachsenen einzumischen. Ich halte mich ebenfalls aus technischen und anderen Diskussionen heraus, da ich dort nichts zu suchen habe.
Hoffentlich wirst du in absehbarer Zeit ein wenig intelligenter.

Tschüß
das alte Weib Silvia


helmar antwortet um 11-12-2011 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Kränk di net..........manche tun sich halt vor der Tastatur sehr leicht, rüpelig zu agieren....;-).
Mfg, Helga


theres antwortet um 12-12-2011 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo siliva,
wegen so am Rüpel sich ärgern, wir doch nicht. :-))))
Jugend oder Alter ist ein Zustand, der sich mit jedem Tag ändert und dem niemanden entkommt, ausser er stirbt jung.
Ich hab gestern abend 16 Apfelstrudel in die Gefriertruhe verpackt, wenns pressiert, ist es recht praktisch, darauf zurückgreifen zu können. Die österr. Mehlspeisenküche hat weltweit so einen guten Ruf, das ist doch auch was für uns.
Kochen gehört für mich auch zum handwerkliches Können, nur weil es bei vielen nichts zählt, muss ich mich doch diesem Trend nicht anschliessen.
Scheinbar geht in der Überfülle von Nahrungsmitteln das Gefühl für Lebensmittel verloren.
Als Bäuerin bin ich an der Landwirtschaft, an der Landschaft und der Ernährung nah dran-
freut mich, dass es auch ein paar andere so sehen.
Mit einem Urlaub irgendwo ganz exotisch- wird wohl mehr gepunktet als mit den Werten, die uns wichtig sind.
Aber, jeder muss für sich selbst entscheiden, was für ihn zählt.
Ich hoffe nur, dass es in Zukunft auch noch Bäuerinnen und Bauern gibt, die Landwirtschaft nicht nur rein vom wirtschaftlichen her sehen- (ist ein wichtiger Teil) aber es gehören auch noch andere Aspekte dazu.
So a Mist hat uns gezeigt, wie er die Sache sieht.
Heute schmort schon ein gutes Rindfleisch im Ofen, mit einer guten Beilage und Gmüs aus dem Garten- gutes einfaches Leben muss ja nicht unerschwinglich sein. Teuer wird es oft nur, wenn frau/man vom Haushalt nichts versteht.
Das ist nämlich der Punkt, selber kochen ist ein preiswertes Hobby und die anderen in der Familie haben auch was davon.
Unser so a Mist scheint das nicht zu schätzen.
Damit hat der wohl noch rüplige junge Herr jetzt mehr als genug Aufmerksamkeit erhalten.
Gestern abend haben wir im Fernsehen gesehen, wieviele Leute in Amerika hungern und wie tief dort auch die Dosen- und fast food Mentalität verankert ist.
Ich werd meiner Mutter ewig dankbar sein, dass die mir das Kochen und Haushalten beigebracht hat.
Deswegen - wer kochen kann, ist klar im Vorteil und wer es nicht kann, es lohnt sich, diese Fertigkeit zu lernen.






50plus antwortet um 12-12-2011 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Wenn man weiß, dass die 2 Lungenbraten eines Schweines zusammen nicht mal 1 kg wiegen und dann zusehen muß, wie die Fernsehköche aus der Mitte des Lungenbratens grad mal 4 oder 5 Scheiben rausschneiden, den Rest in einem Kübel verschwinden lassen, dann kriegst auch eine Krise. Wenn man Glück hat, erwähnen sie doch ganz beiläufig, dass man dieses als Geschnetzeltes verwenden kann.
Dass man aus billigem Schulterfleisch auch ein herrliches Geschnetzeltes zaubern kann - wer weiß das schon?
Die Kaufhausrestaurants sind in der Mittagszeit vollbesetzt, auch sehr viele sehr rüstige Pensionisten sind dabei. Ich bin es natürlich jedem gegönnt, aber denke mir oft: Viel lieber verbringt man seine Zeit mit DingendiedieWeltnichtbraucht-shoppen, als mit selber kochen. Auch sonntags ist es ohne Reservierung fast nicht möglich in gut geführten Restaurants einen Platz zu erhaschen, es geht uns also allen so gut! Ich rede nicht davon, dass man ab und zu einmal essen geht, aber inzwischen gibt es viele Menschen, die mehrmals die Woche essen gehen. Dabei wäre doch für 2 Personen im Handumdrehen etwas abgebruzzelt. Aber unser Fleischhauer meint immer, dass ja fast niemand mehr ein Rindsschnitzel kochen kann, darum bringt auch er die von ihm angebotenen Menüs zum Mitnehmen reißend weg.


