Landwirtschaftliche Ruhezeiten....

Antworten: 68
mario844 15-09-2012 12:19 - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Hy
hab da Fragen bezüglich ruhezeiten....
wann darf man was machen? Holzschneiden ernten mähen...
gibts da nachtpausen und wie sind die mittagszeiten??
weis jemand bescheid?
lg Mario


wernergrabler antwortet um 15-09-2012 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Hallo!

Ruhezeit von 22.00 bis 06.00 Uhr.
Zur Erntezeit oder anstehendem Schlechtwetter kanns schon mal länger dauern.
Soll aber nicht zur Gewohnheit werden. ;-)

mfg
wgsf


klw antwortet um 15-09-2012 13:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
in der landwirtschaft gibts gar nix, du kannst rund um die uhr arbeiten. fragt sich halt oft die sinnhaftigkeit.



mario844 antwortet um 15-09-2012 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Hy
hab nur gehört das zb. holzschneiden nicht muss ist und dann muss man die mittagspause einhalten....
oder beim erntetn im siedlungsgebiet auch die zeiten einhalten muss?????????
was meint ihr?


Steyr1888 antwortet um 15-09-2012 13:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Zwischen 12Uhr und 14Uhr sollte man sollte man nicht sehr laute Arbeiten durchführen.


alois861 antwortet um 15-09-2012 13:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Es gibt keine gesetzliche Mittagspause, die einzuhalten ist. Mich wüde aber interessieren, ob jemand die gesetzliche Grundlage kennt, dass bei Erntearbeiten alles erlaubt ist, denn auch wenn man nicht rund um die Uhr arbeitet, kommt es immer wieder zu Konflikten mit Anrainern und da ist eine gute Argumentation hilfreich.
L.G. alois861


Fallkerbe antwortet um 15-09-2012 14:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Hallo
Wir versuchen vor 7uhr, zwischen 12 und 13 Uhr und nach 20 uhr Lärmintensive Arbeiten zu vermeiden.
Nach möglichkeit versuchen wir auch schon ab 17uhr nicht unnötig lärm zu machen.

Wenn der BetrieblicheAablauf es erfordert, dann weichen wir von diesen selbst auferlegten regeln schon auch mal ab. Da es aber nur selten der Fall ist, haben wir ein sehr gutes auskommen mit den Nachbarn.

mfg




Shalalachi antwortet um 15-09-2012 14:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@ Fallkerbe: klingt vernünftig!
Außerdem ist Sonntag der Tag des Herrn, da sollst du ruhen und den Herrn huldigen!
(oder Allah oder den schnöden Mammon an was auch immer man eben glaubt)

So hat man dann auch mit den Nachbarn gutes auskommen.




Schaf_1608 antwortet um 16-09-2012 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
fallkerbe hat eine gute einstellung
zum gesetzlichen: Grundsätzlich gilt die Nacht- und Wochenendruhe für jedermann (täglich zwischen 22:00 und 6:00 bzw an Tagen vor Sonn- und Feiertagen ab 16:00, An Sonn und Feiertagen von 0:00 bis 24:00)
Für die Landwirtschaft gibt es lediglich die Ausnahme für dringende Erntetätigkeiten und sonst für garnix....
Ist aber ehrlich gesagt auch ganz richtig so, wem der Tag zu kurz ist der sollte seinen Lebensstill hinterfragen....

glg



farmerJT antwortet um 16-09-2012 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Also ich glaub zwischen 06.00 und 22.00 Uhr darfst gesetzlich alles machen.
Bei uns gibts da keine konflikte ´mit den Nachbarn. Wenn jemand eine Arbeit zu einer ungewöhnlichen Zeit verrichtet, gibts höchstens Lob von den anderen: ,,Ma der is owa fleißig um ded Zeit nu Hoizschneidn,,.... =)


mario844 antwortet um 16-09-2012 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Ja aber so sind nicht alle
letztens am sonntag gemäht um 13 uhr 30 und der anreiner der wiese kahm und meinte er zeigt mich an er hatt kleine kinder die nach dem essen schlafen wollen.....
mein Nachbar hatt keine tiere mehr fährt aber auch am sonntag im garten mit dem Traktor.....
wenn ich am sonntag lärm mache bekomm ich das indirekt über dritte zu hören.....
also darf mann um mitternacht zb. nicht pflügen? das ist ja keine dringende erntedätikeit....(habs nicht vor) aber mich interessiert das....

noch dazu was ist dringen? das ist weit ausgeholt?

Danke für eure tipps Mario


Schaf_1608 antwortet um 16-09-2012 17:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Ja was ist dringend? Das müssen Juristen klären, sofern du es drauf ankommen lassen willst....
Ich würde sagen Mähdrusch und Heu-Silage machen sowie Käferholzschlägern sind auf jeden Fall dringend, andere könnten einwerfen, dass sie nur dringend sind wenn danach keine lange genug andauernde Schönwetterperiode angesagt ist...
Meiner Auffassung nach darf man keine BB oder dergleichen durchführen, weil ja keine Erntetätigkeit, andere könnten sagen am Montag kommt Regen, ich muss säen.... Müssten wiederum Juristen klären....


