Genossenschatfsanteile

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mfj antwortet um 26-05-2010 21:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Hallo,


Egal ob Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (reg. Gen.m.b.H)
Es ist eine juristische Person des Privatrechts, an der sich andere juristische oder natürliche Personen (Gesellschafter, Genossenschafter) mit einer Kapitaleinlage beteiligen. Für die Verbindlichkeiten der GmbH, reg.Gen.m.n.H, haftet grundsätzlich nur das Gesellschaftsvermögen.

Es ist aber Satzungsabhängig. Gerade Genossenschaften haben öfters den Passus: ...die Haftung enthält den zweifachen, dreifachen.... Wert des eingezahlten und gezeichneten Geschäftsguthaben.





alfalfa antwortet um 26-05-2010 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Anschlussfrage:
Wenn ich dort Kaptial einlege und meist ein zusätzliches Haftungsrisiko übernehme warum bekomme ich dann keine Ausschüttung bzw. Dividende?

lg


Josefjosef antwortet um 26-05-2010 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
weil eine Genossenschaft etwas " heiliges" ist , und es jedem eine Ehre sein muß, Anteile zeichnen zu dürfen. ( Kim Jong ill) ;-)



Tyrolens antwortet um 26-05-2010 22:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Ausschüttung bzw. Dividende kannst ja beantragen. Sonst werden damit halt fette Rücklagen gebildet.


alfalfa antwortet um 26-05-2010 23:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
verstehst du unter Rücklagen, das Erwerben einer Reihe von Firmen um mit Gruppenbesteuerungen noch weniger Steuern zu Zahlen als die üblichen 25% KöSt oder die finanzielle Hilfe in Form einer Anteilsaufstockung bei der Baywa.

Aber der übliche Schmäh is ja a. das Genossenschaftsgesetz erlaubt keine Ausschüttungen oder des geht ned weil des wär verdeckte Gewinnauschüttung!

Finds aber irgenwie witzig das sich die Bauern für 3 Cent ins Knie bohren lassen, bei den Genossenschaften aber jede Menge Geld liegen lassen das ihnen zusteht. Is halt das System Raiffeisen.


mfj antwortet um 27-05-2010 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
@Anschlussfrage:
Wenn ich dort Kaptial einlege und meist ein zusätzliches Haftungsrisiko übernehme warum bekomme ich dann keine Ausschüttung bzw. Dividende?

Also Alfa,

Zum Kapital anlegen ist eine GmbH der falsche Partner. Solche Gesellschaften oder Genossenschaften haben die Aufgabe Ihren Geschäftsbetrieb aufrecht und erfolgreich zu gestalten. Die Erbringung von Leistungen bzw. Verarbeitung von Produkten soll den Geschäftserfolg bringen, nicht eine Geschäftsguthabens-Aufstockung bzw. Ausschüttung, das ist gar nicht das Unternehmerziel.

Du musst Dir überlegen ob Du vom Geschäftsbetrieb profitieren kannst – z.b. Produktverarbeitung, mit Dividenden Dein eingebrachtes Kapital zu erhöhen ist gar nicht vorgesehen.
Das Haftungsrisko ist von vorneherein in den Satzungen festgelegt. Du haftest mit Deinem Geschäftseintrag zu der jeweiligen Höhe.

Den Bilanzgewinn/verlust wird auf der Gesellschafter/Generalversammlung mit einem Verwendungszweck bzw. Deckung vorgeschlagenen. Die einfache Mehrheit der Mitglieder bestimmen dann eine Verwendung. Endet mit 99,9% immer in/aus den Rücklagen

Kann es sein das Du GmbH/ reg. Gen.m.b.H mit einer AG verwechselst ?




alfalfa antwortet um 27-05-2010 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
na, kann ned sein!

die genossenschaften (bis auf wenige) san die einzigen firmen bei denen die Eigentümer kein Geld sehn!
Das gibts sonst nirgens, die Eingelegte Summe wird nichtmal verzinst.

