Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((

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biolix 11-10-2012 20:25 - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
Hallo !

na ja, da sag nochmal wer, die Gentechnik "nützt uns Allen.."... ;-((

tg biolix


USA: 7 Prozent mehr Pestizide durch Gentechnik-Anbau

Berlin - Seit Einführung der Gentechnik im Jahr 1996 ist der Pestizidverbrauch in den USA deutlich angestiegen.


http://www.agrarheute.com/usa-gentechnik
 


walterst antwortet um 11-10-2012 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
Gentechnik am Acker ist und bleibt nun mal eine gute und lukrative Sache - vom richtigen Standpunkt aus gesehen.


ducjosi antwortet um 11-10-2012 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
vom Standpunkt Saatgut- und PSM-Konzern auf jeden Fall!

Nachhaltigkeit ist da kein Thema



Steyrdiesel antwortet um 12-10-2012 07:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
Naja was habt ihr erwartet? Das er dadurch sinkt?
Dann habt ihr aber den hauptsächlichen Verwendungszweck von GMOs nicht verstanden.

Gibts aber auch durchaus gute Ansätze.

mfg
Steff


baerbauer antwortet um 12-10-2012 08:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
mit Monokulturen und einseitigen PSM Einsatz (meine gleich Wirkstoffgruppen) beschleunigt man eben die Resistenzbildung. so ist eben die Natur nur die Besten halten durch.....


textad4091 antwortet um 12-10-2012 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@ baerbauer: Da hast Recht- Is allerdings nur die Frage WER bzw. WAS die Resistenzen ausbildet, ob der Mensch damit rechnet und ob das dann auch soooo toll is .... Aber hast Recht, der Stärkere setzt sich durch, nur ob das dann wirklich der Mensch is sei mal dahingestellt^^


ah1 antwortet um 12-10-2012 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
pestizideinsatz in kilogramm zu messen und daraus schlüsse zu ziehen ist für mich nicht sachlich. schliesslich haben die verschiedenen substanzen auch unterschiedliche aufwandmengen, ld50, halbwertszeiten,...
es macht in der statistik einen gewaltigen unterschied ob ich zb: 7,5g harmony sx oder zb: 3kg roundup anwende.


Fetzerl antwortet um 12-10-2012 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@ah1: die schlüsse sind schon zulässig, weil einfach die absolute Menge gestiegen ist. Natürlich ist die Belastung bei 7,5 g geringer, aber es wird einfach mehr Gift ausgebracht bzw. erzeugt (die Mengen an Gift, die der Bt-Mais erzeugt, sind nicht ohne - soviel wird üblicherweise nie gespritzt).
In Österreich sind ÖPUL-bedingt die Mengen zurückgegangen.

Allgemein zeigt sich hier wieder, das von gentechnisch verändertem Saatgut und dazupassendem Spritzmittel nur einer profitiert: der Produzent - der Landwirt sicher nicht, der zahlt nur kräftig und verdient sicher nicht mehr (Steff hat schon recht, das ist der einzige wichtige Grund für GMOs!).
Schon aus diesem Grund bin ich gegen die Verwendung von GMOs, abgesehen von noch vielen anderen Nachteilen.

Wer die Studie lesen will (englisch), unten ist der Link dazu, die Schlüsse aus den Ergebnissen sind jedenfalls hochinteressant.

LG, Franz


mfj antwortet um 12-10-2012 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((


Ach Fetzerl,

Der Standpunkt ist entscheidend...wie Walter schon schreibt.
Und nicht der innige Wunsch eines "ausrangierten Bio-Funktionärs" ohne fachliche Ausbildung, der sich Biolix nennt.

Benbrook ist ja kein Unbekannter, seine Richtung, Studien und Ergebnisse auch nicht..
Als Angestellter im US Organic Center (Bio-Amerika) versucht er auch nur seinem „Brötchengeber“ zu gefallen, und seine Stelle zu rechtfertigen.


Eines könnt ihr allerdings glauben.

Pestizid – Einsatzmengen sind nicht ermittelbar, in einem Anbaugebiet wie es die USA bietet ...ein Ding der Unmöglichkeit.
Hier ist jede Statistik hochgradig verlogen. Diesen Ruf eilt dem Bio-Verfechter Charles M. Brenbrook in wissenschaftlichen Kreisen weit voraus...


...nur in ideologisch verharzten Medien und "tau-frischen" Forums-Betrachtern ist es eine Neuigkeit.


