Haubiwaller 09-01-2012 11:53 - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Ich bin sehr darüber entsetzt, das sehr viele Bauern es für richtig empfinden, daß für die Überlieferten Mengen an Milch Strafzahlungen nach Brüssel entrichtet werden müssen.
Ich möchte daran erinnern, daß mit 2015 die Milchquotenregelung in der gesamten EU fällt. Das heißt, jeder Bauer kann liefern soviel er möchte! Was bitte passiert dann? Es zeichnet sich ja jetzt schon ab das die Eu in den Jahren nach 2015 mit Milch regelrecht zubetoniert werden wird. Jetzt hilft man sich noch ein bisschen mit der Superabgabe, und dann???
Der Obmann der Berglandmilch hat vor zwei Jahren bei den Berglandmilch Versammlungen immer wieder betont, daß in den nächsten Jahren sicher keine Superabgabe anfallen wird, und wenn dann in so geringenm Außmaß, das diese nicht ins Gewicht fallen wird. Das zeigt mir als Bauer das vor zwei Jahren nicht einmal die großen Molkereien wussten, wie schnell die Milchanlieferung steigen wird. Und genauso wengig wissen sie, wie es in 2 Jahren oder gar nach 2015 aussehen wird. Aber eines ist meiner Meinung nach klar: Die Milchanlieferung wird insgesamt sehr stark zunehmen und das wird sich sicher nicht günstig auf den Milchpreiß auswirken! Heuer werden die Strafzahlungen sehr stark ausfallenm was auch viele Bauern schwer treffen wird. Bauern die jeden Tag, Sonntag und Feiertags im Stall stehen und ihre Milch unter Schweiß, mit viel Sorgen und Problemen und im extremen Berggebiet teils unter einsatz ihres Lebens produzieren. Und dann müssen sie Strafe zahlen obwohl in 3 Jahren die Quote fällt? Das ist doch voll krank!
Erstens würde mich interressieren, wo Brüssel den Betrag von 27,83 Cent hernimmt oder berechnet, der heuer pro kg Milch an Brüssel zu entrichten ist. Zweitens ist ein Großteil der Überlieferten Milch ja gar nicht geliefert, sondern korrigierte Fettquote. Fettquote die von Anfang an nur geschaffen wurde, um den Milchbauern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine bodenlose Frechheit.
Und dann kommt es erst richtig Fett: Der Milchmarkt ist momentan super aufnamefähig, das heißt Milch wird gebraucht! Dann liest man noch in Norwegen wird die Milch dringent gebraucht und die haben nicht mal mehr Butter. Aber wir müssen Strafe zahlen weil wir mehr geliefert haben. Das kann man nur bei den Bauern machen, bei jeder anderen Berufsgruppe wäre das nie möglich. Hier wären unsere Politiker gefordert. Denkt mal darüber nach! Ach ja,noch was! Die Strafzahlungen fließen angeblich in den Brüssler Beamtenverwaltungsapparat! Noch Fragen?


grasi1 antwortet um 09-01-2012 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Name: Haubiwaller antwortet um 19-02-2010 21:54 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
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Milchkontigentverkauf
Verkaufe selbst gerade Quote und mir wurde vom Betriebsberater gesagt, daß alle Verkäufe
unter 41,5 Cent pro Kilogramm nicht steuerpflichtig sind.

Warum hast du die Quoteverkauft? Selber schuld!!!!!!!!!!!!!!!!


jagl antwortet um 09-01-2012 12:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Strafzahlungen Milchquote

Nach Ende der Quotenregelung, wird sich der Milchmarkt wohl auch so entwickeln

wie der Getreidemarkt ; also ein stäniges auf und ab am Preissektor, je nach Angebot

und Nachfrage. Dabei wird sich erst herausstellen ob der Preis von regionalen Angebot bestimmt

wird, oder von EU- weiter Nachfrage

Übrigens sind Strafzahlungen bei Quotenregelung schon ein alter Hut.