Rescha1 antwortet um 16-09-2012 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
erntedätikeit?????, soll wohl heißen erntetätigkeit


mario844 antwortet um 16-09-2012 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
sind wir beimthema oder bei der Rechtschreibprüfung?


Restaurator antwortet um 16-09-2012 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
also zum thema mittagspause: einfach bei den baustellen schau'n wie das abläuft, dann kann gar nix passier'n. selber was essen und a bissl ausrasten schadet auch net.
samstag und sonntag: also ich kann nicht unter der woche neben meinem haupterwerb z.b. die wiesen auf 5 portionen mähen und dann alles bis zum einbringen fünffach tun, so wie der anwalt der nachbarin das meint.
noch dazu, wo die zweite nachbarin ein gasthaus verpachtet und ich sowieso NIE was tun sollte, weil ich IMMER einen stör' der grad in ihrem gasthaus sitzt. gleichzeitig muss ich mir im hausbereich ganztägig und speziell am abend, wenn ich eigentlich lieber dem wald zuhör das dumme gekicher und die lautstarken schwachsinnigkeiten der angedudelten anhör'n.
also: ich mach keinen lärm aus boshaftigkeit, aber wenn etwas zu tun ist, wird es getan. falls mir wieder jemand hinsteigt, dann werd ich die eh rücksichtsvolle einteilung meiner arbeiten sofort fallen lassen.
weil mitten im holz schneiden aufhören für 3 stunden, was anderes angehen, mit dem auch nicht fertig werden, dann wieder holz schneiden, den rest vom holz dann am nächsten tag, da regnet's dann,...
geh, leck mi am a....
solln's klagen, dann schau ma mal.


AnimalFarmHipples antwortet um 18-09-2012 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Es gibt prinzipiell KEINE fixen allgemein gültigen Ruhezeiten.
Anhand sog. "ortspolizeilicher Verordnungen" (auf Gemeinde-Ebene) können innerhalb des Ortsgebiets Ruhezeiten verordnet werden, bei Zuwiderhandlung sind Verwaltungsstrafen möglich. Meist gibt's da aber auch Ausnahmebestimmungen für landwirtschaftliche Tätigkeiten, und da wäre durchaus zu beachten, daß nicht jede Tätigkeit "landwirtschaftlich" ist bloß weil sie in einer Landwirtschaft passiert (zB Brennholzschneiden).
Abgesehen davon gilt nur das Nachbarrecht, dh es könnte auf Unterlassung von Lärmimmissionen geklagt werden, wenn diese ORTSUNÜBLICH sind. Klagsberechtigt ist aber nur der unmittelbare Nachbar. Keinerlei Handhabe besteht gegen eine widmungsgemäße Verwendung öffentlicher Straßen, es ist also zB auch der Mähdrescher zu dulden, der spätnachts durch den Ort fährt, sofern keine Fahrverbote gelten.
Ob es als "ortsüblich" hinzunehmen ist, daß in Ortsnähe mitten in der Nacht geackert wird, würde ich tendenziell eher bejahen, sofern es zB wegen der Wetterlage notwendig war, bzw. sieht man das ja auch immer häufiger und ich nehm mal an, daß Leute, die an sich eher Frühaufsteher sind, das nicht aus bloßem Spaß tun.


tiroler antwortet um 18-09-2012 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
ob ortsüblich oder unüblich hat bei uns der ortsbauernobmann bei streitigkeiten festzustellen !
von gemeinde aus.


josefderzweite antwortet um 18-09-2012 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Es kommst auch auf die Widmung an ob du im Ortsgebiet, Freiland oder zu einem Wohngebiet angrenzt.

Auch die oft beklagte Ballenpresse die auch mal um 2 Uhr morgens ums Haus rattert ist gesetzlich in Ordnung. Auch wenn die Polizei anders handelt. Es handelt sich hierbei um eine nicht aufschiebbare Erntearbeit.

Ich versuche zum Beispiel am Sonntag und Feiertagen keine lärmverursachenden aufschiebbaren Arbeiten zu verrichten. Nur ist es aber oft so dass am Sonntag in der Siedlung der RAsenmäher seine Runden zieht. Sie haben ja sonst keine Zeit, weil das arbeitende Volk unter der Woche arbeitet.


fgh antwortet um 18-09-2012 21:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@josefderzweite:

Die Flächenwidmung hat damit nicht das geringste zu tun! Es geht rein um dringliche landwirtschaftliche Tätigkeiten - die Ernte wird da immer rein fallen. Bei allem anderen muss richtig argumentiert werden!

