Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung

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Horst1 22-12-2019 11:24 - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
Grüß Euch

Frage: Einschaltintervall der Schnecke für die Raumaustragung zu kurz??


Ich habe seit kurzem eine neue Hackgutheizung mit Zellradschleuse.

Die Schnecke der Raumaustragung schaltet sich alle 8 Sekunden ein. In dieser Zeit von 8 Sekunden schaltet sich die Schnecke der Raumaustragung für eine Dauer von 2 Sekunden ein. Dabei wird die Zellradschleuse nur ganz gering (ca. 10 %) befüllt und die Schnecke dreht sich lediglich um eine Achtel Umdrehung.
In einer Minute schaltet sich die Austragungsschnecke daher ca. 7,5 mal ein. In einer Stunde daher ca. 450 mal. Bei ca. 6 Stunden Betriebszeit pro Tag sind das ca. 2700 mal!
Geheizt wird mit trockenem Hackgut (G30) von Fichten.

Ich habe den Techniker der Firma angerufen und ihm dies alles genau mitgeteilt. Er sagte, dass alles so in Ordnung sei.
Ich meine jedoch, dass die Intervalle des Einschaltens viel zu kurz sind, zumal auch der Stromverbrauch und Abnützung beim jeweiligen „Einschaltvorgang“ hoch ist.
Wer von euch hat eine Anlage mit ca. 30 KW mit Zellradschleuse und kann mir zu den Einschaltintervallen etwas sagen?

Vorerst Danke und frohe Weihnachten!




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zehentacker antwortet um 22-12-2019 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
Kann mich nur den Vorschreiber anschließen!!!!! Die Schaltimpulse der Anlage stimmen nicht, daher ist das ein Garantiefall. Wenn Du selbst irgendetwas an der Anlage machst, ist im Normalfall die Garantie weg.
LG ferd

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zehentacker antwortet um 22-12-2019 12:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nachtrag!!!!!!
Ein Mail wird vom Gericht wie ein EINGESCHRIEBENER Brief betrachtet. Daher bei jeder Reklamation nicht telefonieren sondern Mail.

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biozukunft antwortet um 22-12-2019 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hab z.B. eine Hargassner mit selbstgebautem (weiterverwendeten) Rührwerk. Bei dieser Type ist die Stoker- mit der Austragungsschnecke gleichzeitig laufend. Musste anfangs einige Kettenräder probieren bis das Übersetzungsverhältnis/Holzmenge zusammenpasste.


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Horst1 antwortet um 22-12-2019 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Neuer Kessel ist erst drei Wochen in Betrieb. Das zwar ohne Fehlermeldung, jedoch mit diesen kurzen Intervallen.
Bezüglich Leistung: Bei diesen Temperaturen etwas über Null grad, brauchen 2000 Liter Wasser (bei dauernder Wärmeabnahme) etwa 5-7 Stunden (habe die Zeit jedoch noch nicht exakt kontrolliert) um von 55 Grad (Puffer oben) auf 78 Grad (Puffer unten) aufgeheizt zu werden. Haus ist gut isoliert, ca. 140 m² werden beheizt.


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Horst1 antwortet um 22-12-2019 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke zehentacker


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Horst1 antwortet um 22-12-2019 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
Hallo biozukunft

Die Stockerschnecke dreht sich zum gleichen Zeitpunkt und die gleiche Zeitspanne wie die Schnecke der Raumaustragung, sie drehen sich sozusagen synchron, das ist bei mir auch so.

Welche Einschaltintervalle hast du bei deiner Heizung?
Ich könnte mir vorstellen, dass es da einen Durchschnittswert gibt.

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gbgb antwortet um 22-12-2019 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
Hallo,

bei uns schaltet die Austragungsschnecke nur dann ein, wenn der Hackschnitzelvorrat am Anfang der Stokerschnecke zu Ende geht.
Da ist ein Lichtreflexionssensor (oder so ähnlich) verbaut, der schaltet die Austragungsschnecke ein und aus.
Das heißt, der Sensor und die Austragungsschnecke sorgen einfach dafür, dass immer ein gewisser Vorrat an Hackschnitzeln an der Stokerschnecke zur Verfügung steht, ganz unabhängig davon, wie oft die Stokerschnecke einschaltet.

