Landwirtschaftlicher Facharbeiter

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Anne.M 25-05-2020 08:07 - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Hat jemand den Facharbeiter gemacht und kann mir sagen aus welchen Bücher man dort gelernt hat? Möchte vorarbeiten bevor ich mich anmelde,da ich momentan zu wenig Zeit habe.
Und wisst ihr ob ich ohne Ausbildung
trotzdem direkt vermarkten darf(mit anmelden natürlich),wenn ich zufälliger weise eine betriebsnummer für meinen Hof übernommen habe?


biozukunft antwortet um 25-05-2020 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Wo bist ca. zuhause? Hab das am Edelhof gemacht. Bietet sicher jede heutig noch bestehende LW-Schule an, weil sie meist zuwenig Auslastung haben. Man sollte sich eine mit für sich interessantem Spezial-Ausbildungszweig (Direktvermarktung, Kräuter, Gewürze,...) aussuchen.


mittermuehl antwortet um 25-05-2020 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Den Facharbeiter brauchst du nicht zwingend. Er schadet sicher nicht. Bei der Direktvermarktung hängt es davon ab was du vermartest. Ich verkaufe Saft-Eier-Gemüse.... kaum Auflagen. Fleisch-Wurst- usw. mehr Auflagen. Viele der Auflagen kann man aber abgeben in dem man Fremdfirmen die Verarbeitung bezahlt.

Die Facharbeiterausbildung in Warth ist meist auf eine Jahr ausgebucht. Wenn man sie dort machen will schadet es nicht auf der Warteliste zu stehen.



richard.w(7n417) antwortet um 25-05-2020 09:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Wenn du eine Betriebsnummer hast, dann kanns los gehen. Halte dich nicht mit dem Facharbeiter auf. Diesen kannst du bei Bedarf (zb Förderungsoptimierung) machen. Fachwissen erlangst du eher in einschlägigen Kursen oder mit passender Literatur. Die Bücher welche wir erhalten haben bzw kaufen mussten sind so schlecht, ich will diese hier gar nicht nennen. Darin gehts nur um absolute Grundlagen, Dinge die jeder ernsthafte Interessierte (ob Jungbauer oder Quereinsteiger) längst intus hat. Die Lehrer hatten noch eigene gute Literatur dabei, die in einzelnen Handouts verteilt wurden. Vielleicht kannst du bei deiner Wunsch-Schule erfragen, ob du die Unterlagen um ein Kopiergeld bekommst.


Anne.M antwortet um 25-05-2020 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Dank für die Infos!Und ist es normal dass wenn man einen Hof kauft,das man die Betriebsnummer bekommt und einfach so tun kann als wäre man Landwirt? Dachte man muss den Meister machen um ne Landwirtschaft zu führen.habe gar nichts.
Über Direktvermarktung habe ich mich schon informiert ..wegen Produktionsräume usw..das geht klar.Will mir nur nicht durch ausprobieren alles selber beibringen,dauert zu lange.Wo ich die Ausbildung machen kann,weiß ich eh..



richard.w(7n417) antwortet um 25-05-2020 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Was ist schon normal im Grundverkehr.... wenn du kaufen konntest und die Betriebsnummer da ist, die Sozialversicherung und das Finanzamt bescheid wissen, dass ab nun bei dir zu kassieren ist, dann würde ich sagen das läuft - gut so.
In der Direktvermarktung (je nach Produkt) sind zb die Hygieneverordnungen die wichtigste Vorgaben. Dein örtliches LFI bietet vermutlich Kurse an, ruf dort mal.


Hofknecht antwortet um 25-05-2020 11:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Ich habe meinen Bauernhof auch normal ohne landwirtschaftliche Ausbildung geschenkt bekommen von den Eltern, und dann eben die Betriebsnummer mit übernommen.
Landwirtschaftlicher Facharbeiter ist unterschiedlich von Kurs zu Kurs und es hängt einzig und allein vom Referenten (Lehrer) ab was geprüft wird bzw. was unterrichtet wird.


textad4091 antwortet um 25-05-2020 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Landwirtschaftlicher Facharbeiter>> Erhalt der Jungübernehmerförderung (einmalig) oder wie auch immer die jetzt heißt.
Landwirtschaftsmeister>> Nochmals einmalige Förderung (glaub ich) und Möglichkeit der Lehrlingsausbildung (in AUT aber eher uninteressant denke ich)
Und schlussendlich das Kennenlernen weitere "Leidensgenossen" ääääh meinte natürlich Berufskollegen, die teilweise in ähnlichen Situationen sind (Nebenerwerb, Direktvermarktung, zweiter Bildungsweg, Auslegen des Betriebes aufgrund vergleichbarer Situationen, etc. ... ). Für das Übernehmen des Betriebes geschweige denn die Betriebsführung braucht man rein gar nichts (nicht nur in der LW)

Auch, wenn der erste Punkt toll klingt, der drittgenannte Grund sollte der Ausschlaggebendste sein. Bei Kursen über den zweiten Bildungsweg muss ma sich denken, dass mehr wie genug Leute kommen, die ebenso wenig "Vorbildung" haben, geschweige denn genug dabei sind, die schon etliche Jahre eine Landwirtschaft führen und noch immer etwas dazulernen/auffrischen können.

