Riesiges Loch im Agrarbuget

Antworten: 56
Wicki 03-12-2013 16:54 - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Tolle Aussichten!
 


Josefjosef antwortet um 03-12-2013 17:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
jessas, wegen der paar Kröten wird sich doch kein Bäuerlein aufregen.
Das wären eh nur 10% für die Förderperiode. Ich glaube, das Förderungsvolumen für eine Periode sind in Ösiland ca. 10 Mrd. Euro. Oder?
Dann muaß der Bauer eben um 10% mehr arbeiten, dann passts wieder. Is eh so ein faules Volk, das Bauernvolk. :-)



helmar antwortet um 03-12-2013 17:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Da könnte schon was dran sein......im Kammerrundschreiben meiner BBK steht im Beitrag des Kammerobmannes dass es im neuen Programm das UBAG und die Öko-Punkte nicht mehr geben könnte....und er verweist auf den Kammertag am 14.2.2014, wo ein Referent der Nö-Lkk genaueres erklären wird.
Dass die Förderung von sogenannten extensiven Flächen stark sinken wird, darf als ziemlich sicher angenommen werden. Interessanterweise hört man eher von NGOs als von Bauernvertretern was darüber.
Mfg, Helga



misches antwortet um 03-12-2013 18:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Da bin ich echt mal dafür, dass extensive Bewirtschaftung nicht mehr hoch gefördert wird. Es muss auch in der Landwirtschaft gelten, dass das Geld mit Leistung erwirtschaftet werden muss, dann steht die Bauernschaft nicht mehr als Bittsteller da sondern als echte Leistungsträger (was nebenbei der Großteil der Landwirt sind)


andy123 antwortet um 03-12-2013 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@Helmar
Das ist definitiv, dass es UBAG und Ökopunkte nicht mehr geben wird, und ich bin mir ziemlich sicher, dass dies euer Kammerobmann auch weiß.
Ich denke, da die laufenden Verhandlungen noch nicht finalisiert sind, findet sich das Wörtchen "könnte" statt "wird" am Schluss seines Satzes.
Ich persönlich denke auch, dass die extensiv wirtschaftenden Betriebe in der nächsten Periode die stärksten Verlierer bezüglich Ausgleichszahlungen sein werden.
Das einartigste ist jedoch, dass noch keiner die doch ziemlich drastische Kürzung der AZ anspricht.


179781 antwortet um 03-12-2013 19:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Bei dem Thema das misches angesprochen hat muss man klarstellen, was extensiv ist.
Wenn jemand so eine Art Nichtstuerlandwirtschaft betreibt und wartet bis die AMA Geld überweist, dann ist das sicher nicht förderungswürdig.
Wenn jemand z. B. Almwiesen richtig bewirtschaftet, dann kann man das von den Mengenerträgen auch als extensiv ansehen. Nur leisten diese Leute etwas, das für die Gesellschaft und auch die Natur etwas wert ist. Nur am "Markt" bekommt man kein Geld dafür.
Also kann es durchaus sinnvoll sein extensive Wirtschaftsformen zu fördern.
Und auf der anderen Seite braucht "intensive" Landwirtschaft, wo auf guten Böden mit den Einsatz aller verfügbaren Mittel große Mengen produziert werden, überhaupt keine Förderung. Weil da 1. über die verkauften Produkten ohnehin genug Geld hereinkommt, und man 2. so etwas nicht auch noch fördern soll, sonst wird übers Ziel hinausgeschossen.

Gottfried


Fallkerbe antwortet um 03-12-2013 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Hallo,
entweder bei Extensiv- oder bei intensivwirtschaftern kürzen, das wird immer von irgendeiner seite als ungerecht angesehen werden. Daher würde ich für die Rasenmähermethode plädieren. Da jammern alle, aber alle triffts gleich hart. Das wäre auch mal die vielbeschworene Solidarität unter den Bauern.

natürlich müssten mm die "leistungslosen" Subvensionen erstmal alle komplett gestrichen werden, wie z.b. Stierprämien für Stiere, die es seit jahren nocht mehr gibt, oder die Futterflächen im geschlossenen Bundesforstwald mit unauffindbaren Rindern.


Fendt312V antwortet um 03-12-2013 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Gottfried da hast recht!


MF7600 antwortet um 03-12-2013 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
hätte mich auch gewundert wenn nicht ein paar wochen nach der wahl solche belastungswellen (für die landwirtschaft) zu rollen beginnen.
was will man mit dieser chaotentruppe in der regierung.
nur keine angst es kommt sicher noch schlimmer...
(das allerschlimmste wird aber sicher abgewendet werden können)

ist ja ein witz das es wieder einmal kein nachfolgeprogramm zum öpul gibt.
hatte man zuwenig zeit zum ausarbeiten?


textad4091 antwortet um 03-12-2013 20:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Haha, aber Hauptsache es geistern im BB und der LK noch Leute herum, die meinen, "Dass es doch noch sowas wie eine Mutterkuhprämie geben kann" von wegen kein Geld für diese Säule^^ Da versteht's halt wer zu versuchen, sein kleines Wahlvölkchen bei Laune zu halten^^


kst antwortet um 03-12-2013 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Hallo 179.....kannst du mir bitte sagen was eine Nichtstuerlandwirtschaft ist?
Und kannst du bitte mit Zahlen belegen, dass eine intensiv geführte Landwirtschaft
ohne Ausgleichszahlungen rentabel sein kann?
Im übrigen sind fast alle Förderungen Ausgleichszahlungen, weil man die Preise der Nahrungsmittel niedrig halten will. Es wirkt nicht gut, wenn die Bauern selbst immer sagen sie bekämen Förderungen.
Mfg. Kst.


