Antworten: 37
farmer987654321 15-11-2013 17:02 - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Ja ich, der Faker, bins wieder mal ;D

Da mein Beitrag zum Glyphosateinsatz die Geister so geschieden hat und nach einer gewissen Anzahl an Antworten eine fachliche Diskussion nicht mehr wirklich m√∂glich war, w√ľrde ich es jetzt gerne mal mit einem anderen, aber gleichzeitig gleichen Thema versuchen.

Also meine Frage:
WAS DENKT IHR √úBER DIREKTSAAT IM BIO-BEREICH?
Kanns funktionieren, oder nicht?
Wie sind die Erträge?
Versinken die Pflanzen in Unkraut?
Fruchtfolge/Fruchtfolgeprobleme
Bilder von Feldern
Eigene Erfahrungen
etc.

Und falls gewisse Personen andere herabstellen, beschimpfen oder sonstiges wollen, sollten sie es sich einfach verkneifen, damit man eventuell auch hier, wenigstens einmal eine vern√ľnftige Diskussion mit fundierten Fakten/Fachwissen f√ľhren kann!
Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass auch diese Diskussion in einen Krieg zwischen konventionell und bio, Pflug und pfluglos und Leuten die andere mit echten Beiträgen verarschen, ausarten wird.
Aber einen Versuch ist es wert.
Und bitte sagt nicht einfach "Das was .... sagt ist alles ****", sondern begr√ľndet es.

Vielleicht kann dieser Beitrag das Diskussionsniveau wieder etwas heben.

DANKE, an alle normalen Leute hier!


senf antwortet um 15-11-2013 17:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Ja es funktiioniert!
Wenn du genaueres wissen willst wende dich an deine Bioberater!


misches antwortet um 15-11-2013 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
wie werden da die Beikräuter reguliert bzw. auf welchen Böden funktioniert das?



biolix antwortet um 15-11-2013 18:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Frag mf7600, der macht ab n√§chstes Jahr alles Bio weil er f√ľrn Mais 360 und f√ľr Soja 1000 Euro die Tonne bekommt.. ;-)

lg biolix


179781 antwortet um 15-11-2013 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Vielleicht solltest du uns noch schreiben, was du genau unter Direktsaat verstehst. Dazu gibt es nämlich durchaus verschiedene Meinungen. Manche Leute meinen alles, was ohne Pflug gemacht wird damit. Eigentlich werden damit Verfahren bezeichnet, wo ohne jede Bodenbearbeitung gesät wird.

Gottfried


LW01 antwortet um 15-11-2013 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Hallo.
Ein Betrieb in unsrem Dorf hat es drei oder vier Jahre probiert. Hat es aber mitlerweile wieder aufgegeben. Der Unkrautdruck war viel zu stark. Die anderen Bio Betriebe sind eigentlich alle auf Pflug eingestellt. Funktioniert bei manchen sehr gut. Haben großteils mittel bis schwere Lehmböden.
In meiner Gegend funktioniert vom optischen her glaub ich am Besten die Variante mit Pflug und mehrmaligem Striegeleinsatz. Am "schlechtesten" schauts bei einem Betrieb mit EcoDyn aus.
Aber wie gesagt bei manchen Betrieben mit Pflug und Striegel schauts echt sehr gut aus.
Bin selber konventionell, daher kann ich nur sagen was ich auf den bio Feldern sehe bzw. was bei manchen Druschkunden von mir im Tank reinkommt.
Mfg



misches antwortet um 15-11-2013 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Also noch mal zur erkl√§rung direktsaat bzw no till greift nicht in den boden ein das heist kein grubber keine scheibenegge kein fr√§sen quasi nur s√§hen d√ľngen ernten pflanzenschutz.

Alles andere wo eine grundbodenbearbeitung oder saatbett bereitung erfolgt ist mulch bzw pflugsaat


schellniesel antwortet um 15-11-2013 20:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Denke wer dar√ľber ernsthaft diskutieren will sollte die Unterschiede schon kennen....


LW01 antwortet um 15-11-2013 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Wie gesagt der mit echter Direktsaat hats wieder aufgegeben wegen dem Unkrautdruck.


farmer987654321 antwortet um 15-11-2013 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Und genau das mein ich


farmer987654321 antwortet um 15-11-2013 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Bei euch gibts jemanden mit ecodyn?
Von wo bist du?


