Alternativen zu Glyphosat

Antworten: 51
xaver75 02-12-2019 16:06 - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Hallo, welche Mittel stehen zur Wahl ( Punktbekämpfung Grünland)?

In der Verwandtschaft wurde vor über 10 Jahren ein Teil der Flächen (Acker und Grünland) an einen Bio-Betrieb verpachtet, derzeit passt alles mit dem Pächter, die Beikräuter darf man halt nicht sehen. ,-)
Wie kann man solche Flächen bei eventueller Eigenbewirtschaftung oder Verpachtung an jemanden anderen wieder unkrautfrei machen (Ampfer, Distel)?

mfg


Richard0808 antwortet um 02-12-2019 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Ampfer stechen... mach ich auch als Biobauer, wirkt Wunder..!!!
Nur muss man sofort einschreiten und sich nicht Jahrelang beim Mähen denken " die Paar Ampfer tuhn e nix..."



textad4091 antwortet um 02-12-2019 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Gegen Ampfer im Grünland "hilft" Ausstechen.
Langfristig und faule Bauern beweiden eifrig. Hilft langfristig am besten, da kann man diskutieren, was man will ....

Sich wegen einzelbetrieblicher Ampferprobleme im Grünland am Glyphosatverbot aufzuhängen, halte ich aber für falsch (wenn ich das jetzt so interpretieren darf).
Das Thema Erosionsschutz und Winterbegrünung wird noch viel interessanter in dem Bereich.



David1991 antwortet um 02-12-2019 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Ausstechen oder Harmony SX!


179781 antwortet um 02-12-2019 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Ampfer ist - wie eigentlich alle Problemunkräuter - eine "Faktorenkrankheit". Wenn man herausfindet, welche Faktoren zu übermässigem Ampferwuchs geführt haben und diese abstellt, dann sind die Probleme nicht mehr gravierend. Und die paar Pflanzen, die dann immer noch kommen sind mit Ausstechen oder ähnlichen Mitteln im Zaum zu halten.
Sich auf Vergiften alleine zu verlassen führt nicht an ein Ziel, weil wo etwas nicht in Ordnung ist, gleich noch mehr nachwachsen, als man mit Gift wegbringt.
Wenn die Flächen, wie beschrieben biologisch bewirtschaftet wurden, und über längere Zeit das Problem nicht kleiner geworden ist, dann hege ich den Verdacht, dass das in Wirklichkeit ein sogenannter "Nichtstuerbetrieb" mit Einhaltung der EU Bioverordnung ist.


Gottfried


xaver75 antwortet um 02-12-2019 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zur Klarstellung, ich hab kein Ampferproblem, der Senior war mit Roundup immer dahinter, seit ich Bewirtschafter bin, wird etwas höher gemäht, ist auch kein Nachteil.
Für das Ampferstechen werde ich ihn nicht mehr begeistern können, mit der Rückenspritze hingegen spaziert er gerne über die Flächen, und spritzt die paar neuralgischen Stellen.

mfg


xaver75 antwortet um 02-12-2019 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Gottfried
Mit dem Nichtstuerbetrieb triffst Du den Nagel auf den Kopf.,-)
Das liegt aber an der Arbeitsüberlastung, nicht an Bequemlichkeit. Ob da der Ampferblattkäfer, oder den Ampfer aushungern noch ausreicht, bezweifle ich.
Auf anderen Flächen sieht man schon, das nach ein paar Jahren Kurzrasenweide (am Acker) und anschließend Getreide nicht mehr viel Ampfer kommt.

mfg


179781 antwortet um 02-12-2019 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist auch verständlich, wie du es erklärst. Nur ist Roundup für den Zweck ohnehin das falsche Mittel. Da wird nicht nur die Ampferpflanze hin, sondern vorher noch alles Gras und Klee an der Stelle, wo hingespritzt wird. Ein schönes Loch im Bestand, wo als erstes neues Unkraut zu wachsen beginnt. Viele der gefürchteten Unkräuter sind ja in Wirklichkeit Pionierpflanzen, die Flächen ohne Bewuchs als erstes besiedeln.
Es gibt selektive Mittel, die z. B. gegen Ampfer wirken, aber das Gras stehenlassen. Das wäre die schlauere Lösung.