179781 antwortet um 03-12-2013 21:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Den Begriff "Nichtstuerlandwirtschaft" hat bei uns einmal jemand für einen Bauern verwendet, der nur das tut, was die meisten Prämien bringt, nichts mehr in Gebäude oder Maschinen investiert und drei Viertel vom Jahr nichts tut oder halt herumtrödelt.
Und Zahlen gibt es auch, dass Intensivbetriebe ohne Ausgleichszahlungen über die Runden kommen. Z. B. wurde bei uns in der Umgebung ein größerer Betrieb zur Verpachtung ausgeschrieben. Das höchste Angebot war 1200 Euro je ha. Wenn da die 330 Euro Betriebsprämie nicht mehr bezahlt werden (Öpul machen solche nicht mit) dann kann er nur mehr 970 bezahlen, damit das gleiche übrig bleibt.

Gottfried


dorni antwortet um 03-12-2013 22:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Wäre interesant was der BB dazu sagt?
mfg


textad4091 antwortet um 03-12-2013 23:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Was soll der BB schon dazu sagen- Das Landwirtschaftsministerium is Schwarz, ebenso Wirtschaft und Finanzen- Bitte gar schen, aber grod der Bauernbund wird ned gegen die eigenen Parteihansln antreten wollen ... Schließlich is da jedem bewusst, was passiert, wenn ma ned kuscht


Hirschfarm antwortet um 04-12-2013 00:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@179781: Daß die meisten Bauern nicht rechnen können 8oder zu bequem dazu sind ist nichts Neues. Aber daß du es auch nicht kannst verwundert mich doch ein wenig.

Zum Loch im Agrarbudget: Kein Problem! Ich werde das Loch 1:1 ans Lagerhaus weitergeben - und dann interessierts mich eigentlich nicht mehr!
mfg
p.s.: Vorschlag wie man dem Staat von bäuerlicher Seite sparen helfen könnte: Hagelversicherung und MR Mitgliedschaft kündigen.


little antwortet um 04-12-2013 00:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Es ist etwas befremdent, das jeder in der LW den anderen den Sparzwang zuschiebt. Bei den Lehrer hat es immer geheißen eine Schlechterstellung werde auf gar keinen Fall akzeptiert. Ich bin der Meinung das wir auch keine Schlechterstellung akzeptieren sollten. Den schließlich sind unser Produktpreise mit etwas Glück mal bei den Niveau von 1990. Also dienen die Ausgleichszahlungen einzig und allein den Konsumenten um die Nahrungsmittel billig zu halten. Oder vielleicht sollten die Lehrer auch mal versuchen ein zweites Standbein aufzubauen, das dann wenn es läuft wieder zusätzlich von GKK und Finanzamt besteuert wird.
Wie hat schon mal wer geschrieben: Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger, Landwirtschaftsvertreter verkaufen die Landwirtschaft. Also wer sich auf BB und LK verläßt der ist verlassen.


baerbauer antwortet um 04-12-2013 06:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@textad
"Und kannst du bitte mit Zahlen belegen, dass eine intensiv geführte Landwirtschaft
ohne Ausgleichszahlungen rentabel sein kann? "
wenn letztes jahr ein bauer schon heraufbeschworen hat, dass die zr nicht mehr wirtschaftlich ist gegenüber mais in oö, dann kann es den bauern nicht schlecht gehen.
und wie Gottfried schon geschrieben hat.. bei den Pachtpreisen ist noch viel platz drinnen
lg



helmar antwortet um 04-12-2013 07:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Das Loch ist ja auch schon längst da...warum wohl wurde in den letzten Jahren immer wieder angeraten dass man sich genauest überlegen soll ob man dies oder jenes beantragt...
Mfg, Helga


MF7600 antwortet um 04-12-2013 07:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@gottfried
da muss ich hirschfarm schon recht geben.

@hirschfarm
hagelversicherung und MR hab ich mir schon erspart, jetzt wirds mit den einsparungen eng. ;-)


colonus antwortet um 04-12-2013 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@Hirschfarm,

die Bauernbundmitgliedschaft kannst auch einsparen!! Da sparst auch noch etwas.


dorni antwortet um 04-12-2013 08:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Ich dachte eher sie machen Vorschläge wo man in der Agrarbürokratie einsparen kann!!
mfg


179781 antwortet um 04-12-2013 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Das weiss ich schon, dass der Rückschluss von Pachtpreisen auf mögliche Gewinne eine Art Milchmädchenrechnung ist. Aber wenn du die Pachtverträge mit den höchsten und den niedrigsten 25 % bei den ha Zahlungen weglässt, bekommst du recht genau das heraus, was in der Region zu verdienen ist. Fragt einmal Leute von einem Steuerberater, die mit realen Zahlen befasst sind.

Zu den extremen Preisen schreib ich am Abend noch was wenn ich Zeit dazu habe.

Gottfried


edde antwortet um 04-12-2013 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
es kommt, wie ich schon oft geschrieben hab :die besitzende Klasse ist dran.

wer etwa das deutsche System von Hartz IV weiterdenkt wird auch unweigerlich beim Aderlass der Bauernschaft in Österreich landen.
bei Hartz IV müssen vor den finanziellen Zuwendungen Sachvermögen veräussert werden, Eigentumswohnungen, Häuser,zu teure Autos, erst dann gibt's Geld vom Staat.

dieser Gedankengang ist uns in Österreich zwar noch fremd, doch die Budgetsituation ist inzwischen ungleich schwieriger als in Deutschland.

wer Sachvermögen hat braucht kein Geld vom Staat, denn er kann ja Vermögen veräussern-so sehen es inzwischen leider schon allzu viele, Sozialisten, Grüne Kommunisten, die FP positioniert sich inzwischen auch sehr deutlich arbeitnehmerlastig, und der liebe ÖAAB hatte ohnedies immer ein Problem mit der Bauernschaft.




Christoph38 antwortet um 04-12-2013 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Ich hoffe dass der Werner und der Michi das Loch im Agrarbudget wegverhandeln.
Das Budgetloch wurde ja auch schon erfolgreich wegverhandelt.


