D A S liebe Lagerhaus.....

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Joe_D 28-02-2017 00:09 - E-Mail an User
D A S liebe Lagerhaus.....
ein doch etwas überraschender Vorstoß der LH Spitze... in der Samstagsausgabe der Oberösterreichischen Nachrichten vom 25.2.2017

"25 Millionen für Digitales und Start-ups"

gibt es das nicht alles schon ....z.B. unter www.Landwirt.com
egal wie alt, fast jeder Landwirt, den ich kenne, schaut hier hin und wieder rein...

aber nun an Landwirt.com: Wie viel hat es Landwirt.com gekostet, b.z.w. kann das kosten, dies zu schaffen?

man kann nur hoffen, dass die Lagerhaus Spitze das selbst nicht glaubt, was sie da von sich geben......



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MFritsch antwortet um 02-03-2017 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
D A S liebe Lagerhaus.....
Lieber Joe_D,

ich habe Ihren Beitrag hier im Landwirt-Forum gesehen und möchte gerne darauf reagieren.
Ich verstehe, dass die Aussage „25 Millionen für Digitales und Start-ups“ jemanden möglicherweise vor den Kopf stößt, wenn man nicht weiß was genau dahinter steht.

Prinzipiell ist es in unserer Medienwelt nun mal so, dass Aussagen oft zugespitzt werden bzw. nicht ausreichend Zeit und Platz ist, um auf diese näher einzugehen. Aber umso besser ist es, wenn es Foren wie diese gibt, wo man genau diese Sachen nochmals hinterfragen kann. Deswegen erlauben Sie mir, dass ich auf Ihren Beitrag antworte.

Hinter der Aussage „25 Millionen für Digitales und Start-Ups“ stehen drei große Prozesse, die sehr umfassend sind. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Medienplattform, wie Sie diese beispielsweise von Landwirt.com kennen.

Die Welt dreht sich im Zeitalter der Digitalisierung immer schneller und Unternehmen sind gefordert diesen Wandel mitzumachen, um für den Kunden von morgen attraktiv zu bleiben. Die RWA Raiffeisen Ware Austria AG und rund 50 Lagerhaus-Genossenschaften österreichweit haben sich aus diesem Grund entschieden, dass nachhaltige Investitionen notwendig sind, um die Lagerhäuser fit für Zukunft zu machen. Auf Grundlage dieser Entscheidung hat die RWA Raiffeisen Ware Austria AG folgende drei Prozesse gestartet, die sich voraussichtlich über drei bis fünf Jahre erstrecken werden:

- Innovationslabor: Vergangenes Jahr gründeten die RWA und Lagerhäuser die Agro Innovation Lab GmbH (AIL) als Innovationsplattform, die ein Förderungsprogramm für Startup-Unternehmen bietet. Im Rahmen des Programms werden junge dynamische Unternehmen aus dem landwirtschaftlichen Bereich gezielt gefördert, Zielmärkte analysiert und Produkte weiterentwickelt. Ziel ist es den Landwirten innovative und neue Produkte sowie intelligente Lösungen und moderne Services für aktuelle und künftige Herausforderungen anzubieten. Vergangenes Jahr haben sich 160 Startup-Unternehmen aus 49 Ländern beworben.

- Digitale Zukunft der Lagerhäuser: Die RWA und die Lagerhäuser arbeiten im Rahmen eines Projekts an der Digitalisierung des Lagerhaus Verbunds. Es geht darum, digitale Services der Lagerhäuser zusammenzuführen, auf eine eigene Plattform zu heben und stark zu erweitern. Dazu zählt zunächst der Aufbau eines Online-Shops in Verbindung mit dem stationären Handel und einem umfassenden Service-Angebot z. B. im Bereich des Smart-Farmings. Ich denke Sie werden verstehen, dass ein umfassender und zukunftsfähiger digitaler Auftritt große Ressourcen bündelt, gerade wenn viele verschiedene Unternehmen beteiligt sind.

- Gemeinsame IT: Die Lagerhaus-Genossenschaften arbeiten derzeit mit verschiedenen EDV-Systemen, die unter anderem neue Geschäftsmodelle in der digitalen Welt nicht ausreichend unterstützen. Aus diesem Grund und um Effizienzsteigerungspotentiale zu nutzen arbeiten Lagerhäuser derzeit intensiv an einem Projekt zur Etablierung einer einheitlichen IT-Landschaft bzw. einheitlichen Warenwirtschaftssystemen. Es handelt sich hier um einen großen und sehr aufwändigen Veränderungsprozess für die Lagerhäuser.


Wie Sie sehen, ist meine Antwort sehr ausführlich geworden. Das zeigt, dass das was hinter der kurzen Aussage „25 Millionen für Digitales und Start-Ups“ steht, sehr massive Prozesse sind, die entsprechende Ressourcen benötigen. Wir glauben aber, dass diese notwendig sind um zukunftsfähig zu bleiben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ausreichenden Überblick geben und stehe für weitere Fragen natürlich gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!


Michaela Fritsch von der RWA-Unternehmenskommunikation

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G007 antwortet um 02-03-2017 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
D A S liebe Lagerhaus.....
Liebe Frau Fritsch!

Hab mal in der Eile Ihre Stellungnahme gelesen, klingt sehr gut und ist sicher eine Vision für die Zukunft.
Aber bevor muss man auf die jetzigen Kritikpunkte der RWA Kunden eingehen und da schleunigst ab Hilfe schaffen, bevor es zu spät ist.
Ohne ein festes Fundament kann man kein Haus bauen.
Die Kritikpunkte wurden ja eh schon hunderte male durchgekaut.
Auf die Schnelle gesagt, die langsamen (teuren) Unternehmen werden in Zukunft von den schnellen (flexiblen) Unternehmen gefressen!!