Haa-Pee antwortet um 09-01-2012 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
sehr gut grasi1!

hast den raunzer der sich verspekuliert hat gleich mit der ersten antwort eine mitten in die "p.....m" getroffen!
ich hab das auch in meiner gegend beobachtet,kein eigengrund,keine quote aber es wurden in den vergangen 3 jahren ställe investiert von 300000 euro aufwärts.....
bei superabgabe um die 20 cent oder mehr für die überlieferer die mehr als das doppelte der quote überliefern sicher "hoch rentabel".....

haubi so ist da leben..... nimms als gegeben hin und freu dich aufs liefern ohne quote wenn sich die bauern mal so richtig um die wette melken.......

da gibts eben nur ein regulativ das eben heisst niedrige preise und wehe es packt von den vollgasmilchbauern wieder einer die 40 cent tafel aus.......oder kaufen im billa mit den 500er ein und sonstige spässe.....

die quote hat schon seinen sinn gehabt um eben auch milch in österreich halbwegs rentabel erzeugen zu können.....denn mit den tierschutz und umweltauflagen samt den lohnkosten in neuseeland,australien, irland werden hiesige bauern im verdrängungswettbewerb beim massenprodukt milch nicht bestehen können!



Willo antwortet um 09-01-2012 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Grüß dich!!

Ich kann mir schon vor stellen, das du da nen Ärger hast!!
Wieviel überlieferst du?
Hast du deine Liefermenge extra und ohne Quote erhöht?
Hast du schon einen Teil deiner Quote verkauft, wie es so mamche Spekulanten gemacht haben?

Der Obmann der Bergland hat in die eine Richtung beraten, aber aus anderer Seite hab ich gehört, das er Unmengen an Quote gekauft hat!!

Wenns so ist, dann frage ich mich warum?? Die Absicherung eines Lieferrechtes is nun mal mit der Quote am sichersten - da bin i mir siche, das andere Investitionen auf manchem Betrieb nicht diesen Sinn machen!

Du hast zur Zeit eine Quote!!

WEr sagt dir, auch wenn sie gefallen ist, ob nicht deine Molkerei deine bisherige Liefermenge (oder eben Quote) als Lieferrecht für dich her nimmt und dich damit in deinem Handeln begrenzt???

Die Molkerei kann ihre Produkte - und Verkaufsmengen in kurzer Zeit kaum m erhebliche Mengen steigern, schon gar nicht wenn das alle >Molkereien zur selben Zeit versuchen!

I bin mir da eigentlich sehr sicher das es so kommen wird, und das dann dieses Molkereilieferrecht wiederum einen handelbaren Wert bekommen wird!!

Sg
Hans


grasi1 antwortet um 09-01-2012 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Ja Willo so ähnlich sehe ich das auch.
Die Verarbeitungsbetriebe werden sich nicht mit Milch zuschütten lassen, wenn sie die Produkte am Markt nicht unter bringen: Oder es fällt der Preis!!!!!!!!!!!
Wobei ich noch der Meinung bin, das es noch viel zuviele solcher Verarbeitungsbetriebe (Molkereien) gibt!
In Neuseeland (wird immer in den Mund genommen) gibt es einen Verarbeitungsbetrieb und sage und schreibe die Frischmilch im Geschäft kostet umgerechnet über einen EURO!
Nirgens eine billigere gesehen:


golfrabbit antwortet um 09-01-2012 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Willo, Willo - peinlicher Auftritt! Aber Respekt für grasi - tadellose Detektivarbeit!


golfrabbit antwortet um 09-01-2012 13:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Entschuldige Willo, bin schon leicht schneeblind und hab natürlich nicht dich, sondern den "Haubentaucher" gemeint.


Aequitas antwortet um 09-01-2012 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Ja heuer fällt wieder ne ordentliche Superabgabe an.
Hatten ja vor 2 Jahren keine und letzes Jahr eine relativ geringe, gerade wenn man nur gering überliefert.
Hab im Herbst auch noch Quote gekauft zu einen günstigen Preis, werd zwar auch etwas überliefern aber nicht so viel.

Der Molkereihofberater hat mal gesagt, wenn 2015 die Milch zu wenig am Markt ist wirds wahrscheinlich keine Lieferverträge geben und keiner fragt was wer Quote gehabt hat, aber wenn der Milchmarkt unter Druck kommt und zu viel Milch am Markt ist 2015 wird sehr wohl die Quote oder dazumalige Liefermenge eine Rolle spielen.

Heuer gibts sicher ne Fette Superabgabe, weiss schon wer wies % mässig mit Abgabe 1 und 2 ausschaut, letztes Jahr war ja die erhöhte Abgabe ab 30-35% Liefermengenüberschreitung, heuer wirds so 20-25% (und eher sinkend) bei Quotenüberlieferung die volle Abgabe fällig sein.