Wie dumm muss man wirklich sein – um daraus Schlüsse und Ergebnisse zu ziehen....nicht wahr Fetzerl ;-))



Link:
Charles M. Benbrook – der „unabhängige“ Wissenschaftler ;-))

 


Fetzerl antwortet um 12-10-2012 17:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@mfj: stimmt, der Standpunkt zählt: für Monsanto und Konsorten sind das ja gute Nachrichten...

Statistik erlogen? kann schon sein, da müsste aber dann das USDA auch schon die Fehler gemacht haben - von denen hat er die meisten ursprünglichen Zahlen- kann sein, dass die auch nur schätzen. Außerdem schreibt er ja, dass seine Zahlen auf Projektionen beruhen. Schon um das zu verifizieren, les ich lieber die Originalstudie als einen Eintrag vom biolix ;-)
Die Schätzungen sind für mich aber nicht übertrieben; das kann durchaus der Realität entsprechen.

Die Schlüsse und Ergebnisse hat der Wissenschaftler gezogen; ich finde sie überlegenswert.
Wie dumm? ungefähr genauso dumm, als wenn man daran glaubt, dass die grüne Gentechnik die allein selig machende und alle Probleme lösende Technologie in der Landwirtschaft ist ;-))

Von Unabhängigkeit hab ich nix gesagt, oder? Was die Unabhängigkeit der Wissenschaftler betrifft, so ist das schon klar, dass er in die Richtung forscht, die seinem Institut zu eigen ist. Nur: das tun die Heerscharen von Wissenschaftlern im Dienste von Monsanto auch, auch wenn ihre Ergebnisse nicht in wissenschaftlichen Journalen, sondern in Patentanträgen erscheinen. Und was man ihm zugute halten muss: er deklariert seine Methoden und seine Zahlenbasis, was bei vielen Versuchen von Unternehmen betreffend die Gefährlichkeit von Pestiziden oder GVOs nicht der Fall ist - diese sind nicht reproduzierbar und damit genauso wenig wissenschaftlich. (Gilt übrigens auch für diese komische französische Studie...).

Und zeige mir bitte den Wissenschaftler, der komplett unabhängig forscht - zumindest in den USA wirst du die kaum finden...

Was den Standpunkt betrifft, so betrachte ich es mal aus meinem Standpunkt als Landwirt: ich benötige die GMOs schlicht und einfach nicht, aus verschiedenen Gründen:
* ich verdiene nicht oder nur kaum mehr damit - am Ende bleibt mir praktisch nicht mehr im Geldbörsel
* ich begebe mich noch ärger in die Abhängigkeit von Konzernen (die haben im Gegensatz zu mir gar kein Risiko!), was ich ganz und gar nicht will
* für die Lösung eines Problems handel ich mir - insbesondere bei massiver Falschanwendung - noch heftigere Probleme in der Zukunft ein (Stichwort Resistenzen)

Eins möchte ich klarstellen: ich glaube nicht, das GVOs für die Ernährung viel schlechter sind (bei Junkfood ist sowieso egal, was reinkommt), sondern dass die Anwendung von GVOs für die Landwirtschaft langfristig verschlechternd wirkt und dass das sicher nicht die Lösung für die Probleme im Bereich der Nahrungsmittelerzeugung ist.

Die Versprechungen der Gentech-Firmen sind groß, aber ich kenn bis dato nur Pflanzen, die herbizidresistent sind oder Insektengifte produzieren. Wo ist die Sorte Mais, die auch bei großer Trockenheit guten Ertrag bringt?
Wenn das ganze Geld, das in die Züchtung von Gentech-Pflanzen geflossen ist, in die konventionelle und Biozüchtung gegangen wäre - da könnten wir schon ein schönes Stück weiter sein...

ad taufrisch: ich les schon lange genug mit, um die Vielschreiber zu kennen...