theres antwortet um 12-12-2011 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Hallo 50 plus,
mir sind die Kochsendungen inzwischen schon ein Graus. Da werden Dinge hergezeigt, küchenechnische Meisterleistungen, ich bin schon manchmal ganz platt vor der Kiste gesessen und hab mich gefragt, ob ich eigentlich kochen kann?
Und dann wird hergezeigt, dass man das Meiste davon beim Kochen schon wegwirft, ob das gekochte Fernsehgericht überhaupt gegessen wird, das entzieht sich meiner Kenntnis.
Die einfachen Sachen, dass Rind oder Schwein nicht nur Edelteile hat, sondern auch viele andere, das geht verloren.
Mehlspeisen- alle Kinder kennen Pizza, aber die Mehlspeisen?
Gurke, Tomate, grüner Salat das ganze Jahr, Randen, Gelbe Rüben, Kraut, das typische Wintergemüse ist nicht mehr gross gefragt.
Selbst die Leute, die Zeit haben, nehmen sie nicht mehr zum Kochen her.
Gut, dass muss jeder selbst wissen.
Ich koche gerne, meist ganz normale Speisen, was das Jahr und unser Hof liefert,
aber manchmal wenn mir danach ist, hole ich mir ein Kochbuch von "edlerem Geblüt" hervor und koch dann auch mal was "Feines".

Dazu einen schön gedeckten Tisch, das gute Geschirr und mich freuts, dass ich mir dank meiner Fertigkeiten so was auf den Tisch stellen kann.
Meist laden wir da noch andere Leute dazu- und ich geniesse das gute Essen, die schöne Stimmung.
Hin- und wieder gehen wir auch mal essen, aber meist stellen wir fest, dass wir zu Hause besser gegessen hätten.
Dafür leiste ich mir das eine oder andere schöne Geschirr oder Kochbuch und freu mich über meinen Gemüse- und Obstgarten.
Essen ist ein Stück Lebensfreude, da kann man auch mit einfachen Sachen was Gutes auf den Tisch stellen.



Hoellerhansl antwortet um 12-12-2011 09:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
Die Älteren werden sich noch an die alten Kochsendungen im ORF erinnern können, in den späten 60igern und frühen 70igern. Helmuth Misak etc. ich habe es als Kind geliebt. Deswegen bin ich Koch geworden.
Es ist eine anstrengende, aber schöne Arbeit.
Im privaten Bereich gibt es nichts schöneres als im Kreise der Familie und Freunde zu kochen, zu kosten usw.
Es verbindet, es ist soziales Leben und auch die Tätifkeit des Essens passiert nicht in 10 min., sondern dauert solange es dauern mag.



280563 antwortet um 12-12-2011 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zukunft Landwirtschaft, Landschaft, Ernährung
@Theres, 50plus: Danke für eure Einträge. Nein, ich lass mich von solch Einträgen wie von soamist nicht aus der Ruhe bringen, dennoch war ich ein wenig ungehalten, wie unwichtig diesem Bürscherl die Autarkie eines Bauernhofes ist. Man bekommt ja ohnehin (noch) alles zu kaufen. Da ist es Balsam eure Einträge zu lesen. Es macht Lust auf Nachmachen denke ich - vielleicht haben wir den einen oder anderen doch zum Umdenken gebracht. Natürlich kann man nicht alles selbermachen, aber was sich leicht machen läßt und sicher besser schmeckt als gekauftes.
Ich stimme mit euren Beiträgen wirklich ebenfalls überein.Was du 50plus so treffend beschreibst, spielt sich jeden Tag vor meinem Küchenfenster ab - unser Nachbar betreibt ein Gasthaus und täglich zur selben Zeit parkt sich das Stammpublikum (alle ausnahmslos 70plus) ein um zum Sturm auf die Gastwirtschaft zu blasen. Dem Aussehen nach keine Mindestrentner, denn die können sich dieses eh nicht leisten und kochen selber. Den Rest des Tages wird mit Shoppen und Friseur totgeschlagen. Also dieser Lebensabend wäre mir nicht sinngebend.
Dankeschön für eure schönen Beiträge.
Silvia



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