Die Haltung von Widderkaninchen unterscheidet sich in einigen Punkten von der anderer Kaninchenrassen. Durch ihre Hängeohren ist die Belüftung des Gehörgangs eingeschränkt, weshalb regelmäßige Ohrkontrollen besonders wichtig sind. Der Stall oder das Gehege sollte für größere Widderrassen wie den Deutschen Widder entsprechend geräumig sein – mindestens 6 Quadratmeter für ein Paar. Zwergwidder kommen mit etwas weniger Platz aus, benötigen aber ebenfalls ausreichend Bewegungsfreiheit.
Die Fütterung entspricht der allgemeinen Kaninchenernährung: Heu als Hauptfutter, ergänzt durch frisches Gemüse, Kräuter und geringe Mengen Trockenfutter. Widderkaninchen neigen aufgrund ihres ruhigen Temperaments eher zu Übergewicht als aktivere Rassen, weshalb die Futtermenge kontrolliert werden sollte. Ausreichend Bewegung durch einen großen Auslauf oder regelmäßigen Freilauf hilft, das Gewicht im optimalen Bereich zu halten. Auch Lohkaninchen und Angorakaninchen sind bei Züchtern beliebt.