ANDERSgesehn antwortet um 04-12-2013 08:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
ich lege mal eins als anders sehender drauf!

die säule 2 besteht ja nicht nur aus ubag, bio und weiteren rein lw.
FÖRDERprogrammen, sondern auch förderwürdige arbeitserleichternde
investitonen (zb getreidelager), genauso wie hochwasserschutz ( letzter
sommer), lawinenschutz (galtür), straßenbau, kontrollapperat (beamte) usw.

also nicht alleine landwirte schöpfen hier aus diesen topf, denn diese erhalten
kein 1/4 von dieser summe!

tja, eine gute quelle sagt mir hier wird gespart (um das volk ruhig zu halten)
der aktuelle flächenvergleich ist das erste kleine zahnrad das sich zu drehen
begonnen hat. in unseren bezirk sind knapp 500 landwirte mit jeweils um die
ganz heißen 0,03ha ( arbeiter mit ganz kleinen haus und minimalster größe einer bauparzelle hat mehr ! fläche im
garten, also
eine peanuts fläche für den jeweiligen landwirt ) und sind nicht einmal eine
summe die retourgefordert wird, weil "angeblich" programme
damals eine andere fläche für uns feststellten, die ein normaler bürger in einen wirtshaus "sparsamst" verkonsumiert, werden
hier herumgeritten. im bundesland oö sind´s nicht einmal 4000
landwirte und
im bundesgebiet weiß ich es nicht , aber man kann´s erschätzen, genauso
die summe die hier rückgefördert werden soll, ähh muß. das sich österreich
die glaubwürdigkeit in der eu retourerkauft.

das zusätzlich eingestellte personal für diese kontrolle, denn es
wurde jedes luftbild mit jenen augen auch kontrolliert, wird mehr
geld verschlingen als das geld das eingenommen wird.
es wiehert hier mal wieder der amtsschimmel. traurig aber wahr!

tja, die gute quelle sagt mir die säule zwei wird auf 20% gekürzt.
jawohl, ihr habt euch nicht verlesen ich schrieb "AUF" und nicht "um" geschrieben. nur dieser betrag wird sicher nicht mehr
bei keinen landwirt ankommen.

das volk muß auch ruhig gestellt werden ...

schönen guten morgen
ANDERSgesehn.

ps: wer möchte gerne in einen hochwassergebiet wegen linz oder
wien wohnen. die petitionen die hier laufen werden gewaltig mehr!
die genannte 20% sind dann der fördertopf für "wildbachverbauung" samt der beamtenähnlichgeführte stab
"kontrollorgan"






helmar antwortet um 04-12-2013 08:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Hier, lieber Edde hast du recht, und ganz besonders was den ÖAAB betrifft. Da könnte mein Mann in seiner Zeit als schwarzer Betriebsrat auch manches schildern. Da gab es, was die sogenannten Nebenerwerbslandwirte betraf, eher noch mit der "roten" Seite eine Basis als mit den ÖAABlern, zumindest mit leider sehr vielen.
Was ich nicht verstehe ist die geradezu sklavische Folgsamkeit der ÖVP-Teilorganisation Bauernbund.

Wenn nun fix ist dass UBAG und ÖKO-Punkte auslaufen werden dann ist das für mich ein Versuch der Politik, mit womöglich für einen durchschnittlich bis doch eher erfolgreich wirtschaftenden Betrieb den Geldhahn zuzudrehen. Denn käme, was durchaus zu erwarten ist, eine ausschließlich bioförderungsähnliche Schiene von öffentlichen Geldern, dann sind zwei Szenarien möglich........wer unbedingt um überhaupt durchzukommen, auch öffentliche Gelder braucht, wird dann entweder in Bio bleiben oder darin einsteigen........und wer sich in der wirtschaftlichen Lage sieht, es ohne zu schaffen, wird das auch tun. Leider ist zu befürchten dass alle Auflagen welche heutzutage eingehalten werden müssen, um ein paar € zu lukrieren, auch dann für alle gelten werden. Auch wenn sie die Budgets nicht mehr belasten........
Um auf sogenannte "Nichtstuerlandwirte" zurückzukommen......zumindest in der ersten Förderperiode nach 1995 hat es wohl nicht nur in meiner Gegend Höfe gegeben bei denen der im Herbst auf dem Konto aufgetauchte Betrag um etliches höher gewesen ist als die sonstigen Betriebseinnahmen. Erst im Laufe der Maßnahmenlaufzeit wurde angefangen zu sortieren.......und da gab es dann auf einmal bei manchen überhaupt erst die Bereitschaft "offiziell" zu verpachten, als es kein Geld mehr gab.
Mfg, Helga


sturmi antwortet um 04-12-2013 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Nun, was eh schon zu befürchten war scheint sich (lt. Andersg.) zu bewahrheiten. Der bäuerliche konv. Mittelbetrieb kommt in die finanzielle Zwickmühle, somit kann er sich zwischen Wachstum oder Umstieg auf Bio (politisch gewollte Förderbetriebe) entscheiden. Beides keine reizvolle Aufgabe, denn mit den großen EU-Agrarbetrieben mitzuhalten ist kein Honiglecken und in die Nische Bio einzusteigen bedeutet am Gängelband von Politik und AMA bzw. BioAustria zu hängen.
MfG Sturmi



Peter1545 antwortet um 04-12-2013 09:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Vor allem wirds dann die Landmaschinenhändler treffen!!!
Das überschüssige Geld wird zum Grossteil (ich gehe von denen aus die keine Schulden aufnehmen) in neue Mschinen investiert.
Weniger Gewinn = Maschinen länger nützen.
Was fair ist und was nicht, ist ein Streitthema.
Gottfried sagt er versteht die Förderung für Almbauern. Ich bin mir da nicht so sicher: Im Schigebiet sollen die Liftbetreiber mitzahlen und anderswo sollte eigentlich Wald sein und keine Wiesen.


