Zulassungen neuer Standardtraktoren in Österreich: positiver Trend setzt sich weiter fort

Der österreichische Traktorenmarkt bleibt auf Wachstumskurs. Im April 2026 wurden insgesamt 430 neue Standardtraktoren zugelassen. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 9 Maschinen beziehungsweise 2,1 Prozent. Auch kumuliert seit Jahresbeginn zeigt die Kurve nach oben: Mit insgesamt 1.400 Neuzulassungen liegt der Markt um 68 Traktoren bzw. 5,1 Prozent über dem Vorjahresniveau von 1.332 Maschinen.

Steyr mit schwächstem April-Wert der vergangenen fünf Jahre

Marktführer Steyr verzeichnete im April 80 Neuzulassungen und lag damit um 7 Maschinen unter dem Wert des Vorjahres. Für die St. Valentiner ist das zugleich der schwächste April-Wert der vergangenen fünf Jahre.

Auch beim Marktanteil musste die Marke Einbußen hinnehmen: Dieser sank von 20,7 auf 18,6 Prozent. Trotz des schwächeren Monats bleibt Steyr seit Jahresbeginn klar an der Spitze. Insgesamt wurden heuer bereits 313 neue Steyr-Traktoren zugelassen – 12 mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil ging dennoch leicht von 22,6 auf 22,4 Prozent zurück.

Claas baut Marktposition weiter aus

Deutlich besser verlief der April für Claas. Die Harsewinkeler steigerten ihre Neuzulassungen von 24 auf 31 Maschinen und legten damit um 29,2 Prozent zu. Der Marktanteil kletterte gleichzeitig von 5,7 auf 7,2 Prozent.

Auch in der kumulierten Betrachtung zählt Claas zu den großen Gewinnern des bisherigen Jahres. Seit Jänner wurden 102 neue Standardtraktoren zugelassen – ein Plus von 32 Maschinen beziehungsweise 45,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil stieg damit von 5,3 auf 7,3 Prozent.

Damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Monate fort: Claas gewinnt am österreichischen Traktorenmarkt weiter an Bedeutung.

Deutz-Fahr mit stärkstem April der vergangenen Jahre

Für Deutz-Fahr brachte der April den stärksten Monatswert der vergangenen fünf Jahre. Mit 28 Neuzulassungen lagen die Lauinger um 9 Maschinen beziehungsweise 47,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Bemerkenswert dabei: Nach den ersten drei Monaten standen lediglich 38 Neuzulassungen zu Buche. Damit entfielen rund 42 Prozent des bisherigen Jahresvolumens allein auf den April.

In der Gesamtbetrachtung bleibt die Entwicklung dennoch leicht rückläufig. Seit Jahresbeginn wurden 66 neue Standardtraktoren zugelassen – vier weniger als im Vorjahr. Der Marktanteil sank von 5,3 auf 4,7 Prozent.

Fendt verliert Marktanteile

Für Fendt verlief der April hingegen zurückhaltender. Die Markoberndorfer kamen auf 47 Neuzulassungen und lagen damit um 6 Maschinen unter dem Vorjahreswert. Der Marktanteil sank von 12,6 auf 10,9 Prozent.

Auch kumuliert zeigt sich ein Rückgang. Seit Jahresbeginn wurden 190 neue Fendt-Traktoren zugelassen – nach 214 im Vorjahr. Der Marktanteil fiel damit von 16,1 auf 13,6 Prozent.

Trotz der rückläufigen Entwicklung bleibt Fendt weiterhin die Nummer zwei am österreichischen Markt und zählt nach wie vor zu den stärksten Marken im Premiumsegment.

Valtra bleibt unter Vorjahreswert

Auch Valtra musste im April Rückgänge hinnehmen. Mit 24 Neuzulassungen lagen die Finnen um 9 Maschinen unter dem Vorjahreswert. Der Marktanteil sank gleichzeitig von 7,8 auf 5,6 Prozent.

Seit Jahresbeginn wurden 92 neue Valtra-Traktoren zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Minus von 8 Maschinen. Der Marktanteil reduzierte sich auf 6,6 Prozent.

Damit setzt sich die zuletzt rückläufige Entwicklung der Marke weiter fort.

Bewegung im Spitzenfeld

Im Ranking der stärksten Marken sorgte vor allem John Deere für Bewegung. Die Marke rückte nicht nur in die Top 5 vor, sondern zog auch am Tiroler Traktorbauer Lindner vorbei. Gegenüber dem Vormonat verbesserte sich John Deere damit um zwei Plätze auf Rang vier.

Neben Claas konnten auch John Deere und Massey Ferguson ihre Marktposition zuletzt weiter ausbauen. Rückläufig entwickelten sich hingegen vor allem Fendt und Valtra.

Fazit

Der österreichische Markt für neue Standardtraktoren entwickelt sich auch nach den ersten vier Monaten des Jahres positiv. Sowohl im April als auch in der Gesamtbetrachtung seit Jahresbeginn liegen die Zulassungszahlen über dem Vorjahresniveau. Besonders Claas, John Deere und Massey Ferguson konnten zuletzt zulegen und ihre Marktposition verbessern. Rückläufig verlief die Entwicklung hingegen bei Fendt und Valtra. Trotz eines schwächeren April bleibt Steyr weiterhin klar die stärkste Marke am österreichischen Markt.

Veröffentlicht am 13.5.2026; redaktionell aufbereitet von Edith Winter

Quelle: Statistik Austria / Erstellt CLUB LANDTECHNIK AUSTRIA

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