LG, Franz


sturmi antwortet um 12-10-2012 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
"ausrangierten Bio-Funktionär" (Biolix)
@mfj
Wunschdenken oder Wirklichkeit?! ;-))
MfG Sturmi




ah1 antwortet um 12-10-2012 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@fetzerl:
laut kurzfassung der studie werden durch bt-mais jährlich 56 millionen kg insektizide eingespart.


rotfeder antwortet um 12-10-2012 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
Hallo!
Ich sage auch, wie dumm muß man sein, um zu glauben das die Agrokonzerne die Gentechnik einsetzen um den Spritzmitteleinsatz zu reduzieren oder überflüssig zu machen. Wohlgemerkt Die Mittelchen die sie seit Jahrzehnten selbst herstellen und daran verdienen. Also wird Gentechnik eingesetzt damit die Kultur mehr Mittel ohne Schaden vertragen, alles andere wäre schneiden im eigenen Fleisch. Genauso wie die Firmen nicht interessiert sind an der Glühbirne mit unbegrenzter Lebensdauer oder Saatzüchter an Saatgut das kaum abbaut usw. also alles eine Frage des Standpunkts.


mfj antwortet um 12-10-2012 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((

Nun Fetzerl, vielleicht schaffen wir es doch noch einmal – über Gentechnik sachlich zu diskutieren....ich freu mich drauf !


Zur Benbrook Studie:

Falls Du sie wirklich gelesen hast, müßte Dir als erstes die Bewertungsmethode abstruss vorkommen, weil Benbrook zwei völlig unterschiedliche Konzepte in einen Topf wirft...zusammen kocht... und dann hochrechnet.
Das selbe hat er übrigens bei der Argentinien Studie gemacht, und damals wenig wissenschaftliches Lob eingefahren.

1) Benbrook nimmt einerseits die insektenresistenten Pflanzen wie den BT-Mais und die BT- Baumwolle, die direkt Insektizide einsparen.
Was letztlich nicht heißt, dass insektenresistente Pflanzen keinen anderen PSM-Einsatz mehr benötigen. Schließlich gibts noch andere Pflanzenkrankheiten.

2) Nimmt er Pflanzen, die resistent gegen Glyphosat sind.
Was ist das Ziel von resistenten Pflanzen, Fetzerl ?

Bei resistenten Pflanzen geht es nicht um die absolute Verringerung der Herbizidmengen, sondern um die Vereinfachung der (chemischen) Unkrautbekämpfung...oder einfacher gesagt:
Um Arbeits- Maschinen- und Zeitkosten einzusparen.

Und nur sekundär um Herbizidmengen zu verringern !!

Das ist eine schwierige Versteh- und Verständigungslage Fetzerl – wir können´s in Mitteleuropa nicht ganz verstehen und schon garnicht ausprobieren...aber dazu später.

Die zwei Systeme kann ich nicht mischen, weil es komplett unterschiedliche Ausgangslagen sind, und schon garnicht hochzurechnen.
Gezüchtete resistente Pflanzengruppen haben einen anderen Zweck.


Darum, ist so eine Benbrook-Auswertung, die plump und dumm aufs Tablett kommt, nichts wert.


Ist das zu verstehen ?


Nun zu Deinem Standpunkt:

Du schreibst – ...dass Du die Gentechnik schlicht und einfach nicht benötigst.

Lieber Fetzerl – Gentechnikanbau ist schlicht und einfach in Österreich verboten.
Du hast keine Wahl, keine Entscheidung und auch keinen Standpunkt wo veränderbar ist. ( in Worten Punkt )


Du schreibst: Ich verdiene nichts oder nur wenig mehr... und am Schluss bleibt nichts im Geldbörsel.

Lieber Fetzerl – der Gentechnikanbau boomt in den Staaten und Ländern wo er freigegeben ist.
Anscheinend sind dort die Farmer so dumm, dass sie nicht mal merken, wie unwirtschaftlich und rückwärts sie wirtschaften...und nur aussteigen müssten, um gute Deckungsbeiträge zu erwirtschaften.
Ja das wäre eine Antwort.
Leider tun wir uns etwas schwer – eine Rechnung aufzumachen – die noch NIE jemand in Österreich ausprobieren konnte bzw. durfte.


Wenn´s bei der derzeitig völlig unsachlichen und dümmlichen ideologischen Anschauung der Landwirtschaft in Europa bleibt, wird die Konzentration der Gentechnik weiter zunehmen.

Die jetzt schon führenden Gentech-Firmen werden nicht nur Ihr Wissen sondern auch Ihre Macht weiter ausbauen, völlig konkurrenzlos und frei von staatlichen Forschungen und innerstaatlichen Wissen und Versuchen.
Schöner kann man´s denen nicht machen.

Wir verweigern einen technischen (Zucht) Fortschritt in der Landwirtschaft – wo derzeit nicht abzuschätzbar ist, welche Chancen er bietet.
Eine zukunftsfähige Landwirtschaft wird nur dann Erfolg haben, wenn man offensiv und ideologiefrei bereit ist , sich weiter zu entwickeln, auch im Biolandbau.