Holz schneiden bzw. allgemein Holzarbeit wird man da z.B. nie unterbringen.


eklips antwortet um 22-03-2019 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Ich hoffe, es geht NIEMAND vor 6 uhr zum Melken!

(wenn link nicht funkt, bitte melden)
Ruhe  


Vollmilch antwortet um 22-03-2019 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Wenn ich es vermeiden kann, sicher nicht.

Gute Nachbarschaft!

LG Vollmilch


jakob.r1 antwortet um 22-03-2019 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Grüße Euch, --- auch wenn der Eintrag schon von 2012 ist, fällt bei dem Bild auf das der Bauer und seine Vorfahren schon gut vom Grundstücksverkauf gelebt haben oder weichende Erben großzügig in Hofnähe mit Bauland bedacht wurden. Den neuen Stall an diese Stelle zu bauen war natürlich der Grundstein für die laufende Entwicklung.
Das hätte von den Behörden nicht genehmigt werden dürfen, wenn schon der Bauer so kurz denkt...
Beste Grüße
Jakob


eklips antwortet um 22-03-2019 19:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Ich habe den alten Thread herausgeholt, um den aktuellen TA-Artikel dazuzuposten - hoffe, dass der Link auch für Nichtabonnenten zumindest für den Teilartikel funktioniert.

@Jakob: Bitte, wie kann ich an dem Luftbild feststellen, wer vor X Jahren Baugründe in diesem Dorfgebiet verkauft hat, vor allem, dass diese Baugründe ausgerechnet vom gegenständlichen Betrieb stammen? Und was hat das mit dem Urteil zu tun?


golfrabbit antwortet um 22-03-2019 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@eklips
Der Karren in Aldrans ist leider wohl komplett verfahren - andererseits sollte man immer beide Seiten anhören um sich ein halbwegs realistisches Bild machen zu können.
Der Hof wurde mitten ins Dorf gezwängt, fast sämtliche Pachtflächen liegen aber am anderen Ende von Innsbruck und so wurde vom Lohnunternehmer notgedrungen sehr viel die verkehrsärmere Nachtzeit für Gülle- und Silotransporte ausgenützt. Ich habe natürlich auch keine Freude damit, wenn man Bauern immer mehr und öfter gängelt, aber dass die Ortsstrassen mit den Transportfahrzeugen von heute nicht mitwachsen können und ein 180 St. Rindviehbetrieb mehr Tonnage erfordert als der frühere für nicht mal ein Drittel hätte in die Planungen eingerechnet werden müssen - wenn schon nicht vom Bauherrn, dann durch die Kapazunder von Land und Kammer.

Hannes
Ps.:Aldrans ist ein Tirol-typisches enges Bauerndorf, das durch seine Innsbruck-Nähe natürlich begehrtes Wohngebiet für Bessergestellte wurde. Man braucht nicht immer selber Gründe veräußern um plötzlich fremden Nahbarn gegenüber zu stehen.



eklips antwortet um 22-03-2019 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@golfrabbit
Dass die zweite Seite gehört werden muss, ist schon klar. Mir steht deren Stellungnahme aber nicht zur Verfügung (diese Seite hat sich offenbar eh ganz gut Gehör verschafft vor dem Richter) und ich habe den Text nur deswegen verlinkt, weil mir die strenge Auslegung von 22/6 Uhr sehr hart erscheint (mir ist es fast wurscht und ich bin da ohnehn in paradiesischer Situation).
Die meisten Nebenerwerbler dürften Schwierigkeiten damit haben, dass die Melkmaschine vor 6 Uhr ruhen soll bzw. alle Frühabgeholtwerdenden...


meki4 antwortet um 22-03-2019 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Ich hab die Milchwirtschaft sein lassen, weil mir die BLM plötzlich aufgebürdet hatte, das ich vor 6h melken muß. Ich hoffe, das derjenige mittlerweilen an seiner Blödheit erstickt ist.
Diesen Bericht hätte ich schon 2015 gebraucht, dann könnte ich vielleicht noch heute mit Freude und Gesundheit Melker sein.
Aber lassen wirs so wie es ist, passt auch.
BG M.


Vollmilch antwortet um 22-03-2019 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@meki4: Man könnte auch erst um 8:00 Uhr melken, wenn die Milch um 6:00 Uhr abgeholt wird.
Die Molkerei schreibt sicher keine Melkzeiten vor.

