Sojaanbau-welche Sorte (000), welche Herbizide?

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mucki2008 15-01-2014 18:34 - E-Mail an User
Sojaanbau-welche Sorte (000), welche Herbizide?
Mit welchen Sorten habt ihr die besten Erfahrungen? Ertrag, Standfestigkeit, hoher Hülsenansatz usw.

Ich habe die letzten Jahre immer sie Sorte Aligator von Die Saat angebaut!

Welche Herbizide spritzt ihr? Vorauflauf oder Nachauflauf?

Und was macht ihr gegen die Tauben? machen mir auch Probleme!

Mfg Mucki2008

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MarSta antwortet um 15-01-2014 23:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sojaanbau-welche Sorte (000), welche Herbizide?
ich hab erfahrung mit sultana, aligator, lissabon und es senator. heuer werde ich nur noch sultana anbauen, da sie ertragsmäßig meist die nase vorn hat. sie reift auch als erste von den genannten sorten ab, dh ernte im september (im nordwestlichen Ö, auf ca 350m). das bringt gewisse vorteile bei der wintergetreide bestellung und trocknungskosten entfallen ebenfalls. sultana muss man eher dick säen. 70 pfl/m² sollten es schon sein. bei alligator hingegen können es deutlich weniger sein. diese sorte kann zu niedrigen feldaufgang sehr gut kompensieren. es senator hatte ich letztes jahr nach vielversprechenden versuchsergebnissen probiert, war aber enttäuschend. es handelte sich allerdings um original saatgut. nach meiner erfahrung erntet man bei nachbau deutlich mehr. achtung: saatgut nicht trocknen, zumindest nicht in der trocknungsanlage. das reduziert die keimfähigkeit im extremfall auf null. und natürlich ordentlich impfen.
zur unkrautbekämpfung hat sich besten bewährt: 2-4 blattstadium 0,8l Bentazon Super bzw. Benzon (oder Basagran, falls man auf teure markenware steht) + 7,5 g harmony sx + netzmittel und nach 10-15 tagen die selbe brühe + targa super (oder anderes gräsermittel) + öl. wenn 2-3 tage nach jeder behandlung eine wüchsige witterung herrscht ist das feld sauber. leider ist bentazon sehr auswaschungsgefährdet und wäre wohl schon generell verboten (im grundwasserschutzgebiet ist es verboten) wenn es wirksame alternativen gäbe. pulsar 40 sollte man auch nur alle drei jahre am selben schlag verwenden, weil es ebenfalls bedenklich ist. außerdem wirkt es z.b. bei kamille gar nicht. was anderes, weniger umweltgefährdendes, gibt es im nachauflauf leider nicht.
letztes jahr wurde in einer landwirt ausgabe über soja berichtet, das lehmige standorte nicht geeignet seien. aus meiner erfahrung kann ich dazu sagen, das gegenteil ist der fall. wo die böden am schwersten sind, fühlt sich bei mir der soja am wohlsten. nach jahrelanger silomaislastiger fruchtfolge hat sich durch soja der boden deutlich verbessert. insgesamt hat er den körnermais zur vermarktung in meiner fruchtfolge völlig verdrängt. mit 3,5-4t durchschnittl. ertrag lässt sich schon körnermais DB erziehlen. nach soja kann man sehr gut grubbern, was nach mais nicht der fall ist. das spart kosten. durch die frühe saat von dem folgendem WW bestockt dieser sehr gut und man kann bei der ersten düngung N einsparen. und die bodenbearbeitung kann unter trockenen bedingungen durchgeführt werden, was bei körnermais wegen der späteren ernte oft nicht der fall ist. dieser punkt ist mir wegen der bodenverdichtung (hauptsächlich schwere lehmböden) sehr wichtig. wodurch insgesamt der soja bei den bedingungen die ich an meinem standort vorfinde, dem körnermais überlegen ist.

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