Sau007 19-03-2011 15:29 - E-Mail an User
Aufzuchtleistungen österreichischer Zuchtsauen
Hallo Ferkelproduzenten!

Mich würde interessieren wieviele Ferkel eure Zuchtsauen im Durchschnitt aufziehen können? Ich habe bei der heimischen Genetik immer das Problem, dass bei 11 Ferkeln der Zenit erreicht ist und die Sauen nicht mehr genügend Milch haben bzw. die Milchleistung der hinteren Zitzen nicht ausreicht um ein 12tes oder 13tes Ferkel zu ernähren.

Wenn ich mir die neue VÖS durchlese, so wird von unseren Experten behauptet, dass auch die Zuchtsau genügend Fleisch haben muss, damit ein fleischreiches Mastschwein heranwachsen kann. Meine Erfahrung dazu ist die, dass wir bei den Zuchtsauen ein ähnliches Problem haben wie die Rinderhalter mit der Zweinutzungsrasse und ich bin der Überzeugung, dass es bei den Schweinen auch so ist - entweder habe ich Fleisch oder Milch!! Topleistungen ist beiden Sequmenten ist physiologisch nicht ganz vereinbar - was sagt ihr dazu??

Ich habe die Fütterung, die Kondition und die Wurfleistung meiner Zuchtsauen so gut ausgerichtet, dass ich jetzt am überlegen bin, ob ich nicht auch bei der Genetik optimieren sollte. Einer meiner Nachbarn hat für 2 Jahre einen Lizenzvertrag mit einer dänischen Besamungsstation gemacht und bezieht seither sein Mutterrassesperma dort. Er bestellt das Sperma immer am Montag und hat es am Dienstag zu Mittag am Hof. Ich bin echt gespannt, ob die Sauen halten was sie versprechen und wenn dem so ist, dann werde ich auch meine Eigenremontierung auf dänische Genetik umstellen.

Die ersten Würfe kommen bald und ich bin gespannt, ob diese Sauen eine höhere Milchleistung und Aufzuchtleistung haben. Gibt es unter den hier lesenden Betrieben schon Erfahrungen mit ausländischer Genetik?? Vielleicht auch Erfahrungen über die Zuchtsauen des deutschen Zuchtunternehmens PIG - die beiden Betriebe die im Landwirt-Film vorgestellt wurden arbeiten ja mit PIG-Genetik.

LG Sigi

LG Sigi



haasi antwortet um 19-03-2011 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufzuchtleistungen österreichischer Zuchtsauen
habe leider nur eingeschränktes Wissen über Zucht bei der Sau.
Eine Logik jedoch sagt mir, es sollte immer das produziert werden , was am Markt auch bezahlt wird.
Österreich und Süddeutschlands Preismasken zahlen seit über 40 Jahren für im Vergleich zu anderen besonders viel für sehr sehr magere und auch für schwere Schweine.
Dänemark zahlt für fette und leichte Schweine im Verhältnis zu Ö um einiges mehr.
Norddeutsche haben für fettere Schweine und auch leichtere Sauen mehr bezahlt im Verhältnis, bis vor ein paar Monaten.
Dann haben sie die Preismaske gedreht und jetzt sind schwere Schinken anstatt Schulter gefragt.
Das drängt die holländischen und dänischen Ferkel aus den Ställen, und Süddeutsche Ferkel werden bevorzugt.
Auch in Dänemark werden eigene Exportferkel produziert, um den Markt bedienen zu können nach Süddeutscher (Ö) Genetik.
Habe selbst schon Ferkelpartien mit hohem Anteil an Danzucht und Duroc Genetik gefüttert.
Gesundheit sehr gut, Wachstum sehr sehr gut, Bezahlung miserabel.
58,5 % Mfa bei max. 95 kg Schlachtgewicht.
Da fehlen auf ein Öhyb Ferkel mit 60,4 Mfa und 102 kg Schlachtgewicht 15 - 20 €.
Aber gesünder waren sie auf alle Fälle !!
Eine Betrachtung aus Sicht eines Mästers !! Viel Glück, und hoffentlich kein blaues Wunder.
Oder gelb ? welche Farbe hat der größte € Schein ?


biolix antwortet um 19-03-2011 18:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufzuchtleistungen österreichischer Zuchtsauen
Hallo !

nur eines, Bio schafft ohne Kastenstände so im Schnitt zwischen 8-10 pro Sau und Wurf auf den Biobetrieben, warum ist das zu wenig ? Warum schaffen das nicht auch konv. ohne Kastenstände ? ISt das das Platzangebot überhaupt ?

lg biolix


haasi antwortet um 19-03-2011 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufzuchtleistungen österreichischer Zuchtsauen
Bio aus Überzeugung und Schweinefleisch essen passt nicht zusammen.
Das ist vergleichbar mit " Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass. "


__joe007 antwortet um 24-03-2011 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufzuchtleistungen österreichischer Zuchtsauen
Also wenn du einen 25er Ferkelschnitt hast und du hast schon überall die Kosten optimiert und es läuft problemlos, dann würde ich dass lassen. In ein funktionierendes System eingreifen oder was umstellen ist gefährlich, da könnt der Schuß nach hinten losgehen,....

z.B.: irgendwelche Krankeiten oder Virus einschleppen,...... oder schlechtere Fruchtbarkeit,..


ist mir passiert, auf einmal hast 3 Ferkel weniger pro Wurf,.....

mfg


dahans antwortet um 26-03-2011 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufzuchtleistungen österreichischer Zuchtsauen
Habe konvers. Betrieb mit 140 Pig Muttersauen (2,5 Abferkelungen pro Jahr ), mit einer Jahresleistungeistung von 27 Ferkeln im Schnitt, bei Verzicht auf die Ferkelschutzbucht und Umstellung auf eine Farthbucht habe ich dann mindestens 700 tote (erdrückte Ferkel) !!! Auch diese Ferkel haben Recht auf das Leben !!!


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