Gottfried


schellniesel antwortet um 02-12-2019 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nun Ampfer ist auch ander in den Griff zu bekommen...



Es war ja zwar eh nur mehr eine Frage der Zeit, aber wiedermal brescht da Österreich voran. Eine fachlich richtige Einschränkung wäre wünschenswert gewesen.

Da ich das tote Pferd nimmer gesattelt habe und auf dem Weg zur DS auch etwas die Bremse gezogen habe, bleibt für mich eigentlich nur mehr die Frage der Restmengen Entsorgung.

Vermutlich so gut durchdacht das dies natürlich bestens organisiert und ohne kosten meinerseits von statten gehen wird.

Mfg





richard.w(7n417) antwortet um 02-12-2019 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Glyphosat im Grünland ist echt überholt. Bewirtschaftungsfehler abstellen


schellniesel antwortet um 02-12-2019 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja richtige Kationenbelegung z.b. :-)

Kann mich noch gut erinnern auf den Klee futterflächen früher ampfer in Mengen.

Immer geschaut das der nicht zur samenreife kommt.

Ausklauben war die Arbeit von uns Kindern.

Meine Anfangsjahre war der ampfer auch noch sehr präsent. Ja im ölkürbis wurde sogar einiges an samenpotential erzeugt.

Seit ich auf den Flächen auch Kalke und seit einiger Zeit auch richtig. Hab ich keinen ampfer mehr.

Mfg




fgh antwortet um 03-12-2019 07:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei Ampfer Harmony SX

Beim Baumstreifen im Holunder sieht es da schlechter aus.... Basta ist sowieso ausgelaufen und außer Glyphosatprodukte war im Holunder nicht wirklich was zugelassen im Gegensatz zum Weinbau....


FeSt antwortet um 03-12-2019 08:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Alles eine Frage der weiteren Zulassungen.


Es braucht auf jeden Fall wieder mehr Wissen unter uns Bauern, welches Kräuterl plötzlich warum gewachsen ist, und auf welche Fehler/Ungleichgewichte es damit aufmerksam machen will bzw. es diese auch beheben/reparieren will.

Ja genau wie Schellniesel schreibt,
mit einseitigen gefüllten Nährstoffpools kann Ampfer sehr gut, wo freies Ca fehlt für zu wenig Luft im Wurzelraum, da er anaerobe Verhältnisse liebt, jedoch nicht Luft und garen Boden.

Ist bei Distel durch die Carbonatatmung mit folgend Methan für anaerob im Wurzelbereich und Eisenreduzierende Microorganismen, usw. ähnlich.


rwinkler antwortet um 03-12-2019 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hm, der Sache sicher nicht dienlich, erlaube ich mir dennoch die Anmerkung, dass Ampfer die Leibspeise von den Zwerghasen meiner Tochter ist :)

Alles mögliche gibts in den Tierabteilungen der div. Läden zu kaufen, vielleicht auch demnächst getrockneten Ampfer - nur so als Anregung für den ein oder anderen, wo er in BIO-Qualität vorliegt...


rwinkler antwortet um 03-12-2019 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hm, der Sache sicher nicht dienlich, erlaube ich mir dennoch die Anmerkung, dass Ampfer die Leibspeise von den Zwerghasen meiner Tochter ist :)

Alles mögliche gibts in den Tierabteilungen der div. Läden zu kaufen, vielleicht auch demnächst getrockneten Ampfer - nur so als Anregung für den ein oder anderen, wo er in BIO-Qualität vorliegt...


svoboda12 antwortet um 03-12-2019 16:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
@ Xaver, genau wegen solche Methoden kommt das Glyphosat in Verruf. Weil es einfach für alles und überall genommen wurde, obwohl es auch schon längst andere gute Spritzmittel gibt.


fgh antwortet um 03-12-2019 17:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@svoboda12:
Nein - sehe ich nicht so.
In Verruf ist Glyphosat wegen der Abreifespritzung gekommen und diese ist eben bis heute in DE erlaubt (ja sie ist theoretisch verboten, aber in DE gibt es zig Ausnahmen und diese entscheidet der Bauer selbst und sind nach der Ernte nicht mehr kontrollierbar).
Die Vernunft in der Diskussion, dass in Österreich das Zeug eh auf kein Futter- oder Lebensmittel darf ist in keiner Diskussion zu finden.
Der Konsument glaubt wir sprühen das überall drauf - eben durch die Abrreifespritzung.
Auf Facebook jubeln Leute, dass sie jetzt wieder Gemüse kaufen können...


