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walterst 10-08-2010 22:03 - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Den Tirolern wurde ja vor wenigen Wochen fehlende Zivilcourage und sogar unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen, sodass sogar der Staatsanwalt ermittelt, welche Falott(inn)en den armen Altlandeshauptmann Alois Partl über 6 Stunden in seinem Blut in der Tiefgarage liegen liessen.

Nun gibt es aber eine andere Version: Der Alt-LH hätte nicht 6 Stunden verletzt herumgelegen sondern in dieser Zeit sich einen Vollrausch angesoffen und aus Angst vor seiner Frau nach einem Sturz ein wenig die Tatsachen verdreht und damit die Tiefgaragenbenutzer dieser fraglichen Stunden in Täuschungsabsicht eines schweren Verbrechens bezichtigt.

mal sehen.

näheres: http://dietiwag.at/index.php?id=3290


Christoph38 antwortet um 11-08-2010 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Das ist in der Tat eine gänzlich andere Version der Geschichte.

Schwierig zu sagen, ob die Staatsanwaltschaft jetzt gegen Partl vorgeht. Die falsche Bezichtigung anderer mit Straftaten ist ja selbst strafbar, soviel steht fest.

Die besondere Schwierigkeit für die Staatsanwaltschaft besteht darin, ob man Partl noch als Politiker einstuft, die ja traditionell und üblicherweise mit Glacehandschuhen anzufassen sind oder ob man Partl einige Zeit nach seinem Rücktritt als Privatperson ansieht, sodass auch strafrechtliche Verantwortung besteht.

Mir persönlich hat eigentlich die Begründung der Staatsanwaltschaft im Fall Dörfler gut gefallen, wonach Dörfler in der Frage der Kärntner Ortstafeln salopp formuliert zu blöd ist um Amtsmissbrauch zu begehen.




walterst antwortet um 17-08-2010 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Es tauchen nun immer mehr hochpromillige Indizien auf, die die Tiroler von dem schweren Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung entlasten könnten.
http://www.dietiwag.org/blog/index.php



Christoph38 antwortet um 17-08-2010 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Wilhelm hat sich gewiss um das Land Tirol erhebliche Verdienste erworben, indem er verschiedene Skandale im Umfeld von Tiwag und Landespolitik aufgezeigt hat. Ein Orden wäre nicht zuviel verlangt.

Faszinierend finde ich wie gut er offenbar informiert ist.
Gewiss gibt es viele Menschen, die viele Zustände für untragbar halten, selbst jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht in Erscheinung treten können, jedoch Wilhelm mit Informationen versorgen.

Als Nichttiroler würde ich mir derzeit wünschen, dass Wilhelm nach Niederösterreich übersiedelt und den dortigen Despoten (Pröll, so bezeichnet in den Sbg. Nachrichten vom ...) einer Behandlung unterzieht.
Besteht doch die grosse Gefahr, dass im Windschatten von blau/orangen Skandalen ala Hypo Alpe Adria diverse NÖ-Skandale viel zu kurz kommen (zB. Wohnbaugelder, Flughafen etc).


walterst antwortet um 17-08-2010 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
@christoph38

Bei der Verleihung der Goldenen Ehrennadel an Markus Wilhelm könnte es womöglich passieren, dass der LH Platter dem Wilhelm zuerst das Hemd auszieht, bevor er ihm die Nadel anheftet und dass er anschliessend an die Schützen für die Ehrensalve scharfe Munition austeilt.


Christoph38 antwortet um 17-08-2010 15:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
@ walterst
Du verzeihst hoffentlich meinen Widerspruch:
Ich bin mir relativ sicher, dass ein LH vom Kaliber eines Platter soweit über den Dingen steht, dass er Landesinteressen von Parteiinteressen gut zu unterscheiden vermag.
Auf Basis der Verdienste um das Land Tirol wäre Wilhelm zu ehren, nicht wegen seiner Verdienste um die VP. Ein halbwegs fähiger Politiker unterscheidet im Amt solche Aspekte locker, auch und selbst dann, wenn es ihn von der Parteiseite leicht zwickt.


walterst antwortet um 17-08-2010 15:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
@christoph38
Ich bin nicht ganz sicher, ob ich Dir in dieser Frage zustimmen soll.