LG Vollmilch


eklips antwortet um 22-03-2019 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
ist für die meisten Nebenerwerbler jetzt nicht sooo die prickelnde Alternative.


meki4 antwortet um 22-03-2019 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Für mich auch nicht, ich brauch die Zeit tagsüber für die Aussenwirtschaft (. . . ha).
Vormittags im Stall - und von Mittag bis Mitternacht auf den Feldern und Wiesen. - solche Betriebe kenn ich auch. ist nicht mein Ziel.
Wir haben vor langer Zeit in der Schule von gleichmäßigen Melkzeiten gelernt.
6h morgens und 6h abends war immer mein Ziel - mittlerweilen wollen das auch die Behörden so, hab ich in dem topagrar Bericht gelesen.


jakob.r1 antwortet um 22-03-2019 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Grüß Dich eklips, --- weil bei der Erstbesiedelung in der Nähe der Kirche erstmal Bauernhöfe gebaut wurden und zwar so das diese nicht weit von den Feldern entfernt lagen. Zum Dorf gehörte natürlich auch der Wirt, der Bader, der Schmied usw.
Erst später wurde dann eben durch Baulandausweisung an weichende Erben oder Grundstücksverkäufe in der Nähe der Bauernhöfe die Häuserlage "verdichtet" bis zu den eben bekannten Folgen das immer mehr Menschen zwar am Lande leben möchten, aber die Landwirtschaft bitte geräusch- und geruchslos abzulaufen hat.
Das Almurteil, falls es dann rechtskräftig wird, wird noch mehr so "Geschädigte" auf den Plan rufen um die Landwirte in Zivilprozessen um möglichst hohe Schadenssummen zu erleichtern. Mir ist schon klar, das ich von den Gutmenschen hier im Forum für diese Gedanken wieder eins auf den Deckel bekomme,--weil es kann ja nicht sein was nicht sein darf.....
Beste Grüße
Jakob


meki4 antwortet um 22-03-2019 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Da werden dann die Nachbarn klagen, wenn die Freßgitter das ganze Jahr scheppern, weil die Tiere im Sommer nicht mehr auf der Alm sind.
Bei mir hat sich mal eine Anrainerin beschwert, weil die Siloballen nicht schön ausschauen. Ich hab ihr vorgeschlagen, ich mach gerne das Mistzwischenlager dort auf der Wiese 50 m neben ihren Haus - und dafür die Ballen am Waldrand, wo sie keiner sieht ( und den Mist dort riecht). Dann hat doch ihr Hirnkastl mal zu arbeiten begonnen.
BG M.


Century antwortet um 22-03-2019 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
In D gibts bereits einen Nachahmer...


jakob.r1 antwortet um 23-03-2019 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Grüß Dich Century, da spielst Du sicher auf den Hähnchenmastbetrieb in Eschelbach an. Da hat ein Bauer im Herbst 2018 Hallen für 144600 Mastplätze gebaut.
Über den Bund Naturschutz ist nun Klage eingereicht worden und der Bauer hat den Prozess verloren. Er muss nun einen Großteil der Hallen leerstehen lassen weil er nicht die erforderlichen Landwirtschaftsflächen nachweisen konnte die zur Futtergewinnung für die Masthähnchen notwendig wären.
Beste Grüße
Jakob


naturbauer antwortet um 24-03-2019 02:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Naja wenn Vollmilchbauern meinen erst um 8 Uhr zu melken, wenn der Nebenerwerbler um 7 Uhr auf der Baustelle sein muss, tolle Leistung! Bin Gott sei Dank aufm Berg in absoluter Einzellage. In Zukunft könnte es sein, dass sich jemand stört daran, weil bei mir um 4.30 Uhr das Licht im Stall brennt. Wer weiß, vielleicht stört es einen Ferienflieger? Linienflieger auch möglich, kann alles noch kommen. Oder wenn ich um 2.30 wie jetzt im Frühjahr manchmal wegen eines leichten Nachtfrostes schon in meinem Wald bin und Bäume aus dem Wald hole damit ich keinen Flurschaden anrichte.
Vollhonkbauer müsste man sein, dann ist die Arbeit schon getan wenn noch gar nicht angefangen wurde.
Die dähmlichsten Vorschläge kommen ja von den Bauern selbst. Um 8Uhr melken wenn um 7 die Arbeit auf der Baustelle läuft. Auf so depperte Vorschläge gehen dann die Richter ein. Man stelle sich noch vor, der Tierarzt muss in der Nacht kommen wegen eines Kaiserschnittes! Der Lärm mitten in der Nacht! Kaiserschnitt kann doch auch erst am Tag gemacht werden zur gewöhnlichen Arbeitszeit und nicht mitten in der Nacht. Klar geht das! Aber ob es sich dann noch rechnet bei einer toten Kuh zu schnippseln. Wie elendig die Kuh verreckt ist kümmert doch in Wirklichkeit heute keinen mehr. Richter argumentieren ja nur nach den Vorgaben der Vollhonkbauern!

So und nun gehe ich Frühstücken. Stelle heurer schon eine Woche vorher auf Sommerzeit um.





Vollmilch antwortet um 24-03-2019 07:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Guten Morgen!

Wie gut, dass das jeder selbst entscheiden kann!

Nebenerwerb und Milchproduktion sind (für mich) von Haus aus eine schwierige Kombination. Da können zeitliche Einschränkungen fatal sein. Steht in dem Urteil drinnen, dass man nicht melken darf oder nur keinen Lärm verursachen darf?