xaver75 antwortet um 03-12-2019 17:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Svoboda12
Das es bessere Mittel gibt, ist bekannt. Durch die vereinzelte Punktbekämpfung kam aber das Glyphosat sicher nicht in Verruf, das bekommt die Bevölkerung kaum mit.
Wenn neben Hauptverkehrsstrassen eine Begrünung oder Ausfallgetreide mitten in der Vegetation innerhalb von ein paar Tagen gelb ist, im Forst mit den Brombeeren das selbe, der Häuslbesitzer beim Spritzen der Zufahrt gesehen wird, oder der Gemeindearbeiter in der Heckschaufel vom Traktor sitzt, mit der Sprühpistole in der Hand, neben ihm der halbvolle IBC-Container, …
das wird wahrgenommen.
Nur weil man am Bahndamm kein Grünzeug sieht, denkt man zB. nicht an Unmengen von Glyphosat, kommt auf die Wahrnehmung an.
Es gibt sogar Leute, welche ein fabrikneues Güllefass anstinkt.,-)

mfg


fgh antwortet um 03-12-2019 17:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
@xaver75
Der Häuslbesitzer wird nächstes Jahr richtig aufschreien, der Gemeindearbeiter auch - weil genau diese verwenden es und haben dann auf einmal wieder Arbeit! Glaub mir denen ist es nicht bewusst... kenne genug Glyphosatgegner bei denen das Mittel zwecks Pflaster und Garten in der Garage steht.
Auf Ansprache bekommt man große Verwunderung... unvorstellbar, dass der Private sowas kaufen darf, das stimmt nicht, das ist nicht das Selbe, sowas würden wir nicht bekommen, nur Landwirte bekommen solch Gift.
Ich werde auch immer wieder um Obstbaupflanzenschutzmittel gefragt, wo vorher die Handelsmischungen schon eingesetzt wurden... auch große Verwunderung, wenn ich sage, ich weiß da kein Mittel, weil das was ihr im Handel gekauft hat, für das brauch ich drei Mittel, das ist eine Keule sondergleichen... vollstes unverständnis... nein, willst uns nur nix geben, ihr habt die besten Mittel ...


mittermuehl antwortet um 03-12-2019 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Es wird verboten.

Warschgeinlich weil es billig war und keiner mehr viel Geld damit verdient hat.
Weil es im Ausland etwas häufiger und schlechter angewendet wird als bei uns aber man in einer globalisierten Welt sowas nicht mehr so leicht unterscheiden kann.
Weil Glyphostat bei den Normalbürgern einfach der Pauschalbegriff für Spritzmittel ist, und sie glauben jetzt sind alle Spritzmittel verboten.
Weil dem Parlament gerade fad war. (Die Grünen waren damals nicht im Parlament)

Sucht euch was aus.
Es wird verboten.
Das war abzusehen.
Thema wäre wie man ohne weiter tut.

Bei meinen Ampferproblemen habe ich doch manchmal mir so ein Mittel gewünst ... verboten "Früchte" für einen Biobetrieb.

Leichten Ampferbefall steche ich aus. Beim fräsen eines Ackers habe ich ihn aber leider startk verbreitet. Im Getreide ist er nicht so aufgefallen. Als es wieder eine Wechselwiese wurde konnte man den Ampferbestand schön berurteilen.... leider. Ich habe einen Absammelmulcher (nach der Beweidung) eingesetzt. Ich habe gekalkt, Ich habe Kompost gedüngt. War alles nicht so toll. Zuletzt hab ich nichts gemacht weil ein Biologe meinte das ich Ampferkäfer habe, die ich aber durch mein tun schädige. Die haben sich dann wirklich ausgetobt. Aber ich weiß noch nicht was das für das nächste Jahr bedeutet.



meki4 antwortet um 03-12-2019 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Das mit der Güllefaßallergie hatte ich auch mal -
wenn ich mit dem roten Traktor ausgebracht habe, war nix - wenn ich mit den grünen angehängt hatte, war bals die Gendermarie oder Stadtpolizei da.


