Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.

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loggo 14-01-2020 20:26 - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Servus zusammen,

Habe mir einen seltenen Lindner 650 SA Bj 1971 mit vollsynchronisiertem ZF Getriebe und schmaler Mauser Kabine gekauft.
Es sind nur kleine technische Arbeiten und ein paar kosmetische Sachen daran zu tun, um ihn in einen schönen Originalzustand zu versetzten.

Jetzt bin ich auf der Suche nach jeglicher Lektüre wie Betriebsanleitung, Wartungsplänen, etc.

Kann mir wer weiterhelfen?
Gibts irgendwo Nachdrucke oder gar Originale zu kaufen?

Und zweitens wäre eine Kabine mit großer Frontscheibe netter.
Woher bekommt man sowas? Hat jemand eine Idee?

Besten Dank!

Lenz


Ferdi 197 antwortet um 14-01-2020 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Die div. Anleitungen bekommst bei motorbooks .com in der Steiermark / Graz. Siehe ONline;


eklips antwortet um 14-01-2020 22:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Wenn du dich beim Lindner registrierst, hast du online-Zugang zu den Betriebsanleitungen.



Suedsteierer antwortet um 15-01-2020 06:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Hallo,
da wirst du wenig Erfolg haben, da vom Lindner 650 nur ca. 300 Stück gebaut wurden und nach Angabe von Lindner keine Betriebsanleitung für dieses Modell existiert.
Bei Bedarf kannst du dir nur eine Anleitung für den verbauten Perkins Motor (4.236, auf Wunsch manchmal auch 4.248) und für das ZF Getriebe besorgen und Fragen, die so nicht geklärt werden können, evtl. direkt mit dem Kundendienst der Firma Lindner absprechen.
Wegen der Kabine kannst du ja beim Google den Begriff Lindner 650 eingeben, auf Bilder gehen und die paar 650er anschauen, die dann zu sehen sind. Die Kabinen wurden in verschiedenen Versionen überwiegend von der Firma Walter Mauser zugekauft und sind daher Universalkabinen, die im Werk angepasst und gelegentlich mit der Firmenaufschrift Lindner am Dach versehen wurden.
Viele Grüße aus der Südsteiermark


eklips antwortet um 15-01-2020 07:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
O.K. Hab bei dem Modell jetzt nicht speziell nachgeschaut gehabt, dass da gar nix vorhanden ist.


loggo antwortet um 15-01-2020 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Alles klar, danke für die Tipps und Infos.
Dann werde ich mir die Anleitungen der einzelnen Baugruppen zusammensuchen...
Beim Motor ohnehin kein Problem, beim Getriebe und Achsen bin ich gespannt.
BG!
Lenz


Suedsteierer antwortet um 15-01-2020 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Sollte kein Problem sein, wenn die ZF-Schilder mit der Typenbezeichnung noch vorhanden und ablesbar sind. Durch die sehr kleine Serie, die aber über mehr als 10 Jahre gebaut wurde (1971 bis ca. 1983) wurden bei Getrieben und Vorderachsen verschiedene Modelle verbaut, die aber doch aus der ZF-Serienfertigung stammen und daher in wesentlich größeren Zahlen als das Traktormodell gebaut wurden.
Abgesehen davon ist der 650er ein richtiger "Büffel", der in allen Baugruppen eigentlich überdimensioniert ist und mit Sicherheit der haltbarste, aber auch mit Abstand der teuerste Lindner-Traktor der 50er und 20er Serie war - nach meiner Preisliste von 1976 hat der 650er Allrad um ein Stück mehr gekostet als z.B. der etwas stärkere Steyr 980 Allrad, was die geringe Verbreitung erklärt.
Angeblich hatten Lindner und Steyr Anfang der 70er Jahre zur Vermeidung unnötigen Wettbewerbs vereinbart, dass Lindner keine Traktoren über 70 PS fertigt und Lindner hat sich ein kleines "Hintertürl" offengelassen, indem beim Modell 650 auf Wunsch auch der Perkins 4.248 geliefert werden konnte, der bei guter Einstellung in Richtung 80 PS streut.


