Schweinestall zu nahe an Wohnzone

Antworten: 23
mittermuehl 23-06-2019 11:33 - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
An alle die finden das die Städter mehr am Land siedeln sollten um so den teuren Mieten in der Stadt zu entgehen. Nicht jeder braucht einen Leistungsträger als Nachbarn.


https://www.telezueri.ch/zuerinews/bauer-muss-schweinestall-abreissen-weil-es-dem-neuzuzueger-zu-sehr-stinkt-134634858?fbclid=IwAR1mUR6Tuf4UCprqWye93eax_FvKIG4VA7OUwSLJ9tXOKdKhw38rhgheqc0
 



zehentacker antwortet um 23-06-2019 13:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Diese Problematik wurde in einer Hausbauzeitschrift so kommentiert. Der Städter kauft einen alten Bauernhof, die ersten vier Jahre wird dieser jeden SASO renoviert. Nach der Fertigstellung fällt dann auf: Beim Nachbarn gibt es Tiere, Fliegen, Maschinenlärm auch am Wochenende und die Streitereien fangen an.


mittermuehl antwortet um 23-06-2019 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Streiterei ist eines. Aber wenn die Behörde in deine Betriebsgenehmigung eingreift ist das schon eine andere Liga. Ist ein Fall aus der Schweiz. Da war eine Bauer nicht nur Deko für die Landschaft ....


Century antwortet um 23-06-2019 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
So eine Entscheidung ist doch sehr fragwürdig. Ich würde mir das nicht bieten lassen, die Häusler haben selber Schuld, die haben von Anfang an gesehen, gehört und gerochen, worauf sie sich einlassen.



mittermuehl antwortet um 23-06-2019 15:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Sehe ich aus so. Die Frage ist nur warum eine Behörde (in der Schweiz) so reagiert....



Richard0808 antwortet um 23-06-2019 16:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Das wichtigste Heutzutage... Eine gute Rechtschutzversicherung damit du gegen solche Behördenverfehlungen rechtlich Vorgehen kannst ohne gleich Angst zu haben das dich die Anwaltskosten erschlagen.


Stina antwortet um 23-06-2019 16:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Mein folgender Beitrag ist zwar nicht vergleichbar mit der Problematik des Schweinebetriebs, eher zum schmunzeln bzw. passt zu dem Thema, wenn sich jemand ein Grundstück am Land kauft ... unsere Nachbarn verkauften vor einigen Jahren 6 Baugrundstücke direkt angrenzend an unsere Hofstelle, die erste Käuferin hatte also die absolute freie Wahl und hat sich ein Grundstück direkt neben unserem Hühnerstall - Hühnerauslauf (60 Hühner) ausgesucht. Anfangs war sie total begeistert, dass die "liabn Hendln" neben ihrem Haus herumlaufen und sie auch noch die "guatn Eier" bei uns kaufen kann ... inzwischen ist die Dame auf vegane Ernährung umgestiegen d. h. keine Eier mehr und auf einmal STINKTS von den Hühnern neben ihrem Haus !!! :-) :-)


peter.z(cgu8) antwortet um 23-06-2019 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Nun wiso die Behörden so reagieren?
Weil die Rechtsgrundlage der Gemeinde das Recht dazu gibt. Die Mindestabstände die 1995 beschlossen wurden sind in diesem Fall unterschritten.
Die Betroffe Gemeinde ist ein Aufstrebendes Wohngebiet für die Oberschicht, welche für die Gemeinde grosse Steuerlich Erträge bringen. Bis anhin war es so "wo kein Kläger da kein Richter", nun hat sich jemand gewehrt, von dem die Gemeinde Profitiert.
Der Landwirt hat hier leider einen sehr Schweren Stand, ein Weiterzug des Urteils vor Bundesgericht wird warscheinlich nur schon der Finanziellen mittel wegen nicht machbar sein. Bei einem Hof der Schon seit 300 Jahren bestehenden ist eine Absolute Frechheit.
Das einzige was man da akzeptieren könnte ist eine Totale Kostenübernahme der Betriebsumsiedlung.
Grüße aus der Schweiz


xaver75 antwortet um 24-06-2019 00:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
@PeterZ
Da wird durch diese neu errichteten Häuser schon die Sicht auf den See beeinträchtigt, und dann soll man sich auch noch schleichen?
Ich wäre für ganzjährige Weidehaltung der Schweine.

mfg


mittermuehl antwortet um 24-06-2019 01:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Ich verstehe nicht wie eine schon länger bestehende Anlagengenehmigung so ausgehebelt werden kann. Das ist ja eine Wertminderung des Hofes und muß entschädigt werden.