Juglans antwortet um 03-12-2019 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Wird ja nächstes Jahr interessant an wen wir die Rechnung für die Mehrkosten schicken dürfen - Finanzprokuratur oder Umweltministerium. Pi mal Daumen sind es bei mir ca. 50€ pro ha.
mfg


Vollmilch antwortet um 03-12-2019 19:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Ich weiß schon seit drei Jahren nicht, wem ich die Mehrkosten verrechnen soll! ;-)

LG Vollmilch


Harpo antwortet um 03-12-2019 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Jetzt weiß ich noch immer nicht mit welchen Mitteln ich Glyphosat ersetzen kann?????


179781 antwortet um 03-12-2019 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Weiter oben kannst du nachlesen, was FeSt dazu geschrieben hat. Diese Zeilen kann man nur unterstreichen.

Gottfried



svoboda12 antwortet um 04-12-2019 08:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
@ Xaver, genau wegen solche Methoden kommt das Glyphosat in Verruf. Weil es einfach für alles und überall genommen wurde, obwohl es auch schon längst andere gute Spritzmittel gibt.


schellniesel antwortet um 04-12-2019 08:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Messerwalzen und (flach) fräsen Hersteller werden in ö ihren Boom weiterhin haben.

Ob’s eine ähnliche Lösung im Ackerbau wie glyphosat geben wird...

Bestimmt aber ob das dann verträglicher ist? Günstiger in der Anwendung?
Bestimmt nicht!


Die nächste werden Fungizide sein, nachdem neonics als Insektizid und nun glyphosat als Herbizid gehen musste ohne/wenig wissenschaftliche Grundlagen, geht der Blick schon auf Fungizide....

Mfg




Vollmilch antwortet um 04-12-2019 09:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Glyphosat kam vor allem deswegen in Verruf, weil es in vielen Staaten großflächig auf gentechnisch veränderte Pflanzen eingesetzt wurde.
Dieses "Image" (Monsanto - Roundup - GVO) schwappte auf Europa über, man fand Abbauprodukte im Bier (die wahrscheinlich von der Sikation stammen).
Richtig offensichtlich wurde die Glyphosatanwendung aber nur dort, wo Landwirte (in guter Absicht) erosionshemmend und humusfördernd Wirtschaften und mitten in grüner Landschaft die gelbe Flagge zeigten.

Die Einzelpflanzenbekämpfung ist (aus meiner Sicht) nicht verantwortlich für den schlechten Ruf, weil a) hats keiner bemerkt und b) machts ja jeder (und weil prinzipiell immer der andere schuld ist, kann das nicht das Problem sein!).

Lustigerweise wird gerade dort Glyphosat als erstes verboten, wo nie GVO angebaut und wo Sikation nicht üblich war. Selbst Direktsaat ist bei uns kein Massenphänomen.

Den Ampfer selbst halte ich bei uns nicht für bekämfungswürdig. Er ist nicht giftig, wird gefressen, hat eine starke Wurzel die auch tiefe Bodenschichten erschließt und füllt rasch die Lücken, die die Wildschweine hinterlassen haben.
(Im Sinne einer artenreichen, konventionellen Landwirtschaft)

LG Vollmilch


schellniesel antwortet um 04-12-2019 09:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Dem letzten Beitrag von dir kann ich fast uneingeschränkt zustimmen ;-)

Mfg


Mogwai antwortet um 04-12-2019 10:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Glyphosat ist als Antibiotika patentiert, wie sieht es da mit den Bakterien im Boden aus? Gibt es dazu etwas? Denn wie man ja schon weiss ist das Bakterien-Pilz Verhältnis ja auch mit ein Grund gesunden Bodens.


Vollmilch antwortet um 04-12-2019 10:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
@Mogwai: hast du zu dieser Behauptung eine Quelle?