"haben die Aufgabe Ihren Geschäftsbetrieb aufrecht und erfolgreich zu gestalten"
....des trifft auf jede Firma zu die sich im Wettbewerb befindet, is kein Argument!

lg


mfj antwortet um 27-05-2010 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schwierig Deine Aussage zu bewerten...

Wenn´s Dir darum geht - über Genossenschaften zu schimpfen, auf geht´s... ;-)

Wenn Du aber klug bist und andere Lösungen weißt, stellst Du auf der nächsten Generalversammlung - Deine Anträge - und überzeugst die restlichen Eigentümer davon, das Du einen besseren Weg weißt.

So einfach ist Genossenschaft und auch Politik - aber vielleicht ist" jammern" noch einfacher !




lacusfelix antwortet um 27-05-2010 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Wenns um Molkereigenossenschaften geht sehe ich es so dass eben der erwirtschaftbare Milchpreis quasi die "Gewinnausschüttung" ist.
Wenns um Lagerhausgenossenschaft geht wo ich mehr oder weniger als Konsument hingehe sieht es ein wenig anders aus, wenn irgendein Unternehmer zu besseren Konditionen einkauft als der Genossenschaftsbauer.
Wie wird das bei euch gehandhabt, gibt es in eurer Genossenschaft spezielle Angebote, Rabatte, Jahresrückvergütungen oder der gleichen für Mitglieder?



karl0815 antwortet um 27-05-2010 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mir ist ein ordentlicher Milchpreis allemal lieber als eine Verzinsung der Geschäftsanteile, die mit Kest(25%!) zu besteuern sind!

Aber meistens gehts den Kollegen ums "sudern" und da eignet sich die Genossenschaft hervorragend.

mfg karl


derek antwortet um 27-05-2010 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile


hallo

wer hat bei der genossenschaft noch geschäftsanteile? ja mein vater hatte welche
hab ich mir schon lange auszahlen lassen jetzt mach ich mit der genossenschaft bessere
geschäfte als früher
mfg derek



Hirschfarm antwortet um 27-05-2010 12:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
@karl
Wenn du einen ordentlichen Milchpreis bekommen würdest, wärst du froh wenn du nur 25% Kest zahlen müßtest. Dann würdest du nämlich Geld verdienen und 50% Einkommensteuer bezahlen.


alfalfa antwortet um 27-05-2010 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Des is ned war, es geht ned ums Sudern! Wollte lediglich aufzeigen, dass die Genossenschaften die einzigen Firmen sind, bei denen die Eigentümer vom Firmengewinn nichts haben. Die Molkerein bewegen sich meines wissens ohnedies in einem Graubereich, was einen höheren Milchpreis betrifft, was die verdeckte Gewinnausschüttung betifft.
Man kann sich jetzt die Frage stellen, warum eine Genossenschaft deren Hauptzweck in der Regel die Förderung ihrer Mitglieder ist, überhaupt einen Gewinn braucht, so ist die Rechtfertigung der Reserven einige Jahre sicher zutreffend. Dennoch stellt sich dann irgendwann die Fragen in wie weit es gerechtfertig ist, das die Raiffeisen- Landesbanken (die gut wirtschaften) zum einen steuerlich bevorzug durch das Genossenschaftssystem sich einen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen und in wie weit dieser zusammenschluss der genossenschaftsbanken zur landesbank der Förderung der Mitglieder noch nachkommt. Mir wäre es unbekannt, dass man bei der Raiffeisen bessere Konditionen bekommt weil man Mitglied ist, wann dann weil man ein guter Kunde ist. Ähnlich beim Lagerhaus. Ich ein absoluter Beführworter eines starken Raiffeisenverbandes, dennoch steht den Eigentümern zum. ein Teil des Gewinnes zu.
Warum soll man in eine Firma investieren (in welcher Form auch immer), wenn man weiß das das Geld ohnedies verschossen ist. (keine besseren Kondition, keien Rückfluss in welcher Form auch immer) von Opportunitätskosten ganz zu schweigen.