LG Vollmilch


meki4 antwortet um 24-03-2019 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Es soll jeder selbst entscheiden, wann er seine Arbeit macht.
Ich hab mir das halt nicht aufhalsen lassen, das ich nach 33 J. plötzlich zur Nachtarbeitszeit melken soll.
Und schon gar nicht von einem, der selbst am Freitag mittag heimgeht - und ich soll am Sonntag um 5 arbeiten.
Ich kannte auch einige Altbaiuern, die immer schon um 4 oder 5 herumgerackert haben - nur, von der Pension haben die wenigsten was geniesen können bzw. sie überhaupt erlebt.
Schönen Sonntag! M.


FeSt antwortet um 24-03-2019 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Wie sollen solche Ruhezeiten noch mit ständig verschärfenden Verordnungen wie z.B. bei der Düngung mit dem NAPV vereinbar sein??

In Deutschland will z.B. die Einarbeitung von Gülle von 4 Stunden auf eine Stunde reduzieren.
Bei uns in Ö hat z.B. laut SgD7 die Aussaat "unmittelbar" danach zu erfolgen laut NAPV.

Also wenn da nicht ein wenig Verständnis auch der Bevölkerung gegeben ist, müssen auch wir zwangsläuflig gesamtbetrieblich unsere Arbeiten auf den 8 Stundentag reduzieren. Einzig unsere Büroarbeit stört niemanden, die geht immer.

Klar, soviel Gspür und Verstand sollte selbstverständlich sein, dass man alles tut, und durch richtige Planung, so weit es geht Ruhestörungen zu vermeiden.


Century antwortet um 24-03-2019 09:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@ jakob: Nein, von der Geschichte wusst ich gar nichts, aber ein Drama ist sowas schon.

@meki: Sei doch endlich froh dass du nicht mehr melken musst, und noch dazu, wo dus wirtschaftlich he nie nötig hattest, Milchvieh zu halten^^

Eine Gesellschaft funktioniert nach dem Geben und Nehmen-Prinzip, aber es scheint so als wenn gerade die Landwirtschaft immer nur der Geber ist.


mittermuehl antwortet um 24-03-2019 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Die Bauernkammer Neunkirchen hat bei einem Vortrag ein OHG-Urteil verbreitet.

Zwichen 22h und 6h darf es durch Landwirtschaft zu keiner Ruhestörung kommen.

Hintergrund. Ein Bauer hat in Tirol in der Nacht gearbeitet. Nachbarn riefen die Polizei. Bauer hat versprochen um 24h aufzuhören. Er hat aber bis 4h weiter gewerkt. Nachbar hat ihn angezeigt. Er bekam 100€ Strafe. Er hat gegend das Urteil Einspruch eingelegt ... in allen Instanzen. Er hat bis zum OGH alles verloren. Dem guten Mann haben wir jetzt ein bindenedes OGH- Urteil zu verdanken. Das gilt jetzt für ganz Österreich. Hätter er die 100€ bezahlt (und vielleicht sich nocht mit einer Flasche Wein entschuldigt) wäre uns das erspart geblieben.


Juglans antwortet um 24-03-2019 13:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@mittermühl: Soweit ich weiß sind wir noch nicht in den USA. dort gibt's ein Präjudiz System bei uns nicht.
mfg


meki4 antwortet um 24-03-2019 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Wenn es hin und wieder bei der Ernte oder silieren vor Wetterumschwung später wird, wird sich selten jemand beschweren. Aber wenn man am Sonntag miststreuen oder güllefahren muß, dann wundert es mich nicht. Warum müssen manche Vollerwerbsbauern immer am Sonntag silieren, wenn es die anderen rundum während der Woche schaffen?


Century antwortet um 24-03-2019 14:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@meki: Frag sie doch persönlich?


yamahafzr antwortet um 24-03-2019 15:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
meki beim Maissilieren braucht man halt meistens ein paar Helfer, und die sind halt viele unter der Woche in der Arbeit!!
Bin aber selber keiner der umbedingt jeden Sonntag arbeiten muß!!


meki4 antwortet um 24-03-2019 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Ja, beim maissilieren ist es vielleicht ein Wochenende oder 2.
Aber wenn immer am Sonntag die Wickelmaschine quitscht, dann wundert es mich nicht, wenn die Anrainer "not amused" werden.


tiroler antwortet um 24-03-2019 17:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
lasst euch doch nicht knechten von den lieben nachtbaren!!!!
wann die arbeiten es erfordert,dan muss man mal nach 22h auch arbeiten.
wann die tiere es erfordern,dan giebt es keine ruhezeiten,zumindest nicht für uns....
gesetz hin oder her.....
heinz


mittermuehl antwortet um 24-03-2019 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@Juglans Ich täusche mich nicht. Wenn sich jemand täuscht dann die Juristen der Bauernkammer. Was ich wiedergegeben haben, war der Inhalt einer Schulung (zu denen ich gelegentlich gehe). Kann sein das es alle hier im Forum besser wissen als die Juristen. Bin ja nur Bauer der auf ein paar Bauernschulungen geht...