Haa-Pee antwortet um 04-12-2013 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
die einzig rentable form der landwirtschaft in den letzten 25 jahren war reiner ackerbau mit rübenfähigen flächen.
das ganze ab 40 ha eigenfläche aufwärts ausgedehnt auf mindestens 70 ha.
hier wurden meist bei guter bewirtschaftung,einsatz und können des betriebsleiters die faktoren arbeit,eigenkapitalrentabilität,flächenrentabilität erreicht.

alle übrigen sparten der landwirtschaft mit ausnahmen natürlich erreichten in den letzten jahren um durchschnitt gerade mal 50 Prozent !des SOLL einkommens inkl einer kapitalmarktüblichen verzinsung des gesamten betriebsvermögens!

und dass die meisten über die runden kommen liegt halt an der natürlichen leidensfähigkeit des bauernvolkes der bescheidenen lebensweise,dem einen oder anderen baugrund verkauf,den bankverbindlichkeiten und vorallem einem arbeitspensum vom doppelten eines unselbständigen industriearbeiters!

dass die leidensfähigkeit der bauern auf ein neues getestet wird wundert mich nicht die abhängigkeit in der sich die meisten befinde ist nahezu prekär!

wenn jemand 1200 euro pacht zahlen kann gratuliere ich dem verpächter recht herzlich diese summe hat er mit aktiver landwirtschaft nie verdient und ist eine quersubvention der intensiven tierhaltung........(kein eigengrund, grosser stall,keine hofnahen gülleentsorgungsflächen)
zu den 1200 musst du auch noch die sozialversicherung je nach einheitswert zurechnen.

wenn ich meine eigenen knapp 50 ha zu 1200 verpachten kann bin ich sofort dabei! (brutto einkommen 57000€ arbeitsaufwand jährlich 10 std verwaltungstätigkeit) da is jeder rechtsanwalt, arzt oder dergleichen eine "arme sau"!


Lendl00 antwortet um 04-12-2013 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget

@ Gottfried

1200 - 330 = 870 und nicht 970
dein Beispielbauer könnte nur mehr 870 Pacht bezahlen, darum wurde hier geschrieben, dass du nicht rechnen kannst.

Aber in der Sache hast du recht!!
In meiner Umgebung ists übrigens ein BioBauer, der die höchsten Pachtpreise bezahlt; Da gibts nicht Wenige die behaupten die bioförderung sei zu hoch
in Ö sind mind. 50% der Flächen verpachtet, Wenn also die Prämien weniger werden, wird früher od. später auch der Pacht billiger, Der DB für die aktive Bewirtschaftung der Pachtflächen wird in etwa gleich bleiben.
Bei den Eigenflächen wird eine Prämienreduzierung natürlich zu 100% auf das Einkommen durchschlagen.
Vielleicht sollte man mal beim richtigen ÖVP -Chef (Onkel Erwin) vorsprechen.

Klaus


Peter1545 antwortet um 04-12-2013 12:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@haape: Mit 57000 Euro kommst du aber fast in die Spitzensteuerklasse mit 50%, wenn du die Fläche selber bewirtschaftest zahlst zu wahrs. gar keine Einkommenssteuer!
Viel SV zahlen ist ausserdem nicht ganz umsonst, da man wenigstens von der Pension mal etwas hat.
Ausserdem wenn du so rechnest, ist es besser du verkaufst alles und legst es an: dann bekommst du wahrsch.sogar auf einem Sparbuch mehr Geld und das bei 25% Besteuerung!


textad4091 antwortet um 04-12-2013 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@ Peter1545: So schaut's aus! Generell wird NIE so richtig der Nachgelagerte Bereich der Landwirtschaft, allen vorran die Landmaschinen- sowie die Baubranche, als auch die Holzverarbeitenden Betriebe und dergleichen, beachtet;
Kleines rudimentäres Beispiel der waldreicheren Regionen: Keine Investitionsförderung>> Na, wir baun doch ned>> Na, wir müssen doch kein Holz schlägern; Und so dreht sich das Rad weiter, gleiches wie in der Automobilindustrie und in letzter Zeit auch Baubranche: Zuerst sind die Fertigungsbetrieb dran, dann die Zulieferer;




Fallkerbe antwortet um 04-12-2013 12:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@textad,
das Steuergeld, das den Bauern ausgezahlt werden soll, das muß auch jemandem weggenommen werden.
Und auch diejenigen, denen nicht noch mehr geld weggenommen wird, die können sich vieleicht auch mal eine Garage bauen, einen größeren Rasenmäher kaufen, oder ihr Haus vieleicht halb so groß, wie den Wohntrakt eines Bauernhauses, ausbauen. Zumindest wenn man ihnen das Geld lässt.

Bei den Steuerzahlern brauchst keine sorgen haben, das die ihr Geld ewig bunkern. Auch die können mit ihrem Geld die wirtschaft ankurbeln, da brauchts nicht unbeding einen bauern dazwischengeschalten, um das Geld weiter zu geben. Das kann der rechtmäßige besitzer den Geldes auch selbst machen, ohne Staat und ohne Bürokratie.

Und die Landmaschinenhändler werden ein paar magerere Jahre überstehen, denn die letzten 10 jahre konnten die sich schon reserven zulegen.


mfg


Josefjosef antwortet um 04-12-2013 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Fallkerbe,
die Frage ist ja, von wem das Steuergeld weggenommen wurde, damit der Bauer die berechtigten Ausgleichszahlungen erhält.
So wie du behauptest, dass das Geld vom kleinen Steuerzahler kommt, kann ich behaupten, dass die
Erhöhung der Parteienförderung Schuld daran ist, dass bei den Bauern gespart werden muß.
Und dann schauts vielleicht a bisserl anders aus. :-)

gruß
Josef



Fallkerbe antwortet um 04-12-2013 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@josefjosef,
da gebe ich dir vollkommen recht. Die Österreichische Parteienförderung ist weit zu hoch.
Da "sollte" dringend massiv gekürzt werden.

