hans_meister 28-01-2013 11:14 - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Es sind ja die Verpächter, die den Pachtzins kassieren. Landläufig werden sie daher als die Nutznießer hoher Pachtzinsen gesehen. Aber stimmt das auch? Oder sind es die Pächter, die die Preise treiben weil sie Grundstücke unbedingt brauchen?


sturmi antwortet um 28-01-2013 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
@meister
Angebot und Nachfrage regelt den Preis! Der Verpächter wird auch nicht "reich", denn das Finanzamt schneidet überall mit.
MfG Sturmi



NiN antwortet um 28-01-2013 11:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Bei uns wird der ha mit etwa 200-350€ vergeben. Da schaut nicht viel heraus.

Jedoch wenn es notwendig ist für die Betriebsstruktur, muss man auch einen höheren Pachtzins in Kauf nehmen.
Das liegt ja meist im Ermessen des Pächters.

Wenn ich für 10 ha etwa 3500€ ,zur Futtermittelherstellung, bezahle und mir dafür 10000€ sparen kann, ist es ja ein gutes Geschäft.






SemiPro antwortet um 28-01-2013 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Grundsätzlich wird niemand gezwungen eine Fläche zu pachten. Wenn sich die Betriebe, aus welchem Grund auch immer, abhängig gemacht haben, tut mir niemand leid. Von daher würde ich sagen, dass die Verpächter einfach in der Vergangenheit, mehr Weitblick hatten und somit jetzt in der besseren Position sind.

Meiner Meinung nach wäre es besser, andere Standbeine aufzubauen, als immer nur größer zu werden und sich zu spezialisieren.

Mfg Georg


Greenfarmer antwortet um 28-01-2013 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Hallo!

Bei uns in der Gegend sind einige Landwirte geil darauf (sind meist eh die selben), um fast jeden Preis zu pachten. Wenn nur ein Hauch von einem Ansatz ist, dass ein Landwirt in einigen Jahren evt. verpachtet, stürmen sie den die Bude ein! Dazu kommt noch der Neid, dass die Flächen ein anderer bekommt .....

Egal, wenn sie meinen ....

Aber bei Durchschnitt - Bodenpunkte von 35 und Durchschnittsflächen von unter einem ha, dabei mind. 600 Euro zu zahlen, geht bei mir diese Rechnung nicht auf!

Aber irgendwie wirds schon gehn!

Der Verpächter kann sich die Hände reiben (wenn er dass Geld dann auch bekommt ...)

Mfg


Greenfarmer antwortet um 28-01-2013 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Hallo!

Bei uns in der Gegend sind einige Landwirte geil darauf (sind meist eh die selben), um fast jeden Preis zu pachten. Wenn nur ein Hauch von einem Ansatz ist, dass ein Landwirt in einigen Jahren evt. verpachtet, stürmen sie den die Bude ein! Dazu kommt noch der Neid, dass die Flächen ein anderer bekommt ..... (Die Flächen werden aber auch nicht benötigt, zB. für Knappheit an GVE oder um diese zu erweitern)

Egal, wenn sie meinen ....

Aber bei Durchschnitt - Bodenpunkte von 35 und Durchschnittsflächen von unter einem ha, dabei mind. 600 Euro zu zahlen, geht bei mir die Rechnung nicht auf!

Aber irgendwie wirds schon gehn!

Der Verpächter kann sich die Hände reiben (wenn er dass Geld dann auch bekommt ...)

Mfg


freidenker antwortet um 28-01-2013 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
hallo,

Wenn der Verpächter von seinem Grundstück den
Humusgehalt,ph-Wert, Gehaltsklassen N-P-K vor dem verpachten nicht feststellt und diese auch nicht vertraglich geregelt wissen will, warum soll dann noch der böse sein? Wenn ichs dann auch noch billig pachten kann, würd ich sagen ist er doch der dumme.

mfg
f


Roz98 antwortet um 28-01-2013 15:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
ich bin da als Verpächter pragmatisch.
Was mann nicht will das man dir tu.. füg auch keinem Anderen zu.