Mit „vergrabenen Kuhhörnern, zurück auf die Bäume – Theorien, reine Verteufelungs-Markstrategien wie sie Biolobby derzeit verwendet – werden wir es nicht schaffen.





JD7710 antwortet um 13-10-2012 07:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
Meine Damen und Herrn!! (ich glaub es sind nur Herrn anwesend)

Ich weis nicht wieviel ihr in der Landwirtschaft tätig seit, aber sein wir uns ehrlich der Pflanzenschutzmittelaufwand wird immer mehr egal ob Herbizide, Pestizide oder Fungizide.

Auch durch die Pflanzenschutzmittelkonzerne gesteuert.
Es gibt ja für jedes Problem ein Mittelchen.
Und Versuche das man riesige Mehrerträge durch PSM erreicht natürlich von den Konzernen finanziert.

Die Gentechnik (die zum Glück in Österreich nicht erlaubt ist) verschlechtert das immer mehr.
Es werden dadurch resistente "Beikräuter", Insekten und viel mehr gezüchtet.

Ich hoffe das die EU nie nachgibt und die Gentechnik erlaubt weil die wechselwirkungen zwischen den Genpflanzen und ihren verwandten "Beikräutern" ist nich abzusehen.

mfg JD7710


Woodster antwortet um 13-10-2012 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((

Die Aussage "Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..."
ist eigentlich doppelt hinterfragenswert, weil sich meiner Meinung nach die Gesamtmenge der eingesetzten Giftes ja verdoppelt haben müßte...

Wenn man jetzt bedenkt, dass die GVO-Pflanzen selbst permanent irre Mengen an Gift erzeugen, so müßte sich - Daumen mal PI - insgesamt der Gifteinsatz durch GVO-Pflanzen und durch maschinell ausgebrachte Gifte ja verdoppelt haben...

a) Der Gifteinsatz ist trotz Gentechnik höher als zuvor
b) Der Gifteinsatz durch die durch Pflanzen produzierten Permanent-Gifte kommen hinzu

Wobei bei maschinellen Gifteinsatz, die Dosierung gut wählbar ist, anderseits
bei den GVO-Pflanzen Dauergifte produziert werden, die ja für rasche Ressistenzenbildung sorgen.

Allein deshalb ist für mich der großflächige GVO-Einsatz eine teure Sackgasse, die nur einen Gewinner kennt.
Dieser Gen- und Giftcoctail landet dann in der Nahrungsmittelkette.
Das dies keine Folgen haben soll, kann ich auch nicht glauben.



ah1 antwortet um 13-10-2012 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
so schlimm kann bt nicht sein, wenn es sogar im bio-landbau eingesetzt wird.


ah1 antwortet um 13-10-2012 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((



MF7600 antwortet um 13-10-2012 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@ ah1
mit bt (bacillus-thuringiensis) dürfte der biolandbau ansonst keine probleme haben.
http://www.biosicherheit.de/lexikon/692.bacillus-thuringiensis.html


baerbauer antwortet um 13-10-2012 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@textad4091
ich meinte die stärkeren Pflanzen setzen sich immer durch und daher gibt es immer wieder Resistenzbildungen. Warum treten jetzt beim Maiswurzelbohrer Resistenzen gegen den BT-Mais auf? Irgendwann hat einer es überlebt, und dieser vermehrt sich jetzt - ist eine ganz natürliche genetische Auslese, wie sie in der Natur immer passiert.

@mfj
"...Wir verweigern einen technischen (Zucht) Fortschritt in der Landwirtschaft – wo derzeit nicht abzuschätzbar ist, welche Chancen er bietet...."
aber die negativen/positiven Folgen sind auch nicht abschätzbar. und ein zurück gibts dann nicht mehr. Ich glaub da soll man es doch langsamer angehen, denn die Kosten tragen dann nicht die handvoll Firmen die zuerst sich mehr oder weniger durch Monopole die Nase goldig verdient haben, sonder ndie Allgemeinheit der Menschen
lg
Christian


carver antwortet um 13-10-2012 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
Ich wusste ja schon immer, dass unser MF und unser ah im innersten ihrer Herzen leidenschaftliche Bio´s sind, sonst würden sie sich ja nicht so um ihre Produktionsmethoden interessieren;-)

lg carver


ah1 antwortet um 13-10-2012 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
carver, obwohl ich keine weltzerstörenden gifte wie bt einsetze, nachhaltiger, resourcenschonender und effizienter wirtschafte als der großteil der biobetriebe und damit eigentlich hochwertiger produziere als diese, sind meine produktionsmethoden nicht nach "biologischen richtlinien" zertifizierbar. ist halt alles nur auslegungssache und ein verkaufsgag.