Vollmilch antwortet um 24-03-2019 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Hallo!

Das mit der Ruhestörung zwischen 22:00 und 6:00 Uhr war doch eh schon immer so. Ausgenommen waren (sind) unaufschiebbare Erntearbeiten. Fällt das jetzt weg?
Und ab welchem Lärmpegel beginnt die Ruhestörung?

Wenn beim besagten Betrieb die nächtliche Arbeit "normal" geworden ist, ist klar daß es zu Beschwerden kommt.

LG Vollmilch


agrobertl antwortet um 25-03-2019 08:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
nunja, manche Nachbarn warten ja darauf, dass jemand noch um 22:01 irgendwo laut ist. solche wird es immer geben.



mittermuehl antwortet um 25-03-2019 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@Vollmilch Was ist normale arbeit? So wie ich es verstanden haben war das in Tirol ein Nebenerwerbslandwirt der seine Hofarbeiten halt nach dem 9-17h Job macht. Es ging ums dreschen oder so. Und der Richter hat festgestellt das "unaufschiebbar Erntearbeit" relativ ist wenn man Zeit hat zuvor in die Firma zu gehen. So habe ich es in Erinnerung. Und das man Sonntag Nacht noch mulcht weil man am Montag ins Büro will, gilt auch nicht als Unaufschiebbar.

Wo kein Kläger da keine Richter. Und so wird es auch meist sein. Aber da immer mehr Eigenheime auf die grüne Wiese gebaut werden, rücken Acker und Wohnraum zusammen. Und da gilt ganz einfach das man zwischen 22h und 6h Ruhe halten muß.

Die Kammer hat auch darauf hingewiesen das man mit dem Güllefahren auf die Eigenheimbesitzer rücksicht nehmen sollte. Sonst wird sich die Gesetzeslage da auch verschärfen. Nur weil jetzt vieles üblich und erlaubt ist, muß das in zwei Jahren nicht mehr so sein.


tiroler antwortet um 25-03-2019 15:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
ich hätte da noch eine frage zu dem thema:
ich soll nun um 22h die heubelüftung aus schalten ?
die können mich am ar... leck..
den stadel lassen wir abbrennen damit der do... ri....r recht hat nach og urteil?
soweit kommts noch
heinz


mittermuehl antwortet um 25-03-2019 17:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@tiroler .... Wie laut ist deine Belüftung? ... Wie nahe sind deine Nachbarn? Wenn sich da einer gestört fühlt, dich Anzeigt, und eine Richter feststellt das du zu laut bist, kann gut sein das du Auflagen für den Lärmschutz bekommst. Ist doch bei jedem Betrieb und bei jeder Anlage so. Abbrennen mußt du nicht. Und wenn du doch mal brennst, darf die Feuerwehr auch in der Nacht kommen und Lärm machen.

Am billigsten ist, so du die Nachbarn störst, die mal auf eine Flasche Wein einzuladen und dich zu entschuldigen. -Wäre billiger als ein Umbau. Oder du machst es wie der andere Tiroler und streitest bis zum bitteren Ende...Aber brennen muß du nicht.




naturbauer antwortet um 25-03-2019 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Ja mittermuehl immer schön langsam nachgeben. Flasche Wein trinken labbern und falsch sein mit den Nachbarn so tun als sei alles machbar. Alles machbar was Landwirtschaft betrifft. Bloß um die Nachbarn bei Laune zu halten. Wenn damit angefangen wird, ist das der Anfang vom Ende der Nachbarschaft. Weil am Ende kommt heraus, dass nicht alles machbar ist.


Harpo antwortet um 25-03-2019 23:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
In dieser Diskussion wollen viel unter dem Teppich Radelfahren. Wie viel Gutmütigkeit und Untertätigkeit wollt ihr denn noch für diese miesen Produktpreise und steigende Auflagen investieren???
Es müssen die Leistungen der Bauern der Gesellschaft endlich selbstbewusst verkauft werden und nicht nur Untertätigkeit
Untertätigkeit ist unser Untergang!!!!!!!!


