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jodo_03 07-01-2010 18:48 - E-Mail an User
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ich möchte gerne mein flächen verpachten. ich habe keine ahnung nach was man sich richten soll. wir haben 2000 den grund zusammengelegt, es ist eine fläche von 8ha. sie ist ein südhang. seehöhe 500m. alles mit maschinen befahrbar , die hälfte ist ackerfähig. bitte euch um erfahrungswerte


milcherzeuger antwortet um 07-01-2010 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo

Richten kann man sich nicht besonders nach was.

Um es auf Dauer gut und zuverlässig zu verpachten würde ich es einem Kollegen mit dem du vielleicht schon zusammengearbeitet hast, oder gut verstehst, oder dir öfter hilft, oder von dem du die Milch holst, oder etwas anderes Ab Hof bekommst, usw. So bleibt die Wertschöpfung in deiner Umgebung.

Preislich je nach Gebiet, Zahlungsansprüche, Bodenwert, usw. sehr unterschiedlich.
Ab 100,- Euro bis unendlich.

Von wo bist du ungefähr?

mfg seppl.


helmar antwortet um 07-01-2010 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus Jodo...........in etwa 5 Jahren wird es auch bei uns soweit sein. Unsere Tochter möchte definitiv nicht weitermachen. Und es sind 8 ha arrondiert, auch teilweise M1-3. Ein Verwandter hat bereits Interesse an einer ebenen Fläche bekundet........Nun meine jeweils angrenzenden Nachbarn werde die jweils grenzende Fläche bekommen, und zwar gegen Hilfeleistung, nach MR-Tarif im Wald. Es wird wohl eine Nachfolgeregelung für die Milchquote geben, und sollte diese bekannt sein, geht mit der jeweils gepachteten Fläche auch das Lieferrecht, oder wie das Ding dann heisst, anteilig mit. Ein bestehender Laufstall mit Güllegrube könnte dann durchaus auch zum Wintereinstallen von Kalbinnen zur Verfügung gestellt werden. Diese Variante der Verpachtung ist mit meiner Familie abgesprochen, und falls mir irgendwas passiert, wirds auch mit meinen Erben so laufen.
Bleib gesund, lieber Jodo und liebe Grüsse, helmar, Helga Marsteurer



Fallkerbe antwortet um 07-01-2010 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo jodo,
Ich würde das sehr geradelinig angehen. Verlautbarung im Gemeindeblatt oder Der Gemeindeanschlagtafel. Verpachtung im Offertwege, der Bestbieter erhält den zuschlag für 5 Jahre. Dann kann (normalerweise) auch keiner jammern, der Pachtpreis sei zu hoch, und auch keiner beleidigt sein, weil er nicht zum zuge kam.

mfg


agrosol antwortet um 07-01-2010 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei uns treiben die Biogasbauern den Pachtpreis in die Höhe, und dann fest jammern das sie eine finanzielle öffentliche Unterstützung brauchen, wenn Mais einmal teurer ist.
Als Schweinebauer ist es normal das der Preis einmal hoch einmal niedrig ist.


MUKUbauer antwortet um 07-01-2010 20:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Och Agrosol - der Top Pachtpreis bei uns ist von Hühnerbauner

etwas südlicher sind´s die Schweinebauern - und die Biogasler hinterher - aber wenn die Leut so dumm sind

Wegen verpachten - entweder wie hier genannt du fragst jemanden direkt oder einfach auf der Bauernkammer aushängen oder Inserat in eine Zeitung

mfg


josefderzweite antwortet um 08-01-2010 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wieso gibst du nicht ein Inserat in die Zeitung: Verpachte 8ha (1FS) Ackerfläche an HÖchstbieter.

Und das gleiche hängst auch noch bei der LWG auf.


