Frage an Pflanzenschutzspezialisten

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DJ111 18-04-2011 20:14 - E-Mail an User
Frage an Pflanzenschutzspezialisten
Ich habe meine Flächen für Kürbis und Mais vor etwa 14 Tagen saatfertig geeggt um Wurzelunkräuter und auch andere auflaufen zu lassen und vor oder nach der Saat mit einem Glyphosatmittel wegzuspritzen. Ausserdem kommen dann ausschließlich Vorauflaufmittel zum Einsatz.
Problem: Glyphosat sollte mit möglichst wenige Wasser ausgebracht werden und Vorauflaufmitten mit möglichst viel um jeweils gute Wirkungen zu erzielen.

Macht es nun Sinn, dass ich vorher mit dem Glyphosat und 80 - 100 l/ha fahre und danach bei hoffentlich feuchtem Wetter mit dem Vorauflaufmittel, oder soll ich alles gemeinsam mit 400 l/ha ausbringen...?

Eure Meinung ist gefragt!

Gruß, DJ



Jophi antwortet um 18-04-2011 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sind denn Deine Wurzelunkräuter schon so groß, daß Du mit einen Glyphosphat ran kannst?
Geringe Wassermenge ist richtig, aber 80 bis 100 Liter sind schon arg wenig, ich nehme immer 200 ltr. und bin gut gefahren damit,. gebe allerdings etwas SSA dazu.
Wichtig ist halt, nach der Behandlung 6 bis 8 Wochen keine Bodenbearbeitung mehr durchzuführen.
Das Nachauflaufmittel willst Du doch wahrscheinlich erst nach der Saat ausbringen, um einen kompletten Spritzfilm zu haben.
Also erübrigt sich Deine Frage m.E.


Gator001 antwortet um 18-04-2011 22:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Unkräuter auflaufen lassen so lange es möglich ist, mit Glyphosat drüber, nach 3tagen kannst eggen und ansäen, dann ist der Wirkstoff sicher in der Wurzel eingelagert und auch wenn das Unkraut noch nicht vollständig abgewelkt ist kannst es ohne Bedenken auseggen! Dannach Anbauen und mit VA Spritzung abschliessen, bei jetzigen verhältnissen 0,4 l Grounded von der Firma Kwizda bei VA Herbiziden dazugeben, das Zeug hat was und verbessert die Wirkung sowohl bei trockenen als auch bei extrem feuchten Wetter!




Gator001 antwortet um 18-04-2011 22:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Jophi

Warum soll man 6-8 Wochen warten?
Glyphosat ist ein reines Blattwirksames Herbizid und die Wirkung von Schwefelsaurem Amoniak wird auch nicht beeinträchtigt wenns nach kurzer zeit eggen gehst, sobald der Wirkstoff vom Blatt in die Wurzel transportiert wird beginnt das absterben der Pflanze, also bis jetzt hab ich nie länger als 4 tage gewartet!




zett antwortet um 19-04-2011 07:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn du die felder saatfertig hast, und es möglich ist ohne bodenbearbeitung zu säen würde ich erst nach der saat glyphosat spritzen. so hat das unkraut mehr zeit sich zu entwickeln. mache ich auch so wenn ich distel in meinen kürbisfeldern hab


carver antwortet um 19-04-2011 08:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hi!
Das muss mir jetzt mal erklärt werden!

DJ schreibt, er hat seine Felder vor 14 Tagen Saatfertig gemacht und will jetzt Totalherbizid und VA machen.
Tria hat seine Felder vor einiger Zeit abgeschleppt und will jetzt seine Unkräuter chemisch behandeln.

Warum? Reicht es nicht, mit einem weiteren Eggenstrich bzw. der eigentlichen Saatbeetbereitung den Unkräutern den Garaus zu machen?
Oder sollen damit Wurzelunkräuter bekämpft werden (wobei ich glaube, dass zu dieser Zeit sicher noch nicht alle das sind)

lg carver




fgh antwortet um 19-04-2011 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

also es ist schon zwei Jahre her, dass ich das letzte Mal Mais / Kürbis angebaut habe, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals mit so einer Chemiekeule drüberfahren haben müssen.

Vor der Saat haben wir nie eine chemische Behandlung gebraucht.


DJ111 antwortet um 19-04-2011 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@carver:

1) kann Eggen nicht wirklich was gegen Quecke, oder Disteln

2) Ist eine Glypholsatbehandlung sicher auch nicht teurer als noch mal eggen

3) Ich werwisch schon mal die erste Welle an Samenunkräutern

4) alles an Unkraut was bis jetzt angewachsen ist, hat mir schon mal die lockerer Erde etwas druchwurzelt und schützt somit beim ersten Regenguss - der hoffentlich bald mal kommt - vor Abschwemmungen.

Soweit ein paar Argumente ...

Gruß DJ


DJ111 antwortet um 19-04-2011 09:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus tria!

Das experimentieren werd ich nie lassen können ;-)
Hab heuer bei den Käferbohnen ein Experiment vor und hoff, dass ich damit nicht auf die Schnauze fall - aber weißt eh, no risk, no fun!

Ausserdem bin ich für deine Meinung immer dankbar, mit Spezialisten hab ich ja nur gemeint, dass nicht irgendwelche Biodiskussionen aufkommen bzw. Leute irgendwelche Vermutungen reinschreiben, die gar nicht begründet sind ;-)

Nachdem es so trocken ist, werd ich wohl eher 2 x fahren, denn momentan sind Vorauflaufbehandlungen wohl eher nicht so wirkungsvoll und teilweise sind Quecke u. ä schon sehr schön entwickelt.

Schönen Tag und sonnigen Gruß

DJ


Jophi antwortet um 19-04-2011 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Schwinzi 01:

Ganz einfach deswegen, weil man sowohl bei Disteln, als .auch bei Quecken festgestellt hat, daß der Erfolg dauerhafter ist , wenn man dem Herbizid 6 bis 8 Wochen Zeit läßt.
Steht bei uns in der amtlichen Empfehlung, wurde von mir ausprobiert und hat sich so bestädigt.


MF7600 antwortet um 19-04-2011 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich geb jophi recht, dass nach der glyphosbehandlung mindestens 14 tage, am besten aber gar keine bodenbearbeitung mehr durchgeführt werden soll.
ich praktizier es folgendermaßen vor dem maisanbau, im märz gülle auf die begrünungsflächen und max. 10cm grubbern. bis mitte april mais anbauen und einige tage danach glyphosat spritzen.
danach noch normale unkrautbehandlung mit günstigem maisherbizid noch eine N-düngung - fertig.


MF7600 antwortet um 19-04-2011 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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heuer ist glyphosat auch noch extrem günstig- bist bei mittelkosten von 5- 10€/ha.



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