Strom für das öffentliche Netz und Wärme für Haus und Hof
17. Mai 2023
Geschlossener Schweinebetrieb setzt auf Holzvergaseranlage
Schweinemastbetrieb Eblinger aus Stephanshart (NÖ) hat mit der Umstellung auf ein neues Heizkonzept langfristig Energiekosten gesenkt und sich somit von weiteren Steigerungen des Strompreises entkoppelt. Früher heizte man den Stall mit Öl und Strom, was besonders für die Wärmeaufbringung in der Ferkelaufzucht sehr kostenintensiv war. Einer der Gründe, warum man sich 2018 für eine Umstellung der Heiztechnik entschloss und mit den Bauarbeiten von Heizraum, Puffer und Anlage startete.
Eblinger investiert in KWK-Anlage: 60 kW Wärme / 20 kW Strom
Basierend auf der Holzvergasung von Hackgut erzeugt die Kraft-Wärme-Kopplung, Strom und Wärme zugleich. Bei Eblinger wird der erzeugte Strom (20 kW) in das öffentliche Netz eingespeist und die anfallende Wärme (60 kW) zu Heizzwecken am gesamten Vierseithof u.a. auch für die Schweinehaltung und Trocknungsanlage genutzt. Das System einer KWK-Anlage ist ideal für landwirtschaftliche Betriebe die über das gesamte Jahr einen konstanten Wärmebedarf benötigen und Hackgut zur Verfügung haben.
Veredelungsbetrieb mit Trocknung
Erntegut-Trocknung zur Qualitätsabsicherung in der Landwirtschaft. Der Deckungsbeitrag bei Getreide, Mais und anderen Erntegütern reduziert sich durch die aktuell sehr hohen Energiekosten um ein Vielfaches. Anders ist das bei Familie Eblinger, mit der KWK-Anlage können hier Hackschnitzel, Getreide, Heu und Mais in der eigenen Trocknungsanlage problemlos und ohne großen zusätzlichen Energieaufwand getrocknet werden.