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herbert.b(gym21) antwortet um 03-03-2017 00:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
D A S liebe Lagerhaus.....
Liebe Frau Fritsch!

Der Ordnungshalber müssen wir hier Einiges richtigstellen:
1. Da Sie nicht aus der grünen Branche kommen, müssen Sie natürlich so schreiben, wie
es Ihnen die Kollegen zutragen.
(https://www.observer.at/michaela-fritsch-ubernimmt-pr-leitung-bei-rwa-austria/)
Für Sie, die vorher in einer Agentur gearbeitet hat, wo Sie Institutionen und öffentliche Auftraggeber aus dem Wirtschafts-, Finanz- und Gesundheitssektor betreut haben, sollten Sie erst einmal Praxis auf dem Bauernhof machen. Dann werden Sie verstehen, warum die Bauern ein wenig missgünstig gegenüber Ihrem Lohnzahler sind. Einiges finden Sie dazu auf dieser Medienplattform.
Die RWA ist der größte Mühlenbesitzer in Europa und warum zahlt das Lagerhaus die schlechtesten Getreide-/Maispreise aus?
2. Die Agro Innovation Lab GmbH ist 100 % Tochterfirma der RWA (so steht es im Unternehmensbericht!)
Clevere Idee, die leicht durchzuschauen ist:
Frisch gefangene Absolventen von der UNI (mit niedriger Einstufung im Kollektiv?) als Jungmitarbeiter einzustellen und hier vielleicht noch Förderung als sogenannte Innovationsmanager mitnehmen.
Dann sitzen da noch Studienkollegen in der Agro Innovation Lab GmbH und der Förderstelle.
Start up- Jungunternehmer präsentieren ihre Idee und die Führung (Mutterhaus) schnappt sich die besten Ideen und die einreichenden Jungunternehmer schauen durch die Finger.
Dann stolz sein, das ausländische Startup- Unternehmen sich gemeldet haben und auch etwas vom österreichischen Fördergeld haben wollen. Zur Info: Das Fördergeld wird über die AWS von der AMA ausbezahlt und stammt aus dem EU-AGRARHAUSHALT (50%) mit den restlichen österreichischen Anteil! Das könnten wir Bauern auch gut gebrauchen!
3. Sie schreiben: „Auf Grundlage dieser Entscheidung hat die RWA Raiffeisen Ware Austria AG folgende drei Prozesse gestartet, die sich voraussichtlich über drei bis fünf Jahre erstrecken werden:“ … aber dieser Prozess wurde schon vor zwei Jahren in den Medien angekündigt! Das heißt mit der internen Abstimmung sollte der Prozess demnächst abgeschlossen sein. Ist das so?
4. Zum Thema – Gemeinsame IT … hatten die Lagerhaus- Genossenschaften vorher Lochkarten und standen die PC synonym am Platz und warum wurde trotz Daten-Standleitung nachts der Zentralserver gesichert und wir konnten bei der Ernte in der Nacht nicht mehr zum Weiterdreschen abkippen. Und außerdem, wenn man zeitgemäß denkt, geschehen solche Anpassungen in der IT- Landschaft im ordnungsgemäß geführten Unternehmen laufend. Was war / ist da los in Ihrem Unternehmen?



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kst antwortet um 03-03-2017 09:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber Herbert!
Ganz schön abgehoben deine Forderung, Frau Fritsch möge erst mal Praxis auf einem Bauernhof machen......

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Joe_D antwortet um 03-03-2017 11:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ein Film dazu:
https://www.agroinnovationlab.com/startups-2016/?lang=de


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G007 antwortet um 03-03-2017 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
D A S liebe Lagerhaus.....
@Herbert

Die Frau Michaela Fritsch ist die PR Lady vom RWA Konzern und dazu fällt mir folgende Bemerkung ein:

!Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe"

Ihr Job ist, gute Dinge noch besser dar zu stellen und schlechte Dinge schön zu reden!

@kst
Es halt immer gut, wenn man von Dingen über die man spricht eine Ahnung zu haben und noch besser ist, wenn man auch die Abläufe im Hintergrund kennt, dass nennt sich dann kompetent zu sein.

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biolix antwortet um 03-03-2017 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Kst !

wenn man in so einem Konzern arbeitet, der mal aus dem bäuerlichen entstanden ist, und wo die wichtigsten "Handelspartner" wohl noch immer Bauern sind, wäre das nur wirklich gut, und keinesfalls abgehoben, finde ich. .;-)

lg biolix

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Joe_D antwortet um 03-03-2017 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
D A S liebe Lagerhaus.....
...der letzte Kaiser hat, glaube ich zumindest, Tischler gelernt ....
nur das mit dem Loslassen..... na ja, da war er seiner Zeit nicht voraus..

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kst antwortet um 03-03-2017 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
D A S liebe Lagerhaus.....
Und bitte, wie stellt ihr euch das praktisch vor, dass jeder der in einem Konzern arbeitet der mit Bauern zu tun hat, Praxis auf einem Bauernhof machen soll?
Um Verständnis für die Probleme andere Berufe zu bekommen, brauche ich Hausverstand und menschliches Einfühlvermögen, wenn das fehlt wird auch Praxis am Bauernhof nichts bringen.mfg.

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