Das Rexkaninchen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich entdeckt und als Mutation des normalhaarigen Kaninchens gezüchtet. Die Rex-Mutation bewirkt, dass die Grannenhaare auf die gleiche Länge wie die Unterwolle verkürzt sind, was dem Fell seine typische Samtstruktur verleiht. Standard-Rexkaninchen wiegen zwischen 3 und 4,5 kg und sind in über 20 anerkannten Farbschlägen erhältlich, darunter Castor, Chinchilla, Blau, Schwarz, Dalmatiner und Rot. Die Zwerg-Rex-Variante bringt nur 1,5 bis 2 kg auf die Waage.
In der Haltung sind Rexkaninchen unkomplizierte und gutmütige Tiere. Sie benötigen ein geräumiges Gehege mit mindestens 2–3 m² pro Tier, täglichen Freilauf und die Gesellschaft mindestens eines Artgenossen. Aufgrund ihres dünneren Fells sind Rex-Kaninchen etwas kälteempfindlicher als andere Rassen – bei Außenhaltung ist ein gut isolierter, zugfreier Stall besonders wichtig. Die Ernährung basiert auf hochwertigem Heu, ergänzt durch frisches Gemüse, Kräuter und ausreichend Wasser. Wie bei allen Kaninchen sind Impfungen gegen RHD und Myxomatose Pflicht.