carver antwortet um 13-10-2012 20:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@ ah1
"effizient" glaub ich dir aufs Wort, "hochwertig" vielleicht auch noch, aber bei "nachhaltig" und "ressourcenschonend" ist ein kleiner Münchhausen verloren gegangen.
Wie du es richtig bemerkt hast, es ist alles Auslegungssache ...........

lg carver


Fetzerl antwortet um 13-10-2012 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@ah1: stimmt, es wird weniger Insektizid gespritzt, weil die Bt-Pflanzen ihr Gift selbst produzieren (und das in sicher größeren Mengen als je ausgebracht wurde).
Nur: nützt es etwas? Kurzfristig ja, langfristig treten wieder Resistenzen auf und das ganze Spiel beginnt von vorne... man züchtet etwas anderes ein, verwendet ein neues Spritzmittel, etc.

@mfj: ich werd mal versuchen, deine Anmerkungen zu beantworten

Was die Kosteneinsparungen betrifft, so bin ich einigermaßen skeptisch: wenn ich von einer einmaligen Herbizidmaßnahme ausgehe, sind die Arbeits- und Maschinenkosten gleich, bleiben die reinen Mittelkosten. Hier kann sehr wohl eine Ersparnis sein - wenn die aber durch die meines Wissens höheren Saatgutkosten wieder aufgefressen werden, bleibt es sich egal...
Ersparnis bei den Kosten muss aber nicht heissen, dass ich mehr verdiene; beim Soja sind die Erträge der Roundup-ready Sorten nicht höher - bleibt mir dann tatsächlich mehr über? Ich bin da sehr skeptisch...
Dass auf Großflächen in Argentinien und Brasilien eine Einsparung denkbar ist, glaube ich sofort; nur bin ich mir sicher, dass die dort angewandte Art der Landwirtschaft alles andere als nachhaltig zu bezeichnen ist...

Für die meisten Landwirte sind die Kosteneinsparungen aber eher kurzfristig, und wenn, dann schaffen es die Saatgut- und Spritzmittelproduzenten sicher, diese Einsparungen bald abzuschöpfen - dem Landwirt bleibt nicht mehr Gewinn, aber noch immer das Risiko!
Frage: wie geht man mit den entstehenden Resistenzen um? Es gibt ja genug Berichte über Unkräuter, die nach 15 Jahren plötzlich resistent gegen Roundup werden - kehrt man da wieder zu alten und bewährten Methoden wie Fruchtfolge zurück? Oder auch das der Maiswurzelbohrer gegen Bt resistent wird?

Das mit dem Ausprobieren wäre es tatsächlich wert, in diesem Punkt gebe ich dir recht.

Was es tatsächlich bringt: eine Einsparung im Denken!!! Ich muss mich nicht mehr damit beschäftigen, welche Unkräuter wachsen, wie man sie am besten bekämpfen könnte (vielleicht gezielter spritzen oder andere Methoden verwenden...), brauch mich nur mehr auf den Traktor sitzen und den Versprechungen der Konzerne glauben, dass
alles gut wird....

Den Fortschritt verweigern? Nein, das will ich nicht - aber wenn der gentechnische Fortschritt darin besteht, Pflanzen gegen Herbizide resistent zu machen, dann finde ich das nicht sehr fortschrittlich...
Und wenn ich schon von den Chancen rede, dann sind es für mich in erster Linie Chancen für eine Handvoll Konzerne (Monsanto, Bayer, Syngenta, sonst noch wer?), die das Geld für diese Forschung haben, andere (auch staatliche Stellen) können die dafür erforderlichen Mittel nicht aufbringen. Und es ist die Chance, ziemlich risikolos dann Geld verdienen zu können, mit dem Saatgut und den dazugehörigen Pestiziden im Paket; und die Chance, mittelfristig den Saatgutmarkt kontrollieren zu können und damit wiederum die Landwirtschaft!

