grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild

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Christoph38 16-07-2010 09:57 - E-Mail an User
grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild
Laut Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich können größere Einbrüche mit den Mitteln aus der GAP abgefedert werden. So waren die öffentlichen Gelder im Durchschnitt um 4 % höher als 2008. Auch das Vorziehen der Direktzahlungen oder das Milchpaket sollen zur Entlastung beitragen. (siehe landwirt.com Einstiegsseite)

So konnte dank der Massnahmen der Rückgang auf 28% abgefedert werden.

Es wäre nicht auszudenken gewesen, wo das Minus gelegen hätte, wenn nicht zB die Direktzahlungen zT in den Okt 2009 vorgezogen worden wären.







Haa-Pee antwortet um 16-07-2010 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild
tja christoph so lernt man negative nachrichten in positive zu verwandeln alles nur auslegungssache!

wir landwirte haben ja glück dass wir im durchschnitt voriges jahr ein drittel weniger einkommen hatten.

sonst wären die begehrlichkeiten auf unsere geldbörsen sprich höhere grundsteuer,pauschalierung,agrardiesel ect kaum mehr abzuwenden!

ich hoffe dass unsere vertretung bei den verhandlungen bei den bugetsparpaketen dieses verhandlungsplus von einem drittel weniger einkommen ausgehend von ohnehin niederen margen optimal zur abwehr künftiger belastungen einsetzen können!!!;-)

nicht dass sie sich wieder von den bienal springenden beamten über den tisch ziehen lassen wie in den letzten 50 jahren!


Christoph38 antwortet um 16-07-2010 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild
haapee
Mein persönliches Glück ist, dass mein Einkommen aus der Landwirtschaft seit jeher gering ist (Kategorie: unter € 50.000,-/Jahr ;-)), folglich schmerzt das Drittel monetär relativ wenig.

Was die Vertretung betrifft, kann ich nur sagen: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Grundsätzlich ist aber Skepsis angebracht, da das 50jährige über den Tisch ziehen, ja längst geschütztes Brauchtum darstellt, das sich ebenso schwierig abschaffen lässt, wie der spanische Stierkampf etc.

Nach dem Einkommensminus im Jahr 2009 von ca. 20% wie die Kammer sagt oder etwa ein Drittel wie von dir angeführt, werden sich 2010 und 2011 womöglich schöne statistische Zuwächse ergeben, die sich gut argumentativ verwenden lassen, für die massive Kürzung der EU-Gelder, die ja so gut wie feststeht, nur an der Rechtfertigung wird noch gebastelt.


Josefjosef antwortet um 17-07-2010 10:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild
man muß das Ganze viel positiver sehen:
Die freiwillig buchführenden Betriebe, die für den grünen Bericht ausgewertet werden, sind ja Vorzeigebetriebe mit guter Struktur und verhältnismäßig gutem Einkommen aus der LW.
für die sind die 28% Einkommensverlust sicherlich schmerzhaft.
für die meisten landw. Betriebe aber gilt eine andere Rechnung: Meiner Meinung nach
erzielen Diese aus der LW nur ein geringes bis gar kein Einkommen, sondern leben von der Substanz. Ein 28% iger Einkommensverlust bei diesen Betrieben spielt überhaupt keine Rolle. Von einem EK von 1000 Euro/ Jahr sind die 280 Euro doch leicht zu verschmerzen.
Das weiß auch der Niki.
Darum:
alles halb so schlimm!




iderfdes antwortet um 18-07-2010 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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So schlimm kann es nicht sein, passend dazu auch eine Schlagzeile von gestern: "Bauern für höhere Grundsteuer."


Hirschfarm antwortet um 18-07-2010 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Titel der Schlagzeile ist falsch! Es müßte heißen Kammer ist für höhere Grundsteuer. Und Zwangskammer mit Zwangsmitgliedsbeiträgen ist nicht autopmatisch die Meinung der Bauern!


edde antwortet um 18-07-2010 16:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild
sind ja wirklich aussergewöhnliche zahlen !
minus 28 prozent, und da hat der Niki noch was abgewendet-wenn das nicht eine leistung ist!wisst ihr eigentlich, um wieviel das einkommmen steigen muss, um 28 prozent nominell wieder auszugleichen ?

um sagenhafte 38,9 Prozent !!!!!!!!!!!!!!!!!!

mfg


walterst antwortet um 18-07-2010 17:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild
ich bevorzuge, den geringfügigen für Landwirte selbstverständlichen Einkommensverlust von 28% in Raten wieder aufzuholen.

