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Fütterungsroboter für automatische Milchviehfütterung

Autonome Futtermisch- und Vorlagesysteme für 24/7 Rationsvorlage

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Fütterungsroboter: Automatisierung der TMR-Vorlage

Fütterungsroboter sind autonome Systeme, die Totalmischrationen aus einer zentralen Futterküche herstellen oder aus Vorratsbehältern entnehmen und mehrmals täglich an die Tiere verteilen. Führende Systeme sind Lely Vector (schienengeführter Mischwagen mit Kran-Entnahmesystem), DeLaval OptiDuo (autonomer Mischwagen), GEA DairyFeed F4500 (schienengeführt), Wasserbauer Mix Meister und Schuitemaker Innovado. Die Fütterungshäufigkeit steigt von zwei bis drei manuellen Vorlagen auf sechs bis zehn automatische pro Tag.

Ein modernes System umfasst Vorratsbehälter oder Futterküche, Mischeinheit, Verteileinheit (Roboter auf Schienen oder autonom fahrend) und Steuerung mit Rezepturverwaltung und Herdenmanagement-Anbindung. Arbeitszeit-Einsparung liegt bei 1,5 bis 3 Stunden pro Tag. Weitere Fütterungstechnik finden Sie unter Futtermischwagen, Futteranschieber, Silotechnik und in der Übersicht Fütterungstechnik.

Was kostet ein Fütterungsroboter-System?

Einstieg mit Futterküche und schienengeführtem Mischwagen liegt bei 120.000 bis 180.000 Euro neu für 100-120 Kühe. Systeme mit Kran-Entnahme aus Silo (Lely Vector inkl. Futterküche, Kran und Mischer) kosten neu 220.000 bis 320.000 Euro. Große Anlagen für 300-500 Kühe mit zentraler Küche und mehreren Verteilrobotern liegen zwischen 400.000 und 700.000 Euro. Gebrauchte Fütterungsroboter der ersten Generation sind ab 80.000 Euro erhältlich, wobei Softwarestand und Servicevertrag entscheidend sind.

Welche baulichen Voraussetzungen braucht ein Fütterungsroboter?

Benötigt werden eine überdachte Futterküche oder Vorratsraum mit befestigtem Boden, Stromanschluss (Drehstrom 32-63 A), WLAN-Abdeckung, gerader Futtertisch mit 4,5 m Breite, Ladestation und ggf. Schienensystem. Torbreiten müssen mindestens 3 m betragen. Bei Stallkonversionen sind meist Anpassungen am Futtertisch und an Toren nötig. Die Silos sollten so angeordnet sein, dass der Kran sie effizient erreichen kann.

Welche Leistungs- und Gesundheitseffekte sind belegt?

Durch 6-10 Fütterungen pro Tag steigt die Trockenmasse-Aufnahme um 3-8 Prozent, die Milchleistung um 1-2,5 Liter pro Kuh und Tag. Das Fressverhalten wird gleichmäßiger verteilt, die Rangordnungs-Problematik am Futtertisch sinkt. Studien zeigen verbesserte Tiergesundheit durch geringere Schwankungen in pH-Wert und Futteraufnahme. Der Besamungserfolg steigt durch ruhigere Herden leicht. Arbeitszeit wird vor allem an Wochenenden und Feiertagen stark reduziert.

Worauf beim Kauf eines gebrauchten Fütterungsroboters achten?

Prüfen Sie Zustand der Akkus bei elektrischen Systemen, Ladezyklen und Restkapazität. Kontrollieren Sie Sensoren, Laserscanner, Kameras, Ultraschallsensoren und Antriebsmotoren. Softwarestand, Firmware und verfügbare Updates sind zentral. Der Servicevertrag mit dem Hersteller ist bei den meisten Systemen faktisch Voraussetzung für Updates und Fehlerdiagnose. Fordern Sie Betriebsstunden, Fehlerprotokolle und Servicehistorie an. Eine Probe-Rezeptur mit Kontrolle der tatsächlichen Mischmenge ist unverzichtbar.