Denn die Parteienförderung ist auch Geld, das nicht mehr bei den Leuten und dem wirtschaftskreislauf ankommt.
Der Fall Strohsack ist ein fatales, entlarvendes beispiel, zu welchen absurden auswüchsen diese ParteienÜBERfinanzierung führt.

mfg





Gratzi antwortet um 04-12-2013 15:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
welche Berufe bekommen noch Ausgleichszahlungen um am Weltmarkt bestehen zu können?


Gratzi antwortet um 04-12-2013 15:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
so toll ist die EU, ... wir können richtig stolz sein, das es den EU Bauern so gut geht. Drum hört auf zu jammern, glaubt sowieso niemand mehr.
 


textad4091 antwortet um 04-12-2013 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Eines sollte ich dazusagen: Mich stört nicht wirklich, dass Förderungen gekürzt oder gstrichen werden- Aber dann soll bitte die Vertretung in der breiten Öffentlichkeit sagen wofür sie steht und ned jetz noch meinen, es könnte doch sein, dass die Ökopunkte/ Muku-Prämien weiter erhalten bleiben oder Ersatzprogramme geschaffen werden^^

Ja gratzi, deswegen schreiben ja so manche Konsorten hier im Forum, wie soll Bio die Welt ernähren, da könnt ma nix runterexportieren xD Jetz aber weg mit dem Sarkasmus, drüber sollte ma nicht scherzen^^


2009 antwortet um 04-12-2013 17:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
hallo leute
dies dürfte eindeutig eine falschmeldung sein , denn da das agrarbudget aus dem staatsbudget bedient wird und es da kein loch gibt,kann es auch dort kein loch geben.......oder wird jetzt das staatsbudget aus dem agrarbudget bedient .........sehr verwirrend diese politik und ich verstehe schön langsam den mangelnden durchblick unserer staatsführung .

hallo gratzi
die von dir angesprochene und nicht gerade erfreuliche situation der afrikanischen bauern gibt es auch in umgekehrter form von zb. huhn ,fisch........ und ist nicht auf dem mist der bauern gewachsen ,sondern
geschuldet durch unsinnige import-export stützungen und steuerlichen vergünstigungen .
ich erlebe das selber tagtäglich in meinen beruf ,und mit guten beziehungen,zwischenhändlernetz und den ensprechenden tonagen lassen sich mit relatiev wenig aufwand beachtliche gewinne erzielen . der angerichtete schaden wird natürlich nicht registriert.
allerdings verdient man dadurch wiederum seinen lebensunterhalt.......................................

schöne grüsse 2009




Gratzi antwortet um 04-12-2013 17:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@textad4091

da geht es ganz um was anderes, wir machen den drittländer mit unseren Stützungen ihre Agrar kaput, die können selbst gar nicht so billig produzieren um gegen die EU gestützen Waren zu bestehen. .... so wie Ghana .... 1 Hendel um € 1,5-- zugestellt! dafür können wir uns den 3 Fendt leisten. Der nicht ohne Ausgleichzahlung leben kann, soll eben zusperren, ist auch in der anderen Wirtschaft so, da fragt dich auch niemand, ob du gegen die Chinesen bestehen kannst...so ist das. Ausserdem zahlt die Ausgleichzahlungen wieder der Konsument.
Weiters gehören Termingeschäfte mit Lebensmittel verboten. Es gibt Länder, wo du dir eben ein Fleisch alle 14 Tage kaufen kannst....wir bauen unseren Reichtum auf Kosten der 3ten Welt auf....und wir wollen Christen sein??? Freibeuter sind wir.


kbg antwortet um 04-12-2013 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
so jetzt zahlt der rest von euch für diese unfähigen vertreter auch mal seinen gerechten beitrag… ich hab "meine" staatsschulden und mein pension mit den zurückbezahlten 300000 "Förderungen" schon "verdient" !!! und da ich von diesem staat nichts mehr will und brauch-kein bauer mehr aber auch kein steuerzahler mehr in Österreich- ist es mir nur recht das jetzt jeder dran ist!!!
lg christian perner


Gratzi antwortet um 04-12-2013 18:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@ KBG

gebe ich dir voll Recht, bald werden die Nigerianer sagen, sie wollen nicht so Korrupt werden wie die Österreicher. Neueste Studie .... Österreich ist von Platz 13 nach 26 gerutscht unter den Korruptesten Länder. Aber jedes Volk verdient die Vertretung die es selber wählt, war vor 5 Jahren so, und jetzt wieder; drum nicht jammern.


2009 antwortet um 04-12-2013 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
hallo gratzi
"österreich ist von platz 13 nach 26 gerutscht unter den korruptesten ländern "

ja ,dann ist ja alles besser als gedacht.......dieses von dir beschriebene ranking fängt demnach bei 1 an !

schöne grüsse 2009

und mit dem begriff "christlich" würde ich bedachter umgehen !


179781 antwortet um 04-12-2013 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Uje, da hab ich husch pfusch etwas hingeschrieben und falsch gerechnet. Damit komm ich jetzt bei der PISA Studie ganz schlecht weg.
Zu dem extremen Pachtpreisangebot wollte ich noch etwas erzählen. Das ist ein Betrieb der über relativ (für Österreich) viel Eigenfläche verfügt und zusätzlich noch weit über 1000 ha gepachtet hat. Da wird soviel es geht Mais gebaut, mit einfacher, sparsamer Technik gearbeitet. Die \"Pachtverträge\" werden von einem gefuchsten Rechtsanwalt gestaltet, da sind alle möglichen Hintertürl drin, wo nachträglich der Pachtzins gekürzt wird. Und der wahre Gewinnbringer dürfte sein, dass da große Mengen Klärschlamm ausgebracht werden. Den Verpächtern wird das als notwendige Kalkung untergejubelt. Tatsächlich sind so Aktionen dabei, wo am Abend angeliefert wird, nächsten Tag in der früh gestreut und sofort eingepflügt. So sieht dann kaum jemand, was das wirklich war.
Deshalb habe ich gemeint, intensive Landwirtschaft soll nicht noch zusätzlich gefördert werden. Damit spielt man solchen Geschäftsleuten in die Hand.
Man muss ja deshalb nicht gleich allen Biolandwirtschaft verordnen, aber es sollten doch diejenigen, die vernünftig und nachhaltig mit ihrem Boden und den Tieren umgehen nicht im Regen stehen gelassen werden.