Ist wohl ein Thema, fern von sudern, über dass man wohl disskutieren kann oder?



Tyrolens antwortet um 27-05-2010 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eine Genossenschaft hat ja auch einen anderen Zweck als die Kapitalanlage, sondern die Förderung des wirtschaftlichen Fortkommens der Genossenschafter. Wie es eben bei einer Molkerei sein soll - guter Milchpreis, erhöhte Wirtschaftlichkeit des Betriebes des Genossenschafters.

Ist die Baywa überhaupt noch eine Genossenschaft?


Tyrolens antwortet um 27-05-2010 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Bei uns stand eine Zeit lang im Raum, dass jene Landwirte, die sich ihre Anteile an der örtlichen Molkerei auszahlen ließen, nicht mehr ohne weiteres an diese Molkerei liefern dürfen. Betraf vor allem die Milchrebellen, die zwischenzeitlich auch an andere Molkereien geliefert hatten.


Moarpeda antwortet um 27-05-2010 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
@alfalfa

"Das gibts sonst nirgens, die Eingelegte Summe wird nichtmal verzinst."

genau, und wenn man kündigt sind jahrelange kündigungsfristen


karl0815 antwortet um 27-05-2010 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Ich denke, man sollte die eizelnen Genossenschaftssektoren
-Geld
-Ware
-Milchnicht über einen Kamm scheren!
Bei Geld und Ware ist mir der Sinn der Mitgliedschaft ebenfalls schleierhaft, denn ich bekomme als Nichtmitglied weder schlechtere Kontokonditionen noch ist der Düngerpreis deswegen höher!
Anders sehe ich das im Milchbereich: Ich erwarte mir von meinem Unternehmen einen überdurchschnittlichen Milchpreis und ich hoffe, dass diese Erwartung langfristig aufgeht!-ABER eine Garantie gibts nirgens!

@hirschfarm: als Est-Pauschalierter ist mir der bessere MP allemal lieber(bin eben nur ein Kleinbauer;-))


Tyrolens antwortet um 27-05-2010 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Es gibt schon eine Verzinsung. Eine Genossenschaft gewinnt, wenn's gut läuft, ja auch an Wert und dementsprechend sollten bei Auflösung oder Ausscheiden auch entsprechende Überschüsse ausbezahlt werden.
So wie es eben auch grundsätzlich möglich ist, dass eine Genossenschaft Gewinne an deren Mitglieder ausschüttet. Der springende Punkt ist aber, dass eine Genossenschaft nicht zu ihrem Selbstzweck arbeiten darf, das heißt Gewinne müssen entweder den Betrieb so verbessern, dass die Genossenschafter noch besser gefördert werden, oder es wird eben ausgeschüttet. Es gibt da zB eine sehr erfolgreiche Genossenschaft in Ischgl, die machen jedes Jahr weiß Gott wie viel Gewinn, nur der wird zu 100% wieder reinvestiert. Im Übrigen wollten und wollen das alles Genossenschafter so. Die wissen warum.
Was eindeutig für Genossenschaften spricht ist, dass die verhältnismäßig genau geprüft werden. Prüfungsverbänden sei dank.


rp4225 antwortet um 27-05-2010 13:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
das mit den Prüfungsverbänden stimmt. Deshalb werden Genossenschaftsbanken nie so runterschwimmen wie zum Beipiel die Hypo Alpe Adria, wo sich die Wirtschaftsprüfer gegenseitig in die Tasche bereichern, alles unterschreiben und viel durchgehen lassen, nur dass is im nächsten Jahr wieder dort "prüfen" dürfen. Ebenso siehe BAWAG - der ach so arme Herr Elsner hat ja "seinem" Prüfer auch gesagt, was er machen darf und was nicht, und nebenbei hat er ihn halt bei ein paar Stiftungen beteiligt - aber der Herr Elsner is ja soooo arm und soooo unschuldig

Und es gibt auch viele Genossenschaften, wo auf das einbezahlte Kapital sehr wohl sehr gute Dividenden bezahlt werden


mfj antwortet um 27-05-2010 13:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile

Bawa AG (Bayrische Warenversorgung)

Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1923
Unternehmenssitz München, Bayern
Mitarbeiter 16.325 (Dezember 2009)
Umsatz 7.227,2 Mio € (2009)
Branche Handelsunternehmen (Agrar, Bau und Energie)

Quelle: wikipeda



Das Genossenschaften dank Prüfungsverbänden nicht Pleite gehen, stimmt nicht.