Warum ist eigentlich immer nur von Chancen die Rede und nie von den möglichen Gefahren?
Denn Zukunftstechnologien sind nicht immer das, was sie versprechen - siehe Kernspaltung und die daraus resultierenden Technologien und Folgen, also ist eine gesunde Portion Skepsis angebracht. Und Konzernen glaube ich prinzipiell ihre salbungsvollen Worte nicht - denn die wollen nur eins: Geld verdienen! (ist ja nichts schlechtes, nur das kann man ruhig auch sagen) Es wird immer nur dahin geforscht, wo Geld zu verdienen ist, über Gefahren wird nie was gesagt (weiteres Beispiel: Asbest - wie wurde das propagiert, bis man mitbekommen hat, was das auslösen kann...).

Die Konzentration ist ja ohnehin schon gegeben: Wieviele Unternehmen beschäftigen sich weltweit überhaupt damit? Nur die paar großen, die die Forschung finanzieren können, alle anderen sind entweder von denen übernommen worden oder vom Markt verschwunden. Ihr Wissen werden sie ausbauen (und knallhart und ohne Rücksicht verteidigen); ob sie ihre Macht ausbauen, liegt in unserer Hand. Zum einen, indem wir die Alternativen ebenso beachten und nutzen und andererseits die gesetzlichen Rahmenbedingungen dementsprechend gestalten (Saatgutrecht, Patentrecht, etc.) und diese auch tatsächlich überprüfen. Solange für eine Zulassung Studien des Unternehmens (die nicht einmal vollinhaltlich vorgelegt werden müssen) ausreichen, solange wird sich nichts ändern.
Die Lobby dieser Unternehmen ist extrem stark und das aus gutem Interesse: "Wer das Saatgut kontrolliert, beherrscht die Welt!" (Henry Kissinger zugeschrieben) - schon aus diesem Grund bin ich gegen GVOs und die Patentierbarkeit von Saatgut!

LG, Franz





pre antwortet um 14-10-2012 00:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@ fetzerl
du hast es auf den punkt gebracht. sehr guter beitrag!
mfg pre


ah1 antwortet um 14-10-2012 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@carver:
es gibt immer verbesserungsmöglichkeiten, dennoch glaube ich, bei nachhaltigkeit, ressourcenschonung und energiebilanz in österreich bei den besseren 5-10% zu liegen.
ich weiß nicht warum du mir das absprechen willst, ohne meinen betrieb zu kennen.

@fetzerl:
die in weiten teilen südamerikas angewandte art der landwirtschaft ist in sachen nachhaltigkeit unseren 08/15-betrieben um welten voraus.


biolix antwortet um 14-10-2012 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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oje ah1, kennst du die Humuswerte dort, und wie die Böden nach 20 jahren aussehen, nach deiner angeblich soo "Nachhaltigen" LW ?? Da kann ich mir vorstellen wie Nachhaltig du wirtschaftest bei dir zu hause.. ;-(((((

sonst spar ich mir heute noch einiges dazu, nach dem schönen Familienwochenende, aber allein diese Aussage zeigt wie arg manche drauf sind...


ah1 antwortet um 15-10-2012 01:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
bitte sag mir die humuswerte "dort", und erklär mir wie es "dort" aussieht!
auf meinen flächen steigt der humusgehalt je nach vorbewirtschaftung unterschiedlich stark. wunderschön wenn du solch große vorstellungskraft hast.


carver antwortet um 15-10-2012 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
@ah1
Sorry, da hast du Recht, ich kenne deinen Betrieb nicht. Ich urteilte nur nach deinen bisherigen Meldungen. Wenn du dich aber unter die besseren 10 % bei Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Energiebilanz wähnst, sollstest du uns deine Methoden aber nicht verheimlichen. Wir alle wollen noch etwas dazulernen!

lg carver


ah1 antwortet um 15-10-2012 19:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spritzmittelverbrauch trotz Gentechnik in der USA gestiegen..;-((
um nachhaltig zu produzieren, muss man erstens die lebens- und produktionsgrundlage jedes landwirtschaftlichen betriebes erhalten = der boden. erosionsminderung, humusaufbau, verbesserung der bodenfruchtbarkeit,... dadurch ist schon ein großteil der nachhaltigkeit geschaffen. und an dem scheitert es bei den meisten betrieben schon.
weiters den energieinput optimieren, geeignete betriebs- und bewirtschaftungsstrukturen schaffen. die österreichische bauernvertretung ist stolz auf unseren mickey-mouse-fleckerlteppich und trichtert diesen blödsinn auch noch den bauern ein. dabei könnte mit halbwegs vernünftigen strukturen sicherlich 50% energie eingespart werden. das wäre einmal ein richtiger schritt in richtung nachhaltigkeit und ressourcenschonung.


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