Gottfried


Haa-Pee antwortet um 04-12-2013 21:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
mit klärschlamm lässt sich kaum noch was als aktiver landwirt verdienen!
da sind die landwirte auch schon längst zu almosenempfänger degradiert! wir machen euch die düngeberechnung und streuen euch kostenlos den klärschlamm......so schaut die realität aus!
da verdienen in erster linie die umweltbüros wie Müller ,dann die Lohnunternehmer die ausstreuen für den bauern bleibt monetär nur die unterbliebene kalkung!

das war nicht immer so vor 20 jahren haben wir fürs hektar klärschlamm ausbringen auf die pachtflächen am hektar 12000.schilling jährlich verdient.da kannst leicht pacht zahlen....


Gerhardkep antwortet um 04-12-2013 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
zu Budgetloch im allgemeinen von Hr. Pöttinger von 2008


Industrie-Chef Klaus Pöttinger kritisiert mangelnde Produktivität und Sparbereitschaft der öffentlichen Hand

Der Präsident der oö. Industriellenvereinigung, Klaus Pöttinger, will, dass Staat und ÖBB mehr sparen. Für die Lohnrunde im Herbst wünscht er sich moderate Abschlüsse.

WirtschaftsBlatt: Wir haben aktuell eine Inflation von 3,9 Prozent - im Jahresschnitt wird sie um drei bis 3,3 Prozent liegen. Bei Lohnverhandlungen ist es üblich, Inflationsabgeltung plus Produktivitätszuwachsanteil zu geben. Damit sind wir bei vier bis 4,5 Prozent. Mit welchen Vorstellungen gehen Sie in den Herbst?

Klaus Pöttinger: Wir haben ein Agreement in der IV, dass wir da keine Zahlen nennen. Ich kann nur so viel sagen: Die Konjunkturaussichten für das Frühjahr 2009 kann man bestenfalls als, vorsichtig' bezeichnen. Teuerungwelle, Kaufkraftverlust und hoher Euro bringen uns kostenmäßig in eine schwierige Situation. Wir hoffen, dass die Gewerkschaft die Signale ernst nimmt. Wir haben 2007 im Metallbereich mit 3,8 Prozent hoch abgeschlossen. Das sollte heuer eingerechnet werden. Auch sollte es wieder das Modell der Mitarbeiterbeteiligung geben.

Warum?

Weil es Spannung aus dem Verhältnis Mitarbeiter-Unternehmen nimmt. Ein Betrieb ist eine Schicksalsgemeinschaft: Wenn es ihm gut geht, dann sollen die Mitarbeiter einen Anteil haben. Es muss aber auch von staatlicher Seite etwas geschehen. Von den 200 Euro Erfolgsprämie des letzten Jahres sind beim Mitarbeiter 88 Euro netto angekommen. Die Prämie war eher eine staatliche Mitbeteiligung als eine Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter. Prämien sollten direkt zu den Leute kommen, indem sie steuerlich freigestellt werden. Dann spüren es die Leute auch. Es muss mehr netto überbleiben.

Das heißt Steuerreform...

Das heißt Steuerreform, das heißt sparsame öffentliche Hand, das heißt eine vernünftige Gesundheitsreform. Die Leute verstehen auch nicht, daß die Löhne und Gehälter im öffentlichen Bereich höher steigen als im privaten Bereich. Die Strukturkomponente (Anm.: Biennalsprung) in fast allen Bereichen des öffentlichen Dienstes mit durchschnittlich zwei Prozent sorgt dafür, dass ein Beamter auch bei einer Nulllohnrunde zwei Prozent mehr hat. Bei einem Prozent Lohnerhöhung sind es drei Prozent, bei drei Prozent fünf Prozent usw. Das ist nicht gerecht.

Wollen sie den Biennalsprung abschaffen?

Ich will eine volle Einrechnung der Komponente in die Lohnabschlüsse.

Wo sehen sie die größten Chancen, die Inflation zu bekämpfen? Wer sind für Sie die größten Inflationstreiber?

Das sind einerseits die ÖBB. Wir haben einen Zuschuss zur ÖBB, der jährlich doppelt so hoch ist wie der Umsatz. Und es wird mehr. Andererseits ist es der Staat mit seinen Gebühren. Es kann nicht sein, dass durch ungerechte Lohnpolitik und zu hohe Lohnabschlüsse im öffentlichen Bereich und durch zu geringe Produktivitätsfortschritte die Kosten des Staates immer teurer werden. Da werden die Kosten auf die Bürger überwälzt. Auch im öffentlichen Sektor kann und muss es zwei Prozent Produktivitätssteigerung im Jahr geben.

Was sind Ihre konkreten Kritikpunkte an der ÖBB?

Die Gesamtschulden des ÖBB-Konzerns sollen von 10,5 Milliarden € 2006 auf 17 Milliarden € 2010 steigen. Ein Zehntel der Staatsschulden sind durch die ÖBB verursacht. Um eines klarzustellen: Ich spreche mich für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs aus. Aber nur Schienen zu legen ist zu wenig, wir brauchen auch eine kundenorientierte Organisation, die diese Investitionen wieder zurückverdient und dem Stillstand der Produktivität in der ÖBB Einhalt gebietet. Und wenn die Inflation ein Grundübel ist, das uns Sorgen macht, dann gibt es auch ein Mittel dagegen, das heißt: Mehr Wettbewerb, Deregulierung, Privatisierung - das immer noch dazu geführt hat, dass die Leistung gesteigert wurde und die Kosten gesenkt worden sind. Solche Effekte würden wir jetzt dringend brauchen.