Dagegen spricht: Markus Wilhelm schätzt den Intelenzkwozientn vom Platter nicht ganz so hoch ein wie den durchschnittlichen Blutalkoholgehalt der Tiroler LAndesschwarzpolitiker. Somit ist fraglich, ob Platter die UNterscheidung zuzutrauen ist.
Dafür spricht: MIt einer Ehrung und kräftiger Umarmung wäre wahrscheinlich die maximale Beschädigung von Markus Wilhelm erreicht.


Christoph38 antwortet um 17-08-2010 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Nicht ganz so hoch mag sein.
Der logische Irrtum besteht aber darin "nicht ganz so hoch" mit niedrig gleichzusetzen.

Abgesehen davon, dass es eine Beleidigung für alle Tiroler wäre, ihnen zu unterstellen sie hätten einen Dödel zum LH gewählt, stellt sich auch die Frage, ob nicht für einen LH ein gut durchschnittlicher IQ völlig ausreichend ist, angesichts der überwiegend repräsentativen Aufgaben.
Wir in Sbg. kommen ja auch ganz gut zurecht, mit unserer Frau LH und dem was ihr IQ hergibt.



biolix antwortet um 17-08-2010 15:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Freunde, ist bei euch das wetter heute auch so schlecht ? ,-)))

aber habts recht, besser hier schreiben als saufen.. ;-))

lg biolix


walterst antwortet um 17-08-2010 17:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
@christoph38
Ich wollte wegen des Anforderungsprofiles an eine(n) LH grade schreiben, dass es vor allem darauf ankommt, den Kopf des LH-Kandidaten nicht vorzeitig mit unnötiger Literatur zuzumüllen (LH-Pröll hat ja bekanntlich bisher kein Zweitbuch zum "Schatz im Silbersee")
Dein Hinweis weiter oben wegen niederösterreichischer Finanzsümpfe bringt mich nun auf die Idee, im Schatz im Silbersee mal nachzublättern. Womöglich ist das quasi ein Drehbuch für die NÖ-LAndespolitik mit grundsätzlich bösen Rothäuten (Ausnahmen: Roter Häup(t)l(ing) als Blutsbruder), versteckten oder versunkenen Schätzen, Abschüssen aus dem Hinterhalt und so....

vergleicht man die Darsteller in den beiden Geschichten, gibt es doch verblüffende Ähnlichkeiten:

http://culturebase.de/hpg/media/t1_75878.jpg
http://www.genuss-region.at/ezimagecatalogue/catalogue/variations/A/17348-400x500.jpg


walterst antwortet um 16-09-2010 07:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Alt-LH Partl ist sich nun nicht mehr zu 100% sicher, ob alles nach seinen Schilderungen abgelaufen ist:

Tiroler Tageszeitung:
Alois Partls fehlende Erinnerung

Eine retrograde Amnesie verhindert, dass Altlandeshauptmann Partl verlässliche Aussagen über seinen Treppen­sturz machen kann. Sollte sich der Unfall anders zugetragen haben als von ihm geschildert, entschuldigt er sich.


Faksimile der ärztlichen Bestätigung der Uni-Klinik für Neurologie: „die Erinnerung des Patienten (. . .) am Nachmittag des Unfalltages abbricht.“



Von Mario Zenhäusern

Innsbruck – Mitte Juli sorgte ein Unfall von Alois Partl für gewaltiges Aufsehen. Nicht nur in Tirol, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus. Der Altlandeshauptmann hatte behauptet, nach einem Festakt im Landhaus und dem anschließenden Mittagessen im Treppenabgang zur Landhaus-Tiefgarage gestürzt zu sein. Schwer verletzt und bewusstlos sei er stundenlang dort gelegen, ohne dass jemand Hilfe alarmiert hätte.

Ein Aufschrei der Entrüstung war die Folge. Dies umso mehr, als nach dieser Schilderung Dutzende Personen den hilflos am Boden liegenden Mann nicht nur nicht beachtet hatten, sondern auch noch über ihn drübergeklettert sein mussten.

