tomsawyer 31-10-2010 09:31 - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Die Preise am Kälbermarkt sind so billig wie schon lange nicht ! Am letzten KM in Zwettl hats etliche Kälber unter zwei Euro gegeben . Durchschnittspreis war bei 3, 45 . Stellen die Mäster nicht mehr nach ? Derzeit sind ja die Mastierpreise eher gut,oder was gibt es sonst für einen Grund ?Zuviele Kälber ?Bin gespannt ,ob es am nächsten Dienstag wieder das gleiche ist.



LeoW4 antwortet um 31-10-2010 09:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Hallo,
hab für eines 40 cent bekommen. Macht bei 82 kg sage und schreibe 32 Euro aus.
War leider bei der Versteigerung nicht anwesend, sonst hätte ich das Kalb nie abgegeben.
Bekam vom Verband eine Nachzahlung von gut 100 Euro nach intervention meinerseits für die ich ewig dankbar sein muß laut Versteigerer.
Es waren mehrere unter 1 Euro. Die Versteigerung hätte abgebrochen werden müssen!
Grund für die schwachen Kälberpreise sehe ich im hohen Körnermaispreis.
mfg leo


naturbauer antwortet um 31-10-2010 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Welche Rassen waren das?


Biohias antwortet um 31-10-2010 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
warum im hohen körnermaispreis???
mfg


MUKUbauer antwortet um 31-10-2010 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
weil der Mais gut das Doppelte vom Vorjahr kostet und die meisten Mäster nur mit Maissilage fahren was auch am besten Funktioniert....




maxho85 antwortet um 31-10-2010 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Das vermute ich nicht! Ein Rind braucht ca 16 Monate das es fertig Gemästet ist und so braucht man 1,5 Jahre Mais. Bei den Schweinen schaut die Sache wieder ganz anders aus. Hier sind die Felkel schon im Keller da die Mäster nicht einstellen.
Zurück zum Rind: Wenn du mal nicht Einstellst als Mäster, so hat man ein Loch im Bestand. Und nach einem Jahr nicht einstellens, so ist immer noch ein Tier im Stall.
Lg Max


DJ111 antwortet um 31-10-2010 12:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Ich würde das mal nicht überbewerten. Ich hab lange genug bei einer Versteigerung mitgearbeitet und gesehen, dass oft alleine das zufällige Ausbleiben einiger Käufer bei gleichzeitig großem Angebot einen Preisverfall bewirkt, der beim nächsten Markt mehr als ausgelichen wird, weil die Käufer ja erfahren, dass Kälber derart billig waren.
Und die größeren Händler haben das sofort gecheckt, dass bei so einer Versteigerung die Tiere leicht für alle reichen und tun sich in so einem Fall auch nicht gegenseitig "weh".

Ausserdem sind im späten Herbst und Winter kleinere Kälber immer billiger, weil diese viel mehr Probleme mit stressbedingten Erkrankungen nach der Versteigerung und Transporten machen und du gleich mal wieder die TKV anrufen kannst, wenn du nicht rechtzeitig den Tierarzt hast.

Nachdem der Fleischpreis eigentlich gleichbleibend bis leicht steigend ist, halte ich das Tief bei den Kälberpreisen eben nur für sehr kurzfristig. Warten wir´s ab, ob ich recht hab.

Gruß DJ


LeoW4 antwortet um 31-10-2010 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Hallo,
Rasse: 62,5 % Fleckvieh 37,5 % RHF
Sah aber wie ein Fleckviehstierkalb aus.
@ DJ Sehe ich nicht so, wennst die Durchschnittspreise anderer KM hernimst ist der gleiche Trend zu beobachten
mfg leo


179781 antwortet um 31-10-2010 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Heuer ist der Ertrag bei Mais deutlich schwächer als in den letzten Jahren. Und wenn der Silo nicht ganz voll ist wird sich halt keiner den Stall mit teuren Kälbern vollstellen. Zusätzlich ist der Preis für Körnermais recht interessant. Also generell nicht der großer Anreiz Stiere zu mästen. Ausserdem waren Kälberpreise in den letzten Jahren teilweise viel zu hoch. Die Stiermäster haben praktische die Kuhbetriebe gestützt, jetzt ist es halt einmal wieder umgekehrt. Über die Jahre gesehen gleicht sich das aus.

Gottfried


DJ111 antwortet um 31-10-2010 14:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
@leoW4: Brauchst keine Angst zu haben: Ich trau mich fast zu wetten, dass das Preistief - für mich als Stiermäster "leider" - nicht lange anhalten wird. Die Mastplätze sind in der letzten Zeit mehr geworden und die Kuhzahl ist eher im Sinken. Nachdem beim Fleischpreis derzeit keine Abwärtstendenzen zu sehen sind und Stiermast wegen der doch mind. einjährigen Haltedauer etwas langfristiger ist, werden die Kälberpreise sicher bald wieder in vertretbare Höhen steigen.
Kurzfristige Preisschwankungen sind oft viel einfacher zu erklären:

z.B. wird der letzte Markt vor Weihnachten bei kleinen Kälbern immer schlechte Preise haben, da sich kurz vor den Feiertagen keiner gerne eine Gruppe kleiner Kälber kauft - ist tatsächlich so.
Weiters kann zur Silierzeit im Herbst oder der Anbauzeit im Fühjahr immer wieder ein Markt ziemlich einbrechen, wenn Mäster lieber die Feldarbeit erledigen, als Kälber kaufen fahren. Vor allem auch wenn grade dann ein paar schöne Tage sind und es vorher viel geregnet hat - kann im übrigen auch für diesen Einbruch ein bissl mitschuld sein.

Der einzige verläßliche Vergleichswert ob die Preise sinken oder fallen war in den letzten Jahren immer nur der Fleischpreis.

Meint DJ, der den Markt doch auch schon 20 Jahre sehr genau miterlebt hat.


Hausruckviertler antwortet um 31-10-2010 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Der hauptsächlich Grund ist, dass im Herbst viel mehr Einsteller anfallen von den Mutterhuhhaltern. is alle jahre das selbe. In Vöcklabruck lagen die Preise bei der vorletzten Versteigerung noch bei € 4,-- in Schnitt und bei der letzten nur mehr bei ca. € 3,50 wenn mich nicht alles täuscht.


naturbauer antwortet um 31-10-2010 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Vor 14 Tagen Rasse Fleckvieh Stierkalb 78 kg 5,20 Euro/kg.


Reny antwortet um 31-10-2010 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Preisdumping am Kälbermarkt
Mit dem Auslaufen der Betriebsprämie wird sich dieser Trend sicher noch verstärken,
den die Stiermäster werden diesen Verlust sicher nicht alleine tragen.


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