Ich will nur hoffen das der Landwirt nicht selber die Grundstücke an die neuen Nachbarn verkauft hat.


fgh antwortet um 24-06-2019 04:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Das mit bestehenden Genehmigungen ist immer so eine Sache. Das österreichische Recht, vor allem Baurecht oder Gewerberecht ist so detailliert und so umfangreich, dass es nahezu unmöglich ist, dauerhaft bewilligungskonform zu sein bzw. es ist schon extrem schwer, dass eine Bewilligung nicht von Haus aus rechtswidrig ist, da auch die Behörden so hab überfordert sind einen richtigen Bescheid zu erstellen und da kommt das Problem: Der der zuzieht nimmt einen sündteuren Anwalt, welcher dann feststellt, dass irgendwo was nicht berücksichtigt wurde oder ein Beistrich fehlt und schon ist die Genehmigung ausgehebelt und nach den mittlerweile neueren Gesetzen kann passieren, dass eine Bewilligung nicht mehr möglich ist....


peter.z(cgu8) antwortet um 24-06-2019 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Nun die Tatsache das der Landwirt Ohne gültige Bau Bewilligung den Laufhof vergrößert hat, ist auch nicht gerade Vorteilhaft.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit gehörte das Land der Gemeinde.


jakob.r1 antwortet um 24-06-2019 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Grüß Euch, -- diese Probleme sind doch alle hausgemacht durch die Unüberlegtheit der Bauern. Im Text heisst es, das der Städter einen alten Bauernhof gekauft hat.
Das darf eben nicht passieren. Wenn ein Bauernhof verkauft wird, haben eh Landwirte das Vorkaufsrecht und müssen halt davon Gebrauch machen. Wenn alle Nachbarbauern zusammengestanden wären und hätten den besagten Betrieb gemeinsam gekauft, dann gäbe es das Problem nicht.
Ebenso verhält es sich mit großzügigen Bauplätzen an weichende Erben in Hofnähe. Da ist der Ärger ab der nächsten Generation vorprogrammiert, die keinen Bezug mehr zum Hof hat.
Es ist leicht, einen Hof mit Bauplatzverkauf lustig zu bewirtschaften, aber nachfolgende Generationen können sich dann mit den Sünden der Alten rumärgern.
Beste Grüße
Jakob



fgh antwortet um 24-06-2019 10:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Dieses Vorkaufsrecht gibt es aber nicht überall...


peter.z(cgu8) antwortet um 24-06-2019 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
@Jakob gib doch bitte die Quelle an wo du das gelesen hasst.
In Mittermuehls link habe ich davon nichts gelesen.
Diese Villa steht in der Bauzone und nicht in der LW Zone, in der Bauzone giltet das Bäuerliche Bodenrecht nicht.


jakob.r1 antwortet um 24-06-2019 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Grüß Dich Peter, bei uns in Bayern gilt immer das Vorkaufsrecht wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb/Fläche verkauft wird. Kann durchaus sein, das dies in Österreich oder Schweiz oder Bundesland/Kanton abhängig ist. Auch das die Villa mittlerweile in der Bauzone steht kann schon sein. Ist aber wurscht, --- wenn wie hier ein landwirtschaftlicher Betrieb, -- oder was davon noch übrig war, zum Verkauf ausgeschrieben ist, dann sollen den eben die Nachbarn kaufen und keinen "Städter" reinlassen. So können solche Probleme von vorne herein verhindert werden.
Beste Grüße
Jakob


peter.z(cgu8) antwortet um 24-06-2019 17:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Aslo lieber Jakob hier der Link zu einem Weitern Artikel.
https://www.google.com/amp/s/www.luzernerzeitung.ch/amp/zentralschweiz/luzern/stinkender-schweinestall-in-meggen-gesetz-von-1995-wird-dem-bauer-hofer-zum-verhaengnis-ld.1128523

Dort wo die Villa jetzt steht war zuvor ein 50 Jähriges Haus das abgerissen Wurde und eine Neubau wurde gemacht. Dieser neubau Steht in der Bauzone die seit 1980 bestehend ist. Also könntest du Freundlicherweise den Artikel, wo drin steht das dort wo die Villa steht früher ein Bauernhof war teilen?


