enzeflo 21-11-2011 14:00 - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
Wie heißt das in der Fachsprache wenn eine Kuh "eingebrochen" ist?



mfj antwortet um 21-11-2011 16:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen


Meinst du die Vorgänge von Geburtssymptomen (Erschlaffung der breiten Beckenbänder und anderen Gelenkbändern im Beckenbereich) – oder jene Schwimmübungen - wenn die Kuh im Fischteich hinterm Haus im Eis eingebrochen ist....?

Das heißt im Fachbegriff: KUHtitanic unter








Idealist antwortet um 21-11-2011 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen




stefan_k1 antwortet um 21-11-2011 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen



enzeflo antwortet um 21-11-2011 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
ich habe die Erschlaffung der Beckenbänder gemeint.
Was kann man tun, damit sich die Kuh nachher wieder erholt? Ich habe das Problem, dass Kühe mit einer Leistung von über 40 Litern pro Tag sehr lange brauchen, damit sie sich wieder erholen bzw. teilweise erholen sie sich gar nicht davon.


golfrabbit antwortet um 21-11-2011 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
Ich will hier nicht den Oberprofi heraushängen lassen, aber es scheint mir doch befremdlich, wenn Bauern in der Lage sind Kühe auf über 40 l zu treiben, das Know how jedoch andernorts (Gesundheit, Fruchtbarkeit...) auf dem Stand der 20 l Kuh stehengeblieben ist.
Meine Meinung


cowkeeper antwortet um 21-11-2011 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
wie äußert sich das bei dir? Du musst die Kühe die ersten Tage nach dem Kalben natürlich möglichst auf einem trittsicheren Boden halten (oder eigentlich immer), damit sie nicht auseinandergrätschen. Welche Probleme hast du denn sonst damit?

lg cowkeeper



mfj antwortet um 21-11-2011 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen


@enzoflo – du schreibst in Rätseln....?

Mit dem „Einbrechen...“

Wie schon beschrieben – ...ist das ein ganz natürliches Geburtssyndrom.

Vielleicht meinst du die Problematik der Anfütterung nach dem Kalben.
Hier hat sich eine ganze Wissenschaft breitgemacht – trotzdem ist es für den Laien nicht ganz einfach eine Hochleistungskuh in Kondition und Leistung zu halten.

Wenn man die Ca-Versorgung im Griff hat, ist die Energiefrage noch lange nicht gelöst.

Es gibt einen netten Grundsatz. Für eine Hochleistungskuh sind die ersten 3 Wochen nach der Kalbung entscheidend.
Hier wird vieles oder alles verkehrt gemacht – und das entscheidet nicht nur, ob sie gut und anhaltend Milch gibt – sondern ob sie überhaupt in vernünftigen Serviceperioden wieder trächtig wird.

Hier einen Fütterungsroman zu schreiben ist übrig. Man kann Ketosen und Acidosen nicht mit „Pills , Bolus und Infusionen“ alleine lösen.
Es gehört schon ein ordentliches Fütterungsmanagement und ein physiologisches Verständnis über Körperabläufe dazu. Dass lernt man mehr oder weniger in Fachschulen, besser noch in der Praxis – und Kollegen die man vernünftig fragt....werden einem die Hilfe nicht verweigern...
Geh zu einem Landwirt deiner Wahl – wo gute Milchkühe füttert – dort lernst du an einem Tag mehr - wie in 4 Jahren Fachschule !






enzeflo antwortet um 22-11-2011 09:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
1. @golfrabbit: dein Eintrag ist mehr als entbehrlich und alles andere als hilfreich.

2. Meiner Meinung nach müßte die Ca-Versorgung rund um die Abkalbung passen. Die Kühe werden in der Trockenstehzeit mit viel Heu und Silage gefütter, außerdem bekommen sie eine spezielle Mineralstoffmischung (Ca-los) für Trockensteher. Kühe ab dem 4. Kalb bekommen unmittelbar nach der Abkalbung Langzeit-Ca-Boli. Die letzte festliegende Kuh hatte ich vor 4 Jahren.