Wenige Wochen nach dem Erscheinen der TT-Story tauchten im Internet Zweifel an der Version Partls auf. Der mittlerweile 81-jährige frühere Politiker soll nicht sechs lange Stunden im Treppenhaus gelegen sein, hieß es, sondern nur wenige Minuten. Und noch dazu in schwer alkoholisiertem Zustand, weil er zuvor stundenlang mit anderen in der Innsbrucker Innenstadt­ gezecht habe.

Von der Tiroler Tageszeitung mit diesen Gerüchten konfrontiert, blieb Partl immer bei seiner Version. Und er tut das auch noch heute. Mit einer Einschränkung: Er kann nicht mit Gewissheit sagen, ob seine Version wahr ist.

Seit wenigen Tagen ist er nämlich im Besitz eines Gutachtens der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie. Deren Vorstand, Univ.-Prof. Dr. Werner Poewe, bestätigt darin, dass „Herr Dr. Partl nicht in der Lage ist, verlässliche Angaben zum zeitlichen Ablauf vor dem Unfall bzw. zum Unfallzeitpunkt oder Unfallhergang zu machen“ (siehe Faksimile rechts). Partl hat, so das ärztliche Attest, bei seinem Sturz im Stiegenhaus mehrere schwere Verletzungen davongetragen, die zum Teil neurochirurgisch behandelt werden mussten.

Im Zuge des von der Staatsanwaltschaft nach den TT-Berichten eingeleiteten Ermittlungsverfahrens musste auch Altlandeshauptmann Alois Partl Rede und Antwort stehen. „Ich habe den Hergang genauso geschildert, wie ich ihn in meiner Erinnerung habe. Ich habe keine andere Erinnerung und habe dies auch stets im guten Glauben berichtet“, sagt er im neuerlichen Exklusiv-Interview mit der Tiroler Tageszeitung. Zu anderen Versionen über die Zeit vor dem Unfall „habe ich keinen Funken an Erinnerung und kann sie auch nicht nachvollziehen“.

Allerdings stimme ihn die ärztliche Bestätigung des Prof. Poewe – „einem international höchst angesehenen Neurologen“ – schon nachdenklich. Auch wenn es seine Erinnerungen und Aussagen nicht bestätige, sei dieses Gutachten zu respektieren. Und: „Ich habe immer wahrheitsgemäß nach meiner Erinnerung berichtet, weil ich davon überzeugt war.“

Aber, und genau darum geht es in diesem Aufsehen erregenden Fall, er könne nicht ausschließen, dass ihm seine Erinnerung einen Streich gespielt hat, dass seine Version des Unfalls nicht die richtige ist. Sollte das der Fall sein, sollte sich der Unfall nicht so zugetragen haben wie von ihm geschildert, stehe er nicht an, sich zu entschuldigen. Auch bei den Leserinnen und Lesern der Tiroler Tageszeitung. Partl: „Sollten meine bisherigen Aussagen zum Unfallhergang mir unbewusste Mängel haben, so würde mir das aufrichtig leidtun.“

Der Altlandeshauptmann ist von der nicht enden wollenden Diskussion rund um den Vorfall schwer getroffen: „Ich will nicht verschweigen, dass mich diese Angelegenheit in meinem Alter sehr bedrückt, obwohl niemand zu Schaden gekommen ist außer ich selbst.“

Er ist aber ehrlich genug, auch unangenehmen Fragen nicht auszuweichen. Etwa der, ob das Gerücht wahr sei, dass er zum Zeitpunkt seiner Einlieferung schwer alkoholisiert gewesen sei. Alois Partl: „In meiner Erinnerung spielt Alkohol überhaupt keine Rolle. Ich kann aber nicht ausschließen, dass das anders gewesen ist.“



tch antwortet um 16-09-2010 07:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Regnets?

tch


walterst antwortet um 16-09-2010 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
nein tch, ich behandle nur meine Lügenallergie.


tch antwortet um 16-09-2010 12:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fehlende Courage?
Dann solltest Du intensiv mit der Behandlung weitermachen!

Gute Besserung

lg
tch


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