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Anzeige · LAT Nitrogen

Mehr Weizen ohne mehr Dünger: Nachhaltige Intensivierung durch Präzisionslandwirtschaft

13. Oktober 2026

Um die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln zu decken, muss entweder die Produktion auf bestehenden Flächen erhöht oder die landwirtschaftliche Nutzfläche ausgeweitet werden. Nachhaltige Intensivierung steigert die Produktion pro Hektar ohne zusätzlichen Ressourcenverbrauch und trägt so zum Schutz von Klima und Biodiversität bei.

Die globale Nachfrage nach Lebensmitteln steigt enorm. Neben dem Wachstum der Weltbevölkerung trägt dazu auch der zunehmende Wunsch nach einer gesunden, vielfältigen und hochwertigen Ernährung bei. Gleichzeitig sollen Klima, Biodiversität und natürliche Ressourcen geschützt werden. Eine mögliche Lösung ist die nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft: mehr Ertrag auf bestehenden Flächen, ohne mehr Dünger oder zusätzliche Ackerfläche einzusetzen. Europa produziert etwa ein Viertel des weltweiten Weizens und spielt damit eine wichtige Rolle für die globale Ernährungssicherung.

Feldversuch zur teilflächenspezifischen Stickstoffdüngung in Österreich

Wie groß das Potenzial dieser nachhaltigen Intensivierung ist, zeigt ein Praxisversuch von LAT Nitrogen, Resch&Frisch, Wührer Holz und Josephinum Research gemeinsam mit österreichischen Landwirten. Auf vier Praxisfeldern wurde die teilflächenspezifische mit einer einheitlichen Stickstoffdüngung verglichen. Mithilfe von Satellitendaten und digitalen Applikationskarten (NutriGuide® /TerraZo®) wird die verfügbare Stickstoffmenge gezielt an das Ertragspotenzial einzelner Feldbereiche angepasst.

Das Ergebnis: Mit derselben Stickstoffmenge wurden durchschnittlich 265 kg mehr Weizen je Hektar geerntet als bei einer gleichmäßigen Düngung.

Säulendiagramm zum durchschnittlichen Weizenetrag von 4 FeldernDurchschnittlicher Weizenertrag von 4 Feldern mit variabler und konstanter Düngung.

Hohe Erträge schützen Klima und Natur

Besonders interessant ist die Klimawirkung. In der Landwirtschaft wird häufig vor allem über Emissionen aus Dünger, Maschinen oder Betriebsmitteln gesprochen. Oft noch wichtiger ist jedoch die landwirtschaftlich genutzte Fläche selbst. Jeder Hektar Ackerland hat einen Kohlenstoffwert, weil auf dieser Fläche alternativ natürliche Vegetation wachsen und Kohlenstoff speichern könnte. Diese sogenannten Kohlenstoff-Opportunitätskosten, also das entgangene Potenzial einer Fläche zur Kohlenstoffspeicherung durch natürliche Vegetation, werden in Klimabilanzen häufig nicht berücksichtigt, obwohl Landnutzungsänderungen zu den größten Quellen landwirtschaftlicher Treibhausgaswirkungen zählen.

Höhere Erträge auf bestehenden Flächen verringern den Bedarf an zusätzlicher Produktionsfläche und schaffen langfristig mehr Spielraum für Natur und Kohlenstoffspeicherung. Die im Versuch erzielte Ertragssteigerung entspricht einem potenziellen Klimavorteil von mehr als 500 kg CO₂-Äquivalenten je Hektar.

Grafik, die weigt, wie effiziente Düngung den Bedarf an zusätzlicher Ackerfläche reduziert

Kann Präzisionslandwirtschaft die Erträge steigern, ohne mehr Dünger einzusetzen?

Der Feldversuch zeigt, dass durch teilflächenspezifische Stickstoffdüngung bei gleicher Stickstoffmenge höhere Weizenerträge möglich sind.

Präzisionslandwirtschaft kann Ertrag und Klimaschutz verbinden. Nachhaltige Intensivierung bedeutet nicht mehr Dünger, sondern eine effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

Weitere Infos

Quellen: Searchinger et al. (2018); World Resources Institute Carbon Opportunity Cost Calculation Tool.

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Edith Winter
Redaktionell bearbeitet vonEdith Winter

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