LW01 antwortet um 15-11-2013 21:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
N√∂rdliches N√Ė


misches antwortet um 15-11-2013 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
darum kann ich es fast nicht glauben das es funktioniert wenn man das Unkraut nicht chemisch regulieren kann und auf jede mechanische Bodenbearbeitung verzichtet. Ich kann mir vorstellen, dass es mit einer geschickten zwischenfrucht und passenden Untersaaten passen könnte.
allerdings w√ľrde ich solche fl√§chen gerne mal sehen wenn ich mir alleinen schon meine Mulchsaatgetreidefl√§chen immer wieder vor der spritzung anschaue...


farmer987654321 antwortet um 15-11-2013 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Wie heißt denn der ecodyn anwender? Brunner?


179781 antwortet um 15-11-2013 21:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Also ich habe einiges an Erfahrung mit Mulchsaatvarianten. Direktsaat ginge bei uns in einzelnen F√§llen, z. B. w√§re es heuer nach Ackerbohne gegangen. Aber eine ganze Fruchtfolge w√ľrde bei mir nicht funktionieren.
Das geht aber offensichtlich auch im konventionellen Bereich bei uns nicht. Da versuchen sich immer wieder welche damit, auch solche, die von Ackerbau wirklich etwas verstehen. Und jeder hat es wieder aufgegeben, weil die Erträge einfach nicht passen.

Gottfried


LW01 antwortet um 15-11-2013 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Von dem Brunner hab ich schon mal gehört. Der macht ja auch Vorträge und so. Aber bei uns gibts an andren der mit EcoDyn arbeitet. Wems gefällt....
Ich kann mir Direktsaat nicht vorstellen. Konv oder Bio. Mulchsaat dagegen schon. Betreibe selbst Mulchsaat. Au√üer bei Kartoffel und Zuckerr√ľbe wird gepfl√ľgt.


Modellbauer antwortet um 16-11-2013 07:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Hier eine Eco Dyn in Action
Das geht allerdings nur da wo fast keim maisanbau stattfindet meiner meinung nach der völliger schwachsinn in biobereich auch im konventionellen bereich unkraut schädlingsvermehrungs methode sag ich dazu!!

Wenn du das so in einen Hauptanbaugebiet von mais betreibst wirst sicher ein Freund deiner nachbarn sein

MFg Quadtracfahrer



 


berni_90 antwortet um 16-11-2013 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Hallo alle miteinander,

Habe heuer bei meinem Arbeitgeber einen Direktsaatversuch auf Biofl√§chen versucht, allerdings eher ern√ľchternde Ergebnisse. Folgende Arbeitsablauf:
Ausgangsbestand war Kleegras wurde im Herbst 2012 gepfl√ľgt, mit Kompost ged√ľngt und Gr√ľnschnittroggen ges√§t. Dieser wurde dann Ende April geerntet (siliert). Bestand des Gr√ľnschnittroggens war praktisch unkrautfrei und sehr gut entwickelt. Direkt nach der Ernte wurde Mais mit einer Scheibenscharmaschine gesetzt. Funktionierte soweit einwandfrei, nur habe ich leider mit den Kr√§hen nicht gerechnet. Die fanden das Feld als willkommene Abwechslung auf ihrer Speisekarte. Komsequenz: Erneuter Umbruch und Anlage von Kleegras. Au√üer Spesen nichts gewesen, leider :(

Lg Bernhard


179781 antwortet um 16-11-2013 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Na Quadtracfahrer, da regst du dich ein bisserl unn√∂tig auf. Zum einen ist der Eco Dyn gar kein Direkts√§ger√§t, obwohl er dazu auch taugt. Bei dem Ger√§t besteht die M√∂glichkeit verschiedene Formen der Bodenbearbeitung alleine oder gleich mit der Aussaat zu kombiniert durchzuf√ľhren. Da gleich die Panik zu kriegen, wegen Unkraut und Sch√§dlingsvermehrung ist falsch. Im Biobereich ist die Unkrautthematik sicher ein Problempunkt, im konventionellen Bereich wohl nicht. Und dass Sch√§dlinge mehr werden, wenn man sich bem√ľht, einen gesunden Boden aufzubauen, ist doch eine ganz verkehrte Denkweise.
Das Gerät ist sicher interessant, weil es eben sehr vielseitig einsetzbar ist. Allerdings sollte man einzelnen "Wunderpredigern" die mit dem Verfahren hausieren gehen, nicht alles glauben, was sie erzählen.

