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  04-07-2011 21:53  pussnig
Wildheu
Meiner Meinung nach ist eine Fütterung von Reh- sowie Rotwild komplett überflüssig und nur reine Geldvernichtungsaktion.
Sowie es in Österreich der Fall ist, bringt die Fütterung nur die Lenkung des Wildes auf einen anderen Bereich des Waldes aber das Problem von Wildschäden kann damit trotzdem langfristig nicht gelöst werden.
Vorwiegend ist die Fütterung nur eine Beruhigung des Gewissens der Jäger sowie Bauern.
Auch wenn große Schneemengen im Winter fallen kann das Wild trotzdem überleben und die Wildfütterung ist keinesfalls natürlich. Dieses Thema ist erst in den letzten Jahren populär geworden.
Ein weiteres Problem welches die Fütterung mit sich bringt, ist das auch der Abschuss erhöht werden muss weil es keine ,,natürlich" Auslese mehr gib und somit auch sehr schwache Stücke denn Winter überleben können. Somit beginnt ein Teufelskreis und wenn die Bejagung dann nicht sinnvoll angepasst wird erhöht sich der Wildbestand erheblich.


Das einzige sinnvolle Mittel gegen Wildschäden ist sicher nicht die Fütterung sondern eine sinnvolle Bejagung.
Leider ist es Vielerorts so das von einigen Jägern das Wild fast ,,gezüchtet" wird und somit nur das Ziel einer maximalen Trophäenausbeute verfolgt wird. Diese Wildbewirtschaftung ist natürlich mit keiner normalen Waldbewirtschaftung in einklang zu bringen und somit sind wir wieder bei dem Thema der Fütterung um Schäden zu vermeiden.

  04-07-2011 22:20  fgh
Wildheu
Ganz sinnlos ist die Wildfütterung nicht, vor allem im Winter sollte schon gefüttert werden bei viel Schnee. Die Fütterung wird nur falsch durchgeführt.
Wild sollte nur mit Heu gefüttert werden, dass Kraftfutter dient nur für das größere Geweih!

Um Schäden zu vermeiden Bedarf es aber auch der sinnvollen Bejagung. Problemzonen müssen zwar verstärkt bejagt werden, aber die restlichen Gebiete dürfen nicht vergessen werden.

  05-07-2011 14:08  pussnig
Wildheu
Benötigt wird die Fütterung nirgends. Es ist ein natürlicher Vorgang der von der Natur so eingerichtet ist, dass es schneereiche Winter gib und somit schwache Stücke ausscheiden. Wie gesagt es liegt in der Natur und ich glaube das der Mensch in die natürlichen Vorgänge nicht zu sehr eingreifen soll. Mit einer Fütterung wird das aber gemacht und es entsteht ein Ungleichgewicht. Zum vergleich bei der Waldbewirtschaftung setzt man das Augenmerk auch auf die besten Individuen und nicht auf alles was so ,,rumsteht" im Wald. So soll es auch beim Wild sein. Somit ist es nur natürlich wenn schwache Stücke einen Schneereichen Winter nicht überleben.
Das beste Mittel ist immer noch eine sinnvolle Bejagung und auch das einfachste und Kostengünstigste.

  05-07-2011 18:09  Jophi
Wildheu
@ pussnig !

Ich überlege gerade, sind Krankenhäuser, Ärzte und Chirurgen eigentlich natürlich ?
Die Weltbevölkerung nimmt ständig zu, grüßere Kriege gibt es zumindest bei uns ( gottseidank ? ) nicht mehr.
Wo soll das noch hiunführen ?
Ohne Ärzte wäre ich z.B. schon nicht mehr hier, könnte keine Äsungsflächen mehr bestellen, kein Wild mehr füttern, keinen Wildbestand mehr regulieren.
Meine Frau hätte evtl. ein anderer bekommen.
Meinen Hof hätte meine ungeliebte Verwandschaft bekommen.
Du machst mich echt nachdenklich, diese Zweifel werden mich wahrscheinlich noch lange quälen, bin ich also unnatürlich, NATÜRLICH müßte ich längst überm Jordan sein.