LG Vollmilch


pluto. antwortet um 04-12-2019 11:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
@Vollmilch: https://www.google.de/search?sxsrf=ACYBGNQoMqeACzG4HbN7gFoC-V2ohMLXpQ%3A1575453865790&source=hp&ei=qYTnXbvoLYKAk74Pk9S-mAM&q=glyphosat+ist+als+antibiotika+patentier&oq=&gs_l=psy-ab.1.1.35i362i39l2.0.0..6996...3.0..0.0.0.......0......gws-wiz.....2.PDGp5QTcEFk


mittermuehl antwortet um 04-12-2019 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
@Vollmilch. Zu dem Thema gibt es einige Beiträge und Meinungen. Ob Glyphisat eine Antibiotikum ist, ist nicht klar. Aber es verändert einiges mehr in seiner Umwelt an angenommen. Auch die Darmflora . Das Ganze ist eher unterschwelllig und nicht so leicht zu sehen wie die Hauptwirkung von dem Mittel.

Der Beitrag ist etwas besser .. finde ich.

https://www.dw.com/de/glyphosat-ver%C3%A4ndert-darmflora-bayer-und-monsanto-wirkung-bekannt/a-44091947


Mogwai antwortet um 04-12-2019 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Einfach mal googeln, da findet sich genug.

https://www.global2000.at/glyphosat

https://www.watergate.tv/monsanto-patentiert-glyphosat-als-antibiotikum/


Muss sich jeder seine Meinung bilden aber diese Sichtweise kennen viele sicher noch nicht.

Mich würde halt interessieren wie es mit den Bakterien im Boden aussieht nach dem Einsatz von Glyphosat bzw über die Jahre hinweg, das muss doch schon jemand untersucht haben.


Vollmilch antwortet um 04-12-2019 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Danke für die Infos!

Ich sehe die Datenlage zwar recht dünn, aber man sollte das weiterverfolgen.

LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 04-12-2019 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Für mich bestätigt sich einfach meine Meinung das man nie ganz genau weiß was ein Wirkstoff langfrisitg auf Nebenschauplätzen bewirken kann.

Und ich bin trotzdem ich Bio bin nicht derjenige der Glyphosat derart verteufelt wie im Moment üblich.


Vollmilch antwortet um 04-12-2019 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Vermutlich zeigen viele Stoffe solche (Neben-)wirkungen. Beim prominenten Glyphosat wird eben auch viel untersucht.

Die Frage ist natürlich auch wie groß sind die Auswirkungen und welche "Qualität" haben sie. Dass sich die Darmflora verändert ist ja per se noch kein Unglück.

Der Pflug am Acker hat auch eine starke antibiotische Wirkung!

LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 04-12-2019 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
"Dass sich die Darmflora verändert ist ja per se noch kein Unglück."

So man eine Darmflora hat die man verändern will gebe ich dir recht. Wenn man eine hat die seit 1 000 000 Jahren bei der Menschheit gut funktioniert, sollte man über eine Veränderung gut nachdenken.

Der Pfug, der Umgang mit Feuer, das wir die Höhlen verlassen haben, das wir uns waschen, usw. --- Das waren alles große Veränderungen. Manchen verstehen wir erst jetzt...

Hier ein schönes Beispiel wie der Umstieg von Weidewirtschaft auf Mähwirtschaft die Natur verarmt hat. Wir wissen oft nicht was wir nicht mehr haben. Schöner .. leider sehr langer Film der zeitgt das es eh kaum einen Weg zurück gibt. Aber er ist ein Beitrag zum Nachdenken.

https://www.youtube.com/watch?v=qT3W3sKt0bI


Vollmilch antwortet um 04-12-2019 15:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Ich meine, die Darmflora ist in ständiger Veränderung. ;-)

LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 04-12-2019 15:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Jetzt könnte ich fragen: "Zum besseren oder zum schlechtern?" Sind aber wohl zuviele private Details. ;)

Es bleibt der Umstand das anscheinend alle Verbesserungen für die Menscheit automatisch zu einer verarmung der Natur geführt haben. Die Frage ist, ab wann es für den Menschen selber enge wird?


schellniesel antwortet um 04-12-2019 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
OMG

Mittlerweile seids ihr beide sogar bei euren Flatulenzen auf einer Linie :-)

Die gesamte Ernährung nimmt Einfluss auf unsere darmflora...

Glyphosat in der Nahrung dürfte da zu vernachlässigen sein.

Denke Antibiotika als Medizin ist da schon noch erste Hausnummer.


Solche Aussagen wie dein letzter Satz sind reine Rhetorik.

Wären unsere Vorfahren am Baum hocken geblieben wäre noch alles gut?