Sie kritisieren die die fehlende Produktivität im Staat und bei der ÖBB - gilt das für die Krankenkassen nicht?

Natürlich. Auch hier gilt: Warum sollte es nicht gelingen, zwei Prozent Produktivitätsfortschritt im Jahr zu erreichen? Es gibt neue Geräte, Methoden, IT-Infrastruktur. Es gibt das Potenzial im System. Das wird auch von einem Teil der Belegschaft gesehen. Nur: Solange die Politik wie in der Vergangenheit immer auf jede Krise mit mehr Geld geantwortet hat, war kein Anreiz da, dieses Potenzial zu heben. Ich sehe nicht ein, dass Obmänner der Krankenkassen keine Verantwortung übernehmen und sich darauf ausruhen, dass der Staat so und so nicht das System in Konkurs gehen lassen kann. Motto: Das Geld wird schon von irgendwoher kommen... Und wenn oberösterreichisches Geld für die Versäumnisse der Wiener Kassen verwendet wird, ist das äußerst ungerecht.



HAT SICH WAS GEÄNDERT ???!!!


sturmi antwortet um 05-12-2013 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Wie schon von mir geschrieben wird´s für viele Betriebe nach 2015 eng werden! Ein Großbauer aus unserer Region plant schon die Zukunft um auf EU-Standard zu kommen. Mich wundert sein Outing zu so einem frühen Zeitpunkt, bringt er doch kritische Bürgerininitiativen und radikale Tieraktivisten auf den Plan! Vielleicht ist seine Transparenzstrategie genau das richtige, eine Umweltverträglichkeitsprüfung steht ihm ohnehin bevor, man wird dann sehen ob bei uns 2000er Stallanlagen möglich sind.
MfG Sturmi


 


Peter1545 antwortet um 05-12-2013 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@179781: Das mit den Hintertürln ist schön und gut, aber wenn er den Pachtzins kürzt wird er Pachtfläche verlieren bzw. nichts mehr dazu bekommen, weil sich das herumspricht. Ausserdem wer den maximalen Pachtzins will muss auch damit leben dass es eine reine Maisfruchtfolge gibt mit Klärschlamm als Dünger..... Entweder man schaut auf seine Flächen (Fruchtfolgevorgaben, Klärschlammverbot...) und verzichtet auf Geld oder.....


pre antwortet um 05-12-2013 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
@sturmi
Ich habe mich auch schon gefragt warum er das macht, glaube aber daß es die richtige Strategie ist. Ich denke durch eine UVP wird er mehr Rechtssicherheit haben und nicht so leicht im Nachhinein zivilrechtlich verklagt werden können (wie der Mäster in der Steiermark). Für das nachbarschaftliche Verhältnis ist es jedenfalls besser rechtzeitig und umfassend zu informieren.
mfg pre
 


Muuh antwortet um 05-12-2013 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
ein paar zahlen zu den möglichen Einschnitten und Verlusten gibt es auf Blick ins Land nachzulesen
 


biolix antwortet um 05-12-2013 18:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Nabend !

sturmi, schau was dein bester Freund heute in einer Presskonferenz gut begründet !

Da könnte man sich ein vielfaches von Folgekosten sparen..

lg biolix


Bio spart Österreich ein Drittel an Agrar-Folgekosten

BIO AUSTRIA fordert Priorität für Ausbau der Bio-Landwirtschaft im Regierungsprogamm.

Wien (OTS) – Eine heute vorgestellte Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FIBL) beleuchtet erstmals die Kosten, die in Österreich aufgrund unterschiedlicher landwirtschaftlicher Praktiken der Gesellschaft durch Reparaturmaßnahmen wie z.B. der Trinkwasser-Aufbereitung entstehen. "Unseren Analysen zufolge kann eine großflächige Umstellung auf Bio-Landwirtschaft die Agrar-Folgekosten um etwa ein Drittel senken", erläutert Studienautor Christian Schader vom FIBL Schweiz. Die Studie zeigt damit, dass die Bio-Landwirtschaft nicht nur hochwertige Lebensmittel produziert und zum Umweltschutz beiträgt, sondern auch hilft, die Kosten für die Gesellschaft deutlich zu reduzieren. "Das in den nächsten Monaten zu beschließende zukünftige Agrarumweltprogramm für die Periode bis 2020 muss daher die Absicherung und den Ausbau des Bio-Anteils in Österreich sicherstellen", betont Rudi Vierbauch, Obmann von BIO AUSTRIA. "Wir erwarten uns die Verankerung der Bio-Landwirtschaft als Priorität für die Agrarpolitik der kommenden Legislaturperiode im Regierungsprogramm", so Vierbauch unter Verweis auf die aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen.