Zurück zum Thema: Bei uns hatte jeder Vortragende seine eigenen Powerpiont-Folien und Unterlagen und jeder legte Wert auf unterschiedliche Themen.
Zuständig für den Facharbeiter ist die LFA- Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle.
Andere Kurse zum Thema Direktvermarktung etc. ... bieter das LFI an wie oben von richard.w geschrieben.


mittermuehl antwortet um 25-05-2020 15:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
@Anne.M ... Es ist nicht unüblich eine Betriebsnummer bei einem Hofkau zu übernehmen. Das geht sogar wenn man einen Hof nur pachtet und die Betriebsnummer nicht andereswo weiter läuft. So du kaufen konntest und die Grundverkehrskomission zugestimmt hat bist so Bauer sobald dir die Flächen gehören und du sich nicht weiter verpachtest. Die Soz-Vers will einfach von jemandem das Geld. Befähigungsnachweis für Bauern gibt es in der Regeln nicht. Aber weiterbildung schadet nie. Wobei das Niveau der Kurse so ausgelegt ist, das es alle bei 0 Abholt. Sollte man in Teilbereichen schon Wissen haben ist man machnmal klüger als der Vortragende. Aber in Summer nimmt man bei jeder Ausbildung was mit was man brauchen kann..


Anne.M antwortet um 25-05-2020 16:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Super,danke euch! Was für ein Glück,dann habe ich ja jetzt keinen großen Stress mehr.


mittermuehl antwortet um 25-05-2020 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Wenn du es im Nebenerwerb als Hobby macht ist der Stress überschaubar.... Wenn es um die Existenz geht fängt der Stress jetzt an.. ;)


muk antwortet um 25-05-2020 16:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
vergiss den landwirtschaftlichen facharbeiter .

wennst deinen hof versenken willst - dann kannst dieses ausbildungsprogramm annehmen . am ende stehen schulden in unbezahlbarer höhe . alles darauf aufgebaut .

direktvermarktung - vergiss dieses wort .

einfache lösung . erzeug gute produkte und verkauf dann diese . braucht dazu keine landwirtschaftskammerberatung .




textad4091 antwortet um 25-05-2020 17:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
@ muk: Na schau, dann hab ich wohl nicht aufgepasst und unsere LK macht eine äußerst schlechte Beratung ^^ Es sind noch immer die Betriebsführer selbst, die ihre Betriebe dorthin bringen, wo soe stehen .... Nur in Ausnahmesituationen dürfte man eine Teilschuld an das Bildungs- und Kammersystem schieben ... Aber es stimmt schon, für einen Betrieb, für den ma gerne gerade steht und mit Leidenschaft dahinter ist, braucht nicht zwangsweise Kurse und Ausbildungen ...


gbgb antwortet um 25-05-2020 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Guten Abend!

Natürlich wird eine landwirtschaftliche Schulausbildung viel tiefgreifender sein, dauert ja auch länger.
Beim Facharbeiter-Kurs ist man dafür einige Jahre älter, hat oftmals eine andere Ausbildung, mehr Lebenserfahrung und weiß eher schon, was man will.

Ich würde denen, die eine Landwirtschaft übernehmen wollen, so einen Kurs samt Abschlussprüfung schon empfehlen.
Mir hat es gefallen in Tullnerbach, ist aber schon 20 Jahre her.

Freundliche Grüße


Anne.M antwortet um 26-05-2020 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Danke euch!
Soeben ist mein Traum von einer Bauernhof Eisdiele bis auf weiteres geplatzt,da unser Produktionsraum zu niedrig ist.
Heißt das jetzt,das ich auch keinen Frischkäse, Marmelade usw verkaufen darf? Wisst ihr das?


mittermuehl antwortet um 26-05-2020 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Du brauchs einen Verarbeitungsraum. Den muß man halt wo unerbringen. Kann man auch neu anbauen, eine Decke wo rausreißen, wo runter graben, in einen Stadel stellen usw.

Oder du mietest dich in einen Verarbeitungsraum ein. Ich lasse meinen Apfelsaft pressen und abfüllen.

