WaldstaudenroggenJohannisroggen

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NikoKlaus 04-06-2020 22:12 - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
Hallo liebe Leute.

Ich bin auf der Suche nach Hilfe und hoffe sie hier zu finden.
Ich möchte gerne im kommenden Jahr Waldstaudenroggen bzw. Johannisroggen anbauen.
Wenn ich in Fachbüchern und dem Internet stöbere kommt man auf allerlei Sachen aber auf keine Praxiserfahrung.
Vielleicht hab ich auf diesen Weg Glück etwas mehr zu erfahren.

Mein Betrieb befindet sich im OÖ Zentralraum, südlich von Linz. Konventionelle Bewirtschaftung, Abhnahme für die Ware ist gesichert, soviel vorweg.
In erster Linie würde mich wann ist wirklich der Ideale Anbauzeitpunkt, muss, soll man den Roggen wirklich im Herbst abmähen? Ist eine Herbizidmaßnahme überhaupt nötig und kann man mit Halmverkürzer arbeiten? Düngung? Und die wichtigste Frage auf die ich gestoßen bin. Hat man wirklich solch extreme Probleme mit Durchwuchs in Folgekulturen?
Hab mir sagen lassen das Waldstaudenroggen eine starke Keimhemmung hat und oftmals erst nach 10 Jahren wieder keimt und dann Probleme in Weizen oder Gerste macht.

Ich hoffe ich bekomme ein Paar Antworten und Ratschläge.

Vielen lieben Dank im voraus

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little antwortet um 04-06-2020 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
Habe in einige Zeit angebaut, Ertrag nach Saatgutreinigung 1000kg/ha. Bin Bio, also mit Lager hatte ich kein Problem. War teilweise Mannshoch, aber natürlich nicht so viel Stickstoff im Boden. Mit Durchwuchs hatte ich auch kein Problem.

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Gerhardd antwortet um 06-06-2020 14:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
In Zusammenhang mit Waldstaudekorn nach Herbizid und Halmverkürzer zu fragen ist zumindest ...... amüsant :)

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NikoKlaus antwortet um 06-06-2020 17:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
Danke little

Danke Gerhardd für dein konstruktives Kommentar. Der Zusammenhalt unter uns Bauern ist einmalig ????




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Der R. antwortet um 07-06-2020 16:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
Meiner wurde Anfang Oktober gesät. Er ist jetzt 1,5 m hoch. Beginnt zu blühen. In
Vorfrucht Kleegras, keine Düngung. Konventionell.
Wann ist eigentlich der Zeitpunkt, wann man ihn mähen kann, damit er nachwächst?

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NikoKlaus antwortet um 07-06-2020 17:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
Der R.

Er wird auch Johannisroggen genannt weil er anscheinend Ende Juni angebaut werden soll.
Dann wird/kann man anscheinend im Herbst einen Schnitt machen um die Bestockung anzuregen.
Wie gesagt genau wissen TU ich es auch nicht.

Von wo bist du?

Lg

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Der R. antwortet um 08-06-2020 21:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
Das schöne Erzgebirge in Sachsen ist meine Heimat.
Bei "Garten.Winkelmann-Web(Henry's Mulch-Garten)"gibt es einige Praxis-Info's.
Zu Vorväters Zeiten hat man den Waldstaudenroggen bis zu 5 Jahre 2 Mal im Jahr als Grünfutter gemäht, bevor man ihn schossen ließ, um Körner zu ernten.
Falls die Keimhemmung tatsächlich existiert: dann bau doch im 10. Jahr wieder Waldstaudenroggen an.(kleiner Spaß)

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alexanderimhof antwortet um 08-06-2020 22:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

Ich möchte im kommenden Herbst auch ca. 1 ha Waldstaudenkorn anbauen, bin auch konventionell. Ob und wie man PSM einsetzen darf, würde mich auch interessieren.
Ich werde Ihn wahrscheinlich wie ein herkömmliches Wintergetreide anbauen.
Wäre es mölgich den Roggen nach Ölkürbis mitte August anzubauen, um Ihn im September Oktrober mähen zu können? Könnte man daraus Heu machen? Ich habe keine Tierhaltung, jedoch sind Heuballen in letzter Zeit sehr gefragt.

Düngung werde ich folgendermaßen machen: 20m^3 Schweinegülle vor der Saat, 30-50 kg N zum Schossen und 30-50 kg N zur Blüte.

MfG

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gbgb antwortet um 08-06-2020 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
Guten Abend!

Zum schönen Erzgebirge in Sachsen in der ehemaligen DDR fällt einem der Jens Weißflog ein.
Junge bei uns werden den nicht mehr kennen, bei Euch vermutlich schon.
Der konnte es auch fast so gut wie unsere österreichischen Schispringer.

Freundliche Grüße aus dem schönen Alpenvorland in Niederösterreich

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little antwortet um 09-06-2020 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
@alexanderimhof
Wenn du diese Mengen an Dünger gibst, wird dich dein Drescherfahrer umbringen. Johannisroggen steht bei den Bios ganz zum Schluß in der Fruchtfolge damit er stehen bleibt. Mit dieser geplanten Stickstoffversorgung fällt der schon beim Schossen das erste mal um.
Das mit dem mehrere Jahre mähen habe ich auch schon gehört, aber möchte ich bezweifeln. Wenn er aufstengelt/mit den Ähren da ist wächst er eigentlich nicht wirklich weiter nach dem Mähen.
little

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NikoKlaus antwortet um 09-06-2020 16:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der R. Haha ka das werd ich machen nach den 10 Jahren :-)

Also das mit dem Dünger würde ich auch nicht machen.
Wegen des PSM wäre nur interessant für das kürzen und eventuell etwas gegen das Klettenlabkraut. Ansonsten wird wohl nicht viel nötig sein.
Als Vorfrucht steht Winterbraugerste die naturgemäß sehr zurückhaltend gedüngt wurde.
Das mit dem Mähen sollte anscheinend im ersten Jahr im Herbst erfolgen. Dann Winter mit kälteschock und dann bessere Bestockung im Frühjahr? Bis jetzt nur reine Theorie....

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alexanderimhof antwortet um 11-06-2020 09:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

Wie würdet ihr die Düngung machen?
Wo kauft ihr euer Saatgut?

MfG

Alexander

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NikoKlaus antwortet um 11-06-2020 18:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
WaldstaudenroggenJohannisroggen
Hallo Alexander.

Saatgut gibt es von der Saatbau Linz. Dort werde ich es zumindest kaufen. Anbieten werden es sicherlich auch andere.

Düngen soll man laut Aussage eines Beraters mit ca 50kg N/ha zum Frühjahr.
Anscheinend ist das mit dem Mähen nicht notwendig, ein früher Aussaattermin so um den 20 September soll anscheinend reichen


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