Bauernprofi antwortet um 08-01-2010 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das mit den Biogasbauer löst sich in nächster Zeit von selbst. Dafür sorgen schon unsere Energiekonzerne und Politiker (auch Bauernbündler). Abwarten.


kraftwerk81 antwortet um 08-01-2010 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich weiss nicht? Bei uns stellen heuer ~60 Bauern um auf BG (2 Anlagen). Die werden sich wohl was dabei denken?


jodo_03 antwortet um 08-01-2010 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich möchte mich für eure ehrlichen stellungnahmen bedanken. der verschlag von helmar ist genau das was ich mir vorstelle. wir sind in einem dorf mit fünf bauern im sauwaldgebiet. zwei haben schon aufgehört, ich bin der dritte. die zwei letzten sollen weiter machen. deshalb soll, wenn möglich der grund im dorf bleiben. was würdet ihr als pächter für eine schmerzgrenze sehen.


Bauernprofi antwortet um 09-01-2010 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Und warum heulen sich die Biogasbauer im Kurier aus:
http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/1965024.php

Oder ist das typisch Bauer... Draußen Jammern und Drinnen Geld umschaufeln - das ist nicht schmimmelt!


walterst antwortet um 09-01-2010 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Für die Biogasbauern gibt es zahlreiche Ratschläge, wie zum Beispiel wir Milchbauern sie zu hören bekommen:

- Kosten senken
- Durchtauchen
- den Strukturwandel positiv sehen
- richtig finanzieren
- Weiterbildung und Arbeitskreisangebote nützen
- weitere betriebliche Standbeine betrieben
- Nebenerwerb
- Altenpflege, Winterdienst, Liftwart.....
- es gibt Länder, wo der Einspeistarif noch viel schlechter ist, es ist der heimischen Politik zu danken, dass der Tarif um einiges höher ist als anderswo.......

also bitte nicht sudern! UNd Biogas einfach abfackeln, wie es vom Blochberger geschrieben wird, also Einspeiesestreik, das geht schon gar nicht. Streiken tut man nicht!

Oder gelten für die Biogas-Agrarprominenz andere Regeln bezüglich Suderantentum?


biolix antwortet um 09-01-2010 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gratulation walter !

udn was sagsst du dem Rübenbauernbund in Zukunft wenn er sich gegen die Lieberalisierung wehrt ? das selbe....

lg biolix




walterst antwortet um 09-01-2010 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ach ja, ich hab noch ein paar wichtige Ratschläge vergessen: (die stammen alle nicht von mir, sondern von echten Experten!!!!)

Man muss sich dem Markt stellen und ein Preis richtet sich immer nach Angebot und Nachfrage.
Die Politik kann bei Preisen absolut gaaaaar nichts machen.

Grundsätzlicher Tip (geliehen bei Gmeiner/Blick ins Land): Love it, change it or leave it.

Dass ich mich leider beim großen Abschweifschwung zum ursprünglichen Thema beteilige, tut mir Leid. War zu faul, das Thema extra anzureissen.


Haa-Pee antwortet um 09-01-2010 14:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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jawohl walter einfach mal draufhauen auf die biogaserer!
recht hast die dachten wohl des wird eine gasbetriebene gelddruckmaschine ..
das gas kommt aus 900m und mehr tiefe und ned aus mais&co!



Tyrolens antwortet um 09-01-2010 14:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der Blochberger soll mal sagen, woher er einen Gutteil seines Substrates bezieht und ob er das dann effizient und sinnvoll findet.


beginner antwortet um 09-01-2010 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wo wäre das zum verpachten?


walterst antwortet um 09-01-2010 14:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich weiss dass ich mich der Gefahr ausgesetzt habe, dass meine Polemik als draufhauen auf die Biogasler gewertet werden muss.
Soll es aber nicht sein.

Ich möchte auf die Scheinheiligen draufhauen, die mit Ratschlägen kommen, die bei mir Übelkeit hervorrufen, und dann, wenn sie selber betroffen sind, plötzlich jedes einzelne Argument umkehren.

Ich halte manche Suderei der Biogasler für berechtigt. Es hiess doch so lange: "Energiewirt statt Landwirt" und Betonkühe füttern ist sexy, Milchkühe füttern ist out. Und es wurde den Leuten eine Zukunft vorgegaukelt, die sich so nicht spielt. Auch wenn die Leute selber schuld sind, sollen sie sich äußern und Forderungen stellen dürfen.

Es muss dann aber für alle landwirtschaftichen Betriebszweige eine Suderei-Erlaubnis gelten - oder für alle die gleichen guten Ratschläge.


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