Ich glaube nächstes Jahr wird wieder etwas weniger Überlieferung und glaube das die Quotenpreise sich wieder unten einpendeln werden, sind doch heuer sehr viele Kalbinnen exportiert worden wegen den guten Preis ins Ausland, auch die Milch geht "hoffentlich" am Markt ab.

Für Betriebe die die ganze Quote oder einen Grossteil verkauft haben ist die heurige Superabgabe schon bitter, aber sie haben ja auch dazumals noch relativ hohe Quotenpreise bekommen und Gewinn gemacht , und im Sommer ist ja die Quote auf 9-10 Cent gefallen, also leid tun sie mir nicht,.....







GaHi antwortet um 09-01-2012 16:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Hallo,
Alle sagen 2015 wird die Quote abgeschafft.
Kann mir jemand sagen wo das geschrieben steht daß 2015 Schluß ist, ansonsten ist nichts sicher.
Agrarpolitiker und EU Parlamentarier sagen immer was sie haben möchten, aber was dann wirklich
sein wird ist eine andere Geschichte.


Fallkerbe antwortet um 09-01-2012 16:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
@haubiwalter

du hast gepockert und du hast verloren.
Und statt wie ein Mann zur Fehlentscheidung zu stehen wird gegen die Molkereinen, die EU, dem Milchmarkt und die Beamten gewettert.

Wer großmächtig spekulieren will sollte auch verlieren können.

mfg


atomix antwortet um 09-01-2012 17:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Die Berglandmilch hat ja tatsächlich eher vom Quotenkauf abgeraten. Allerdings sollte jeder Milchbauer schon selber wissen, was er tut. Der Rat zum Quotenverkauf als aktiver Milchbetrieb kam jedoch von niemandem. Ich hoffe, dass es nicht so kommt wie in der Schweiz. Dort haben viele große Milchbetriebe vor dem Auslaufen der Quote noch schnell ihr Kontingent verkauft, um nach dem Fallen der Quote wieder mit Vollgas weiterzuliefern. Den dadurch verursachten Milchüberschuss mussten und müssen in der Schweiz alle Milchbauern gleichermaßen ausbaden ...
Als relativ stark wachsender Milchbetrieb habe ich in den letzten Jahren stets nach Bedarf Quote zugekauft. Auch im letzten Frühjahr habe ich glücklicherweise noch eine größere Menge um 10 Cent kaufen können. Ich denke, dass die Quote bei einem zukünftig zu erwartenden Milchüberschuss schon eine Rolle in Richtung Lieferrecht spielen wird.



Haubiwaller antwortet um 09-01-2012 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Hallo! Wenn meine Molkerei mein bisheriges Lieferrecht ( 74.000 kg) auch in Zukunft in irgent einer Weise hernimmt, dann wäre das kein Ende der Quote!


Fallkerbe antwortet um 09-01-2012 19:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
@haubiwaller,
das kann durchaus passieren. Und wenn eine solche "Nachfolgeregelung Milchquote" dann erst mal steht, dann wären höchstwarscheinlich auch die Quotenpreise wieder höher.
Ist halt alles Spekulation.


Haubiwaller antwortet um 09-01-2012 19:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Das Ende der Quote mit März 2015 ist laut EU-Beschluss fix beschlossen und 100%ig gültig!
!


Haubiwaller antwortet um 09-01-2012 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Ja genau! Aber Faktum ist trotztem, und um das geht es mir hauptsächlich:
Österreichs Milchbauern müsssen für ein hochwertiges Grundnahrungsmittel, daß momentan dringent gebraucht wird Strafe zahlen, weil sie etwas mehr davon liefern alls unsere lieben Freunde in Brüssel es ihnen erlauben! Faktum ist auch, daß unsere Herrn Politiker das Kontingent für Österreich annno dazumal komplett unterschätzt haben! Wir zahlen Strafe für etwas, daß momentan dringent gebraucht wird, und viele Bauern finden das auch noch gut! Leider!


helmar antwortet um 09-01-2012 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Diese Regeln wurden beschossen und haben ihre Gültigkeit bis 31.12.2014..........und danach werden sich die Verarbeiter sicherlich auch nicht mit Milch zuschütten lassen wenn sie diese nicht verarbeiten und die Milchprodukte verkaufen können.
Mfg, Helga