3. Ich vermute auch, dass die Energieversorgung der Milchleistung angebracht ist. 14 Tage bis 1 Woche vor der Abkalbung beginne ich mit dem Anfüttern der Kühe. Zusätzlich zum normalen Kraftfutter, dass die Hochleistungskühe bekommen gibts noch Laktationsstarter und Propylenglykol. Ich schaffe es bei diesen Tieren ganz gut, dass es zu keiner Abmagerung nach dem Abkalben kommt. Die Tiere werden in der Regel 4 - 6 Wochen nach dem Abkalben das erste Mal brünstig. Allerding sind bei manchen, speziell mit hoher Milchleistung die Beckenbänder noch nicht straff, sondern eingebrochen. Diese Straffung dauert dann tw. von 2 Monaten bis zu einem halben Jahr. Ganz wichtig: die Tiere werden regelmäßig brünstig und ich habe generell keine Probleme mit Zysten. Bei Tieren mit 30 Liter Tagesleistung nach dem Abkalben ist mir dieses Problem noch nicht aufgefallen.

Hat jemand Erklärung oder Lösungsansätze für mein Problem?


walterst antwortet um 22-11-2011 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
wahrscheinlich stehe ich irgendiwe auf der Leitung oder habe was überlesen.

Was ist jetzt genau das Problem? Was ist die negative Folge der erschlafften Beckenbänder?


enzeflo antwortet um 22-11-2011 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
ich habe immer geglaubt, dass die Beckenbänder straff sein müssen, wenn man eine Kuh erfolgreich besamen will. Macht es Sinn, eine Kuh mit erschlafften Beckenbändern zu besamen?


enzeflo antwortet um 22-11-2011 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
und wie lange dauert es normal, bis erschlaffte Beckenbänder wieder gestrafft sind?


mfj antwortet um 22-11-2011 13:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen


Ja Enzeflo, das ist eine interessante Geschichte.
Erschlaffte Beckenbänder sind spätestens nach einer Woche wieder in „Normalfunktion“ – außer das Nachgeburtsverhalten hat nicht gestimmt, oder stimmt nicht.


Wenn es wirklich so ist, wie du schreibst – handelt es sich auf alle Fälle um „Geburtsfolgekrankheiten“.

Hier geht es um Lähmungen bis zu Sakralnervenstörungen und Hormonstörungen die auf ganz vielen Faktoren liegen können.
Ich kann mir garnicht vorstellen, dass eine Kuh brünstig wird – wenn die Kontraktion des mütterlichen Gewebes nicht stimmt. Wie soll da die glatte Muskulatur (Gebärmutter) ihr Aufgaben übernehmen ?





enzeflo antwortet um 22-11-2011 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen
bei uns bekommen 95% der Kühe ihre Kälber ohne Mithilfe, auch die Nachgeburten gehen in ca 95 - 100% der Fälle alleine und vollständig weg. Die frisch gebackenen "Mütter" werden innerhalb der ersten 4 Stunden gemolken und sofort mit Energydrunk bzw. warmen Wasser und ältere Kühe (ab dem 4. Kalb) mit Ca-Bolen versorgt. Brunstschleim bei der ersten Brunst ist in der Regel klar, was auf einen vollständigen Abgang der Nachgeburt hindeutet. Es ist auch die Gebärmutter nicht vergrößert, wenn man beim Besamen kontrolliert.
Welche Dinge muß ich zusätzlich noch rund um die Geburt beachten?


mfj antwortet um 23-11-2011 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fachbegriff bei Kühen


Hallo enzeflo,

Beide Zahlen die du angibst – stimmen mich äußerst skeptisch und unrealistisch !!!


Dein Zitat:....bei uns bekommen 95% der Kühe ihre Kälber ohne Mithilfe, auch die Nachgeburten gehen in ca 95 - 100% der Fälle alleine und vollständig weg.

Also Enzo: Entweder hast du eine außergewöhnliche Genetik bei deinen Kühen – mit dem einen Manko „erschlaffte Beckenbänder“ beim besamen...

...oder du machst dir selber was vor !?




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