Mit jeweils 12% Einkommenssteigerung 3 Jahre hintereinander ist man gleich wieder dort, wo man einmal war und der inzwischen entstandene weitere Abstand zu anderen Einkommen ist leicht mit dem psychologischen Effekt der zweistelligen Einkommensteigerung auszugleichen.


0815 antwortet um 18-07-2010 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild
Warum glaubt ihr, dass die Bauernvetretung für die Beibehaltung der Einheitswerte ist? Sicher nicht, wegen der Aufzeichnungspflicht Einnahmen-Ausgaben! Die Kammer will ja gar nicht haben, dass die Bauern wissen, was sie „verdienen“! Denn wenn sich die Kammerbeiträge, Sozialversicherungsbeiträge und Grundsteuer nach den tatsächlichen Gewinnen orientieren, würde das für diese Körperschaften einen hohen Einnahmenverlust bedeuten. Denn wenn die Kammer wirklich wegen der Aufzeichnungen Einnahmen-Ausgaben dagegen ist, müsste im Bereich AMA-ÖPUL zuerst der Anfang gemacht werden. So gesehen wäre eine verpflichtende Buchhaltung ein „Segen“ für die Bauern, wenn sich dann alles nach den Buchhaltungsergebnissen richtet. Da die meisten Bauern eh ohnehin „mitschreiben“, wäre eine Verpflichtung sicher nicht viel mehr Aufwand als der AMA-ÖPUL-Kram!


Haa-Pee antwortet um 18-07-2010 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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0815 ganz so einfach wie du die sache darstellst ist es nicht!

es gibt auch durchaus leistungsfähigere grössere betriebe mit tierhaltung die in der pauschalierung eindeutig besser fahren!

vorallem weil du nach 11000 euro gewinn und die paar freibeträge sind schnell erreicht. mal mit gleich 36 prozent einkommensteuer weg startest!

da ist es eine milchmädchen rechnung ob ich jetzt die sozialversicherung ,kammer umlage oder den fiskus direkt sponsere.

weil in guten jahren auch wenn sie selten sind kannst du "steuerschonend auf die seite legen"
und du auch permanent gezwungen bist dass dich das finanzamt nicht frisst zu investieren!

während bei einnahmen ausgaben udgl der voll steuersatz zu tragen kommt und wenn du nächstes jahr unter die 11000 kommst zahlst zwar keine steuern kannst aber auch nicht auf die reserven zurück greifen weil die hat der fiskus!

obwohl es stimmt dass viele betriebe und damit meine ich garantiert zwei drittel alles unter 60 ha fläche mit einer ordentlichen buchhaltung schnell das weite suchen würden und die gabel mit einem weitem bogen übers dach werfen würden.....!




Haa-Pee antwortet um 18-07-2010 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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auf jedenfall freue ich mich schon auf die positive verkundung durch bella nikowitsch den fähigsten landwirtschaftsminister aller zeiten!

mit welchen einzigartigen erungenschaften er den bauern das sparpaket nach den wahlen im herbst verkunden wird!

ich weiss wirklich noch nicht welche aufbauenden worte da folgen werden aber alleine der freundliche gesichtsausdruck des burgenländischen nebenerwerbsbauern entschädigt für jegliche finanzielle belastungen!


Moarpeda antwortet um 18-07-2010 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
grüner Bericht: Einkommensrückgang halb so wild
@haapee

"alleine der freundliche gesichtsausdruck des burgenländischen nebenerwerbsbauern entschädigt für jegliche finanzielle belastungen!"

....aber nicht nur der freundliche gesichtsaudruck vom berli nikowitsch, die drücken doch alle ihr gesicht so freundlich aus,
wäre interessant zu erfahren, ob sie beim schlafen noch weiterlächeln - dürfte so eine art gesichtslähmung sein, eine agrar-fazialisparese sozusagen.




mosti antwortet um 20-07-2010 00:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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bitte um info, wo gibts in der landwirtschaft solch mächtige gewinne!!! bitte beim nicki melden, um hier die kürzungen vorzunehmen. dein rinderbauer


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