Haubiwaller antwortet um 09-01-2012 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Habe meine Quote um 30 Cent verkauft, also nicht Steuerpflichtig! Die Bauern müssen endlich einmal kapieren, daß wir für ein hochwertiges Grundnahruhngsmittel, welches momentan auch dringent gebraucht wird Strafe zahlen müssen, weil unsere Freunde in Brüssel uns nicht mehr erlauben. Geld das in den Beamtenverwaltungsapparat fließt wo wir wieder aus allen Tageszeitungen lesen, daß dort nur Schindluder getrieben wird. Die sogenannten Beamten dort verprassen das für Taxis usw.....! Und wir lassen uns das gefalllen.Und erklär mir mal die 27,83 Cent/kg Milch die heuer an Brüssel zu entrichten sind! Wie werden die ausgerechnet? Oder erkläre mir mal den Sinn der Fettquote! Das ist alles nur Geldmacherei für die Beamten in Brüssel auf Kosten der Bauern! Sonst gar nix!


Haubiwaller antwortet um 09-01-2012 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Hallo Helga!
Die sogenannten Verarbeiter sind unsere Molkereien. Hier handelt es sich aber um einen Beschluss der im Europäischen Parlament leider schon fix abgesegnet wurde! Das schlechteste was einem kleinen Land wie Österrreich (Milchwurm) überhaupt passieren konnte! Und glaube mir, die EU lässt alles zu! Mfg Haubi!


Fallkerbe antwortet um 09-01-2012 20:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
@haubiwaller,

glaubst die molkerei wird jede milchmenge kaufen, die ein Lieferant produziert?
oder werden sie die Milchmenge irgendwie an ihre Absatzmenge anpassen müssen?

mfg



mostkeks antwortet um 09-01-2012 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Aber es MUSS ja keiner überliefern! Man darf aber sehr wohl.
So wie ein Lottospieler eben freiwillig mehr Steuer zahlt. Er will halt nicht anders!
Wenn man sich ein bisschen verschätzt hat ist es auch nicht so schlimm, für die ersten 10.000 ist es ja meistens gestaffelt weniger, und man kann so liefern dass man auf der sicheren Seite ist.

Wer sein Kontingent verkauft hat hat ja eh schon das große Geld gemacht, und kann das bisschen Überlieferung jetzt von den Zinsen zahlen, oder....?

Für eine Nachhaltige Betriebsentwicklung haben wir immer ein bisschen in Kontingent investiert. (bis zu 1,20€/kg)

Wenn die Quote fällt kann ein jeder produzieren was er will oder was er sich leisten kann. Aber gratis wird keiner die Milch liefern. (Schon gar nicht der Betrieb in Holland mit 400 Kühen. Der ganze Betrieb auf Pump und die Arbeit von Fremdarbeitskräften)

Von einem Freien Markt werden wir dann noch immer weit weg sein, aber das ist ein anderes Thema...

LG



atomix antwortet um 09-01-2012 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
@ haubiwaller
Die 27,83 Cent für den kg Überlieferung ist der Strafbetrag ohne Unterlieferungen, die ja mit den Überlieferungen saldiert werden. Daher machte die tatsächliche Superabgabe bis jetzt immer nur ein Teil dieses Strafbetrages aus. Ich denke, dass heuer mit maximal 20 Cent zu rechnen sein wird.


Hirschfarm antwortet um 09-01-2012 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
In Ungarn wird die Quote nicht erfüllt also gibts keine Superabgabe. Ungarischen Milchbauern suchen , Lkw anfüllen, Gewinn brüderlich teilen ,Problem gelöst.
mfg

p.s.: 25000 Liter pro LkW mal 20ct ergibt 5 000€. (minus 1000€ Transport)