Ich könnt jedes Jahr beim Pächter stehen und ihm sagen du schau her da zahlt einer mehr was ist.
Nur was habe ich davon ?
1) der Pächter ist genervt
2) der Pächter wird irgendwann mal sagen dann solls der doch nehmen. (obs der dann nimmt oder es nur gede war ?
3) Die ganze Pachtvertragsschreiberei wieder
für 100 Euro Pro ha. im Jahr mehr ? Das sind 8€ im Monat/ha.
da geh ich lieber die 4 Kaffee (oder vier Bier) im Monat nicht trinken hab ich das auch .. (beim Bierkonsum wären das sogar einige mehr ha im Monat)

Was sind die Vorteile wenn ich als Pächter nicht nervig bin...
nun ja für mich:

Die Pacht geht langfristig.
Daher der Pächter wird sich wohl nicht freiwillig/mutwillig die Flächen ruinieren.
Ich kann vom Pächter auch ab und ann einen Gefallen haben. Sei es etwas Stallmist hier ausgebracht
oder mal eine technische Hilfe da..
Ich lebe zwar damit das der Pächter mir etwas weniger zahlt, trage aber evt. auch dazu bei das sein Betrieb ein wirtschaftlich guter Erfolg ist.
Was wiederum bedeutet ich hab den Pächter länger, was wiederum weniger Aufwand bedeutet und sicherstellt das die Bodenqualität beachtet wird.

Und wenn man mit dem Pächter mal so gut übereinkommt dann erlebt man bei der Pacht so ab und ann auch mal überraschungen wenn es ein sehr gutes Jahr war. .bzw der Pächter selber kennt den Pachteuro ja genau.. und wenn er die Flächen behalten will passt der auch an.. so zumindest in meinen langjährige gepflegten Partnerschaften.....

Aber das ist nur meine Art das zu Leben. Es mag andere geben die das nicht so sehen. Wobei ich dann wieder bei dem ersten Satz wäre.. Was man nicht will das man dir tu......


helmar antwortet um 28-01-2013 18:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Ich habe per 1.1.2012 meine landwirtschaftlichen Flächen verpachtet, wie ich meine zu einem fairen Preis. Es hätte jeder meiner Pächter die gesamten 8 ha genommen. Wir haben das aber anders geregelt. Jeder hat die ihm nächst gelegene bzw. angrenzende Fläche dazubekommen. Und es wurde auch die Milchquote gleichmäßig aufgeteilt.
Meine Pächter haben in den letzten Jahren Stall gebaut, bzw. erweitert. Just zu dem Zeitpunkt als ich verpachtet habe hat in meiner Ortschaft auch ein Betrieb aufgehört. Und in der Meinung dass die drei ja eh jeden Hektar brauchen, gleich mal den doppelten Pachtpreis angesetzt. Und um diesen Preis haben diese nicht zugegriffen. Und sich auch nicht "ausspielen lassen". Aber verpachtet wurden die Flächen trotzdem.......es fand sich ein Pächter. Aus der Nachbargemeinde.
Mfg, Helga



melchiorr antwortet um 28-01-2013 18:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Hallo!
Wenn ich 10 ha zu 500 € verpachte, sind das 5000 €. Fixkosten die ich trotzdem habe (Feuerversicherung, Traktorversicherung, Sturmschadenvers.,Haftpflichtvers. SVB-Unfallvers. Grundsteuer, den Traktor brauche ich zur Waldarbeit,) sind ca 2500€. Für die restlichen 2500 € muss ich 43% Einkommensteuer bezahlen, das sind1075 €, es bleiben mir also für 10 ha verpachtete Ackerfläche 1425 € im Jahr, also 118 € im Monat.
Ich habe nicht verpachtet, nur mal durchgerechnet.
lg.


melchiorr antwortet um 28-01-2013 19:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Hallo!
Solange sich die Ungerechtigkeit bei den Svb-Beiträgen nicht ändert und die kleinen Bauern nur als Systemerhalter gebraucht werden, wird sich auch die Situation bei den Pachtpreisen nicht ändern.
Ich bezahle pro Ha und Jahr über € 500.- an SVB-Beiträgen
En Bauer mit 50000 € Einheitswert bezahlt pro Ha und Jahr € 260 an svb Beiträgen.
Ein Bauer mit 84000 € EW bezahlt für die dazugepachteten Flächen keine SVB Beiträge mehr.
Wenn also der Bauer mit 84000 € EW meine Flächen um € 500 a`ha pachtet bezahlt er für den Grund nicht mehr als ich als Eigentümer.
Bei allen anderen Sparten bezahlt man die SV Beiträge nach dem Einkommen, bei den Bauern ist es genau umgekehrt, je mehr Einkommen um so weniger SVB Beiträge prozentuell.
Dadurch müssen die kleinen Bauern das System erhalten, weil für sehr viele Flächen (Höchstbemessung, Biogas Ges.m.b.H. usw) keine Beiträge mehr bezahlt werden. In einem Nachbardorf haben wegen pensionierung 6 Bauern an eine Biogas Ges.m.b.H. verpachtet . Für diese Flächen werden keine Beiträge bezahlt, es beziehen aber10-12 Personen eine Pension von der SVB.
lg.