Bei sehr kleinen Mengen gib es noch eine Hinerüre. Da darfs du aber nicht jedes Jahr das selbe machen. Irgendwas mit "Hausfraulicher Nebenätigkei". Aber daruf würde ich mich nicht einlassen.


Vollmilch antwortet um 26-05-2020 13:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Verarbeitungsraum im Container ist auch eine Möglichkeit.

Aber in jedem Fall stehen Investitionen an!

Wer hat den Traum platzen lassen?
LebensmittelinspektorIn?

Alles Gute!
Vollmilch


Anne.M antwortet um 26-05-2020 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Wir haben einen Verarbeitungsraum wo alles passt,ausser die Raumhöhe.Nur 2 Meter.
Alles andere ist zu aufwendig und muss warten.
Ja die Beraterin von der lk hat sich informiert und mir abgesagt deswegen


Anne.M antwortet um 26-05-2020 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Container ist n Idee,nur hässlich :-)


Vollmilch antwortet um 26-05-2020 14:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Mit sägerauer Lärche verschalt kann man ihn vielleicht anschauen. ;-)

Alles Gute!
Vollmilch


richard.k(p6614) antwortet um 26-05-2020 17:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Kann mir bitte irgendwer halbwegs plausibel erklären, wieso so ein Raum höher als 2 Meter sein muss? In welcher Form besteht hier eine "Gefahr", wenn er nur 2m hoch ist? So weit ich verstanden habe, gibt es ja keine Angestellten, Arbeitnehmerschutz kanns ja also mal nicht sein.


Vollmilch antwortet um 26-05-2020 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Am besten mit dem zuständigen LebensmittelinspektorIn reden und anschauen lassen!

Alles Gute!
Vollmilch


eklips antwortet um 26-05-2020 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Es gibt eine ganze Menge Gründe, warum man bei einem Neubau Raumhöhen nicht unterschreiten darf/soll. Bei einem sonst einwandfreien, bestehenden Verarbeitungs/Verkaufsraum würde ich aber schon gerne wissen, warum genau und für welchen Zweck die Raumhöhe als no-go Faktor eingestuft wird und von wem.


Anne.M antwortet um 26-05-2020 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Ja das würde ich auch gerne Mal wissen, weshalb es an der Raumhöhe Scheitert.Belüftung ist mehr als ausreichend und mitarbeiter habe ich nicht.Werde nochmal rum telefonieren.
Teilweise ziemlich sinnlos die Vorschriften.Aber was soll's


xaver75 antwortet um 26-05-2020 22:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter



BreiHu antwortet um 27-05-2020 07:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Hallo.
Glaub die Raumhöhe ist aus dem Arbeitnehmerschutzgesetz. Wenn nur du bzw Familienmitglieder dort arbeiten dürfte dies eigentlich nocht zutreffen.
In Verkaufsräumen schauts vl wieder anders aus. Einfach mal googeln hilft und dann nochmals bei der LK nachfragen.
LG


mittermuehl antwortet um 27-05-2020 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Es gibt eine Bauordnung die eine gewisse Raumhöhe für Wohn-Aufenthaltsräume und Arbeisräume verlangt. Und diese Bauordnung ist bei neuen Anlagen einzuhalten. Bei bestehenden Anlagen kann einem die Behörde entgegen kommen. Bei einer Neuübernahme ist of die alte Bewilligung abgelaufen so man nicht sehr geschickt übergeben hat. Und dann wird das als neue Anlage gewertet.

Einfach mal den Lebensmittelinspektor einladen und mit ihm reden was möglich ist.


Vollmilch antwortet um 27-05-2020 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Genau! LebensmittelinspektorIn - nicht LK!

Alles Gute!
Vollmilch


Anne.M antwortet um 27-05-2020 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Okay dann lade ich den auch nochmal ein :-)


mostkeks antwortet um 27-05-2020 16:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftlicher Facharbeiter
Ja das wichtigste wurde gesagt. Du hast einen Betrieb und damit eine Betriebsnummer. Du bist Pflichtmitglied bei der LK und kannst die Beratung nutzten. Wenn du konkrete Fragen hast wirst du ganz gute Infos bekommen, genau so wie bei BH und Lebensmittel-Behörde. Scheu dich nicht gleich überall anzuklopfen und nachzufragen. Du tust dir leichter wenn du von Anfang an mit ihnen zusammenarbeitest und nicht erst wenns Probleme gibt.

Du hast wahrscheinlich Anspruch auf eine Jungübernehmerprämie und gewisse Förderungen. Hier wird dann irgendwann ein Facharbeiterbrief interessant. Die Euros kannst sicher ganz gut brauchen zum Investieren, sind dafür da um dir eine kleine Starthilfe zu geben.

lg und viel Erfolg

und merke: "mehr als ein Bauer kann ein Mensch nicht werden!"


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