jakob.r1 antwortet um 24-06-2019 19:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Grüß Dich Peter.z --- ich habe den Artikel nicht gelesen, sondern bezog mich auf die Antwort von Kollegen zehentacker der dem Mittermühl gleich als erster geantwortet hat. Aber die Sünden der Bauern mit Grundstücksverkauf in Hofnähe, oder Abfindung weichender Erben mit Grundstücken in Hofnähe sind immer die Gleichen,
egal ob nach dem Krieg oder heutzutage. Klar ist es für die Generation schlimm, welche dann durch Verschulden von vorherigen Generationen plötzlich von Städtern eingekreist wird, oder nur von einem, -- das ist egal.
Auch die Gemeinden haben da eine Mitschuld durch Baulandausweisung in Bauernhofnähe, -- aber meist wollen Sie einem Bauern der fehlinvestiert hat nur "den Arsch retten"
Gemeinden könnten allerdings bei Vergabe von Baugrundstücken einem ausserlandwirtschaftlichen Erwerber eines Baugrundstückes unterschreiben lassen, das die Baugenehmigung sofort widerrufen wird (oder ähnliche wirksame Mittel), wenn Nachbarlandwirte "angegangen" werden. (Vereinfacht geschrieben, -- ich kenne mich mit Verwaltungsrecht in anderen Ländern nicht aus)
Beste Grüße
Jakob


ek antwortet um 24-06-2019 20:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
@jakob,
Im Umkreis von wievielen Metern würdest Du keinen Städter an einen Bauerhof ranbauen lassen?
Wieviele Meter sollten es bei Dorfbewohnern sein?

mfg
Ernst Krampert


jakob.r1 antwortet um 24-06-2019 23:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Grüß Dich Ernst, das kann man nicht in Metern messen, -- auch macht es keinen Unterschied ob Städter oder Dorfbewohner. Bei ersterem kommen die Probleme für die umliegenden Landwirte sehr rasch, und bei einem Dorfbewohner eben in der folgenden Generation.
Wie ich schon geschrieben habe, hätte sicher jede Gemeinde die Möglichkeit, sich zur Baugenehmigung eine Bestätigung geben zu lassen, das der Bauherr und folgende Generationen die nachbarliche Landwirtschaft akzeptieren, ansonsten erlischt sofort das Baurecht oder ähnlich wirkungsvolle Maßnahmen.
Beste Grüße
Jakob



ek antwortet um 25-06-2019 06:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Hallo Jakob, Du schreibst:"Auch die Gemeinden haben da eine Mitschuld durch Baulandausweisung in Bauernhofnähe"

Wie nah ist nah, bzw. zu nah? das kannst nur in Meter definieren!
"Der" Landwirtschaft einen Freibrief über Generationen auszustellen ist so realistisch wie der Milchpreis von 5 Euro..

mfg
Ernst Krampert




xaver75 antwortet um 25-06-2019 07:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Oft ist es bei einem "Mischbaugebiet" schön langsam sinnvoll, die Hofstelle (bei Tierhaltung) hinauszubauen, und den Bau mit dem Baugrundverkauf im Ort zu finanzieren.
Das beobachte ich in den letzten Jahren immer mehr, bei Betrieben, welche für ca. 50 bis 60 Kühe aufwärts Stall bauen. Die einen bauen nur den Stall ein paar 100 m vom Ort weg, andere auch gleich das Wohnhaus dazu.
Ich bin zum Glück in einem reinen Dorfgebiet …..

mfg


Hofknecht antwortet um 25-06-2019 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
@jakob
Die Gemeinden werden meistens von einem Architekten der Raumplaner ist bei den ganzen Widmungen unterstütuzt, oder wie man es nennen mag. Jedenfalls würden solche Verträge wie du sie ansprichst in Österreich, in der Realität, keinen Halt haben wenn es hart auf hart kommt. Was hilft ist zb. das betroffene Grundstück kaufen wo der Geruch vom Stall hineinragen würde.
Wenn man heutzutage Stall bauen will in der Nähe von Wohngebiet, dann braucht man Gutachter die feststellen wo der Stall stehen darf. Alles andere ist nutzlos.



fgh antwortet um 26-06-2019 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweinestall zu nahe an Wohnzone
Es gibt ja in der neuen Raumordnung (zumindest Stmk) Belästigungskreise und sogar Pufferzonen wo keiner rein bauen darf für Landwirte.
Aber der Städter, Dorbewohner - im Prinzip egal - und auch Bauern - ja auch Bauern sind da Life dabei - haben da sehr subjektive Empfindungen.
Eine Nachbarin hat sich zB bei mir beschwert, dass es sie stört wenn ich den Pflanzenschutz sehr früh ausbringe (kommt 4 mal im Jahr vor) - von dieser Nachbarin hatte ich bis vor einem Jahr von Frühjahr bis Herbst jeden 2. Tag um halb 5 die Melkmaschine als Weckruf...was gibt man dieser Dame als Antwort?
Und ich behaupte, dass es solche Leute wie meine Nachbarin überall gibt... also Herkunft/Beruf haben mit Beschwerden/Problemen wenig zu tun...



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