Antworten: 4
wernergrabler 11-10-2012 10:37 - E-Mail an User
Kürbis - Mulchsaat
Hallo!

Ich plane für nächstes Jahr einen Versuch von Kürbis in Mulchsaat neben der üblichen Variante anzubauen.

LU mit mulchsaattauglichem Setzgerät ist vorhanden.

Vorfrucht ist Mais. Stoppeln werden nach der Ernte geschlegelt und der Acker wird dann nur zu Hälfte gepflügt (Ges.Fläche: 0,6 ha)

Auf was ist weiters zu achten?
Ist eine Herbstdüngung mit Stallmist bzw. Gülleausbringung im Frühjahr sinnvoll? Wie kann diese am besten eingearbeitet werden?
Wie schauts dann mit der mineralischen Düngung aus? Flächig vorm Anbau? (Wirkung, weil Dünger auf Maisstroh)
Verrottet das Maisstroh bis zur Kürbisernte bzw. läuft der Kürbispflug problemlos darauf?

Standort: SüdStmk, Bodenschwere mittel (leicht lehmig), Sorte: Rustikal

mfg
wgsf


DJ111 antwortet um 11-10-2012 16:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbis - Mulchsaat
Stallmist im Herbst eingrubbern.
Gülle eher im Frühjahr, vor der Saat.
Problem für dich: Durch Maisstrohreste an der Oberfläche wird die VA-Spritzung nur mangelhaft wirken, also entweder hacken oder Zwischenreihenspritzung mit RU-Ultramax.
Vorteilhaft wäre eine Reihendüngung mit der Saat, da sich Boden mit Strohauflage etwas langsamer erwärmen und vor allem N später mobilisiert wird.
Der Kürbispflug wird damit sicher keine Probleme haben.

Grundsätzlich würde ich im Herbst das Maisstroh oberflächlich eingrubbern und dann im Frühjahr vor der Saat mit der KE drüber, da hast keine Probleme mit Strohresten und eben wird das ganze auch wieder.

Von der Direktsaat ohne jeglicher Bearbeitung würde ich aus eigener Erfahrung eher abraten!

Gruß, DJ


schellniesel antwortet um 11-10-2012 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbis - Mulchsaat
grüß euch! Noch eienr den der Dj neugierig gemacht hat ;-)
ja denke das Maisstroh nicht so ideal is oder anders gesagt den gewohnten ablauf net zulässt! Zumindest was den Pflanzenschutz angeht!

weiß net aber heuer is doch eher sehr nass um noch zu grubbern???
gerade unter dem Maisstroh trocknet es net besonders...

Wenn dann nur mehr ganz seicht und da denek ich wird es dann noch schwieriger maisstroh zu mischen?

Zwecks ernte also dem Kürbispflug macht die bis dahin hoffentlich schon teilweise verottete Strohdecke net viel!

Dj hab von direktsaat versuchen in "Maisstroh" aus NÖ Bilder gesehen. hab da versucht Kontakte zu Knüpfen um den Bestand eben zu beobachten hat leider net geklappt.
Die Saatgutablage hat mir aber schon gefallen aber war augenscheinlich kein steirischer Boden ;-)

Mein plan zwecks Mulchsaat war eine kleines eck kürbis auf kürbis in mulchsaat zu versuchen mal sehen mit dem Pflug hatte ich jetz nie schwierigkeiten mit der selbstverträglichkeit.
wenns wetter mitmacht noch im herbst seicht grubbern und im Frühjahr dann mit der Ke drüber.

Und einen Acker mit der Begrünung abwintern lassen Teilweise sind aber auch winterharte Sachen (Klee) dabei da will ich noch die kurze Vegetationszeit bis zur Saat etwas nutzen und dann ca 14 tage vor dem Anbau grubbern und gleich saatfertig mit der Ke drüber. wenn noch zuviel "zeugs" aufläuft eine Woche nach der Saat mit einem glyphosat drüber!

Soweit mein plan!

mfg Andreas







wernergrabler antwortet um 12-10-2012 14:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbis - Mulchsaat
Hallo!

Klingt wirklich interessant.
@DJ:
Inwiefern könnte das Maisstroh eingearbeitet werden, um eine Hackung zu ermöglichen?
Der Grubber mischt das Stroh ein. Die Kreiselegge mischt auch. Aber nur horizontal.
Da die Bodenerwärmung auch langsamer erfolgt: sind frühe Saattermine (~20. April) wahrscheinlich eher nachteilhaft? Schon klar dass das Setzen je nach Witterung erfolgt. Aber um einen Anhaltspunkt zu haben.

Direktsaat wäre sonst auch noch meine "Idee" gewesen.

@schellniesel:
Ja. Schaut so aus :D
Manches muss man eben probiern. Die Bauern werden dann wieder ganz neugierig und schaun, was sich mein Bestand dann entwickelt. Ähnlich wie bei der Diplomarbeit *gg*

Hätte einen Leichtgrubber mit Flügelscharen. Der wird bei der Menge an Maisstroh eher verschoppen.
Wie lange hintereinander hast schon Kürbis auf Kürbis gehabt? Hast dort Nachbau oder zertifiziertes verwendet?
Kreiselegge ist bei euch beiden drin ... da happerts bei mir a bissl.

mfg
wgsf


schellniesel antwortet um 12-10-2012 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kürbis - Mulchsaat
Im Fokus manch eines Kollegen steh ich schon länger ;-) Erst heute beim Grubber zusammenbauen da habens beim Vorbeifahren wieder lang geschaut ggg

Ob du jetzt a Ke nimmst oder ne federzinkenkombi für das fertige Saatbett spielt auch net so die große rolle. einebnen wird die Ke halt wieder a spur besser. Sonnst a wenig versuchen net in die gleiche richtung zu bearbeiten sondern die Grubberfurchen etwas queren!

Ansonsten ist die gezogene Bodenbearbeitung zwecks Erosion immer im vorteil gegenüber der rotierenden Bearbeitung.

Hab auf einigen Feldern jetzt schon seit Jahren immer 2 Jahre Kürbis zwischen ein Jahr Getreide und Begrünung.
Bis vor zwei Jahren war das auch mit den eigenen nachbau Gleisdorfern kein Problem danach kamen nur mehr die hybriden in den Boden.
ertragsmäßig merkt man dahingehend keinen Unterschied. Beim grubbern kanns sein da ernterückstände und somit infiziertes Material ja auch als Krankheitsüberträger dienen kann weil es ja nur oberflächig eingearbeitet wird.
Werden wir dann sehen.

Ab nächsten/übernächsten Jahr wird dann Jährlich gewechselt. Grund Flächenzuwachs ;-)

Mfg Andreas



Bewerten Sie jetzt: Kürbis - Mulchsaat
Bewertung:
5 Punkte von 3 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;362297




Landwirt.com Händler Landwirt.com User