jakob.r1 antwortet um 26-03-2019 07:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Grüß Dich Harpo, --ja das ist schon lange meine Rede. Die Bauern müssen sich europaweit zusammentun und die Preise vorgeben die Sie für Ihre Produkte brauchen.
Der Faktor muss ungefähr mal 10 der heutigen Produktpreise sein. Wenn dann der Absatz bis zu 70% einbricht ist das vollkommen egal weil trotzdem mehr verdient wird als aktuell. Zudem kommen noch die eingesparten Kosten an Pachtausgaben, Diesel, Handelsdünger, Spritzmittel, Kraftfutter.... und eine gewaltige Arbeitszeitersparnis die man dann für "normale" Sachen nutzen kann, die ausserlandwirtschaftliche Familien auch haben, wie mehr Zeit für die Familie, regelmäßiger Urlaub... Dann das Beste für die Umwelt: Die Regenwälder bräuchten nicht weiter mit Raubbau abgeholzt werden weil die bisher bestehenden Flächen für den Sojaanbau ja plötzlich schon zu groß wären und die Großkonzerne die den Ureinwohnern den Boden gestohlen haben plötzlich auf unverkäuflichen Sojabergen säßen.
Die Rinderbestände in Europa, die für einen Großteil der Umweltbelastung schuld sein sollen könnten ungefähr halbiert werden, --trotzdem könnten die teilweise viel zu großen (Milch)-viehställe locker weiterhin abbezahlt werden. Wetten, das dies funktionieren würde,----tja wenn da die Bauern nicht wären...…
Logisch das ein Schlüssel erarbeitet werden muss, wieviel Menge eines Produktes z.B. pro Hektar künftig nur noch produziert werden darf, mit monatlicher Anpassung an die Maximalmenge die den Super Erzeugerpreis gewährt, und drastische Sanktionen an Bauern denen der "Mengenhochschraub-preisrunterfinger" wieder juckt.
Beste Grüße
Jakob


Fallkerbe antwortet um 26-03-2019 07:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
es ist keine "Gutmütigkeit" sich an gesetzliche Ruhezeiten zu halten.
es ist viel mehr Gutmütigkeit, wenn die Nachbarn eine Fallweise Überschreitung der Gesetzlichen Ruhezeitenregelung dulden.








mittermuehl antwortet um 26-03-2019 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@Fallkerbe ... Das wollte ich auch sagen

Da sind schon ein paar Spezialisten unterwegs die gesetzliche Regelungen nicht verstehen wollen.

Was passiert wenn man es bis zur Rechtsgrundlage durchkämpft hat der beschriebene Fall ja gezeigt. Es gibt Gesetze die emmisionen Regeln. Ich persönlich regle sowas lieber persönlich und gütlich mit einem Nachbarn. Aber natürlich darf jeder sich auch verklagen lassen. Je nachdem wieviel Zeit man im Leben für sowas haben will.

Nie vergessen in welchen Grauzonen Landwirtschaft passiert. Wie schnell fahrt ihr mit euren 10km/h Hängern? Wie lange macht ihr in der Nacht Lärm? Räumt ihr jeden Dreck nach dem verlassen des Ackers sofort von der Straße? Wie ist die Geruchsbelastung von eurem Betrieb? Wie oft laßt ihr Autostaus an Ausweichstellen überholen weil ihr rechts ran fahrt? ....

Der Anfang von Ende der Landwirtschaft (bei uns) wird sein wenn die Nachbarn auf ihre Rechte beharren und keine Verständis mehr für streisüchtige Bauern aufbringen. Wir brauchen die Gutmütigkeit der Nachbarn.


xaver75 antwortet um 26-03-2019 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Mit welchen Altlasten behandelten Sondermüll entsorgt Ihr für die Nachbarn in euren Öfen? ,-)

mfg


schellniesel antwortet um 26-03-2019 09:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Sicher habt ihr recht das man froh sein muss wenn die Nachbarn gesetztesüberschreitungen dulden!

Allerdings muss man schon auch dafür eintreten das nicht hier weitere (zeitliche) Einschränkungen der lebensmittelproduktion stattfinden.

Und darum gehts den meisten.

Mfg



mittermuehl antwortet um 26-03-2019 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@schellniesel... Ja eh. Problem ist das sich viele Bauern nicht um die geltenden Gesetze kümmern und viele Anwohner auf die lokale Lebensmittelproduktion verzichten können. Das Paßt nicht. Den Nachbarn würde es reichen wenn wir Bauern 3 mal im Jahr mit dem Rasenmäher die Liegewiesen frei halten. Den Ökologen übringens auch. Das zuständige Minsiterium ist ja auch das für Tourismus und Nachhaltikeit und nicht für Landwirtschaft oder Ernährung. In Zeiten des Überflussen sehen die Leute nicht gerne ein warum sie in ihrer Freizeit duch die (geförderte) Landwirtschaft gestört werden. Deshalb rate ich zu sehr höflichen Umgang mit netten und lästigen Nachbarn. Aber jeder wie er will und meint.

@xaver75 Oder was verheizen wir sonst so hinterm Haus? Ich kenne noch Leute die ihre Wiesen abbrennen. Aber das machen auch "Nicht-Bauern" ;)

Wegen der Anspielung. Ich entsorge gerade altes Konstuktionsholz (Dachstuhl, Steher und Schalung von Zwischenwänden. usw. -) Ungestrichen und gut 120 Jahre alt. Ein Elend wegen der Nägel. Aber sonst unbedenklich und eine gute Tat für einen Nachbarn. Das Presspanzeug geht zum Müll... Verbrennung in einem modernen Holzvergaser bei über 1000 C




Vollmilch antwortet um 26-03-2019 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Mein Eindruck: viele Bauern halten sich an die Gesetze, wie überall gibt es auch schwarze Schafe.
Und fast alle Nachbarn haben vollstes Verständnis, "wenn es (ein-)mal später wird".
Auch, weil sie die lokale (Lebensmittel-)Produktion schätzen.