Hätte der Meteorit die Saurier nicht ausgelöscht....

Wären die ersten Amphibien im Wasser geblieben...

Hätte unsere Erde nicht vor 4 Milliarden Jahren mit einem zweiten Planet kollidiert, gäbe es keinen Mond der die Umlaufbahn stabilisiert und uns den Schubs in die Habitable Zone gegeben....


Alles was wir haben ist Natur! Wir können nur das verwendenden was es auf unserer Erde oder im Weltall gibt.
Der Mensch kann nichts Neues machen er kann bestehende Dinge nur kombinieren...
Die Natur ist chaos und Zufall...

Aber das hat mit dem ursprünglichen Thema rein gar nichts mehr zu tun.

Mfg


gbgb antwortet um 04-12-2019 20:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Hallo!

OMG kann nur "Oh meine Güte" heißen.
Nicht dass jemand meint, es wäre irgendein alternatives Spritzmittel.

Freundliche Grüße


179781 antwortet um 04-12-2019 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Zitat Vollmilch: Vermutlich zeigen viele Stoffe solche (Neben-)Wirkungen.......

Natürlich gibt es alle möglichen Nebenwirkungen. Ein paar Beispiele:

Gräsermittel in Getreide behindern die Ausbildung der Hährchenwurzeln an den Getreidepflanzen. Dadurch wird die Fähigkeit zur Nährstoffaufnahme eingeschränkt. Gleich zwei Fliegen auf einen Schlag für die Chemiehersteller, weil der Bauer das mit Kunstdünger wieder recht machen darf.

Halmverkürzer haben in Fütterungsversuchen mit Rindern zu einer schwächern Ausbildung der Eierstöcke geführt. Ein Zusammenhang mit der zurückgehenden Fruchtbarkeit bei Menschen ist natürlich nicht gegeben.

Fungizide auf Ackerflächen führen im Boden zu einem Rückgang der Pilze. Diese hätten aber eine zentrale Rolle bei der Nährstoffmobilisierung aus dem Boden. Ihre Aufgabe bei der Zersetzung von organischer Substanz übernehmen Fäulnis-Bakterien. Pflanzen die in einem solchen Boden wachsen, sind krankheitsanfällliger. Wieder ein zusätzliches Geschäft für die Pflanzen"schützer"

Die vielzitierten Neonicotinoide sind nicht nur bei ihrer direkten Anwendung sehr bedenklich. Sie bauen sich über lange Zeit nicht ab und richten auch in kleinsten Mengen Schaden bei Insekten an. Es gibt Untersuchungen, dass auf Blühflächen auf denen im Vorjahr dieses Gift angewendet wurde im Nektar der Pflanzen Spuren von dem Mittel zu finden sind. Und dann kommt zu tragen, dass das etwa bei Bienen nicht nach dem Motto wirkt, dass die Dosis das Gift macht. Es ist so wie bei einer allergischen Reaktion. Wenn jemand etwa auf Erdnüsse allergisch ist, dann muss der nicht eine bestimmte Menge davon essen, sondern es reichen Spuren davon.

Dass von den sogenannten gut ausgebildeten Landwirten keiner davon etwas weiß, ist allerdings eine sehr bedenkliche Sache. Mit einer wirklich guten fachlichen Ausbildung würde die Bauern wohl so manche Fehler vermeiden. Aber da haben die Leute die Hände drauf, die mit den entsprechenden Mittelchen ihr Geschäft machen und die lassen nichts anderes aufkommen.

Gottfried

PS
Glyphosat gehört wahrscheinlich in dem ganzen Sammelsurium an eingesetzten Mitteln zu denen, die nur recht geringe schädlichen Nebenwirkungen haben. Aber so eine Mitteilung hätte in der öffentlichen Diskussion wohl erst recht zu einem Aufschrei geführt.



mittermuehl antwortet um 04-12-2019 21:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
schellniesel "Glyphosat in der Nahrung dürfte da zu vernachlässigen sein."