Die heute gängige landwirtschaftliche Praxis geht mit den natürlichen Ressourcen nicht nachhaltig um. Die Folgen sind Humusabbau, Bodenverdichtung und Bodenerosion, stärkere Hochwassereignisse infolge verringerter Wasserpufferkapazität, Treibhausgasemissionen, Biodiversitätsverluste, Pestizid-Emissionen in Wasser und Luft sowie Pestizid-Rückstände in Lebensmitteln. Da in diesen Fällen das Verursacherprinzip meist nicht konsequent angewendet wird, muss ein Großteil der Kosten für die Schadensbehebung von der Gesellschaft getragen werden. So zeigt sich am Beispiel Belastung des Grundwassers durch Nitrate und Pestizide aus der Landwirtschaft: Die Errichtung neuer Brunnen oder Aufbereitungsanlagen sowie ein erhöhtes Monitoring zur Prüfung der Wasserqualität wird in der Regel aus Steuermitteln und Gebühren finanziert.
Fallbeispiele zeigen, dass etwa die Errichtung einer Trinkwasseraufbereitungsanlage zur Nitratentfernung 4,3 Millionen Euro kosten kann. Die biologische Landwirtschaft kann diese Kosten durch den Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche mineralische Dünger erheblich reduzieren. Für den Gesundheitsbereich können aufgrund der schlechten Datenlage weder die Kosten noch das Einsparungspotenzial seriös beziffert werden. Karl Zwiauer, Primar und Leiter der Kinder- und Jugendabteilung am Landesklinikum St. Pölten, ist jedoch überzeugt, dass biologische Lebensmittel zu essen die einfachste und effizienteste Art ist, die Schadstoffexposition möglichst gering zu halten.
Gemäß einer repräsentativen Umfrage unter konventionellen Landwirten besteht das Potenzial, den Anteil der biologischen Landwirtschaft in Österreich mittelfristig auf 40 Prozent zu steigern¹. BIO AUSTRIA erwartet von der Politik, diese positive Entwicklung zu unterstützen und die damit verbundenen Chancen für Landwirtschaft und Gesellschaft optimal zu nutzen. Auch von den Österreicherinnen und Österreichern wird eine solche Vorgehensweise eindeutig eingefordert und unterstützt: 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher halten die Bio-Landwirtschaft für die „beste und umweltverträglichste Form der Landwirtschaft“ und der überwiegende Teil der Bevölkerung (69 Prozent) ist der Meinung, dass die Bio-Landwirtschaft besonders gefördert werden sollte, um deren Anteil in Österreich weiter zu erhöhen². "Eine wichtige Voraussetzung für ein ambitioniertes Agrarumwelt-Programm ist die ausreichende Dotierung des Österreichischen Programms für Ländliche Entwicklung für die Periode 2014-2020 durch die Bereitstellung von nationalen Mitteln für den Bio-Landbau im Ausmaß von 50 Prozent des Gesamtbudgets. Wenn die Mittel effizient und zielgerichtet verwendet werden, dann kommt diese Investition durch reduzierte Agrar-Folgekosten mehr als zurück. Wir fordern die zukünftige Regierung auf, hier Mut zu einer echten Weichenstellung zu beweisen!" so Rudi Vierbauch, Obmann von BIO AUSTRIA.

¹) http://www.bio-austria.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen_archiv/pressemeldung__142
²) http://www.bio-austria.at/presse/presseaussendungen/presseaussendungen_archiv/pressemeldung__147

Rückfragen:
Eva Straka, Pressesprecherin BIO AUSTRIA
M +43(0)676/842 214 214
E eva.straka@bio-austria.at

Pressemeldung , Studie und Thesenpapier zum Download:

BA_PM_Volkswirtschaftlicher_Nutzen05122013.pdf 240,76 kB
Studie_Volkswirtschaftlicher_Nutzen_Bio_4_Dez13.pdf 1,07 MB
Thesenpapier_short.pptx 2,59 MB
Downloads
BA_PM_Volkswirtschaftlicher_Nutzen05122013 (240,76 kB)
Thesenpapier_short (2,59 MB)
Studie_Volkswirtschaftlicher_Nutzen_Bio_4_Dez13 (1,07 MB)


edde antwortet um 05-12-2013 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
nett schreibt sie, die studierte Schauspielerin Eva Straka--über Biolandwirtschaft.

da können Biobäuerinnen durchaus noch was lernen :)


sturmi antwortet um 06-12-2013 06:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Ist ja genau was ich befürchte, das Fördergeld fließt in Zukunft hauptsächlich in investitionswillige Wachstumsbetriebe und ins "Feigenblatt" Biolandwirtschaft, der bäuerliche Mittelstand bleibt auf der Strecke!
MfG Sturmi


helmar antwortet um 06-12-2013 07:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Hallo Sturmi, wenns kommt, dann kommts........und eine lautstark vorgebrachte Forderung der Grünen ist zumindest am Papier erfüllt. Ob dann Bauern gleich alle überlaufen ist nämlich gar nicht so sicher.....;-).
Mfg, Helga


may antwortet um 06-12-2013 16:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
an biolix
ehrlich gesagt, ich habe den Artikel nicht vollständig gelesen,
aber es wird wieder verallgemeinert
alleine die Sätze: Humusabbau, ... sind nicht belegt
eine Untersuchung in OÖ zeigte genau das Gegenteil
(mehr Ertrag = mehr Wurzelmasse und mehr Strohrestmasse, mehr Mist, ...)
Ich weiß nicht, ob in Ö wo eine Nitrataufbereitung notwendig ist - Eher in Gebieten, von wo wir unsere preisgünstigen Nahrungsmittel beziehen, wenn die österr. Landwirte aus der Produktion aussteigen.
und wenn 80 % der Österreicher bioaffin sind so kann man von ihnen auch verlangen, dass sie auf öffentliche Verkehrmittel umsteigen und die Autobahnen als Bio - Anbauflächen genutzt werden
Hans


biolix antwortet um 06-12-2013 17:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
Hallo !

hans wennst nicht mal den Pressetext ganz gelesen hast.. dann sicher auch nicht die Studien.... ;-)

Aber ich will deine shen bez. Humusaufbau in OÖ ? danke !

lg biolix

p.s. ja ich bin gegen neue Autobahnen , du auch ?


may antwortet um 06-12-2013 19:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Riesiges Loch im Agrarbuget
hier der Link:
http://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CDgQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.lebensministerium.at%2Fdms%2Flmat%2Fland%2Flaendl_entwicklung%2Fevaluierung%2Fle_studien%2Fauswertungooe%2F44_Auswertungen-der-Bodenuntersuchungsaktion-Ober-sterreich%2F44_Auswertungen%2520der%2520Bodenuntersuchungsaktion%2520Ober%25C3%25B6sterreich.pdf&ei=NRqiUu36KcLnygPK64DwAQ&usg=AFQjCNFcP2dC7_ENRzsHjCPg4cqEvcgHdQ

ist etwas sperrig
oder google suche nach: erhebung humus oö
Seite 90
hans


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