Bei uns: Geschätzt 8-10x Stokerschnecke / 1x Austragungsschnecke

Wenn bei einer neuen Anlage die Austragungsschnecke samt Rührwerk jedes Mal einschalten würde, hätte ich auch Zweifel, ob das so gewollt ist.
Vielleich hat Dich der Techniker missverstanden und war der Meinung, Du sprichst von der Stokerschnecke.

Freundliche Grüße

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Iso17025 antwortet um 22-12-2019 19:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mit 70 KWh kann man 5000 l Wasser gerade einmal um ca. 12°C erwärmen. Mehr ist einfach nicht drin.


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Vollmilch antwortet um 22-12-2019 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In einer Stunde wird der Kessel schon laden. Nur GEladen ist der Puffer da noch nicht (oder eben nur 12 K wärmer als zuvor).

LG Vollmilch

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schellniesel antwortet um 22-12-2019 21:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
Ich hab einschubzeit bri teillast auf 8sek und 40sek Pause

Volllast läuft 12 sek bei 35sek Pause

Mfg

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mutzhase antwortet um 22-12-2019 23:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
KWB mit der Multifire-Serie hat diese Probleme mit einem Zwischenbehälter sehr gut gelöst. Habe selbst eine Hackgutheizung dieser Type , und kann nur sagen es gibt z.Z. nichts besseres betreffend Hackgutheizungen auf dem Markt. Die Heizung ist auch noch mit einem " Raupenbrenner " ausgestattet, der es noch mit Waldhackgut schafft, ohne zu verschlacken ! Die Raumaustragung arbeitet bei dieser Version völlig eigenständig ( Zeitmäßig ) entkoppelt zur Stockerschnecke. Der Zwischenbehälter dient als kleiner Hackgutpuffer. Von diesem Behälter fördert die Stockerschnecke das Hackgut zum Brenner . Vorteile darin sind folgende -> da der Zwischenbehälter ein größeres Volumen hat, schaltet sich die Raumaustragung nicht so oft ein ( bei 100 % Leistung ca. alle 30 Minuten für etwa 5 Minuten ! ). Ein wesentlicher Vorteil liegt auch noch darin, das diese Konstruktion mit einer günstigen, einfachen und störungsfreien "Brandschutzklappe " auskommt, und keine teure, und einen hohen Verschleiß unterliegende Zellradschleuße braucht ! Und zum Schluss noch ein Vorteil -> sollte die Raumaustragung gerade bei der größten Kälte ausfallen, besteht noch die Möglichkeit ( mittels eingebautem Deckel ), den Zwischenbehälter manuell mit Hackgut zu beschicken.

MfG

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browser antwortet um 22-12-2019 23:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
Hubhel

Das ist mal eine Richtige Ansage !
Am besten vorm Kauf fragen was eine Anlage kann.

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Horst1 antwortet um 23-12-2019 11:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
schellniesel

Hast du eine Zellradschleuse bzw. keinen Zwischenbehälter?
Wie erkennst du Teil- bzw. Volllast? Meinst du die Einschubdauer bei Volllast beträgt 12 Sekunden? Die Einschubmenge hängt eben von der Getriebeübersetzung ab. Geliefert wurde ein Motor mit einer Übersetzung der sehr viel eingeschoben hatte. Den hat der Techniker ausgetauscht.
12 Sekunden Einschubzeit ist 6 mal so lange wie bei mir.
Wäre interessant, wie viele Umdrehungen die Austragungsschnecke macht, in dieser Zeit. Weißt du das?

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Fendt312V antwortet um 23-12-2019 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutheizung - Einschaltintervall der Raumaustragung
Mutzhase schön dass du deine Kwb loben kannst. Nur das können andere schon 21 Jahre bei mir. Vorbehälter und Rückbrandklappe sowie Fütterungsmöglichkeit. Den Raupenrost habe ich nicht und auch nicht vermisst. Es funktioniert der Drehrost bestens. Die Steuerung der Raumaustragung über Sensor halte ich für unabdingbar.

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