Fallkerbe antwortet um 28-01-2013 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
@herby,
hat der großbauer denn auch teurere Ärzte als der Kleinbauer, oder bekommt der großbauer denn teurere medikamente als der kleinbauer?

Im Wartezimmer beim Hausarzt sitzen keine Häktar, da sitzen Menschen.


biolix antwortet um 28-01-2013 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Hallo herby !

VOlle Zustimmung !

Aber es kommt eine Verfassungsklage, dann wird sich das ändern, kann aber das Unrecht der letzten Jahrzehnte nicht mehr gut machen.. ;-(

Ja helmar, gratuliere, wenn das alles so machen würden, wie ihr das verpachtet habt, dann hätten eben mehr davon etwas... bei uns ist grad das Gegenteil im laufen.. entweder alles an einem dem es schon "versprochen" war, oder an den Höchstbietetenden...

Vielleicht schaut einmal ein Verpächter auch auf jemanden, der vielleicht gerne weiter machen möchte, mit weniger Fläche ausgestattet ist, und sogar noch einen fleissigen Nachfolger im Haus hat, das wäre schön.. ;-))

lg biolix


179781 antwortet um 28-01-2013 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Hallo herby, zahlst du wirklich Feuer- und Sturmschadenversicherung usw. für deine Flächen? Das wird wohl eher für die Teile vom Betrieb sein, die nicht verpachtet sind, also stimmt deine Rechnung nicht so ganz.

Gottfried


melchiorr antwortet um 29-01-2013 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Guten Morgen

@179781
Die diversen Versicherungen bezahle ich natürlich für die Betrierbsgebäude, aber ich kann ja im Falle einer Verpachtung der Flächen nicht die gesamten Betriebsgebäude abreissen, dadurch entstehen die hohen Kosten. Den Traktor brauche ich für die Waldarbeit.
lg


Christoph38 antwortet um 29-01-2013 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
niemand ist gezwungen um jeden Preis zu pachten

in unserer Gegend ist es so, dass die Pacht im Verhältnis zum Kaufpreis einer Wiese eine sehr niedrige Verzinsung darstellt


kst antwortet um 29-01-2013 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Hallo herby, es wird immer nur von den Vorteilen geschrieben, die der Bauer mit dem größerem Einheitswert hat, er hat aber logischerweise im Normalfall auch mehr Arbeit, kostet auch nicht mehr der Krankenkassa und wenn dir die Pauschalierung nicht gefällt, dann kannst die Sozielversicherungsbeiträge optieren und nach dem Einkommen bezahlen, aber vergiß nicht, wenn du weniger Sozialversicherungsbeiträge bezahlst wird auch die Pension kleiner.
Mfg. Kst


hubi97 antwortet um 04-02-2013 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
@Herby,

wenn du 43 % Einkommensteuer zahlst, dann verdienst Du in Deinem Hauptberuf aber sicher viel mehr, als ein "Großbauer" mit 100 Hektar !
welchen Beruf hast Du eigentlich ?


beglae antwortet um 05-08-2014 07:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sind immer die Verpächter die bösen?
Greenfarmer

Aber bei Durchschnitt - Bodenpunkte von 35 und Durchschnittsflächen von unter einem ha, dabei mind. 600 Euro zu zahlen, geht bei mir die Rechnung nicht auf! Aber irgendwie wirds schon gehn! Der Verpächter kann sich die Hände reiben (wenn er dass Geld dann auch bekommt ...) Mfg

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Die Pachtzahlung ist Steuerlich ( Pächter ) sofort abzugsfähig
das Geld nicht bekommen? wo lebst du den dann kommt ein Mahnbescheid dann wird Haus und Hof versteigert.


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