loggo antwortet um 15-01-2020 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Servus Südsteirer,
Ich glaube gelesen zu haben, dass überhaupt nur 230-250 Stk. gebaut worden sind...
Schilder sind jedenfalls gut lesbar.
Es ist schon beeindruckend wie gut sich ein Getriebe nach fast 50 Jahren immer noch schalten lässt.
Auch die Kupplung ist gut, obwohl die dürfte einmal gemacht worden sein (Lusterklemmen in der Elektrik?)
Auch die 68Ps, oder was davon übrig ist, reichen für mich vollkommen. Hat ja genug Drehmoment ab Standgas!
Und sollte mal mehr nötig sein, würde ich einen Turbo nachrüsten anstelle eines größeren Hubraumes...
Bis jetzt muss ich sagen, bin ich sehr beeindruckt von der Bauweise und glaube auch, dass damit weitere 50 Jahre zu schaffen sind.
Das kann ich von unserem seitengeschaltenem 2003er 65er Geo mit Steyr Getriebe nicht sagen (Stichwort Synchronringe).

Eins noch: wie verträgt der 650er den Frontladerbetrieb? Achse? Planeten?
BG!


Suedsteierer antwortet um 15-01-2020 16:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Hallo,
ca. 300 Stück sind gebaut worden. Am Anfang waren die Planeten bei der Vorderachse noch gegen Aufpreis lieferbar, später serienmäßig.
Frontlader sollte kein Problem sein - ein Bekannter hatte einen 650 Allrad mit Seilwinde und Frontlader mit Stammzange fast 30 Jahre im härtesten Forsteinsatz und hat ihn dann mit über 12.000 Stunden ohne größere Reparatur verkauft.


loggo antwortet um 15-01-2020 23:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
das klingt gut, dann montiere ich einen mit gutem Gewissen.

etwas ist mir aufgefallen: die 1000er Zapfwelle ist relativ laut, die 540 dagegen unauffällig.
was kann das sein?


Suedsteierer antwortet um 17-01-2020 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Falls nicht nachvollziehbar, wann der letzte Ölwechsel war, dann Öl wechseln und fahren. Vielleicht ist mit der 1000er Zapfwelle kaum gearbeitet worden und diese nicht auf diese Umdrehung eingelaufen.
Bin zwar kein Getriebefachmann, aber der Grundsatz, ein funktionierendes System ohne wirklichen Grund nicht zu öffnen, sollte besonders bei einem Getriebe zutreffen.



loggo antwortet um 17-01-2020 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Bin da auch deiner Meinung und hab`s auch so vorgehabt, weil so richtig nachvollziehbar ist bei dem Traktor gar nix.
Alle Öle und Filter neu... Die 1000er ZW brauch ich eigentlich auch nie.

wie weit kann man eigentlich die Lenkanschläge hineindrehen? Ein wenige mehr Einschlag wäre nicht schlecht...

und welcher Durchfluss ist beim Frontladersteuergerät empfehlenswert? 40l/min, oder 50l/min?


Suedsteierer antwortet um 20-01-2020 15:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Eigentlich sollten die Doppelrollengelenke jeden möglichen Einschlagwinkel aushalten. Der Faktor, der den Einschlag begrenzt, ist der Abstand zu der Kardanwelle zur Vorderachse, wobei idealer Weise Ketten auf den Rädern bei der Einstellung der Anschläge berücksichtigt werden sollten.
Bei der serienmäßigen Bereifung 12.5-18 bleibst du damit ohnehin knapp unter 45 Grad Einschlag, die zwar bei einfache Kreuzgelenken grenzwertig wären, aber bei den doppelten Gelenken unproblematisch sind.
Steuergerät war bei meinem Bekannten 50l/min - soweit ich mich erinnern kann - und völlig ausreichend.
Ob mehr Durchfluss sinnvoll oder möglich ist, kann ich leider nicht sagen.


loggo antwortet um 20-01-2020 23:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Dachte vorne sind 10.5-18 Reifen die Standarddimension?!
Aber schon mal gut, dass vom Anschlag her noch was geht.

Also ist weniger Durchfluss eher nix? dann würd ich bei 50l/min bleiben.


Suedsteierer antwortet um 21-01-2020 05:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lindner 650 SA Betriebsanleitung etc.
Standard war 12.5-18 und 16.9-30. Auf Wunsch war ab Werk hinten auch 16.9-34 möglich. Ob im Lauf der Jahre ab Werk auch andere Kombinationen möglich waren, weiß ich nicht - aber durch Umschlüsselung geht ja einiges, wenn passende Felgen vorhanden sind und der Allradfaktor erhalten bleibt.



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