Gottfried


Modellbauer antwortet um 16-11-2013 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
@179781
Ich habe die Maschine ECO DYN gesehn eben laut Foto also wenn du das bei uns im Nordburgenland bzw. Raum Bruck Leitha Hainburg Donau vabrizierst dann kannst da sicher sein dast keine Freunde mehr hast das ist eine sauerei durch und durch
Und warum soll ich in die Maisstoppeln direkt reinsäen??
Mulchen Pflug und danach anbau ist sicher die bessere variante von bodenaufbau!
Ist meine Meinung und was sol ich im Bio Landbau da im Fr√ľhling machen da wurde Roggen als Begr√ľnung ges√§t

Mfg Quadtracfahrer

ist meine Meinung zu ECO Dyn vl. funktionierst ja bei euch irgentwo besser


179781 antwortet um 16-11-2013 15:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Da schreib ich jetzt einmal nichts dazu. Hier ist MF7600 gefragt. Der soll dir erklären, was es mit der "Sauerei" auf sich hat.

Gottfried


textad4091 antwortet um 16-11-2013 17:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
"Mulchen Pflug und danach anbau ist sicher die bessere variante von bodenaufbau!"

Uuuh, dann hab ich aber den Sinn von Pflug- bzw. Grubberloser Bearbeitung komplett falsch verstanden- Meinst nicht wohl etwa "ackerbaulich" besser??


baerbauer antwortet um 16-11-2013 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
@ quadracfaherer
"Mulchen Pflug und danach anbau ist sicher die bessere variante von bodenaufbau!"

den bodenaufbau/die bodenmikrobiologie jährlich auf den kopf stellen mitn pflug fördert sicher nicht den bodenaufbau.
da kann ich textad nur beipflichten...

ihr habt wahrscheinlich im n-burgenland+hainburg wohl eher viel niederschl√§ge? ich glaub mit weniger bodenbearbeitung wirst zufk√ľnftig besser fahren in deiner region, ohne sich auf ein system(mulchsaat, no till, streifensaat etc.) zu versteifen zu wollen.
lg




Tyrolens antwortet um 16-11-2013 18:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Gottfried, woran liegt es denn bei den Profis, dass die DS dort nicht klappt.
Kenne doch eine Menge Betriebe, die es hin bekommen, auch wenn die ihre Gewinne mehr √ľber die Einsparungsseite als Ertragsseite gesteigert haben.
Als pfl√ľgender oder mulchender Profi muss man einige Dogmen durchbrechen, das ich nicht so einfach.

Gr√∂√ütes Problem ist halt derzeit, dass die Direktsaat, wie auch die Mulchsaat neuerdings, als b√∂se stigmatisiert wird. Werden wir halt wieder Pfl√ľger werden m√ľssen.


179781 antwortet um 16-11-2013 18:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Es gibt schon allerhand Bauern bei uns, die alles was nicht sauber umgeackert ist, als Sauerei sehen.
Dass die Mulch und Direktsaat verteufelt wird, ist aber allgemein nicht der Fall. Eher das Gegenteil. Nur trauen sich nicht viele dr√ľber und die meisten von denen bringen das System nicht zum laufen. Nach meiner Einsch√§tzung liegt da viel dran, dass sie nicht wirklich auf reduzierte (oder minimierte) Bodenbearbeitung umstellen, sondern halt statt dem Pflug mit dem Grubber o. √§. ordentlich auf dem Feld herumw√ľhlen. Die anderen wichtigen Ma√ünahmen zum Aufbau einer entsprechenden Bodenstruktur werden nicht einmal angedacht und dann funktionert es halt nicht.
Ausserdem sind wir in einem Gebiet mir viel Niederschlägen und da stößt man mit pflugloser Wirtschaft auch manchmal an Grenzen.

Gottfried


Tyrolens antwortet um 16-11-2013 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Niederschlag ist ein Thema, das man beherzt angehen muss, sonst kommt es zu vertikaler Erosion und die lässt sich ohne Bodenbearbeitung schlecht sanieren.

War nicht unl√§ngst im ZDF so eine Reportage - wo ein Landwirt und Gr√ľner Abgeordneter meinte, die Mulchs√§er seien alle von Monsanto gekauft? Dabei wenden die im Vergleich zu den Direkts√§ern noch mal weniger Glyphosat an.