Na wenn du das sagst bin ich berihigt. Dann vergesse ich den Artile schnell wieder .... ;)


Ich hätte es nicht so leicht weggewischt. Der Ansatz das es die Darmflora leicht verändert ist mal was anderes. Das ist nicht giftig. Es kann aber das Immunsystem usw. verändern. Eigentlich weiß keiner was der Darm in dem Bereich so steuert. Spannend.....







muku8 antwortet um 04-12-2019 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Was mich an Glyphosat so stört ist das dieses Zeug im Bier gefunden wurde, das ist nicht mit dem Bayrischen Reinheitsgebot vereinbar,
Wo´s doch heist:
Hopfen , Wasser Malz und sonst NIX!!!!




mittermuehl antwortet um 04-12-2019 21:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Aber vielleicht macht uns Bier mit Glyphosat zum Übermenschen .. .Mutanten.... Supermann ... ;)


Vollmilch antwortet um 04-12-2019 22:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
So ist es Gottfried! Beim eigenen System versucht man die Vorteile zu sehen und gleichzeitig die Nachteile weitgehend zu ignorieren.

LG Vollmilch


schellniesel antwortet um 05-12-2019 06:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
So ist es Vollmilch ;-)

Auch Bodenbearbeitung zerstört die Pilz und Bakterien Fauna....

Vergräbt man Ernterückstände mit dem Pflug gibts Fäulnis Bakterien....

Die Natur kennt derartige Bearbeitung auch nicht ;-)

Ich will hier nicht die Bayer kwizda und co verteidigen...

Auch ich arbeite daran von den Mittelchen weniger zu gebrauchen...

Auf einen Feldtag im Sommer wurde mir erklärt das der halmkürzer moddus dafür sorgen soll dass mehr feinwurzeln gebildet werden.
Ich bin aber immer davon ausgegangen das alles was oberirdisch kürzt das auch unterirdisch macht...

Ich bin da auch auf eurer Linie, viele haben das kanisterdenken.

Der spritzplan wird im Winter ausgearbeitet, viel hilft viel....

Das ist der falsche Ansatz!

Mfg


fgh antwortet um 05-12-2019 07:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Grundsätzlich sollte jeder Bauer nach dem Motto arbeiten: Pflanzenschutz ja, aber dort wo er notwendig und sinnvoll ist.
Nach dem uns die Industrie nicht so toll behandelt, sollten wir ihr was davon zurück geben und auch sparsam beim PSM und Düngereinsatz sein und ihr nicht noch helfen...


Vollmilch antwortet um 05-12-2019 07:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Guten Morgen!

Mein Ziel ist auch die "Nullvariante":
Wenig Input von außen (Kalk, Herbizide, Diesel, Rapsschrot, Mineralstoffmischung brauch ich noch), weniger Bodenbearbeitung, möglichst lange aktive Assimilation auf den Feldern.

Gleichzeitig muss aber auch der Output (€) passen!

LG Vollmilch


fgh antwortet um 05-12-2019 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Doch noch nicht ganz aus...
https://www.addendum.org/pestizide/glyphosatverbot-eu-recht/?fbclid=IwAR3_r1ygpPJ-Nwmw2yBE57rgOvooSDheay2IDzG8iSXhB3m7CGEGB-yn9vI


mittermuehl antwortet um 05-12-2019 16:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternativen zu Glyphosat
Jede Art der Bodenbearbeitung verändert immer irgendwas. Die erfindung der Sense hat viel im Boden verändert.
Mal gut mal nicht zu gut. Bei Glyphosat steht halt jetzt der Verdacht im Raum das es die einzelnen Organismen nicht schädigt oder vermehrt sondern sie verändert und umwandelt. Das Mikrobiom des Menschen wird erst seit 2007 wirklich erforscht. Das ist einfach eine spannenden Forschung. Wir tun uns schon schwer den Klimawandel zu verstehen und nicht abzustreiten. Wie schwer ist es dann unterschiede im Mikorbion eines Menschen zu verstehen. Die Mirkobiome von Nutztieren sind garnicht erforscht. Kann gut sein das man drauf kommt daß das Mittel XY für Rindermast schlechte Auswirkungen auf deren Milkrobiom und die Entwicklung hat.

Es ist mitlerweile bekannt das neue Weizensorten nicht zu unserm Mirkobiom passen bzw. das alte Sorten besser passen.

Einfach eine spannende Forschung die man nicht aus dena Augen lassen sollte.

In dem Zusammenhang ist "weniger Input" einfach die sichere Seiten...


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