Wir erleben gerade bei einer bäuerl. Genossenschaft bei uns das Gegenteil.
Die Prüfungsverbände geben einen Prüfungsbericht ab, ob Satzungsgemäß von VR und AR agiert wurde, und ob Bilanzen im Rahmen von gesetzlichen Vorgaben erstellt wurde.

Der Prüfungsverband überprüft nicht die wirtschaftliche Situation noch die Geschäftspolitik.
Der "uneingeschränkte Bestätigungsvermerk" hat mit dem allen nichts zu tun.

Man kann dem Prüfungsverband einen "erweiterten Auftrag" erteilen, diese Sachen auch unter die Lupe zu nehmen. In der Regel sind da private Unternehmensberatungsfirmen aber billiger und besser.




karl0815 antwortet um 27-05-2010 14:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Bekommen die NÖM-Lieferanten eigentlich eine Dividende?
Sie sind ja über die MGN mit ca 25% an der NÖM-AG beteiligt oder geht alles ans Giebelkreuz??


alfalfa antwortet um 27-05-2010 14:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Der Zusammenschluss der meisten österr. Lagerhausgenossenschaften+ Baywa (=RWA) mit schwachen Mehrheit der Lagerhäuser haben erst kürzlich ihre Anteile an der Baywa ausgestockt, da es der Baywa finanziell scheinbar nicht sonderlich gut geht



Tyrolens antwortet um 27-05-2010 14:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Eine Genossenschaftsbank geht deshalb selten in die Insolvenz, weil die Schwesterbanken für sie haften/einspringen.
Derzeit ist es bei den Volksbanken so, dass die ihrer Tochter, der Volksbanken-AG ziemlich viel Kapital zuschießen müssen. Die Genossenschafter im Westen der Republik toben.


rp4225 antwortet um 27-05-2010 14:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
die brauchen net toben, weils bei sämtlichen Entscheidungen mitgestimmt haben


Tyrolens antwortet um 27-05-2010 14:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Die wurden überstimmt. ;)


rp4225 antwortet um 27-05-2010 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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muss dir leider widersprechen - stimmt so nicht - waren auch alle stolz während der "expansionsphase", und es hindert sie keiner, aufzustehen und die meinung zu sagen, was nutzt das, wenns daheim toben und in wien sich (fast) nix sagen trauen


Tyrolens antwortet um 27-05-2010 15:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile
Also ich weiß es von Banken aus Oberkärnten und Tirol - die waren größtenteils dagegen. Die Direktoren und die Genossenschafter.

Aber du hast schon recht, dass dieses Projekt VAG vor allem aus Prestigegründen ins Leben gerufen wurde. Damals meinte man ja noch, man müsse big business machen. ;)


Unsere Lawi antwortet um 27-05-2010 23:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genossenschatfsanteile

Einfache Haftung ist Pflicht.
Gewinnausschüttung (Dividende...) ist selbtverständlich möglich. Dabei werden aber 25% KESt (Kapitalertragssteuer) wie etwa am Sparbuch fällig. Das eingesetzte Kapital erwirtschaftet einen Ertrag der eben mit der KESt besteuert wird.

Genossenschaften sind aber eher nicht auf Gewinnausschüttung ausgerichtet sondern ein Produkt zum fairen Preis vom Bauern zu kaufen.

Wer eine Genossenschaft als überflüssig erachtet: Jeder kann überall austreten, es gibt keine Zwangsmitgliedschaft.

PS: Bin kein Molkereifunktionär ;-))))


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