Ein paar "Deppen" gibt es dort wie da und interessant wird es dann, wenn sie "aufeinandertreffen".

LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 26-03-2019 16:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@Vollmilch ... Die Nachbarn haben meist Verstdändis weil man das in einer Nachbarschaft einfach so hat. Und solange kein Sturkopf alles ausreizt, weil er meint: "Das war immer so ... das darf ich", ist eh alles gut. Es schadet nicht daß Bauern wissen ab wann ihnen die Nachbarn eigentlich entgegen kommen. Und es schadet nicht wenn sich Bauern als Teil der Gesellschaft verstehen und die Gesellschaft NICHT als den Feind der: "Nix zahlen will, mich am arbeiten hindert, dessen Hund in meine Wiese scheißt, der sich mutwillig von der Kuh töten läst, usw.." empfindet.



Vollmilch antwortet um 26-03-2019 16:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Richtig!.

LG Vollmilch


eklips antwortet um 26-03-2019 16:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Ich muss da fast jedem ein wenig recht geben. Natürlich ist der persönliche Weg der bessere bei Nachbarschaftsangelegenheiten. Gerade bei Emmissionen geht es aber auch um "Ortsüblichkeit". Wenn also alle brav und pünktlich, geruchsfrei und leise sind oder immer braver, pünktlicher und geruchsfreier und leiser werden, dann ist das auch ortsüblich und jede Abweichung davon wird zum Problem. Wenn man der letzte im Dorf mit Melkmaschine ist, was ist dann bezüglich Melkzeit und Lautstärke ortsüblich? Ich denke, man kann den Nachbarn gegenüber freundlich und eventuell zuvorkommend sein, aber trotzdem auch die Grenzen für sich dabei verbal abstecken, also sich vielleicht für unangenehme Erntearbeit nach 22 Uhr entschuldigen, aber darauf hinweisen, dass das auch erlaubt ist usw...


meki4 antwortet um 26-03-2019 19:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Wenn man mit der Normalarbeitszeit von 6 bis 22 Uhr nicht mit dem melken zurecht kommt, da krankt es am Betriebsmanagment, nicht am Gesetz.


eklips antwortet um 26-03-2019 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
wieso hast du dann dein Mangement dann nicht auf die 6-Uhr-Abholung ausrichten können?


Harpo antwortet um 26-03-2019 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@mittermuehl.
Du suchst Dir immer die Urteile die Dir gefallen, faehrerweise solltest Du in diese Diskussion mehrere Urteil anführen den es gibt jede Menge gegen Beispiele aber die hast Du wohlweislich ignoriert. Das stellt Deiner Objektivität kein gutes Zeugnis aus.


meki4 antwortet um 26-03-2019 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Meine Abholzeit war 7.15 - da hätte ich nach Reinigungsprogramm um 8h melken können - und bei der Aussenwirtschaft hätte ich dann bis Mitternacht gearbeitet.
Übrigens war dann innerhalb von 10 Mon. von 4 Milchbauern im Dorf nur noch einer übrig.
Wenn ich als Tierhalter 365 Tage meine Tiere betreue, dann will ich am Wochenende und Feiertagen nicht vor 6h arbeiten. Wenn ich deshalb ein Querulant bin, dann soll es halt so sein. Ich hab halt meinen Standpunkt - genauso, wie z. B. Jakob, der erst wieder melkt, wenn die Milch 5€ kostet.
BG M.


HansT3 antwortet um 27-03-2019 07:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
Sich auf die Abholzeiten rauszureden ist meiner Meinung nach ein sehr schwaches Argument. Da kann das Melken nicht recht lustig gewesen sein wenn man nur wegen geänderter Abholzeiten aufhört. Gebrauchte Milchtanks gibts wie Sand am Meer zu überschaubaren Preisen.

Was war wirklich der Grund warum du aufgehört hast?


mittermuehl antwortet um 27-03-2019 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftliche Ruhezeiten....
@Harpo Ich suche gar nix. Ich habe das beim Grünlandtag von der Kammer (vor zwei Wochen) als jezt verbindliche Rechtslage so vorgetragen bekommen und hier wiedergegeben. Beschwerden über die Objektivität bitte an die Bezirksbauernkammer Neunkirchen. Wenn ihr andere Urteile kennt so ist es mir recht. Ich habe wirklich nichts davon das es so ist wie ich denke das es ist. Ich würde manchmal gerne am Sonntag Brennholz schneiden.


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