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anton50 12-01-2010 09:55 - E-Mail an User
10000lKuh
Wieviel Kraftfutter sollte eine 10000liter kuh, zum Geburtstermin bekommen,



kraftwerk81 antwortet um 12-01-2010 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
10000lKuh
Naja,

unsere Kälber bekommen zum Geburtstermin mal 2-3 Liter Biestmilch, sonst nix.

Ausserdem weiss man ja da noch gar nicht ob sie mal 10000l gibt und dann wär zu deffinieren ob Du Lebensleistung oder per Laktation meinst?



johnfarmer antwortet um 12-01-2010 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
10000lKuh
Naja, ich glaube er meint wieviel KF die Kuh am tag der abkalbung bekommen soll.

Das kann man so pauschal nicht sagen. Ich mach es auf jeden Fall so: 3 bis 2 Wochen vorm errechneten Abkalbetermin beginne ich mit dem anfüttern. Das heisst alle Komponenten die bei mir die laktierenden bekommen werden langsam bei den Trockenstehern angeüttert. Am tag der Abkalbung bekommt sie dann maximal 2 bis 2,5 kg Kraftfutter (in mindesten 3 oder 4 Gaben) danach langsame Steigerung auf die maximalmenge (in 0,25 bis 0,35 kg schritten pro tag je nach Grundfutter aufnahme) ...

PS: @kraftwerk81: glaube nicht, dass eine Kuh mit 10.000 liter LL erstrebenswert ist! lol



JPB antwortet um 12-01-2010 23:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
10000lKuh
hallo!

also als erstes muss ich mal eine frage stellen. hast du die kuh als "10000l kuh" gekauft. wenn ja dann finde ich es irrsinnig dass man sich eine hochleistungskuh zulegt, ohne dass man weiß wie man diese füttern muss. es ist ja nicht nur die leistung die dann fehlt, sondern noch viel schlimmer, die kuh bekommst du nicht mehr trächtig usw. denn das tier ist genetisch schon auf die hochleistung ausgelegt, und wenn man sie nicht so füttert dann wird sie krank.

allgemein muss ich auch sagen dass eine 10000l kuh wirklich nicht im regelfall zu erstreben ist. besonders in der heutigen zeit, wo alle mit niedrigen milchpreisen zu kämpfen haben. die kuh gibt ja die hohe leistung ja nicht umsonst, und es gibt kein heu oder keine silage, aus der eine kuh solche leistungen erziehlt. es ist eben nur möglich durch teures zukauf "kraftfutter" dahin zu kommen. das maximum der wirtschaftlichkeit liegt bei 7500 bis 8000kg. alles was darüber liegt muss irgendwie durch die genetik (besserer erlös auf versteigerungen) hereingewirtschaftet werden.

zur fütterung allgemein stimmt es so wie es von johnyfarmer beschrieben wurde, jedoch wenn mann mehr stück zuhause im stall hat, dann wird das händische verabreichen doch etwas sehr mühsam bzw, man kommt dem nicht wirklich so genau nach. da kann ich nur eine automatische kraftfutterzuteilung per automat empfehlen (gibt es ja für anbindestall sowie für laufstall) dort kannst dir sicher sein, dass die kuh optimal angefüttert wird, aber auch während der laufenden laktation wird die kuh optimal versorgt. da die kraftfutterzuteilung mehrmals am tag erfolgt, kann die kuh die kleinen gaben viel besser verwerten. somit spart man sich am schluss auch noch einiges an kraftfutter, bei gleicher leistung der tiere.

so das war mein statement dazu ;-)

gruß joe


Vollmilch antwortet um 13-01-2010 10:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
10000lKuh
Hallo !

In meiner TMR sind etwa 40 % der Trockenmasse aus Kraftfutter, macht pro Kuh im Durchschnitt etwa 9 kg Kraftfutter pro Tag aus, wenn alle den gleichen Anteil fressen würden. (gleitender Stalldurchschnitt lt. LKV: 716 kg Fett+Eiweiß)

Wieviel kg der Mischung eine spezielle Kuh dann frißt, überlasse ich der Kuh.

LG Vollmilch


Peter06 antwortet um 13-01-2010 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
10000lKuh
Eine Kuh, die 40% ihrer TM-Ration aus Kraftfutter aufnimmt, ist das noch normal? (Nebenbei gesagt, habe ich schon von höheren Prozentsätzen gehört, es aber nicht glauben können)
Wie verkaufe ich dabei dem Konsumenten die Geschichte von Landschaftspflege, grüner Wiese etc., wenn der Großteil der Energie für die erzeugte Milch vom Schaumann kommt?
Vielleicht sollte die Züchtung in Zukunft in Richtung optimaler Grundfutternutzung gehen.
Allein schon aus Kostengründen, Tiergesundheit, und nicht zuletzt um das Qualitätsprodukt Milch unterscheidbar zu machen von Produktionen in Holland, Norddeutschland, Dänemark oder den neuen Ostländern!
Meint Peter


Vollmilch antwortet um 13-01-2010 14:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
10000lKuh
Hallo Peter06!

Der Großteil der Energie stammt bei mir von meinen eigenen Äckern.

Mit den Kosten und der Tiergesundheit hab ich keine großen Probleme.

Und die Unterschiede in der Produktion liegen wohl eher in der Regionalität und den kleinen Strukturen als in der Fütterung.


LG Vollmilch


PutznSepp antwortet um 14-01-2010 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
10000lKuh
Hab mal einen Erstlingskuh verkauf die setzte ein mit über 33l einsetzte. nach 5 wochen gut verkauft, des War des beste Geschäft. den der jetzige hat sie nicht mehr.

Bei mir machte sie noch keine probleme war auch eine bildhübsche Kuh.

Hätte sie biologisch nie richtig füttern können deshalb. Und versteh sowieso nicht finde des zuchterisch fortschritt ist so a kuh. Für mich ist wichtig bei der stierauswahl Fitness Euter will langlebige Kühe! Und Milchleistung vererbt eh jeder Zuchtstier.


Peter06 antwortet um 14-01-2010 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
10000lKuh
@ Vollmilch!
Gut, dass Du Dein eingesetztes Kraftfutter selbst erzeugst.
Ich wollte darauf hinweisen, es dem kritischen Konsumenten zu verdeutlichen, worin die Vorteile einer heimischen Milchproduktion liegen. Mit der Regionalität kommt man da bald in einem Argumentationsnotstand, wenn Fütterung und Haltung sich nicht wesentlich unterscheiden. Siehe auch Intensiv-Schweine u. Hühnerhaltung. Wenn der einzige Unterschied nur mehr in der Betriebsgrösse gegeben ist, dann ist es auch schon egal, welche Luft die Tiere eingeatmet haben. Ist aber die Milch grossteils aus betriebseigenen Rauhfutter erzeugt, können dem Konsumenten die Unterschiede eher verdeutlicht werden.
Ausserdem ist der Pansen ja eher ein Zelluloseaufschliesser.
Die Rinderzucht hat in den letzten Jahrzehnten grossartige Fortschritte gebracht. Es wäre für mich daher ein probates Mittel gegen den Kostendruck in der Milchproduktion den Faktor Futtermittelkosten zu minimieren, durch Kühe, die Milch hauptsächlich aus Grundfutter erzeugen. Dahingehend sollte die Züchtung in Zukunft vermehrt schauen
Meint Peter


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