Wie siehst Du das ?


  05-07-2011 19:05  pussnig
Wildheu
Ich glaube das man zwischen dem Leben eines Menschen und das eines Wildtieres unterscheiden muss. Beim Menschen ist es Gott sei Dank so das alles unternommen wird, um ein Leben zu erhalten. Ob das auch beim Wild mit allen Mitteln geschehen muss ist sicher fragwürdig. Man muss unterscheiden zwischen Mensch und Tier. Die Problematik dreht sich um die Wildschäden und ich glaube kein Jäger hast das nötige Kleingeld, so große Schadenssummen wie es in einigen Gebieten der Fall ist, zu bezahlen. Im Vordergrund soll eigentlich die Waldbewirtschaftung stehen.


  05-07-2011 19:28  fgh
Wildheu
@pussnig:
Zum Wildschaden vermeiden brauchst du nicht natürliche Selektion sondern flächendeckenden Abschuss. Wildschaden entsteht nur an unbejagten Stellen, die Lieben wissen genau wo sie nicht geschossen werden! Damit meine ich jetzt nicht das einfach alles geschossen werden soll...
Aber bei mir macht das Wild z.B. heuer genau dort Schaden wo in den letzten 15 Jahren nichts geschossen wurde... Ein Abschuss hat gereicht und sie waren schon brav...

  05-07-2011 19:38  burlei
Wildheu
Im Vordergrund steht sicherlich die Interressen der Land und Forstwirtschaft, aber ich keinen Grund warum Land bzw. Forstwirtschaft sich nicht mit der Jagd vertragen soll. Es gibt gnügend positive Beispiele. Ich binn seit einigen Jahren glücklicher Jagdpächter einer Obersteirischen Hochgebirgsjagt ("Bauernjagt). Die Jagd hat sowohl eine Mustergültige Forstwirtschaft als auch einen "interessanten" Wildbestand. Der besteht auf eine Artgerechte Fütterrung (Heu, Silage, und ein "Kraftfutter" mit ausreichen Rohfaser (getrocknete Apfeltrester). Wildverbiss nicht nennenswert.
Ich weis nicht was schlecht an einer artgerechten Wildfütterung schlecht sein soll bzw was es bringen soll Wild bewust mit dem Argument "is ja natürlich" verhungern zu lassen . lg. Burlei

  05-07-2011 20:45  Jophi
Wildheu
@ burlei !

Sag ich doch.

  05-07-2011 21:10  schellniesel
Wildheu
@burlei
Vorbildlich! So würde ich es mir als LW wünschen!

Diese Fütterung gibts bei uns schon seit min 5 Jahren nicht mehr! Trestern sind die einzige Rohfaser die gefüttert wird allerdings schon im Nov zwei Säcke aufgerissen und hingeschmissen-Fertig!

Wie schon im anderen gleichnamigen Beitrag erwähnt wird bei uns nur Kraftfutter zugefüttert!
Auf den Wildäckern steht Mais und Weizen.....
Also reine Mast und das bei weit Überhöhtem Wildbestand.....

Verbiss wie gesagt ist eine ganz großes Problem....

Mfg schellniesel

  05-07-2011 21:13  pussnig
Wildheu
@ Alle

Sicher ist die einfachste und beste Art das Wild zu bejagen. In den meisten Fällen wird die Fütterung missbrauchst und das ist ja das Problem.
Ich glaube nicht dass das füttern von Silage Artgerecht ist.
Durch die Fütterung entsteht nur ein Problem das sich der Kreislauf der Tiere nicht wie normal im Winter senkt und auf ein minimum Niveau senkt.
Kommt es so zu einem sehr starken Schneefall und der Jäger kommt nicht zur Fütterung sakt der Energiehaushalt des Wildes zusammen und das Wild stirbt.