Modellbauer antwortet um 16-11-2013 19:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Es ist ja nicht immer die Bodenstruktur wichtig vielleicht geht es nicht jeden Bauern um Bodenstruktur und Mikrobiologie sondern um gute Eträge und eine saubere bewirtschaftung
Klar geht auch direktsaat von mir aus nach mais aber zumindest Mulchen und grubbern oder Scheiben!
Nach Soja is sowieso Klar das man direktsaat machen kann
Ich wollte mich nicht unbeliebt in der mehrheit machen es sehen halt nicht alle bauern so wie der großteil hier wie eben schon gesagt auf bodenstruktur bodnelebewesen usw.
Mfg Quadtracfahrer


textad4091 antwortet um 16-11-2013 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
@ Quadtracfahrer: " .... sondern um gute Erträge und eine saubere bewirtschaftung ..... "
Und da is der Knackpunkt>> Geringere Ertr√§ge, weniger Geld (indirekt oder direkt), den Lohn f√ľr seichte Bodenbearbeitung bekommt man in Form von Bodenaufbau ausbezahlt, und das nat√ľrlich nicht schon nach 10 Jahren ...

In so manchen Gegenden wie Mostviertel, S√ľdoststeiermark und √§hnliche h√ľgeliege Gebiete wird man bei Hackfr√ľchten allerdings nicht dran herumkommen, etwas anders zu machen bei der Bodenbearbeitung; Es soll schon F√§lle gegeben haben wo die Gemeinde gerechterweise die Kosten von Kanal- Stra√üengrabenausr√§umungen, Stra√üenreinigung etc. ... nach Abschwemmungen von Ackerfl√§chen (√ľberwiegend Mais) auf Landwirte umgew√§lzt haben


Joe_D antwortet um 16-11-2013 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
es sind nicht die Kulturbegleitpflanzen die den Ertrag schmälern, sondern der damit einhergehende Gare Zustand des Bodens....


schellniesel antwortet um 16-11-2013 23:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
@ texdat

Schön wärs! Wenn's so wäre in der so stmk! Vielleicht denken dann einige um!
Aber auch so wird nur geschimpft das durch neue Verordnungen das bauernsterben vorangetrieben wird...

Die kosten werden aber nach wie vor von der Allgemeinheit getragen!!

Heuer merkt man erstmals dass doch mehr Getreide gebaut wurde allerdings is das schon so ziemlich die einzige Maßnahme die gegen Erosion getroffen wurde! Nicht zuletzt durch Verordnete FF!

Konservierende Bodenbearbeitung hat bei uns absoluten Seltenheitswert!

Wenn nun der erste richtige Frost kommt und dann wieder zum pfl√ľgen geht,werden die ( f√∂rder) Begr√ľnungen (15. nov) flei√üigst gepfl√ľgt werden!

Meinen Nachbarn hab ich dazu ermutigen k√∂nnen seine Begr√ľnung teilweise doch zu nutzen und da seinen Mais in mulchsaat daraufzustellen...

Was DS angeht w√§re ich froh wenn ich wenigstens konvie versuche zu sehen bekommen w√ľrde...

MfG Andreas






179781 antwortet um 17-11-2013 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Manchmal denk ich mir, dass die Fehlentwicklungen die schnellniesel beschreibt, zu einem wesentlichen Teil auch von der Ausbildung verursacht werden.
Die LW Sch√ľler bekommen vielfach eingetrichtert,dass der Gewinn in Euro je ha und Jahr das einzig wichtige ist. Und zur Berechnung nimmt man Deckungsbeitr√§ge von einzelnen Fr√ľchten her. Wenn der DB im Ackerbau nicht f√ľr einzelne Fr√ľchte, sondern √ľber eine Fruchtfolge berechnet wird, kommt schon der eine oder andere Aha-Effekt.
Beim Maisbau (nicht nur) in Hanglagen geh√∂rt, wenn man kaufm√§nnisch richtig rechnet, die Sch√§digung des Boden durch Erosion und die Kosten f√ľr den verlorengehenden Boden inklusive der Sch√§den durch den ausgetragenen Schlamm in die Rechnung mit einbezogen. Da kommt dann ganz schnell heraus, dass es durchaus wirtschaftlich sein kann, ordentliche Erosionschutzmassnahmen zu machen und damit ev. sogar ein paar % weniger Maisertrag in Kauf zu nehmen.
Gottfried


Tyrolens antwortet um 17-11-2013 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Mir scheint die Gewinnrechnung auch etwas einseitig zu sein und war geht das möglicherweise mehr in Richtung Umsatz=Gewinn, je höher der Umsatz, desto höher der Gewinn, darum wird das angebaut, was am meisten Umsatz bringt, egal wie hoch die Kosten sind.
Die EU w√ľrde gut daran tun, den K√∂rnerleguminosenanbau zu verbessern. Das w√§re eine der wirklich sinnvollen Eins√§tze.


schellniesel antwortet um 17-11-2013 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
@tyrolens

Mais ist einfachst in der Kulturf√ľhrung und bringt bei uns immer Stabile Ertr√§ge!
Und jede andere Kultur muss sich an dem DB messen den man mit Mais erzielen kann!
Energieholz und andere Alternativen wurden vor einigen jahren sehr stark beworben als der MAispreis unter 100‚ā¨ gesunken ist....