Haubiwaller antwortet um 09-01-2012 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Hallo atomix! Ich hoffe und ich wünsche dir, daß in Zukunft die Quote bei einem Milchüberschuss eine wichtige Rolle spielt! Das wäre dann allerdings laut EU-Beschluss kein Ende der Milchquote, oder?
Ich bin der Meinung, daß leider in Zukunft die großen Milchländer die kleinen fressen werden, weil hier noch Unmengen an Reserven vorhanden sind und die nur mehr auf das Auslaufen der Quote mit März 2015 warten um Vollgas produzieren zu können. Und ich möchte nicht alls österreichische Molkerei mit den Großhandelsketten wie REWE oder Spar oder Hofer verhandeln, wenn diese die Milchprodukte und die Vollmilch aus anderen EU-.Staaten billiger bekommen als wir sie liefern können. Österreich produziert die Milch viel teurer als andere Länder ( auf Grund seiner geographischen Lage ). Wir haben einen Bergbetrieb auf 1050 Meter Seehöhe. Bei uns fahren die Milchsammelwagen teilweise 30 km um bei einem Bauern ca. 500 l Milch abzuholen! Das wird in Zukunft bei steigender Inflation und steigenden Treibstoffpreisen für die Frächter nicht mehr gewinnbringend zu bewerstelligen sein. Ist es ja jetzt schon nicht mehr! Ich bin hinnsichtlich des Milchsektors sehr pessimistisch eingestellt! Ich habe meinen neu errichteten Stall aus dem Jahr 2002 im letzten Jahr auf Almochsenmast umgebaut! Ende Jänner gehen die letzten 6 Kühe und ab September 2012 haben wir 52 Amlochsen, und sonst nix mehr! Ich bin aber nach 20 jähriger intesniver Tätigkeit in der Milchproduktion nach wie vor hoch interessiert was sich so tut, und werde das auch in Zukunft sein. Auch wenn ich von den Nachbarn nach meinem Ausstieg aus der Milchproduktion als Verräter und als A.......h gebranntmarkt wurde. Das zeigte mir leider den zusammenhalt unter den Bauern!
Ich wünsche dir trotzdem alles Gute und vor allem einen guten Milchpreis denn eines dürfen wir nicht vergessen! Wir sind immer irgendwie voneinander abhängig! Ich brauche die Milchbauern damit sie für mich die Stierkälber produzieren, und ihr braucht uns damit ihr euere Kälber zu einem guten Preis verkaufen könnt1


biolix antwortet um 09-01-2012 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Hallo !
leider ist ein Beitrag heute hier verschwunden, aber ich hätte geschrieben, unglaublich das ich einer Meinugn bin mit hapeeeeee, und dann schreibt noch der Fallkerbe das selbe, mit "einfach Verspekuliert"... da stimem ich voll zu.. ;-))

Haubi, warum sollte es auf Privatrechtlicher Basis keine Abkommen bzw. Vertrag zwischen einer Molkerei und den Bauern geben dürfen in Zukunft ? Du lieferst mir z.b. 100 000 Liter ( deine alte Quote ) und alels was du arüber lieferst minus 5 Cent etc.. Warum sollte das verboten sein ? Auch in anderen Branchen oder LW Bereichen gitbs solche VErträge..

lg biolix


rotfeder antwortet um 09-01-2012 21:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Hallo!
Ich halte es auch für eine Frechheit, wenn Zusatzabgabe von den Ö-Bauern zu leisten ist.
Denn in den meisten Ländern in der EU wird die Quote nicht ausgenützt, und die Milch wird ja trotzdem gebraucht und verwertet. Die Milch hat kein Mascherl. Würde die Milch aufgekauft und danach vernichtet, so könnte man das noch nachvollziehen. Das nach dem Auslaufen der Quotenregelung es zu einer starken Milchliefersteigerung kommt, halte ich für unwahrscheinlich. Eher umgekehrt, das der Bedarf an Milch in der EU nicht mehr zu 100 % gedeckt werden kann. In D ist durch Biogasanlagen und durch Sojaverzicht weil Gentechnikfreiheit dem Wachstum auch eine Grenze gesetzt.


mosti antwortet um 09-01-2012 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
bauern welche bei 30 120 fahern kann ich nicht bemitleiden sondern sie sind der kern des problemes


kraftwerk81 antwortet um 09-01-2012 23:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Reicht ja schon dass die Italiener dann selber Ihre Milch produzieren dürfen. Allein die Menge die wir nicht mehr dorthin exportieren können wird schon den Milchpreis sauber drücken.

Werd auf jeden Fall schauen dass wir für 2015 einen Schwung Zuchtvieh für die "koste es was es wolle" Betriebe übrig haben!


josefderzweite antwortet um 10-01-2012 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Müssen eigentlich Lieferanten der Freien Milch Austria auch Strafzahlungen abführen?


kraftwerk81 antwortet um 10-01-2012 17:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strafzahlungen Milchquote
Ja hat der kw beschlossen - alle freie milch lieferanten müssen rückwirkend bis 2000 1€/lt. überlieferung an mein konto überweisen.




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