Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug

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bioanz 15-09-2008 20:29 - E-Mail an User
Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug
Ich bin Biomilcherzeuger und habe vor kurzer Zeit hier im Forum eine Anfrage bezüglich Bioauswuchsgetreide gelesen. Scheinbar ist aber bei den Biobauern kein Getreide ausgewachsen den es ist nur Futtergetreide mit furchtbar hohen Preisen erhältlich(über400€/tonne).
Und lieber Biolix auf der Hompage der Agentur für Biogetreide gibt es keine Auskunft über Preise.
Der Einkaufspreis der Agentur für die Landwirte welche Getreide verkaufen wurde uns im Juni ebenfalls zugesandt. Obwohl ich noch nie Biogetreide verkauft habe.
Das war halt ein Richtpreis, damit kein Getreidebauer Futtergetreide billiger direkt an einen anderen Bauern verkauft.
Wir werden das jetzt auch so machen und werden der Molkerei mittels Agentur mitteilen wie hoch der Biomilchzuschlag sein soll.
Oder hast du eine andere Idee Biolix??

MfG
bioanz


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biokartoffel antwortet um 15-09-2008 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug
Wie wärs mit KF einsparen und auf eine Zweinutzungsrasse umstellen?

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biolix antwortet um 15-09-2008 23:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug
Ja bitte mach ma das.. willst du den Bioackerbauern jettz vorwerfen das sie sich Bündeln ?

du, letztes jahr haben wir alles um 260 bei der ernte verkauft, obwoghl wir wussten es wird um 30% zu wenig da sein in Ö, dann haben andere das geschäft gemahct, bzw. ist Importiert worden um Preise bis 400,- ...

also hilf mir, ihr wollt Gerste und eiweißfuttermittel, soll man nun einen ANreiz in Ö schaffen das diese Produziert wird im Biogedanken der Kreislaufwirtschaft, inkl.Kraftfutter zurückfahren... oder verdfallen wir in konv. Dimensionen, wurscht woher, billig importieren ? was dann aber auch nciht sooo billig ist, siehe letztes jahr ?

Ich hab mich persönlich für die Variante "wenns alle Kaufen und letztes jahr um 30% mehr Biomilch produziert wurde, trotzdem die Preise so hoch waren" entschieden, der faire biogetreidepreis wo auch ackerbauern mit 30 ha dacon leben können muß um die 300,- Euro die Tonen liegen, und schon überhaupt wenn zu wenig da ist....

Ja und zur Bündelung der biomilch kann ich nur raten, aber da laufen bereits gute Gespräche...

lg biolix

p.s. und den Rat von Biokartoffel ebenfalls folgen...

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bioanz antwortet um 16-09-2008 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug
Hallo

@ biolix

Wo liegt den der faire Biomilchpreis?
Sicher nicht bei 8Cent Zuschlag bei Biofutterpreise über € 400/t.
Aber Hauptsache bei uns passt´s
Danke Biolix das ist IG – Solidarität


@Biokartoffel

Bist du Milchproduzent?
Ich füttere sehr wenig Kraftfutter
Aber bei einem Milcheiweißgehalt unter 3% wird es sehr schwierig punkto Fruchtbarkeit.

Mit freundlichen Grüßen
bioanz



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0815 antwortet um 16-09-2008 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug
"Ja und zur Bündelung der biomilch kann ich nur raten, aber da laufen bereits gute Gespräche..."
Ja, und du glaubst lieber Biolix, daß in jedem Graben dann 2 verschiedene Milchautos fahre werden! In manchen Graben hat schon ein Milchauto Mühe, wirtschaftlich fahren, da wird es dann sicher wirtschaftlicher werden! Muß die aber in einem Recht geben, warum fahren denn die Biomilchbauern nicht ihre Kraftfutterzugaben (Tschuldigung, wollte schreiben Zukauffutter, wie es bei den Bios heißt) zurück? Wo sie doch heuer so eine extreme Grundfutterernte hatten, daß sich die Stadelböden biegen. Oder ist im Grundfutter ist nichts drinnen?

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Haggi antwortet um 16-09-2008 09:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug
Das Problem liegt sicherlich im Ungleichgewicht!

Wenn der Milchbauer genug einnimmt, um das Getreide um mehr als 400.--/Tonne zu kaufen, dann ist ja alles in Ordnung...

Aber bis dorthin sollte zu so fairen Preisen verkauft werden, daß auch der Michbauer etwas davon hat, oder besser noch die Bio-Austria sollte die gleiche Arbeit in den Molkereien leisten, wie in den Mühlen!!! - Nur österreichische Ware kaufen, sonst gibt es keinen Kontrollvertrag für den Müller und damit auch keine Kunden/Bauern mehr.

Ach ja die Sache mit der Kraftfutterreduktion ist auch nur in bestimmten Maße machbar. Kommt oben nichts rein, geht unten nichts mehr raus ;-)))

Oder kann mir jemand das wiederlegen, dann mach ich mit!

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biokartoffel antwortet um 16-09-2008 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug
@bioanz

Ja ich bin Milchproduzent, ich füttere seit einiger Zeit nur noch ein paar Wochen lang nach dem Abkalben ein bisschen Gerste und danach nur noch Grundfutter, im Sommer hauptsächlich Weide, im Winter Heu und Grassilage.

Natürlich kann es bei Milchrassen dadurch zu Problemen mit der Fruchtbarkeit kommen, das weiß ich auch aus eigener Erfahrung, deshalb bin ich gerade in der Umstellung auf eine 2-Nutzungsrasse (Original Braunvieh).

Es ist natürlich auf klar dass man dann keine Höchstleistungen erwarten kann, aber wenn es sich im Geldbörserl lohnt dann kann man doch nichts dagegen sagen oder??
Ich bin sowieso kein Freund von 10.000 l Kühen.

Ich strebe ein Durchschnittsleistung von 5000 kg ohne Kraftfutter an, das reicht mir. Geringer Aufwand und geringe Kosten und das ist gut so.

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biolix antwortet um 17-09-2008 07:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biofuttergetreidepreis - ein Höhenflug
Morgen !

also Ö Mühlen kaufen zu 99% so viel ich weiß Ö Biogetreide !

Bei Futter auch, nur wenn eben 30-40% zu wenig Biogerste da ist, muß importiert werden...

ich hab mir gesstern erst wieder berechnen lassen das bei Getreide um 400 im gegensatz zu konv. um 200 der Bioaufschlag mindesten 5 Cent sein muß, alos wie hoch sind eure Biomilchzuschläge, auch dank Bio AUstria ?

lg biolix

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