ES aber auch Alternativen bei uns derzeit wirklich schon gebaut!
Soja und Körnehirse sieht man Fast so oft wie ein Getreide stehen!

Tendenz Steigend! Was auch gut ist! Weil die viel gepriesene selbstvertr√§glichkeit von Mais nun vielen doch ern√ľchternd aufgezeigt wurde das es nicht so ist!

ABER!
Leider hilft das in der Erosion-Problematik nur wenig weiter!

Die angst etwas zu verändern ist es!
Junge Hof√ľbernehmer tun sich eventuell etwas leichter aber nur solange da nicht der Altbauer dahinter steht und eintrichtert wie es gemacht werden muss!

Gibt ganz bestimmt auch andere Gr√ľnde aber f√ľr mich ist das der Hauptgrund!

Never Change a wining Team!

Mfg Andreas






179781 antwortet um 17-11-2013 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
Dein letzter Satz hat allerhand richtiges an sich. Nur wenn du genauer hinschaust, wirst du bemerken, dass gerade "winning teams" sehr intensiv in Forschung und Weiterentwicklung arbeiten. Das ist nämlich die wichtigste Voraussetzung um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

Ich selbst arbeite immer nach der Vorstellung, dass 10 % der Produktion f√ľr "Forschung" oder besser gesagt Versuchswesen eingesetzt werden. Da probiere ich halt auf Teilfl√§chen immer wieder etwas Interessantes aus und hab da schon allerhand dabei gelernt.

Gottfried


schellniesel antwortet um 17-11-2013 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
@gottfried

Tja! Ich spreche ja nicht von mir!

Ich bin grad dabei die B-Mannschafft aufs Feld zu schicken! *ggg*

Mfg Andreas


MF7600 antwortet um 17-11-2013 13:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
direktsaat ist zumindest kurzfristig auch im biobereich möglich. längerfristig ohne herbizide auszukommen ist wahrscheinlich schon schwieriger.
mit √ľppigen zwischenfr√ľchten k√∂nnte es aber vielleicht auch l√§ngerfristig funktionieren.
k√∂rnermais ist zur direktsaat sehr gut geeignet, macht durch die hohen ernter√ľckst√§nde eine nahezu perfekte bodenbedeckung und unkrautunterdr√ľckung, wenn man danach auch noch eine ordentliche zwischenfrucht anbaut w√ľrde das schon funktionieren.
der schl√ľssel zum erfolg ist auf jeden fall die zwischenfrucht.






MF7600 antwortet um 17-11-2013 17:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
@ farmer987654321
die erträge können die ersten jahre etwas niedriger sein, da sich das bodenleben und die bodenstruktur erst entwickeln muss und anfängerfehler passieren.
der unkrautdruck wird durch die fehlende bodenbearbeitung und die permanente bodenbedeckung eher weniger.
die fruchtfolge sollte man bei bio- direktsaat so w√§hlen dass man √ľppige zwischenf√ľchte zur unkrautunterdr√ľckung zwischen den hauptkulturen etablieren kann.
z.b. w√ľrde ich betreits im stehenden weizen eine abfostende begr√ľnung ausstreuen. z.b. alexandrinerklee, phacelia, sommerwicke, senf,... die beg√ľnung sollte etliche mischungspartner beinhalten, dass ein mastiger bestand garantiert ist auch wenn einer durch ung√ľnstige bedingungen ausf√§llt. durch die vorerntesaat und dem vorsprung der begr√ľnung werden ausfallgetreide und unkt√§uter unterdr√ľckt.
im herbst w√ľrde ich in diesen bestand eine winterharte zwischenfrucht auss√§en, zb. wickroggen, so ist auch im fr√ľhjahr wieder eine vollst√§ndige unkrautunterdr√ľckung garantiert.
so gelingt bodenbedeckung, humusaufbau und lebendverbauung durch die wurzelmasse und N- zufuhr durch die stickstoffsammler.

ebenfalls interessant w√§r ein lebendmulchsystem mit permanentem weissklee in dem die hauptfr√ľchte direkt ges√§t werden.
um der hauptkultur einen vorsprung beim auflaufen zu verschaffen m√ľsste der weissklee mit z.b. √∂l verbrannt werden.




Joe_D antwortet um 17-11-2013 18:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO-Direktsaat
http://www.youtube.com/watch?v=7qBPMi6gXuc


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